Hip-Hop-Jargon
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(Weitergeleitet von Wack MC)
Ein Merkmal der Hip-Hop-Kultur ist ihr eigener Jargon, der viele englische Lehnwörter enthält. Es gibt Begriffe, die Hip-Hop-weit verwendet werden, und solche, die nur in den Teilgebieten MCing, DJing, B-Boying und Graffiti aufkommen. Für manche Anglizismen haben sich im Laufe der Zeit deutsche Entsprechungen gefunden. Einige dieser Begriffe werden aber auch allgemein in der Umgangs- bzw. Jugendsprache verwendet.
Hip-Hop-Jargon (Auswahl)
A–F
- Aight – Kurzform von engl. alright: in Ordnung; wird häufig von Rappern in Texten am Ende einer Zeile benutzt und steht für richtig, ok oder ganz genau oder als Bestätigung.
- Atze – (Subst.) Ausdruck für Freund bzw. Kumpel im Berliner Raum
- B-Boy/B-Girl – (Subst.) von engl. Break-Boy bzw. -Girl, ein männlicher oder weiblicher Breakdancer<ref>Marco Weise: Red Bull BC One in Mumbai: B-Girl Dora und B-Boy Lil Zoo im Interview. In: Red Bull. 26. Oktober 2019, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 12. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). (Seite nicht mehr abrufbar. [node:path Suche im Internet Archive] )</ref>
- Backpacker – Begriff, der eine Person bezeichnet, die vor allem Underground-Hip-Hop hört. Ursprünglich bezog sich das Wort auf Graffiti-Künstler, die stets eine Tasche mit ihrer Musiksammlung (die meist aus lokalen Underground-Rap-Acts bestand) und ihren Graffiti-Utensilien mit sich führten, verweist aber heute lediglich auf die musikalische Präferenz der jeweiligen Person.
- Backspin – Tanzschritt im Breakdance<ref>Dieter Hüttner: Air Freeze, Backspin und Headspin – Breakdance – Bundessportmagazin. In: Bundessportmagazin. 20. Dezember 2020, abgerufen am 12. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und Scratchbewegung<ref>DJ Rick Ski: Hip-Hop-DJing und Turntablism #2 :: bonedo.de. In: Bonedo. 6. Juli 2021, abgerufen am 12. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- bangen – (Verb) von engl. to bang: knallen; mit jemandem Geschlechtsverkehr haben, meist abwertend gebraucht. Wird mittlerweile auch vermehrt für basslastige Musik mit harten oder tiefen Kicks verwendet, welche die Lautsprecher „knallen“ lassen. Beispiel: „Wir lassen die Boxen bangen!“
- Bar – (Subst.) engl. Takt, eine Textzeile aus einem Song<ref>Avery Price: 25 of the Greatest Rap Bars of all Time! In: Medium. 24. März 2018, abgerufen am 13. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Battle – (Subst.) von engl. battle, Kräftemessen zwischen zwei Gegnern, sowohl zwischen MCs als auch zwischen B-Boys, DJs, Sprayern und Beatboxen. Bewertet wird meist durch eine Jury oder das Publikum (siehe auch Battle-Rap)
- Beat Juggling – ist das Manipulieren zweier gleicher oder verschiedener Platten, um eine neue Melodie zu erzeugen<ref>Skratch Bastid: Skratch School: Lesson 10 – Advanced Beat Juggling. In: Red Bull. 6. Juli 2015, abgerufen am 13. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Beef – (Subst.) Streit oder Feindseligkeiten zwischen Personen<ref>Djamila Chastukhina: Farid Bang räumt mit Beef-Gerüchten auf. In: hiphop.de. 29. November 2021, abgerufen am 12. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Bitchmove – etwas Unfaires tun<ref>Sonja Vukovic: Jugendwort 2011 – Unter Jugendlichen ist Guttenberg ein Bitchmove. In: welt.de. 2. November 2011, abgerufen am 11. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- biten – (Verb) von engl. to bite: (ab-)beißen;<ref>Was bedeutet "Biten"? Abgerufen am 27. März 2023.</ref> abkupfern, plagiieren oder nachahmen von Texten, Styles und/oder Flows anderer MCs oder Writer, wobei vorgegeben wird, die erbrachte Leistung sei ein eigenes Produkt<ref>Jonas Kielmann: Geklaut? Punch Arogunz erhebt Vorwürfe gegen Silla. In: hiphop.de. 24. September 2016, abgerufen am 12. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- bizz – von engl. business, bezeichnet im engeren Sinn nur die Rapszene
- Bling-Bling – Glänzender Schmuck<ref>Bling-Bling für die Rapper-Szene. In: Monat. 2. Juni 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Dezember 2021; abgerufen am 12. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- bounce – engl. für „bouncen“; damit sind die typischen Körperbewegungen zum Takt (Beat) der Hip-Hop-Musik gemeint, die man bei Szenekonzerten in Massen beobachten kann.
