Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Substitutionsmischkristall – Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie Zum Inhalt springen

Substitutionsmischkristall

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Substitutionsatom)

Als Substitutionsmischkristall oder Austauschmischkristall wird ein Mischkristall bezeichnet, bei dem mindestens zwei Stoffe einen gemeinsamen Kristall bilden und die Atome der zweiten Komponente (die Fremdatome) auf regulären Gitterplätzen der ersten Komponente sitzen,<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref><ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> sie ersetzen also an bestimmten Stellen die Atome der ersten Komponente.

Beispiele für Austauschmischkristalle
Datei:Austauschmischkristall, kubischflächenzentriert.svg
Datei:Austauschmischkristall, kubischraumzentriert.svg
schwarz = Atome des Elementes 'A'

rot = Atome des Elementes 'B'

Notwendige Voraussetzungen sind:

  1. annähernd gleich große Atome (Differenz max. 15 %)<ref name="Tarsilla Gerthsen">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
  2. gleiche Gitterkonfiguration (die Kristallart A und B muss dieselbe sein)<ref name="Tarsilla Gerthsen" />
  3. chemische Affinität der Komponenten (etwa gleiche Anzahl an Valenzelektronen; Metalle müssen im Periodensystem benachbart, Elektronegativitäten ähnlich sein)<ref name="Tarsilla Gerthsen" />

Häufig sind die Fremdatome im Kristall vollkommen regellos (also statistisch) verteilt. Ein Substitutionsmischkristall mit statistischer Anordnung stellt keine stöchiometrische Verbindung der einzelnen Komponenten dar.

Für die Gitterkonstante des Mischkristalls gilt näherungsweise die Vegardsche Regel, nach der sich diese aus dem arithmetischen Mittel der Gitterkonstanten der Komponenten ergibt.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Sonderfälle

Spezialfälle der Substitionsmischkristalle sind:

  • Überstrukturen (oder Fernordnung), die bei bestimmten stöchiometrischen Mischungsverhältnissen der Komponenten auftreten (Beispiel: CuAu, Cu3Au). Hierbei liegen die Fremdatome in einer geordneten Verteilung / regelmäßigen Anordnung vor.<ref name="Tarsilla Gerthsen" />
  • Nahordnung, bei der die Wirtsatome größere, zusammenhängende Bereiche bilden, die Fremdatome dagegen seltener direkt nebeneinander liegen bzw. keine völlig regellose Anordnung haben.<ref name="Tarsilla Gerthsen" />
  • einphasige oder kohärente Entmischung (Clusterbildung): die gelösten Fremdatome liegen in bestimmten Bereichen, den Zonen, in größerer Konzentration vor (Anreicherung); dies hat besondere Bedeutung bei ausscheidungsgehärteten Werkstoffen (z. B.: AlCuMg, AlMgSi).<ref name="Tarsilla Gerthsen" /><ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Beispiele

Siehe auch

Literatur

  • Charles Kittel: Einführung in die Festkörperphysik. Oldenbourg, 11. Auflage 1996, ISBN 3-486-23596-6.

Einzelnachweise

<references />