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Technisches Nationalmuseum in Prag

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Datei:Budova Národního technického muzea na Letné.jpg
Das Ausstellungsgebäude in Prag (2015)
Datei:NTM letoun Delfin.jpg
Aero L-29 Delphin auf dem NTM-Gebäude

Das Technische Nationalmuseum in Prag (tschechisch Národní technické muzeum v Praze, NTM) ist die größte Einrichtung in der Tschechischen Republik, die sich mit der Bewahrung von Informationen und Artefakten im technischen und technologischen Bereich befasst. Sein aktueller Standort liegt seit 1941 unweit des Letná-Parks.

Geschichte

Das Museum in der damaligen böhmischen Landeshauptstadt Prag wurde im Jahr 1908 und damit vor dem Technischen Museum Wien - das in der damaligen Reichshauptstadt lag - initiiert.<ref>ANNO, Prager Tagblatt, 1907-05-25, Seite 4. Abgerufen am 31. Januar 2026.</ref><ref>ANNO, Prager Tagblatt, 1908-07-02, Seite 7. Abgerufen am 31. Januar 2026.</ref><ref>ANNO, Prager Tagblatt, 1908-10-16, Seite 7. Abgerufen am 31. Januar 2026.</ref> Der vorbereitende Ausschuss tagte im Dezember 1909<ref>ANNO, Prager Tagblatt, 1909-12-03, Seite 5. Abgerufen am 31. Januar 2026.</ref>, die konstituierende Versammlung des Vereins des Technischen Museums für das Königreich Böhmen fand am 13. März 1910 statt.<ref>ANNO, Prager Abendblatt, 1910-03-15, Seite 4. Abgerufen am 31. Januar 2026.</ref> Am 28. September 1910 wurde die erste Ausstellung im Palais Schwarzenberg feierlich eröffnet. Gezeigt wurden Exponate aus dem Böhmischen Landesmuseum.<ref>ANNO, Prager Tagblatt, 1910-11-06, Seite 23. Abgerufen am 31. Januar 2026.</ref>

Die Ausschreibung eines Museumskomplexes für das Technische und Landwirtschaftliche Museum auf dem Letná wurde 1935 von Milan Babuška gewonnen. Der Bau begann 1937<ref>Milan Babuška, auf kam.hradcekralove.cz</ref> und währte bis in die Protektoratszeit im Jahr 1940. Das Gebäude des Technischen Museums wurde nach seiner Fertigstellung sofort beschlagnahmt und als Postzentrale verwendet. Das Landwirtschaftsmuseum kam in die Nutzung der Wehrmacht.<ref>Jiří Padevět: Prag 1939-1945. Unter deutscher Besatzung. Hrsg.: Sächsische Landeszentrale für politische Bildung. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2021, S. 520.</ref> Die Technische Sammlung wurde 1941 vom Palais Schwarzenberg in das barocke Kriegsinvalidenheim in Karlín überführt. Eine Teileröffnung der Ausstellung im Gebäude auf der Letná erfolgte 1948. Mit Regierungsbeschluss wurde die Einrichtung 1951 verstaatlicht und in den Rang eines Nationalmuseums erhoben. Bis 1953 wurde die neue Dauerausstellung entwickelt.

In den Jahren 2009 und 2010 war das Museum wegen Umbauarbeiten geschlossen. Wiedereröffnet wurde es im März 2011.