- bro – Kurzform von brother, anderes Wort für homie
- broke – engl. für „Pleite sein“; Vor allem im ursprünglichen HipHop war es nicht unüblich, dass viele Rapper wortwörtlich „nichts“ hatten, außer ihrer Musik
- burbs – von engl. Suburbs; abwertend für „gutes Viertel“, spießiger Vorort
- Cat – engl. Katze; Personen die man nicht direkt kennt, die aber da sind
- Chabo – (Subst.) Junge (aus Rotwelsch tšabo „Junge“)
- chillen – (Verb) Abhängen; rumgammeln; entspannt sein<ref>Jonathan Ullrich: Jugendsprache: Chillen im Bildungsschuppen. In: Main Post. 4. Mai 2008, abgerufen am 20. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Cred – (Subst.) von engl. Credibility; Glaubwürdigkeit
- Crew – (Subst.) engl. Gruppe; Zusammenschluss von Freunden (z. B. Sprayercrew oder Rapcrew)
- cutten – (Verb) engl. to cut: abtrennen, abschneiden; bezeichnet das Unterbrechen der Aufnahme bei Luftmangel und erneute Einsetzen der Aufnahme von der abgebrochenen Stelle aus; auch als Synonym für „scratchen“ benutzt
- Cypher: ein Freestyle von mehreren Personen, der nacheinander dargeboten wird<ref>Motolani Alake: What is the origin of rap cyphers? In: Pulse. 11. Januar 2019, abgerufen am 15. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- derbe – anderes Wort für sehr, mega, übel etc., wobei nicht genau zu verifizieren ist, aus welcher Subkultur die Entlehnung ursprünglich stammt. Maßgebend scheint auch die Szene der elektronischen Musik zu sein, in welcher in den späten neunziger Jahren das Wort „heftig“ durch „derbe“ substituiert wurde.
- Dicker/Dicka/Digga – anderes Wort für Bro oder Homie<ref>Daniel Haas: Digger oder Digga: Spricht für Style. In: Zeit Online. 9. Juli 2014, abgerufen am 15. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Diss – (Subst.) von engl. disrespect: ist eine Beleidigung bzw. die Aberkennung von Respekt<ref>Clark Senger: Die größten deutschen Disstracks aller Zeiten. In: hiphop.de. 29. August 2015, abgerufen am 12. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- diggin' in the crates – englisch für „Kisten durchwühlen“. Dies beschreibt die z. T. aufwendige Suche nach „besonderen“ Schallplatten in Platten-Läden, Second Hand-Shops etc.
- dogg – (Subst.) von engl. dog (Hund), stammt aus den Vereinigten Staaten, hat ausschließlich die Bedeutung von „Kollege“, „Freund“ oder „Kumpel“; deshalb auch gleichzusetzen mit Homie.
- dope – (Adj.) großartig
- Dope – (Subst.) von der ursprünglichen Bedeutung „Doping“ oder „Aufputschmittel“, wahrscheinlich bekanntestes und häufigst verwendetes Synonym für Cannabis oder Haschisch. Andere englische Bedeutungen wie „Idiot“, „Depp“ oder „Trottel“ werden im Hip-Hop-Jargon nicht impliziert.
