Strauben
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Strauben (alemannisch Strübli, schwäbisch Sträuble, Striebele oder Strubede;<ref>Carolin König: Warum auch bei Regen die Massen zum Wollmatinger Dorffest strömen. Südkurier, 2. September 2018, abgerufen am 14. Oktober 2023.</ref> pennsylvaniadeutsch Drechderkuche) ist ein süßes Siedegebäck, das in Süddeutschland, Österreich und Südtirol bekannt und verbreitet ist.
Es wird zubereitet, indem flüssiger Teig – bestehend aus Mehl, Butter, Milch, Eiern und Zucker – durch einen Trichter spiralenförmig in eine Pfanne mit siedendem Öl eingelassen und ausgebacken wird. Nach dem Abtropfen werden die Strauben mit Puderzucker bestreut und oft mit Preiselbeermarmelade serviert; sie werden noch warm gegessen. Es handelt sich um eine Spezialität, die zu besonderen Anlässen zubereitet wird und (regional unterschiedlich) auf vielen Volksfesten ihren Platz findet. Früher wurden auch herzhafte Strauben gebacken, z. B. verzeichnet das Kochbuch Küchenmeisterei (Nürnberg, 1485) ein Rezept mit Salz und Petersilie.
Vergleichbares gibt es beispielsweise auch als Funnel cake („Trichterkuchen“) in den USA oder als Tippaleipä („Tropfenbrot“) in Finnland.
Brauchtum
In Hussenhofen, einem Stadtteil von Schwäbisch Gmünd, ist das Gebäck namensgebend für das seit etwa 1800 belegte „Sträublesfest“. Dieses Heimatfest findet jährlich am Wochenende um den Feiertag Mariä Geburt statt. Ursprünglich von örtlichen Gastwirten ausgerichtet, wird die Tradition seit 1976 vom Gesang- und Musikverein „Cäcilia“ Hussenhofen fortgeführt. Historisch ist das Fest eng mit der Wallfahrt zur Kapelle Beiswang im benachbarten Böbingen an der Rems verknüpft.<ref>Gesang- und Musikverein „Cäcilia“ Hussenhofen e. V.: Sträublesfest Hussenhofen: Tradition, die man essen kann. 7. September 2024, abgerufen am 23. April 2026.</ref>
Einzelnachweise
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