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Boni Yayi

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Boni Yayi (2012)

Thomas Boni Yayi (* 1. Juli 1952 in Tchaourou) ist ein beninischer Ökonom und Politiker. Er war von 2006 bis April 2016 Präsident von Benin. Von 2012 bis 2013 war er Vorsitzender der Afrikanischen Union.

Leben

Boni Yayi wurde in Tchaourou, im nordöstlichen Departement Borgou, damals noch als Dahomey Teil der Kolonie Französisch-Westafrika, geboren. Seine Eltern waren Muslime, er konvertierte später zum protestantischen Christentum.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fides Service - Congregation for the Evangelisation of Peoples (Memento vom 5. Februar 2012 im Internet Archive)</ref> Seine Ausbildung erhielt Yayi in der Hauptstadt der Region Parakou und später an der Nationalen Universität von Benin. An der Universität von Dakar (Senegal) erhielt er ein Diplom im Bankwesen mit Schwerpunkt auf Finanzierung. Anschließend studierte er an der Universität Orléans in Frankreich, wo er 1986 graduierte. 1991 promovierte er an der Universität Paris-Dauphine in Wirtschaftswissenschaften.<ref name="botschaft"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lebenslauf des beninischen Präsidenten (Memento vom 26. Juni 2010 im Internet Archive), Webseite Deutsche Botschaft Cotonou. Abgerufen am 29. Jänner 2012.</ref>

1975 trat Yayi der Banque Commerciale du Bénin als Angestellter bei.<ref>S.E. Thomas Boni Yayi – Président, Union africaine Président, République du Bénin. In: corim.qc.ca. Conseil des relations internationales de Montréal, 2013, abgerufen am 7. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Von 1980 bis 1988 arbeitete er bei der Zentralbank der westafrikanischen Staaten (BCEAO) in Dakar, wo er zum stellvertretenden Direktor aufstieg. Anschließend wechselte er als stellvertretender Direktor für Entwicklung zur Westafrikanischen Zentrale für Bankenstudien (Dakar). Von 1992 bis 1994 arbeitete er im Büro als technischer Berater des Präsidenten von Benin Nicéphore Dieudonné Soglo und war dort für die Geld- und Bankenpolitik zuständig.

1994 wurde er Präsident der Westafrikanischen Entwicklungsbank (BOAD). Für seine Verdienste um die westafrikanische Entwicklung wurde er zu Ritter des französischen Ordre national du Mérite ernannt.<ref name="botschaft" />

Bei der Präsidentschaftswahl 2006 trat Boni Yayi als unabhängiger Kandidat an. Yayi bediente sich seiner Position als Außenstehender und basierte sein politisches Programm auf der Bekämpfung der Korruption.<ref name=derstandard /> Der amtierende Präsident, Mathieu Kérékou, war zu der Teilnahme an der Wahl nicht berechtigt, da er das Alterslimit von 70 Jahren überschritten hatte. Im ersten Wahlgang am 5. März erhielt Yayi mit 32 % der Stimmen die meisten unter den 26 Kandidaten. Auf seinen größten politischen Widersacher, Adrien Houngbédji von der Partei der Demokratischen Erneuerung, entfielen lediglich 25 % der Stimmen.<ref>Thomas Hofnung: @1@2Vorlage:Toter Link/www.liberation.frYayi Boni en tête de la présidentielle béninoise (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot. In: Libération, 13. März 2006. Abgerufen am 29. Jänner 2012.</ref> Im zweiten Wahlgang am 19. März gewann Boni mit knapp 75 % der abgegebenen Stimmen.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.liberation.frBénin: Thomas Yayi Boni Succède à Mathieu Kérékou (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: Libération, 23. März 2006. Abgerufen am 29. Jänner 2012.</ref> Am 6. April trat Yayi das Amt des Präsidenten an.<ref>Benin: Yayi Boni als neuer Präsident vereidigt. In: Der Standard, 11. April 2006. Abgerufen am 29. Jänner 2012.</ref>

2011 wurde Boni Yayi mit 53,13 % der Stimmen im ersten Wahlgang wiedergewählt. Das Resultat des Urnengangs wurde jedoch von Adrien Houngbedji, der 35,64 % der Stimmen erhalten hatte, angezweifelt. Houngbedji warf Boni Yayi Wahlbetrug vor und weigerte sich, das Ergebnis anzuerkennen.<ref name = derstandard>Boni Yayi gewinnt Präsidentschaftswahl In: Der Standard, 18. März 2011. Abgerufen am 29. Jänner 2012.</ref> Zuvor war die Wahl zwei Mal verschoben worden, nachdem die Opposition beanstandet hatte, dass hunderttausende Namen nicht auf den Wählerlisten vermerkt waren.<ref>David Smith: Benin opposition leader rejects election result and claims presidency. In: The Guardian, 22. März 2011. Abgerufen am 29. Jänner 2012.</ref>

Ende Januar 2012 wurde Yayi zum Vorsitzenden der Afrikanischen Union gewählt. Der Vorsitz ist vor allem mit repräsentativen Tätigkeiten verbunden und wechselt jedes Jahr zwischen den Staats- und Regierungschefs der 54 Mitgliedstaaten der Afrikanischen Union.<ref>Thomas Boni Yayi ist neuer Vorsitzender der Afrikanischen Union. In: Neue Zürcher Zeitung, 29. Jänner 2012. Abgerufen am 29. Jänner 2012. „Die Staats- und Regierungschefs der 54 AU-Mitgliedstaaten haben Benins Staatschef Thomas Boni Yayi zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt.“</ref><ref>Staatschef von Benin neuer Vorsitzender der Afrikanischen Union. In: Der Standard, 29. Jänner 2012. Abgerufen am 29. Jänner 2012.</ref> Am 27. Januar 2013 wurde der äthiopische Ministerpräsident Hailemariam Desalegn als Yayis Nachfolger zum Vorsitzenden der Afrikanischen Union gewählt. Am 6. April 2016 wurde Patrice Talon neuer Präsident von Benin.

Im September 2021 trafen sich Patrice Talon und Thomas Boni Yayi, einst politische Verbündete, die zu Rivalen geworden waren, im Marina Palace in Cotonou. Während dieses Tête-à-Tête präsentierte Thomas Boni Yayi Patrice Talon eine Reihe von Vorschlägen und Anträgen, insbesondere in Bezug auf die Freilassung von „politischen Häftlingen“.<ref>Exclusif – Bénin : au cœur du tête-à-tête entre Patrice Talon et Thomas Boni Yayi. In: Jeune Afrique, 22. September 2021. Abgerufen am 22. September 2021.</ref>

2013 wurde er Ehrenbürger der Stadt Montreal.<ref>Liste der Ehrenbürger von Montreal, Internetseite der Stadt Montreal</ref>

Weblinks

Commons: Yayi Boni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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