- down sein – Schlecht drauf sein, traurig sein, auch: „mit jmd. down sein“ mit jemandem einverstanden sein, jemanden verstehen
- drip – (engl. tropfen) jmd. hat „drip“ bedeutet, er/sie trägt ein schickes Outfit oder eine schicke Frisur
- Drop Top – (Subst.) engl. sinngemäß für fallengelassenes Dach, ein Cabriolet<ref>What is a “Drop Top”? In: DailyRapFacts. 2021, abgerufen am 10. Januar 2022.</ref>
- Esé – Selbstbezeichnung der lateinamerikanischen Bevölkerung der USA, vergleichbar mit Chicano
- Faker – (Subst.) von engl. fake: jmd. der vortäuscht, etwas zu sein oder zu können, ein Blender
- fett – Form der Begeisterung. Steht für: „super“, „großartig“, „geil“. Durchaus oft in der Kombination „Derbst fett!“ oder einfach nur „Das ist fett!“ zu finden. Heißt dann so viel wie: „Das ist richtig gut“, oder auch „Verdammt geil“.
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Flow – (Subst.) von engl. fließen; ist das Zusammenspiel von Stimme, Beat, Melodie, Betonung, Text und Aussprache des Rappers<ref>Eli Schoop: The Top 25 Flows in Rap. In: Medium. 23. Februar 2019, abgerufen am 12. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.fly – (Adj.) cool, abgefahren, auch Deutsches Jugendwort des Jahres 2016 („fly sein“)<ref>Süddeutsche Zeitung: "Fly sein" ist Jugendwort des Jahres. In: Süddeutsche Zeitung. 18. November 2016, abgerufen am 1. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Freestyle – (Subst.) von engl. Freistil; improvisiertes Rappen oder Breaken; verbreitet sind auch Freestyle-Battles<ref>Uf Takt – Die Freestyle-Rap-Grössen der Schweiz – Mit Lo & Crazy (Folge 3) – Play SRF. In: SRF – Schweizer Radio und Fernsehen. 12. April 2021, abgerufen am 12. Dezember 2021.</ref>
- fresh – oldschoollastiger Begriff für innovativ, hochwertig
- fronten – (Verb) von engl. to front: jmd. etwas vorspielen, (versuchte) Vortäuschung nicht vorhandener Realness, „Wasser predigen und Wein trinken“ oder auch herausfordern<ref>Matthias Kemter: No Front / Fronten: Bedeutung und Verwendung des Jugendwortes. In: Stuttgarter Nachrichten. 28. Januar 2021, abgerufen am 20. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
G–M
- G vom engl. Gangster, Abkürzung für Gangster. Es sind auch G-Rapper bekannt, also Gangsta-Rapper
- Game – ein aus den USA stammender Begriff, der allgemein für die Rap-Szene steht<ref name=":1">Katja Krasavice: Krasser Meilenstein im Rap-Game! | BRAVO. In: BRAVO. Abgerufen am 1. Februar 2022.</ref>
- Ganja – anderer Begriff für Marihuana<ref>Henrik Aulbach: Über die Herkunft des Wortes Ganja. In: Hanf Magazin. 29. März 2020, abgerufen am 13. Dezember 2021.</ref>
- Grind – ähnlich Hustle, das Tätigkeitsfeld, in dem man sich produziert
- haten – (Verb) von engl. to hate: hassen; oft benutzter Ausdruck zwischen Hip-Hopern, hat weniger mit Hass zu tun, eher mit Neid. Haten meint grundloses Schlechtmachen
- Homeboy – (Subst.) Bedeutet so viel wie Freund/Kumpel. In seiner ursprünglichen Form eine Anrede an eine befreundete Person oder Gangmitglied.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Körber-Stiftung ( vom 15. Oktober 2014 im Internet Archive) kurzer Artikel zur Geschichte von Homeboy Industries.</ref> Mit der Zeit wurde das Wort zunehmend ironisiert und hat nun meist eine negative Bedeutung. Homeboy ist an sich zwar kein Diss (Schmähung) an die angesprochene Person, aber zunehmend eine Anrede an eine Person, die gedisst wird.
