<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Arno_Wend</id>
	<title>Arno Wend - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Arno_Wend"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arno_Wend&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T03:46:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arno_Wend&amp;diff=1917789&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Arno_Wend&amp;diff=1917789&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-23T08:06:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arno Wend&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. August]] [[1906]] in [[Dresden]]; † [[8. März]] [[1980]] in [[Wiesbaden]]) war ein [[deutsche]]r Politiker ([[SPD]]). Unter dem Vorwurf der Fortsetzung einer illegalen Partei 1933 und 1948 verhaftet, verbrachte er insgesamt acht Jahre in politischer Haft, ab 1933 in nationalsozialistischen und ab 1948 in sowjetischen Gefängnissen und Lagern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Arno Wend wurde 1906 in Dresden als eines von zwei Kindern eines Schlossers geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Dresden, wohin die Familie noch vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] verzogen war. Nach dem Besuch der [[Volksschule]] arbeitete der gelernte Anwalts- und Notariatsangestellte von 1926 bis 1933 als Sachbearbeiter und dann als Abteilungsleiter beim Arbeitsamt Dresden. Politisch engagierte er sich zuerst in der [[Sozialistische Arbeiter-Jugend|Sozialistischen Arbeiter-Jugend]], ab 1925 in der SPD und bei den [[Jusos|Jungsozialisten]]. Innerhalb der Jusos machte der rhetorisch und organisatorisch Begabte rasch Karriere – ab 1929 als Vorsitzender des Bezirkes Dresden-Ostsachsen und als Mitglied ihrer Reichsleitung. Zwei Jahre später wurde er in den Bezirksvorstand der SPD Dresden-Ostsachsen gewählt. Wenige Monate vor der „[[Machtergreifung]]“ der [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] gelang ihm der Sprung als jüngster Abgeordneter ins Dresdner Stadtparlament. Kurz danach wurde er beruflich gemaßregelt und im Juni 1933 ins [[KZ Hohnstein]] verbracht. Wenige Wochen später wieder entlassen, schloss er sich einer illegalen Dresdner SPD-Organisation an, wurde im November 1933 erneut verhaftet und im März 1934 vom Sondergericht Sachsen zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt. Nach Jahren der Arbeitslosigkeit und der erzwungenen beruflichen Wanderschaft wurde er 1940 zur [[Wehrmacht]] eingezogen. 1945 geriet er kurzzeitig in [[Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg#Kriegsgefangene der Achse im Gewahrsam der Westmächte|amerikanische Kriegsgefangenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
Im Sommer 1945 zählte er zu den großen Hoffnungen der SPD in Dresden und Sachsen. Als SPD-Vorsitzender und Unterbezirksgeschäftsführer von Dresden sowie als einflussreicher Landespolitiker gehörte er zwar zu den Einheitsskeptikern, machte aber die [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED]] mit. Als einer von mehreren [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]-Landessekretären versuchte er in der Folge, [[Sozialdemokratie|sozialdemokratische Traditionen]] zu bewahren, scheiterte damit aber an den früheren [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]-Kadern und der [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|Besatzungsmacht]]. Bereits im September 1946 als „Feind der Einheit“ von seinem Posten entfernt, wurde er unter anderem wegen seines öffentlichen Auftretens für eine Gewaltenteilung in der [[Verfassung des Landes Sachsen|sächsischen Verfassung]] 1947 auch aus der Partei ausgeschlossen. Sein Mandat als Dresdner Stadtverordneter, das er im September 1946 erworben hatte, behielt er jedoch und wurde Hospitant der [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|CDU]]-Fraktion. In derselben Zeit nahm er konspirativ Kontakt zum [[Ostbüro der SPD]] auf. Als illegales Mitglied der Berliner SPD organisierte er als Geschäftsführer der Landwirtschaftlichen Viehzentral-Genossenschaft Sachsen mit Dresdner Gleichgesinnten Widerstand gegen die neue [[Parteidiktatur]]. So hielt er Verbindung zu wichtigen Gesinnungsgenossen in Sachsen, schrieb Texte für westliche Zeitschriften und Flugblätter und lieferte Informationen über die politische Entwicklung ans Ostbüro der SPD. Am 7. Juli 1948 wurde er in seiner Dresdner Wohnung von Angehörigen der deutschen Polizei verhaftet und kurze Zeit später dem [[NKWD|sowjetischen Geheimdienst]] übergeben. Von Dresden aus überstellte ihn die Besatzungsmacht im Herbst 1948 ins [[Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen|Zentralgefängnis des NKWD]] nach [[Berlin-Alt-Hohenschönhausen|Berlin-Hohenschönhausen]]. Um ihn zu weitreichenden Geständnissen zu zwingen, wurde er hier in nächtlichen Verhören gefoltert und mehrfach in den Karzer geworfen. Aufgrund dieser Erfahrungen versuchte er sich darauf vergeblich das Leben zu nehmen. Am 20. April 1950 