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Dreis-Tiefenbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Tiefenbach (Netphen))
Dreis-Tiefenbach
Stadt Netphen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(5192)&title=Dreis-Tiefenbach 50° 55′ N, 8° 3′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(5192) 50° 54′ 52″ N, 8° 3′ 14″ O
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Höhe: 264 (262–350) m
Fläche: 7,39 km²
Einwohner: 5192 (30. Juni 2022)<ref>Stadt Netphen: Haushaltsplan 2023 / Stadt Netphen. (PDF: 22,2 MB) S. 10, abgerufen am 17. September 2023.</ref>
Bevölkerungsdichte: 703 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 57250
Vorwahl: 0271
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Dreis-Tiefenbach ist der zweitgrößte Stadtteil von Netphen im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen. Es ist 7,4 km² groß und hat 5192 Einwohner (Stand: 30. Juni 2022).

Geographie

Lage

Dreis-Tiefenbach liegt etwa 3,5 km westlich der Netphener Kernstadt und 5 km nordnordöstlich jener von Siegen. Es befindet sich auf etwa 262 bis 350 m Höhe. In der Nähe des Ortes liegt der Dreisbacher Berg (426 m). Durch den Ort fließt die Sieg, Zuflüsse sind der Dreisbach und der Zinsenbach. Die Umgebung der Ortschaft besteht aus relativ großflächigen Mischwäldern und weiten Fluren.

Nachbarorte

Nachbarorte von Dreis-Tiefenbach sind die zu Netphen gehörenden Stadtteile Eckmannshausen im Norden, Oelgershausen im Nordosten und Netphen selbst im Osten sowie die Siegener Stadtteile Breitenbach im Südosten, Bürbach im Süden, Weidenau im Südwesten, Niedersetzen im Westen und Obersetzen im Nordwesten.

Geschichte

Überblick

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes findet sich 1239. Um 1300 wurden neben dem Ort Dreisbach noch eine Mühle genannt.<ref>Siegener Urkundenbuch. Band I. Siegen. 1887, S. 207, Anhang.</ref> Im späten 19. Jahrhundert entstand der Ort durch das Zusammenwachsen der Orte „Dreisbach“ und „Tiefenbach“. 1885 wird der Ort noch als Dreisbach-Tiefenbach bezeichnet.<ref name="Gemeindelexikon">Westfälisches Gemeindelexikon. 1887, S. 108–109.</ref>

1469 wurde die „Sankt Leonhards-Kapelle“ erwähnt. Sie wurde seit 1651 simultan genutzt und bereits 1895 abgerissen. Eine katholische Kapelle des Ortes wurde 1862/63 erbaut und bestand bis 1953. Am 20. Juli 1881 richtete ein Unwetter nach wochenlang anhaltender Hitze schwere Schäden im Ort an.<ref>Zurückgeblättert... In: Siegener Zeitung. 30. Juli 2011, S. 43.</ref>

Die evangelische Pfarrkirche steht seit 1933/34 auf dem Liesch. 1819 wurde eine katholische Schule gebaut, die 1928 durch eine neue ersetzt wurde. 1910 entstand die Freiwillige Feuerwehr, neun Jahre später gründete sich der Sportverein „SV 1919 Dreis-Tiefenbach e. V.“.

Bis zur kommunalen Neugliederung gehörte der Ort dem Amt Netphen an. Am 1. Januar 1969 wurde der Ort in die Großgemeinde Netphen eingegliedert.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 71.</ref> Seit dem Januar 2000 ist Dreis-Tiefenbach ein Stadtteil der Stadt Netphen.

