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	<title>Alfred Braunthal - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T09:45:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-06-06T13:55:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alfred Braunthal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[10. Februar]] [[1897]] in [[Wien]], [[Österreich-Ungarn]]; gestorben [[4. Februar]] [[1980]] in [[Boston]], [[Massachusetts]], [[Vereinigte Staaten]]) war ein österreichisch-amerikanischer [[Sozialdemokratie|Sozialdemokrat]], [[Gewerkschaft]]er und [[Sozialwissenschaft]]ler. Er befasste sich mit Fragen des [[Marxismus]] sowie mit Gegenständen der Beschäftigungs-, Gewerkschafts- und [[Lohnpolitik]]. Er war der Vater des Politologen [[Gerard Braunthal]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Simsohn]], &amp;#039;&amp;#039;Juden in Gera: ein geschichtlicher Überblick, Band 1&amp;#039;&amp;#039;, Hartung-Gorre Verlag, Konstanz 1997, ISBN 3-89649-112-1, Seite 218&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie und Studium ==&lt;br /&gt;
Braunthal kam als fünftes von sechs Kindern [[Juden|jüdischer]] Eltern zur Welt. Sein Bruder [[Julius Braunthal|Julius]] (1891–1972) und seine Schwester [[Bertha Braunthal|Bertha]] (1887–1967) gelangten später ebenfalls in Führungspositionen der [[Arbeiterbewegung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1917 bis 1920 studierte Braunthal [[Philosophie]], [[Geschichtswissenschaft]] und [[Volkswirtschaftslehre]] in Wien und [[Berlin]]. 1920 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er in seiner Geburtsstadt zum Dr. phil. mit einer Arbeit über die Geschichtsphilosophie von [[Karl Marx]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine erste Ehefrau Erna geb. Elkan verstarb nach der Geburt des zweiten Kindes bei einem Unfall. Braunthal heiratete daraufhin seine Schwägerin, Ernas jüngere Schwester [[Hilde Braunthal|Hildegard Elkan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Engagement in der Arbeiterbewegung ==&lt;br /&gt;
1921 trat er eine Stelle in der sozialdemokratischen [[Leipziger Volkszeitung]] an und schrieb über Finanzfragen. Im gleichen Jahr begann er eine Dozententätigkeit an der [[Heimvolkshochschule Tinz|Heimvolkshochschule]] in [[Tinz (Gera)|Tinz]] bei [[Gera]]. Von 1925 bis 1928 leitete er diese der Sozialdemokratie nahestehende Bildungsstätte. In dieser Zeit verfasste Braunthal eine Schrift über die Entwicklungstendenzen der [[Weltwirtschaft]]. Sie wurde in der sozialistischen Bildungsarbeit verwendet, genauso wie seine Veröffentlichung von 1930, die sich der Wirtschaft der damaligen Gegenwart widmete und als sozialistisches Lehrbuch der [[Volkswirtschaftslehre|Nationalökonomie]] konzipiert war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Braunthal arbeitete ab 1929 an der &amp;#039;&amp;#039;Forschungsstelle für Wirtschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039;. Diese Einrichtung wurde von den drei Säulen der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung Deutschlands getragen – der [[SPD]], dem [[Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund|Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund]] und [[Genossenschaft|Verbrauchergenossenschaften]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein für Dr. Alfred Braunthal (Gera).jpg|miniatur|Stolperstein in Gera.]]&lt;br /&gt;
Nach der nationalsozialistischen [[Machtergreifung]] floh Braunthal nach [[Belgien]]. Dort lebte und arbeitete er  – unter anderem als Assistent des sozialistischen Theoretikers [[Hendrik de Man]] – bis 1936, 1935 unterbrochen von einem Studienaufenthalt an der [[London School of Economics and Political Science|London School of Economics]]. Im März 1936 [[Auswanderung|emigrierte]] er endgültig in die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]], wo er sich zunächst in [[New York City]] ansiedelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der [[Neue Welt|neuen Welt]] betätigte sich Braunthal in der Gewerkschaftsbewegung. Er diente der &amp;#039;&amp;#039;United Hatters, Cap and Millinery Workers International Union&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe hierzu die einführenden Bemerkungen in die [http://dlib.nyu.edu/eadapp/transform?source=tamwag/hatters.xml&amp;amp;style=tamwag/tamwag.xsl nachgelassenen Archivalien dieser Hutmachergewerkschaft], die an der [[New York University]] verwahrt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die zur [[Konservatismus|konservativen]] Gewerkschaft [[American Federation of Labor]] gehörte, als Forschungsdirektor. 1944 wurde Braunthal Forschungsbeauftragter der &amp;#039;&amp;#039;American Labour Conference on International Affairs&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zu dieser Organisation den [http://dlib.nyu.edu/eadapp/transform?source=tamwag/alcia.xml&amp;amp;style=tamwag/tamwag.xsl &amp;#039;&amp;#039;Guide to the American Labor Conference on International Affairs Records 1939-1950&amp;#039;&amp;#039;] der New York University.