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Tarussa

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{{#if: behandelt die Stadt Tarussa. Zum gleichnamigen Fluss siehe Tarussa (Fluss).

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An der Oka

Tarussa (Vorlage:RuS, deutsch auch Tarusa) ist eine Kleinstadt in Russland und das Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons in der Oblast Kaluga. Tarussa liegt an der Mündung des Flusses Tarussa in die Oka, etwa 70 km von der Gebietshauptstadt Kaluga entfernt, und hat Vorlage:EWZ Einwohner (Stand Vorlage:EWD).<ref name="einwohner_aktuell" />

Tarussa ist ein wichtiges russisches Kulturzentrum, das nicht nur wegen seiner landschaftlich schönen Lage am hohen Ufer der Oka immer wieder Künstler, Dichter, Schriftsteller und andere Kulturschaffende angezogen hat, sondern auch, weil es knapp mehr als die 100 Kilometer von Moskau entfernt war; dies war während der Sowjetzeit die Distanz, welche Personen, die aus politischen Gründen verurteilt worden waren, zu den Metropolen einzuhalten hatten.<ref>Nach Rückschlägen passt man besser in die Landschaft, FAZ, 18. Februar 2018</ref>

Geschichte

Tarussa wurde 1246 erstmals erwähnt und gehörte seit dem 14. Jahrhundert zum Großfürstentum Moskau. Während des Stehens an der Ugra diente die Stadt als Stützpunkt des Heeres des Moskauer Großfürstentums unter Iwan III. Tarussa wurde im Verlauf seiner frühen Geschichte mehrfach von Krim-Tataren angegriffen. Bereits im 16. Jahrhundert wurde die Stadt zur Verteidigung des Oka-Ufers befestigt und diente damit auch als Festung zum Schutz der südlichen Flanke Moskaus. Während des Vaterländischen Krieges gegen die napoleonische Armee war Tarussa die nächste Stadt im Moskauer Hinterland, über die die russischen Truppen mit Lebensmitteln versorgt wurden.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1897 1989
1926 1943
1939 3994
1959 5413
1970 6025
1979 6284
1989 8795
2002 9893
2010 9660

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Bürger der Stadt

Tarussa ist vor allem dadurch bekannt, dass hier eine ganze Reihe berühmter russischer Dichter, Schriftsteller und Künstler gelebt oder sich zumindest öfter oder längere Zeit hier aufgehalten haben, darunter die folgenden:

Russlandweit wurde die Stadt auch dadurch bekannt, dass hier etliche sowjetische oder russische Filme gedreht wurden. In Tarussa erschien von 1996 bis 2017 die deutschsprachige Onlinezeitung Russland.ru und ist der Wohnort von deren Herausgeber Gunnar Jütte.

Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen

Datei:Tarusa center summer 2006.jpg
Im Zentrum von Tarussa
  • Peter- und Paulskirche (18. Jahrhundert)
  • Kirche Christi Auferstehung (17. Jahrhundert)
  • Gemäldegalerie
  • Heimatmuseum
  • Gedenkstein an der Stelle, wo Marina Zwetajewa gern beerdigt worden wäre
  • Grab von Konstantin Paustowski (Städtischer Friedhof)
  • Polenowo (Anwesen des Malers Wassili Polenow, auf der gegenüberliegenden Seite der Oka)
  • Trickfilmfestival (jährlich)
  • Musikfestival der Swjatoslaw-Richter-Stiftung

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

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