- Homie – (Subst.) Abkürzung für Homeboy, jedoch mit unterschiedlicher Bedeutung; Anrede meist an eine befreundete Person (in diesem Falle wird oft auch „Homes“ verwendet),<ref>Homie. In: wissen.de. Abgerufen am 15. Dezember 2021.</ref> im Battle-Rap jedoch als neutrale Anrede an den Gegner
- Hood – steht für das Wohnviertel, in dem man wohnt (I come from the hood). Ableitung bzw. Verkürzung von (engl.) neighbourhood (Nachbarschaft)
- Hook – kann man übersetzen als Refrain<ref>Ben Dandridge-Lemco: No Hook: How the Structure of Viral Rap Songs Is Changing. In: Complex. 20. August 2020, abgerufen am 12. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Holla – Grußformel. Ableitung von (engl.) to holler (brüllen, rufen), to give a holler (Bescheid sagen, sich melden)
- Hustle – der alltägliche Kampf um Geld zu verdienen<ref name=":0">Peter Littger: Fluent English – Amerikanisches Hüsteln: Wie gut verstehen wir Englisch wirklich, wie viel simulieren wir bloß? Unser Kolumnist Peter Littger hat Besucher des Kinofilms „American Hustle“ gefragt, was „Hustle“ heißt. Und erstaunlich pornografische Antworten bekommen. In: Der Spiegel. 7. Mai 2014, abgerufen am 12. Dezember 2021.</ref>
- Hustler – jemand, der sich durch verschiedene (oft illegale) Arbeiten wie z. B. Drogenverkauf oder Zuhälterei am Leben erhält<ref name=":0" />
- Ice – (Subst.) von engl. Eis; im Hip-Hop bildlicher Vergleich, gemeint sind Brillanten und insgesamt auffälliger Schmuck<ref>Kharissa Edwards: Drippin’ in Ice: The Rap Obsession with Jewels and Water Metaphors. In: VOLTA Magazine. 29. Januar 2020, abgerufen am 14. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- J.C. – Englische Initialen von Jesus Christ (Jesus Christus), findet sich eher in Raptexten als im alltäglichen Diskurs.
- Jam – (Subst.) Hip-Hop-Party im traditionellen Sinne<ref>Stefan Anwander: That's how we rollin' – „20 Jahre Texta“ in Linz. In: The Message Magazine. 17. September 2013, abgerufen am 14. Dezember 2021.</ref>
- The Jects (sprich: Jets) steht für engl. Housing Projects; Ghettoviertel, sozialer Wohnungsbau
- killer/killa/killah – (Adj.) Wird gleich verwendet wie fett.
- Kek – (Subst.) in etwa: Opfer, Versager<ref>Martin Maciej: Was heißt Kek? Slang-Begriff aus Rap und Co. In: Giga.de. 2. August 2018, abgerufen am 14. Dezember 2021.</ref>
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. lit – (adj.) in etwa: toll, super, schön; Ausdruck der Begeisterung.<ref>Bravo: Was bedeutet „Lit“ wirklich? 3. Januar 2019, abgerufen am 2. Mai 2019.</ref><ref>Hallo, I bims!" – Sprechen Sie Vong?, lehrerweb.wien, 29. November 2017</ref> Im Englischen bildet lit die Vergangenheitsform des Verbs (to) light und das Adjektiv lit bedeutet „beleuchtet“ oder „angezündet“.<ref>lit | Definition of lit in English by Oxford Dictionaries. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Mai 2019; abgerufen am 2. Mai 2019.</ref> 2017 erreichte das Wort den 6. Platz bei der Wahl zum Jugendwort des Jahres in Österreich.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wahlergebnis Jugendwort 2017 ( des Vorlage:IconExternal vom 6. Mai 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., oedeutsch.at (Gesellschaft für Österreichisches Deutsch)</ref>
- Lowrider – (Subst.) rhythmische Bewegung des ausgestreckten Unterarms.