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Daneben beteiligte er sich an der deutschen Emigrantenorganisation [[German Labour Delegation]]. Das Engagement Braunthals in der amerikanischen Gewerkschaftsbewegung dauerte bis 1949. Danach berief ihn der neu gegründete [[Internationaler Bund Freier Gewerkschaften|Internationale Bund Freier Gewerkschaften]] (IBFG) nach [[Brüssel]], wo er von 1949 bis 1968&amp;lt;ref&amp;gt;Rebecca Anne Gumbrell-McCormick: [http://wrap.warwick.ac.uk/56529/1/WRAP_thesis_Gumbrell-McCormick,%20Rebecca%20Anne_2001.pdf &amp;#039;&amp;#039;The International Confederation of Free Trade Unions: Structure, Ideology and Capacity to Act&amp;#039;&amp;#039;] (Dissertation am &amp;#039;&amp;#039;Department of Sociology&amp;#039;&amp;#039; der [[University of Warwick]], Juni 2001, S. 225 (Papier[[paginierung]]) bzw. S. 236 (elektronische Paginierung)).&amp;lt;/ref&amp;gt; als Leiter der Wirtschafts- und Sozialabteilung wirkte. Gegen Ende seiner beruflichen Laufbahn war er dort Assistent des IBFG-Sekretärs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung seiner Schriften ==&lt;br /&gt;
Vor der Emigration formulierte Braunthal seine Überlegungen aus einer marxistischen Position heraus. Eine [[Dogma|dogmatische]] Anwendung entsprechender Theorien lehnte er jedoch ab. Er kritisierte beispielsweise das Festhalten an der [[Verelendungstheorie]]. Sie widerspreche der Wirklichkeit, werde aber nicht aufgegeben, sondern immer wieder nur neu interpretiert. In diesem Zusammenhang kritisierte er auch die [[Rosa_Luxemburg#Imperialismustheorie| Imperialismustheorie von Rosa Luxemburg]], sie sei nur eine gekünstelte Deutung einzelner Marx’scher Gedanken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Emigration veränderten sich der Inhalt und die Stoßrichtung seiner Schriften. Braunthal widmete sich stärker den praktischen Aufgaben und Problemen gewerkschaftlicher Politik. Konkrete Fragestellungen der Lohn- und Beschäftigungspolitik rückten in den Fokus. Braunthal richtete sich weniger an Marx und stärker an [[John Maynard Keynes]] aus. Seine wirtschaftspolitischen Forderungen wurden insgesamt moderater. Der [[Arbeitsentgelt|Lohn]] war nun für Braunthal nicht mehr nur ein Nachfrage-, sondern auch ein Kostenfaktor. Braunthal riet auch für Phasen der [[Vollbeschäftigung]], die die Arbeitsmarktposition der Arbeitnehmer stärkt und überdurchschnittliche Lohnsteigerungen ermöglicht, zu einer maßvollen [[Tarifpolitik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|130255440}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Art. [http://books.google.de/books?id=Mt6c3oFVBz0C&amp;amp;pg=PA89&amp;amp;lpg=PA89&amp;amp;dq=Alfred+Braunthal&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=M66j_p5OEK&amp;amp;sig=nzY0qCslHfC6S5tEFhfDY24UvZc&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=ogYyU5rNHIOutAaS-ICgCQ&amp;amp;ved=0CEYQ6AEwBA#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Braunthal, Alfred&amp;#039;&amp;#039;]; in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. vom [[Institut für Zeitgeschichte]] München, Band 1, Saur-Verlag, München 1980, S. 89, ISBN 3-598-10087-6.&lt;br /&gt;
* Hagen Krämer: &amp;#039;&amp;#039;Braunthal, Alfred.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Harald Hagemann]], [[Claus-Dieter Krohn]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen wirtschaftswissenschaftlichen Emigration nach 1933.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Adler–Lehmann.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 1999, ISBN 3-598-11284-X, S. 76 f.&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Mielke]] (Hrsg.) unter Mitarbeit von Marion Goers, [[Stefan Heinz]], Matthias Oden, Sebastian Bödecker: &amp;#039;&amp;#039;Einzigartig – Dozenten, Studierende und Repräsentanten der Deutschen Hochschule für Politik (1920–1933) im Widerstand gegen den Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Lukas-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-86732-032-0, S. 352 (Kurzbiographie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen == 	 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130255440|LCCN=n/79/29197|VIAF=93760522}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Braunthal, Alfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewerkschafter (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internationaler Gewerkschaftsfunktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Gera ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Braunthal, Alfred &lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Sozialdemokrat, Gewerkschafter und Sozialwissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Februar 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Februar 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Boston]], [[Massachusetts]], [[Vereinigte Staaten]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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