Einwohnerzahlen

Einwohnerzahlen des Ortes:<ref>Otto Schaefer: Der Kreis Siegen, Siegen 1968</ref>

Jahr Einwohner
1818 5571
1885<ref name="Gemeindelexikon" /> 9841
1895<ref>Westfälisches Gemeindelexikon. 1897, S. 110/111.</ref> 10502
1905 13521
1910<ref>Der Landkreis Siegen im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. April 2023; abgerufen am 13. Februar 2026.</ref> 14521
1925<ref name="genealogy.net">genealogy.net: Amt Netphen</ref> 21731
1933<ref name="verwaltungsgeschichte">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> 2209
Jahr Einwohner
1939<ref name="verwaltungsgeschichte" /> 2391
1950 3240
1961<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 177.</ref> 4063
1965<ref>Volkhard Wrage: Erfolg der Territorialreform. Duncker & Humblot, Berlin 1975, S. 16. (Schriftenreihe der Hochschule Speyer Band 56)</ref> 4338
1967 4280
1994<ref>Bernhard Oltersdorf: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Netphen (Memento vom 7. März 2014 im Internet Archive) (PDF; 9,0 MB), ca. 1995</ref> 5531
2005 5118
Jahr Einwohner
2009 5167
2012 5156
2013 5073
2015 4942
2017 5241
2021 5154
2022 5192

1Dreisbach: 503 Einwohner, Tiefenbach: 481 Einwohner
2Dreisbach: 566 Einwohner, Tiefenbach: 484 Einwohner

Politik

Derzeitiger (Stand: Dezember 2020) Ortsbürgermeister ist Oliver Galster.

Ehemalige Ortsvorsteher

  • Georg Schäffer († 28. Dezember 2000)<ref>Den Toten ein ehrendes Gedenken. In: Siegerländer Heimatkalender. 2002, S. 41, 77. Ausgabe, Hrsg. Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e. V., Verlag für Heimatliteratur</ref>
  • Karl-Heinz Flender
  • Karin Frerichs-Schneider
  • Dieter Barabas
  • Volker Laske
  • Horst Völkel
  • Reinhard Kämpfer

Verkehr

Dreis-Tiefenbach liegt an der B 62, die zwischen Siegen und Dreis-Tiefenbach in eine Abzweigung der Hüttentalstraße übergeht. Außerdem verfügt der Ort über einen Bahnhof an der Kleinbahn Weidenau–Deuz, der jedoch stillgelegt wurde. Dreis-Tiefenbach ist außerdem an das Verkehrsnetz der VWS angeschlossen.

Soziale Einrichtungen

Der Ort hat eine Grundschule, vier Kindergärten, fünf Bolzplätze, acht Spielplätze und einen Sportplatz. Außerdem steht für Feiern eine Grillhütte bereit. Daneben hat Dreis-Tiefenbach folgende soziale und öffentliche Einrichtungen:

  • Jugendfreizeitstätte
  • Ev. Gemeindehaus des CVJM und kirchliche Gemeinschaft
  • Dreisbachhalle
  • Kunstturnleistungszentrum
  • Schützenhaus
  • Friedhof
  • Freiwillige Feuerwehr
  • DRK
  • Versammlungshaus der Darbysten in der Wernsbach

Sehenswürdigkeiten

Zahlreiche Wanderparkplätze gibt es um Dreis-Tiefenbach. Von dort kann man um den Ort und im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge wandern.

Die „Alte Burg“ in der Ortsmitte ist eine alte Zungenburg aus dem 12. Jahrhundert, liegt auf ca. 320 Höhe und ist ein guter Aussichtspunkt auf den Ort und sein Umland.

1715 wurde das Haus Pithan erbaut, dort haben die Gewerke des 400 Jahre alten Eisenhammers gewohnt. 2003 kaufte der Heimatverein das Haus und renovierte es bis 2006. Auf zwei Etagen wird vom Verein eine Ausstellung zum Thema Eisenverhüttung und -verarbeitung gezeigt.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Wilhelm Schäfer, Hans Schuffenhauer: Dreis-Tiefenbach – Eine Chronik meines Heimatortes. 1962.
  • Hans-Joachim Braach, Ferdinand Lutz: Juchhee statt Achherrjee – Siegerländer Originale und Anekdoten aus Dreis-Tiefenbach. 2002.
  • Katholische Kirchengemeinde (Hrsg.): 50 Jahre Kirche Namen Jesu in Dreis-Tiefenbach. Festschrift zum Jubiläum Juli 2003.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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