- Mary Jane – von engl. Marihuana (manchmal auch mit „j“ geschrieben), weibliche Personifizierung und Kosewort der Droge. So findet sich in der Szene und einigen Raptexten auch des Öfteren der Ausdruck I love you, Mary Jane (deutsch: Ich liebe dich, Mary Jane), z. B. im Song „Hits from the Bong“ – Cypress Hill.
- MC – (aus dem Englischen: master of ceremony) ist ein Rapper oder allgemein eine Person, die an einem Battle teilnimmt, oder auch einfach ein Hip-Hop-Künstler<ref>Richard Solder: Zwischen Subkultur, Protest und Gangster-Rappern – suedwind-magazin. In: Südwind Magazin. 28. Juni 2010, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 1. Februar 2022. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
- Mic – (aus dem Englischen: microphone) wird als Mikrofon beschrieben<ref>Max Cornelius: Wien sagt „Ja“ // Shacke One und MC Bomber live. In: The Message Magazine. 14. Dezember 2019, abgerufen am 1. Februar 2022.</ref>
N–S
- Nigger – (Subst.) Ableitung von „Negro“ (Neger), abfällige Bemerkung der Sklavenhändler zur Unterdrückung der schwarzen Sklaven. Noch bis in die heutige Zeit hinein genutzt, um einer schwarzen Person Geringschätzung entgegenzubringen. Als Slangbegriff (im Jargon auch Nigga oder Niggah) wird er unter Schwarzen, vermehrt aber auch unter Weißen auf ironische Weise im Sinne als „Freund“, „Kumpel“ verwendet. Unter schwarzen Rappern findet diese Bezeichnung häufig Gebrauch. Beim Battle-Rap kann damit jedoch auch der Gegner auf provozierende, aber auch ironische Art und Weise bezeichnet werden. Vergl. Homie/Homeboy<ref>"Nur Schwarze dürfen Nigga sagen" – wie rassistisch ist Deutschrap? In: Stern. 11. Juli 2019, abgerufen am 13. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Brian Josephs: How Do Rappers Handle „Nigga“ During the Rise of White-Dominated Festivals? In: Spin. 13. September 2017, abgerufen am 13. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- O. G. – Abkürzung für „Original Gangsta“. Das heißt jemand, der wirklich von der Straße kommt und ein hartes Leben hatte und nicht nur dies verherrlicht, auch: Gründer einer Streetgang oder älteres Gangmitglied
- Opfer/Opfa – Schimpfwort, das für eine männliche Person gebraucht wird, die sich nicht ausreichend wehren kann oder auf andere Weise Schwächen zeigt und allgemein nicht einem bestimmten eigenen Konzept von Männlichkeit entspricht.<ref>Tina Stommel: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ey, Opfa, bist du on? ( vom 6. Februar 2013 im Internet Archive) im General-Anzeiger-Bonn, 20. April 2010, abgerufen am 11. Mai 2015.</ref>
- Opp – Gegner, meist Mitglieder einer verfeindeten Gang
- Peace – (Subst.) engl. für Frieden, ist im Szenejargon (als peace! oder peace out!) die Abschiedsformel schlechthin. Manchmal wird es auch entsprechend der Muttersprache ausgeschrieben, das heißt, in der Schweiz und Deutschland finden sich Versionen wie piis oder piice. Verabschieden sich beispielsweise zwei Freunde mit dieser Verabschiedung, demonstrieren sie oft zusätzlich das typische Handzeichen: Das V-Victory-Zeichen umgekehrt bzw. mit der Außenhand gegen außen.
