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Xenonhexafluorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Xenon(VI)-fluorid)
Strukturformel
Struktur von Xenonhexafluorid
Allgemeines
Name Xenonhexafluorid
Andere Namen

Xenon(VI)-fluorid

Summenformel XeF6
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff<ref name="IS8" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <
PubChem 139546
ChemSpider 123066
Wikidata [[:d:Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.|Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.]]
Eigenschaften
Molare Masse 245,28 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,56 g·cm−3<ref name="webelements">Datenblatt bei Webelements.</ref>

Schmelzpunkt

49,5 °C<ref name="Roempp" />

Siedepunkt

75,6 °C<ref name="Roempp" />

Dampfdruck

40 hPa (25 °C)<ref name="IS8" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

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Xenonhexafluorid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Edelgasverbindungen. Es ist ein farbloser Feststoff.

Herstellung

Alle Xenonfluoride werden durch thermische oder photochemische Aktivierung von Xenon/Fluor-Gemischen hergestellt. Welches Produkt entsteht, hängt vom Stoffmengenverhältnis sowie den Reaktionsbedingungen ab (Druck, Temperatur). So kann Xenonhexafluorid durch langandauerndes Erhitzen von Xenon mit starken Fluor-Überschuss (1:20) bei 300 °C und einem Druck von 200–300 bar gewonnen werden.<ref name="IS8">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

<chem> Xe + 3F2 -> XeF6</chem>

Die Aufreinigung kann durch Zersetzung von Dinatriumfluoroxenat(VI) bei 120 °C erfolgen.

<chem>Na2XeF8 <=> XeF6 + 2 NaF</chem>

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Das Molekül ist in der Gasphase verzerrt oktaedrisch aufgebaut, wobei der Xenon-Fluor-Abstand im gasförmigen Zustand 189 pm beträgt.<ref name="Roempp">Eintrag zu Xenon-Verbindungen. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> Im festen Zustand besteht Xenon(VI)-fluorid aus <chem>[XeF5]+</chem>- und <chem>F-</chem>-Ionen, welche zu tetrameren oder hexameren Ringen verbrücken. Bei tiefen Temperaturen bildet die Verbindung in nicht-ionisierenden Medien gelöst ebenfalls Tetramere aus. Die gelbgrüne Schmelze der Verbindung setzt sich neben den Tetrameren auch aus Monomeren zusammen und besitzt eine geringe Eigenleitfähigkeit.<ref name="HoWi">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Die eintretende Gelbfärbung während der Erhitzung ist reversibel, sodass der Festkörper nach dem Erkalten der Schmelze wieder farblos ist.<ref name="IS8" />

Chemische Eigenschaften

Xenonhexafluorid ist von allen Xenonfluoriden die am stärksten oxidierende Verbindung und konnte bisher nicht weiter oxidiert werden. Es reagiert sowohl als Fluorid-Akzeptor als auch -Donator. Im Allgemeinen reagiert die Verbindung mit Metallfluoriden des Typ <chem>MF_{J}</chem> wie Antimonpentafluorid als Donator.

<chem>XeF6 + MF_{J} -> [XeF5][MF_{J + 1}] </chem>

Mit Alkalimetallfluoriden reagiert Xenon(VI)-fluorid dagegen als Akzeptor zu sechswertigen Fluoroxenaten, von denen die Salze der höheren Homologe mit dem zweifach negativen Anion die höchste Stabilität besitzen.<ref name="HoWi" />

<chem>XeF6 + MF -> M[XeF7]</chem>
<chem>XeF6 + 2MF -> M2[XeF8]</chem>

Xenonhexafluorid hydrolysiert schrittweise unter Bildung von Xenontrioxid.

<chem>XeF6 + H2O -> XeOF4 + 2HF</chem>
<chem>XeOF4 + H2O -> XeO2F2 + 2HF</chem>
<chem>XeO2F2 + H2O -> XeO3 + 2HF</chem>

Verwendung

Durch Hydrolyse kann Xenonoxytetrafluorid hergestellt werden.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

<chem>XeF6 + H2O -> XeOF4 + 2 HF</chem>

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Edelgashalogenide