Glashütte (Stetten am kalten Markt)
Glashütte Gemeinde Stetten am kalten Markt
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| Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(345)&title=Glash%C3%BCtte 48° 7′ N, 9° 2′ O
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| Höhe: | 835 m ü. NN | |||||
| Fläche: | 8,46 km² | |||||
| Einwohner: | 345 (30. Sep. 2024)<ref>Gemeinde Stetten am kalten Markt | Stetten in Zahlen |. Abgerufen am 5. November 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 41 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1975 | |||||
| Postleitzahl: | 72510 | |||||
| Vorwahl: | 07573 | |||||
Glashütte ist ein Teilort der Gemeinde Stetten am kalten Markt im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg (Deutschland).<ref name="Amtliche Beschreibung">Vgl. Stetten am kalten Markt b) Glashütte. In: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 879–881, hier S. 880.</ref>
Geographie
Geographische Lage
Das Kirchdorf Glashütte liegt auf dem Großen Heuberg rund 3,7 Kilometer südwestlich des Zentrums von Stetten am kalten Markt. Der Ort gehört zum Naturpark Obere Donau.
Ausdehnung des Gebiets
Die Gesamtfläche der Gemarkung Glashütte beträgt 846 Hektar (Stand: 30. Juni 2014).<ref name="Kommunaldaten">Stetten in Zahlen auf der Internetseite der Gemeinde Stetten am kalten Markt; abgerufen am 4. Juli 2015</ref>
Ortsteile
Zu Glashütte gehören die Dörfer Oberglashütte und Unterglashütte.<ref name="Amtliche Beschreibung" />
Geschichte
Glashütte ist als Filialkirche der Pfarrei St. Mauritius nie selbständig, sondern war zunächst immer an die Geschichte der Pfarrei St. Mauritius gebunden, bis eine politische Eigenständigkeit erreicht worden ist. Der Name ist die Bezeichnung für den Standort einer Glashütte, wobei es eine „alte“, die untere Glashütte, und eine „neue“, die obere Glashütte gab, um deren Standort die beiden Siedlungen entstanden sind.<ref name="Gemeindeportrait">Susanne Grimm (sgr): In Glashütte gibt es oben und unten. In: Wir in Stetten am kalten Markt. In: Schwäbische Zeitung vom 12. März 2011</ref>
Namentlich wurde Glashütte erstmals im Jahr 1469 urkundlich erwähnt. Eberhard von Hausen stellte für seine Frau Martha, geborene von Suntheim, einen Übergabebrief aus, in dem Glashütte genannt wurde. Ein Testament des Veit Georg von und zu Hausen, das in das Jahr 1566 datiert, legt fest, dass jeder Hüttenmeister in der neuen Glashütte beide Schlösser mit Glaswaren versorgen muss. 1585 wurde erstmals im Pfarrurbar der Pfarrei St. Mauritius in Stetten am kalten Markt von „Weilern der alten und der neuen Glashütte“ geschrieben.<ref name="Gemeindeportrait"/>
Unter- und Oberglashütte gehörten zur Herrschaft Hausen. Mit dessen Aufhebung wurden die Orte Teil von Baden. Ab 1826 gehörten sie zum badischen Bezirksamt Stetten am kalten Markt, das 1849 in das Bezirksamt Meßkirch überging.
Die „Steighöfe“, eine Siedlung, die zu Neidingen gehörte, wurde 1932 politisch Glashütte zugeteilt.<ref name="Gemeindeportrait"/> Der Amtsbezirk Meßkirch wurde 1936 im Zuge einer von den Nationalsozialisten verfügten Verwaltungsreform aufgelöst dem Landkreis Stockach angegliedert.
Im Zuge der Kreisreform 1973 wurde der Landkreis Stockach aufgelöst und die Gemeinde Glashütte (Baden) mit Wirkung vom 1. Januar 1973 dem Landkreis Sigmaringen zugeteilt. Bei der Gemeindereform wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Glashütte (Baden) am 1. Januar 1975 nach Stetten am kalten Markt eingemeindet.<ref></ref>
Einwohnerentwicklung
In Glashütte leben 350 Einwohner (Stand: 30. Juni 2014).<ref name="Kommunaldaten" />
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1961 | 359 |
| 1970 | 393 |
| 2010 | 347 |
| 2011 | 343 |
| 2014 | 350 |
Politik
Ortsvorsteher
Ortsvorsteher ist seit September 2024 Andreas Gulde.<ref>Gerd Feuerstein: Neue Ortsvorsteher für drei Teilorte. In: schwaebische.de. 13. September 2024, abgerufen am 30. Januar 2026.</ref>
Wappen
Das Wappen der ehemaligen Gemeinde Glashütte zeigt in gespaltenem Schild vorne in Gold ein rotes Glas, hinten in Rot ein goldener Abtsstab mit Velum.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
- In Unterglashütte befindet sich die ältere St.-Judas-Thaddäus-Kapelle.<ref group="A">Ein Rechnungsbuch von 1737 erwähnt Einnahmen und Ausgaben der Kapelle in Unterglashütte.</ref> Sie wurde 1894 erweitert und neu aufgebaut. Am 29. November 1894 erfolgte die Einweihung. Die Kapelle ist Kirchenbesitz.
- In Oberglashütte befindet sich die St.-Eligius-Kapelle. Sie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts zu Ehren des Heiligen Eligius errichtet, ist jedoch im Besitz der politischen Gemeinde.
Anmerkungen
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Einzelnachweise
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