- Player/Playa – (Subst.) Prolet oder auch „Pimp“; bezeichnet einen jungen Mann mit einem ausschweifenden Sexleben mit schnell wechselnden und kurzen Partnerschaften. Wird der Begriff von einer Frau benutzt, versteht man den Begriff eher als abfällig (fig. männliche Hure).
- Producer Tag – (Subst.) Bezeichnet die Nennung des Produzenten am Anfang eines Tracks
- Propz/Props – (Subst.) von engl. proper respect; Respektsbekundungen (People Respect Other People Seriously)<ref>Pia Heckmann: "Props gehen raus": Bedeutung und Herkunft des Begriffs. In: focus.de. 11. Februar 2021, abgerufen am 1. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Punchline – engl. Pointe; Humorvolle Textzeile, die den Gegner hart trifft
- Punk(s) – Schimpfwort, jedoch nicht auf politische Meinung zu beziehen
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Pussy – Weibliches Geschlechtsorgan oder auch (abfällige) Bezeichnung für Frauen (fig. Bitch, Nutte) oder als Diss an Männer (figurativ Feigling bzw. Weichling)<ref>Reda El Arbi: «Du bist so eine Pussy!» In: Tages-Anzeiger. 30. Mai 2017, abgerufen am 1. Februar 2022.</ref>
- Rapgame oder auch Rapbizz – (Subst.) das Rapgeschäft oder die Rapszene<ref name=":1" />
- Sample/Sampling – Wiederverwenden einer Ton- oder Musikaufnahme (engl. sample) in einem neuen, musikalischen Kontext
- Shit – steht für 1. Haschisch, 2. für Musikstücke (häufig im folgenden Zusammenhang: „Dein Shit ist tight!“) oder allgemeiner „Zeug“
- Shorty – Bezeichnung für Mädchen/Frauen. Bedeutet so viel wie „Süße/Kleine“. Umgangssprachlich auch als „Shawty“ verwendet.
- Shout-Out – engl. für Ausruf, wörtlich Ruf-aus, besonderer Gruß oder Dank an eine oder mehrere Personen, die sich in einer Sache verdient gemacht haben<ref>Was bedeutet „Shout-Out“? Bedeutung und Verwendung. In: Netzwelt. 21. September 2020, abgerufen am 10. Januar 2022.</ref>
- Skrilla – Bezeichnung für Geld
- spitten – (Verb) von engl. fauchen, spucken: Spezielle Raptechnik, bei der Wörter oder Wortfolgen aufeinander gereimt werden, die (fast) identisch gesprochen werden, aber unterschiedliche Bedeutungen haben.<ref>Karo Hellmich: Ali As spittet für Promo und gibt neues Release-Datum für „Insomnia“ bekannt. In: hiphop.de. 12. Mai 2017, abgerufen am 1. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- straight – geradlinig, zielgericht, beschreibt einen zielstrebigen Rapper, kann aber auch heterosexuell bedeuten
- strugglen – (Verb) von engl. to struggle (mit etwas ringen, einen unterlegenen Kampf führen): Probleme haben, mit dem (alltäglichen) Leben zurechtzukommen<ref>Sorge um Pietro Lombardi: „Ich bin am Strugglen!“ In: tvmovie.de. 29. Juni 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Februar 2022; abgerufen am 1. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- Studio-Gangster – Bezeichnung für Gangster, die nur im Studio abhängen und Musik machen anstatt das übliche Gangsta-Ding
- Stunners – Aus dem Ebonics-Slang schwarzer US-Rapper, damit ist die Sonnenbrille gemeint, wird aber auch als Slang-Wort für Ecstasy benutzt
- Swag als Umschreibung für eine beneidenswerte, lässig-coole Ausstrahlung bzw. eine charismatisch-positive Ausstrahlung fand in der Hip-Hop-Szene durch Soulja Boy und das deutschsprachige Cover von Money Boy Einzug in die Hip-Hop-Szene.<ref>Wiener Rapper prägt deutsches Jugendwort des Jahres. In: Die Presse. 5. Dezember 2011, abgerufen am 20. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
T–Z
