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William Raborn

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William Raborn (1960)

William Francis Raborn, Jr. (* 8. Juni 1905 in Decatur, Texas; † 6. März 1990 in Washington, D.C.) war ein US-amerikanischer Vizeadmiral und Direktor der Central Intelligence Agency.

Leben

William Raborn war Marineflieger und diente während des Zweiten Weltkrieges als Offizier an Bord von mehreren Flugzeugträgern. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er von 1953 bis 1954 Kommandant des Geleitflugzeugträgers Bairoko. Im Anschluss daran übernahm er im Mai 1954 als Kommandant den großen Flottenflugzeugträger Bennington, den er nachfolgend bis Mai 1955 befehligte. Raborn hatte dieses Kommando erst neu übernommen, als die Bennington am 26. Mai 1954 vor der Narragansett Bay von einer schweren Katapultexplosion betroffen war.<ref>Caisse, Leo: Disaster in Rhode Island Waters: The USS Bennington. New England Historical Society, 2024, abgerufen am 8. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Trotz beträchtlicher Schäden und zahlreichen Opfern unter der Besatzung konnte der Flugzeugträger aus eigener Kraft nach Quonset Point eingebracht werden.

1955 wurde er durch den Chief of Naval Operations Admiral Arleigh Burke zum Beauftragten der United States Navy für Rakententwicklung (Special Projects Office) ernannt und war damit verantwortlich für die Einführung der Mittelstreckenrakete UGM-27 Polaris. Dabei handelte es sich um die erste Rakete, die von einem U-Boot mit ballistischen Raketen (SSBN) abgefeuert werden konnte. Für seine Verdienste wurde er 1960 mit der Collier Trophy ausgezeichnet, die einmal jährlich an denjenigen vergeben wird, der die größten Fortschritte im Bereich der Luft- und Raumfahrt im jeweils vorangegangenen Jahr in den USA erreicht hat. Anschließend wurde er 1962 Deputy Chief of Naval Operations für Entwicklung und wurde in dieser Dienststellung 1965 im Rang eines Vizeadmirals in den Ruhestand verabschiedet.

Am 28. April 1965 wurde er als Nachfolger von John McCone von US-Präsident Lyndon B. Johnson zum Direktor der Central Intelligence Agency (CIA) ernannt und war als solcher zugleich Director of Central Intelligence. Seine Ernennung als Interim erfolgte mehr aufgrund seiner Loyalität zu Johnson, da ihm entscheidende Kenntnisse der Geheimdienste und der internationalen Fragen fehlten.<ref>Raphaël Ramos: La puissance et l’ombre : 250 ans de guerres secrètes de l’Amérique. Hrsg.: Baptiste Roger-Lacan. Les Éditions du Cerf, Paris 2025, ISBN 978-2-204-16749-9, S. 160 f.</ref> Nachfolger wurde bereits am 30. Juni 1966 Richard Helms.

Weblinks

Einzelnachweise

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