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Mergel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Tonmergel)

{{#if: befasst sich mit dem Sedimentgestein Mergel. Für weitere Bedeutungen siehe Mergel (Begriffsklärung).

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Datei:Bunter Mergel.jpg
Bunter Mergel, Aufschluss Waldfriedhof Stuttgart
Datei:Groeve 't Rooth, Eijsden-Margraten, Limburg--2533.jpg
Mergelgrube Groeve ’t Rooth, Limburg (Niederlande)
Datei:Col St Jean (Marnes bleues) 3.JPG
Blauer Mergel, Col de St. Jean, französische Alpen
Datei:Col St Jean (Marnes bleues) 3 F.JPG
Marin abgelagerte Mergel sind häufig fossilführend: Limonitisierte Ammoniten in blauem Mergel, Col de St. Jean
Datei:Pulheim Stommeln Mergelgrube mit Schildtext.jpg
Zugeschüttete Mergelgrube, Pulheim, Rheinland

Mergel ({{#if:|ahd.|althochdeutsch}}{{#if:mergil| {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}}}{{#if:| ‚{{{de}}}‘}}, {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=la |SCRIPTING=Latn |SERVICE=lateinisch}}; laut Plinius’ Naturalis historia ursprünglich aus dem Gallischen)<ref>Vgl. Duden online: Mergel</ref> ist ein Sedimentgestein. Bei stark verfestigten Ablagerungen spricht man auch von Mergelstein oder Mergelgestein. Mergel hat sehr unterschiedliche Entstehungsbedingungen. Er entsteht, wenn feines Material (Ton, Schluff) abgelagert und gleichzeitig Kalk ausgefällt oder ebenfalls abgelagert wird.

Zusammensetzung

Das Gestein enthält sowohl Kalk als auch silikatische Bestandteile meist kleiner Korngröße (Ton und/oder Schluff). Gröberes Material (Sand und Kies) kann vorhanden sein. Bei höheren Kalkgehalten spricht man von Kalkmergel, bei hohem Tongehalt von Tonmergel. Mergelablagerungen, die alle Korngrößenklassen umfassen, werden in der Fachsprache als Diamiktit bezeichnet.

Unterscheidung
nach Carl Wilhelm Correns (1949)<ref>Carl Wilhelm Correns: Einführung in die Mineralogie (Kristallographie und Petrologie). Springer, Berlin 1949.</ref><ref>Christiane Martin (Red.): Lexikon der Geowissenschaften, Band 3, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg u. a. 2001, ISBN 3-8274-0422-3, S. 356 f.</ref>
Bezeichnung Anteil
Kalk Ton
hochprozentiger Kalkstein ≤ 95 % 005 %
mergeliger Kalk ≤ 85 % 015 %
Mergelkalk ≤ 75 % 025 %
Kalkmergel ≤ 65 % 035 %
Mergel ≤ 35 % 065 %
Tonmergel ≤ 25 % 075 %
Mergelton ≤ 15 % 085 %
mergeliger Ton 05 % 095 %
hochprozentiger Ton ≤ 00 % 100 %

Vorkommen

Mergel bzw. Mergelsteine sind weltweit verbreitet und recht häufig. Bekannte Mergelvorkommen in Mittel- und Westeuropa befinden sich im Mergelland im südlichen Teil der niederländischen Provinz Limburg und in angrenzenden Gebieten Belgiens und Deutschlands. Insbesondere die Mergelgrotten von Maastricht und Valkenburg aan de Geul sind eine lokale Touristenattraktion. Weitere große Mergelvorkommen liegen im Mainzer Becken in der rheinlandpfälzischen Region Rheinhessen.

In der österreichischen Petrologie werden spezielle lokale Mergelformen auch Tegel genannt.

In den Nördlichen Kalkalpen sind unter den stark verfestigten Mergelsteinen vor allem die Fleckenmergel und die Allgäuschichten bedeutsam.

Im Ruhrgebiet trennt die Mergelgrenze zwei Bereiche des Steinkohlebergbaus. Nördlich der Mergelgrenze wird das Steinkohlegebirge durch eine immer mächtiger werdende Schicht aus Mergel überdeckt, die den Bergbau erschwert.

Verwendung der Mergel

Mergel ist der wichtigste Rohstoff zur Herstellung von Zement.

In der Landwirtschaft wurden in der Vergangenheit hauptsächlich trockengelegte Feuchtgebiete (Moore und Sümpfe) mit Mergel aufgewertet; der Kalk neutralisierte die sauren Böden, der Ton stabilisierte den weichen Boden, damit die Äcker begehbar und befahrbar wurden.

In den 1920er Jahren wurde der Abbau per Blausandmaschine mechanisiert.

Ausgemergelter Boden

Da das Mergeln in den ersten Jahren sichtbare Ertragssteigerungen brachte und voreilig einer nachhaltigen Bodendüngung gleichgesetzt wurde, in Wirklichkeit aber dem Boden außer Kalk keine Nährstoffe (Phosphate, Nitrate) zuführte, wurden beim Ausbleiben anderer Düngergaben (Kompost, Mist, später auch Guano, Superphosphat o. Ä.) die Felder bald unfruchtbar und ausgelaugt.

Die Bauernregel „Mergel macht reiche Väter und arme Söhne“ deutet die Schwierigkeit mit Mergel an.

Das Verb ausmergeln ist jedoch etymologisch nicht mit Mergel verwandt. Vielmehr ist es von Mark abgeleitet und bedeutete ursprünglich „das Mark herausnehmen“, also „ausmarken“.<ref>Vgl. Duden online: ausmergeln und Mark</ref> Daraus entwickelten sich für ausgemergelt die Bedeutungen „ausgezehrt“, „abgemagert“ und „entkräftet“.<ref>Vgl. Duden online: ausgemergelt </ref> Erst später sprach man dann auch von „ausgemergelten Böden“ und unterstellte volksetymologisch eine Ableitung von Mergel.<ref>Abweichend vom Stand der Wissenschaft plädierte auch der Linguist B. Liebich 1898 für Mergel > ausgemergelt als die „nächstliegende Ableitung“, vgl. Kleine Beiträge zur deutschen Wortforschung, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur, Band 1898, S. 223 (online).</ref> Das Deutsche Wörterbuch der Brüder Grimm widmete der seinerzeit noch spärlich vorhandenen Redeweise „den Boden ausmergeln“ nur eine kurze Anmerkung.<ref>Deutsches Wörterbuch der Brüder Grimm: ausmergeln.</ref>

Weinbau

Nur auf gut kalkhaltigen Mergelböden und dort an steilen Süd- oder Südwestlagen gedeiht die italienische Rebsorte Nebbiolo.

Siehe auch

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

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