Sibirische Ulme
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| Sibirische Ulme | ||||||||||||
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| Datei:Ulmus pumila 2.JPG
Sibirische Ulme (Ulmus pumila) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Ulmus pumila | ||||||||||||
| L. |
Die Sibirische Ulme (Ulmus pumila) oder Zwerg-Ulme<ref name="LBS" /> ist ein Laubbaum aus der Gattung der Ulmen. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den Osten Sibiriens und der Mongolei bis nach Nord-China.
Beschreibung
Die Sibirische Ulme ist ein laubabwerfender Laubbaum oder Strauch mit gewölbter Krone, der eine Höhe von 10 bis über 25 Metern erreicht. Der Stammdurchmesser erreicht über 1,5 Meter.<ref>Burton V. Barnes, Warren H. Wagner, Jr.: Michigan Trees. University of Michigan Press, 2004, ISBN 0-472-11352-6, S. 196 f.</ref> Die Zweige sind behaart oder kahl. Die raue Borke ist tief rissig bis furchig. Die gestielten Blätter sind elliptisch bis eiförmig-lanzettlich oder verkehrt-eiförmig, derb, 2 bis 7 Zentimeter lang, spitz oder zugespitzt mit fast symmetrischer Basis. Der Blattrand ist einfach gesägt. Die Blattoberseite ist tiefgrün und kahl, die Unterseite schwach behaart. Es werden zehn bis zwölf eingesenkte Nervenpaare gebildet. Der Blattstiel wird 2 bis 4 Millimeter lang. Die Blüten sind sehr kurz gestielt und stehen in dichten Büscheln<ref name="LBS" />. Es werden vier bis fünf Staubblätter mit violetten Staubbeutel gebildet. Blütezeit ist im April. Als Früchte werden scheibenförmige, 1 bis 1,5 Zentimeter große, breit geflügelte Nussfrüchte gebildet. Der Samenkörper steht oberhalb der Mitte in einem tief ausgerandetem Flügelsaum.<ref name="FdG" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.<ref name="IPCN" />
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Blätter
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Früchte
Verbreitung und Ökologie
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Sibirischen Ulme erstreckt sich von Ost-Sibirien über das Amur-Gebiet, Mittelasien und der Mongolei bis nach Nord-China. Dort findet man sie als Steppengehölz und in Trockenwäldern auf trockenen bis frischen, schwach sauren bis stark alkalischen, sandigen, sandig-kiesigen oder sandig-lehmigen, nährstoffreichen Böden an sonnigen bis lichtschattigen Standorten.<ref name="FdG" /> Die Art ist raschwüchsig und unempfindlich gegen Dürre. Sie gilt als widerstandsfähig gegen das Ulmensterben. In den Vereinigten Staaten und in Kanada wurde sie durch den Menschen eingeführt.<ref name="GRIN" />
Systematik
Die Sibirische Ulme (Ulmus pumila) ist eine Art aus der Gattung der Ulmen (Ulmus). Dort wird sie der Sektion Ulmus in der Untergattung Ulmus zugeordnet.<ref name="GRIN" /> Ein Synonym der Art ist Ulmus campestris var. pumila <templatestyles src="Person/styles.css" />Maxim.<ref name="LBS" />
Neben der Nominatform Ulmus pumila var. pumila wird die Varietät Ulmus pumila var. arborea <templatestyles src="Person/styles.css" />Litv. unterschieden, die als Synonym als Ulmus turkestanica <templatestyles src="Person/styles.css" />Regel bezeichnet und als eigene Art aufgefasst wird. Ihr Wuchs ist anfangs kegelförmig, wobei die Zweige später mehr oder weniger überhängen. Die Blätter sind elliptisch-eiförmig bis eiförmig-lanzettlich, 4 bis 7 Zentimeter lang und einfach gesägt.<ref name="FdG" />
Verwendung
Die Sibirische Ulme wird in den Vereinigten Staaten für Prärieaufforstungen und Windschutzstreifen verwendet. In Mitteleuropa wird meist die Varietät arborea in Parks und Gärten gepflanzt.<ref name="LBS" />
Die jungen Früchte sind essbar, sie werden roh verwendet oder gekocht. Ähnlich sind Früchte von Ulmus rubra und Ulmus parvifolia.<ref>Elm samaras are edible, gourmet bei Wild Food Girl, abgerufen am 10. April 2024.</ref><ref>Elm Samaras bei Forager, Chef, abgerufen am 10. April 2024.</ref>
Nachweise
Literatur
- Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 662.
- Schütt, Schuck, Stimm: Lexikon der Baum- und Straucharten. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-53-8, S. 544.
Einzelnachweise
<references> <ref name="FdG"> Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 662 </ref> <ref name="LBS"> Schütt et al.: Lexikon der Baum- und Straucharten. S. 544. </ref> <ref name="GRIN"> Ulmus pumila. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 28. Dezember 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="IPCN">Ulmus pumila bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> </references>