- tight – (Adj.) von engl. tight: eng, fest, gut. Wird immer in Bezug auf einen Künstler der Szene oder dessen Produkt verwendet und heißt so viel wie sehr gut, in der ursprünglichen/engeren Bedeutung steht es für sehr präzise auf den Takt gerappte Strophen. Im Slang mancher Künstler der Szene steht dieses Wort jedoch auch als Synonym für betrunken oder breit. Vereinfacht wird es im Deutschen mittlerweile auch Tait oder Teit geschrieben
- Timbs und Air Ones – Kurzform für Timberland Boots<ref>Alysha Webb: How hip hop's love of the iconic yellow workboot helped make Timberland a billion-dollar company. In: CNBC. 20. Dezember 2020, abgerufen am 21. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und Nike Air Force 1 – die Klassiker unter den Hip-Hop-Schuhen
- Wack MC/Whack MC/Weak MC – (Subst.) Ein in der Gemeinschaft nicht respektierter MC<ref>Wacknificient: Wack Rappers We Love To Love – XXL. In: XXL Magazine. 21. Mai 2009, abgerufen am 20. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Wack/Whack – Adjektiv für schlecht, ein „whacker“ MC ist ein schlechter MC
- Wanksta/Wankster – (Subst.) durch den gleichnamigen Song Wanksta von US-Rapper 50 Cent geprägter Begriff; Kombination der Wörter Wannabe (Möchtegern) und Gangster/Gangsta (Krimineller, Bandenmitglied). Die mit „k“ geschriebene Kombination spielt absichtlich des Weiteren auf den englischen Kraftausdruck wanker (Wichser) an
- Wannabe – Ein „Möchtegern“. Menschen, die sich als „Hip-Hopper sehen“, aber nur so tun als wären sie „hart“
- Whigger – ein amerikanischer Neologismus aus den Worten „white“ und „nigger“, um weiße Personen zu bezeichnen, die sich wie Schwarze kleiden, wie sie sprechen bzw. rappen. Gleich ob von Schwarzen oder Weißen verwendet, ist der Begriff meist abwertend gemeint<ref>David Gyimah: Cultural obscenity or badge of honour? In: New Humanist UK. 31. Mai 2007, abgerufen am 21. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Word (oder auch: „Wort drauf“) – dies ist entweder eine Kurzform für „Ich schwöre“, wenn man eine eigene Aussage damit abschließt, oder eine Zustimmung oder ein Beipflichten, wenn ein anderer eine Aussage damit kommentiert. Oft auch „Word Up“ (z. B.: „Word up dog!“ – „Genau Alter!“ oder „Word Is Bond [Son]“). Als Frage betont am Ende einer eigenen Aussage auch die Bitte um Zustimmung
- Yeet – Ausdruck für Freude, wird meistens gerufen oder geschrien<ref>Andrew Heinzman: What Does “Yeet” Mean, and How Do You Use It? In: How-To-Geek. 12. August 2021, abgerufen am 20. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Emily Carter: Watch Timothée Chalamet and Pete Davidson parody SoundCloud rappers on SNL. In: Kerrang Magazine. 14. Dezember 2020, abgerufen am 20. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Yo – Grußformel, kollegial. Dient mitunter auch als Substitut für das Wort Ja oder einfach nur als Füllwort, z. B. wenn ein Rapper anfängt zu rappen
- Zwölfzehner – legendärer Technics-Plattenspieler. Gemeint ist das Modell SL-1210, welches bekannt ist für seine Zuverlässigkeit und Langlebigkeit<ref>CES 2016: Technics bringt den Zwölfzehner zurück. In: T-Online. 8. Januar 2016, abgerufen am 21. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Weblinks
Wiktionary: Verzeichnis:Deutsch/Hip-Hop – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
- Rap Dictionary – Wiki um Hip-Hop-Slang, -Bands und -Künstler (englisch)
- urbandictionary – Onlinewörterbuch mit Slangwörtern (englisch)
Einzelnachweise
<references />