verurteilte ihn das Sowjetische Militärtribunal der Berliner Garnison zu 25 Jahren Arbeitslager. Anschließend kam er in das [[Arbeitslager Workuta]] des [[Gulag]], aus dem er im Zuge der [[Entstalinisierung]] Ende 1955 wieder entlassen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1956 in die [[Bundesrepublik Deutschland]] geflüchtet, bearbeitete er bis zu seiner Pensionierung Angelegenheiten von [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|DDR-Flüchtlingen]] im [[Hessen|hessischen]] Innenministerium. In dieser Zeit war er auch als SPD-Stadtverordneter in Wiesbaden, als Vorsitzender der Wiesbadener Volksbühne, als Mitglied des Häftlingsbeirates beim SPD-Parteivorstand und als Arbeitsrichter in [[Frankfurt am Main]] aktiv. Im Zusammenhang mit seiner Pensionierung 1971 wurde ihm wegen doppelter Verfolgung in zwei Diktaturen und wegen seines Beitrages für die Demokratie das [[Bundesverdienstkreuz]] 1. Klasse verliehen. 1980 verstarb Arno Wend in Wiesbaden. Im Jahr 1995 wurde er [[posthum]] vom russischen Generalstaatsanwalt als „Opfer politischer Repression“ rehabilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Weg aus der nationalsozialistischen Diktatur in die bolschewistische Unterdrückung (Erinnerungen 1944–1955)&amp;#039;&amp;#039;, in: Archiv der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;So entstand die SED. Betrachtungen eines Opfers der Zwangsvereinigung zwischen KPD und SPD in der SBZ&amp;#039;&amp;#039;, in: Die Neue Gesellschaft, Sonderheft, 1. Mai 1969, 16. Jg., S. 23–28.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Verhör.&amp;#039;&amp;#039; In [[Hubertus Knabe]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gefangen in Hohenschönhausen. Stasi-Häftlinge berichten.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2007, S. 79–87.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Interview mit A. W., SPD-Unterbezirkssekretär in Dresden&amp;#039;&amp;#039;, in: Beatrix Bouvier/Horst-Peter Schulz: &amp;#039;&amp;#039;„...die SPD aber aufgehört hat zu existieren“ – Sozialdemokraten unter sowjetischer Besatzung&amp;#039;&amp;#039;, Bonn 1991, S. 227–250.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Mike Schmeitzner]]: &amp;#039;&amp;#039;Doppelt verfolgt. Das widerständige Leben des Arno Wend&amp;#039;&amp;#039;. Vorwärts-Buch Verlagsgesellschaft, Berlin 2009, ISBN 978-3-86602-077-1.&lt;br /&gt;
* Mike Schmeitzner: &amp;#039;&amp;#039;„Die beiden Systeme der Gewalt und Unterdrückung haben nicht vermocht, meinen Willen zu brechen…“ – Widerstand gegen zwei Diktaturen: Der Fall Arno Wend&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Deutschland Archiv]] 2/2007, S. 240–249.&lt;br /&gt;
* [[Bernd Faulenbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Arno Wend&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Karl Wilhelm Fricke]]/[[Peter Steinbach (Historiker)|Peter Steinbach]]/[[Johannes Tuchel]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Opposition und Widerstand in der DDR. Politische Lebensbilder&amp;#039;&amp;#039;, München 2002, S. 90–94.&lt;br /&gt;
* [[Beatrix Bouvier]]: &amp;#039;&amp;#039;Ausgeschaltet! Sozialdemokraten in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR 1945-1953&amp;#039;&amp;#039;, Bonn 1996, S. 239–247.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=arno-wend|lemma=Wend, Arno|autor=[[Bernd Florath]]|band=2|idNum=3763}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|134102312}}&lt;br /&gt;
* Andreas Hilger: [https://www.lexikon-der-politischen-strafprozesse.de/glossar/wend-arno-2/ Wend, Arno], in: Kurt Groenewold, Alexander Ignor, Arnd Koch (Hrsg.): Lexikon der Politischen Strafprozesse, Online, Stand August 2017&lt;br /&gt;
* [https://www.stiftung-hsh.de/geschichte/sowjet-gefaengnis/haftschicksale/arno-wend/ Kurzbiographie] der [[Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=134102312|LCCN=no/2009/81553|VIAF=55355555}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wend, Arno}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Stalinismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SMT-Verurteilter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen die SED-Diktatur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der sowjetischen Besatzungsmacht in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Folteropfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Gulag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ-Häftling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Flüchtling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betroffener eines Parteiausschlussverfahrens (SED)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wend, Arno&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SPD) und Opfer politischer Verfolgung während der NS-Zeit und DDR-Diktatur&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. August 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. März 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>