Sammlungen

Das Museum präsentiert viele Arten von Technik. Genannt werden Automobile, Flugzeuge, Lokomotiven und Motorräder;<ref>Wolfgang Schmarbeck: 100 Auto-Museen in Europa. Schatztruhen der Automobilgeschichte. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1970, S. 28–29.</ref> Hubschrauber und Schiffsmodelle<ref>Wolfgang Schmarbeck: Auto-Museen in Europa. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1982, ISBN 3-87943-852-8, S. 30–31.</ref>; Fahrräder und Kutschen<ref>William Stobbs: Motor Museums of Europe. Arthur Barker, London 1983, ISBN 0-213-16843-X, S. 9–10 (englisch).</ref>; Bergbau, Fotografie, Kraftmaschinen, Lärm-Ökologie, Metallurgie, Schifffahrt und Zeitmessung<ref>Kristiane Müller-Urban, Eberhard_Urban: Automobilmuseen in Deutschland und seinen Nachbarländern. Steiger-Verlag, Augsburg 1999, ISBN 3-89652-176-4, S. 110–111.</ref>; Astronomie<ref>Norbert Bauer: Automuseen und Sammlungen in Europa. Ein Führer durch Historie, Kultur, Design und Technik des Automobils. München 2004, Eintrag CZ01.</ref>.

Das Museum zeigt eine umfangreiche Sammlung, allerdings handelt es sich bei den Schauexponaten nur um 15 % der Gesamtbestände. Das NTM besitzt außerdem Archive, darunter etwa 3.500 Regalmeter an Archivmaterialien sowie etwa 250.000 Bücher.

Die zwei Renaissance-Sextanten von Jost Bürgi und Erasmus Habermehl<ref>Vorlage:DenkmalCZ</ref> und die um 1791 hergestellte astronomische Uhr des Engelbert Seige<ref>Vorlage:DenkmalCZ</ref> gehören zu den Nationalen Kulturdenkmalen Tschechiens.

Straßenfahrzeuge

Im Bereich der Straßenfahrzeuge besteht eine reichhaltige Sammlung von Originalfahrzeugen. Einen Schwerpunkt stellen Fahrzeuge dar, die im Gebiet der früheren Tschechoslowakei hergestellt wurden, wie Wichterle & Kovářik (Wikov) oder Laurin & Klement.

Eisenbahnmuseum

Datei:J22 075 Engerth-Stütztenderlokomotive.jpg
Lokomotive KLADNO (2015)

Aktuelles Museum

Seit 2001 werden einige Exponate der NTM-Eisenbahnsammlung im Eisenbahnmuseum Lužná u Rakovníka gezeigt. Zwei besonders wertvolle Exponate der Eisenbahnsammlung sind:

Neubau eines Eisenbahnmuseums

Zur musealen Präsentation der Eisenbahnfahrzeuge ist der Neubau eines Museums am Bahnhof Praha Masarykovo nádraží geplant, das auch die elektrotechnischen Sammlungen aufnehmen soll. Zum Bestand des Museums gehören über 150 Eisenbahnfahrzeuge, weitere 70 sind zukünftig zur Übernahme in den Museumsbestand vorgesehen. Ein Großteil ist seit 2007 in einem Museumsdepot im Bahnhof Chomutov hinterstellt. Dieses wird nunmehr nicht mehr bloß als Depot, sondern bei Beibehaltung der Bezeichnung Depot als NTM-Aussenstelle mit regulären Öffnungsmöglichkeiten und eigenem Auftritt im Internet geführt.

Die Planungen für den Neubau am Standort der früheren Lokomotivwerkstätten werden seit dem Jahr 2001 vorangetrieben, ohne dass es bislang zu einem Baubeginn kam. Die historischen Werkstattgebäude der Nördlichen Staatsbahn von 1845 sollen dabei in den Neubau einer Ausstellungshalle für 40 Eisenbahnfahrzeuge einbezogen werden. Die Eröffnung als Museum für Eisenbahn- und Elektrotechnik ist für 2030 vorgesehen.<ref>„Obrazem: Podoba železničního muzea na Masarykově nádraží se začíná rýsovat.“ In: zdopravy.cz vom 18. November 2018 (tschechisch).</ref><ref>NETservis s.r.o: Muzeum železnice a elektrotechniky v Praze. Abgerufen am 31. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Weitere Außenstellen

Datei:Letensky kolotoc zvenku 2024.jpg
Letná-Karussell in Prag

Weblinks

Commons: Technisches Nationalmuseum in Prag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

Koordinaten: 50° 5′ 50,9″ N, 14° 25′ 29,5″ O

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