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	<title>Arnulf Baring - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Maxeto0910: +Link</title>
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		<updated>2026-04-14T02:12:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Arnulf Baring.jpg|mini|Arnulf Baring (2002)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arnulf Martin Baring&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Mai]] [[1932]] in [[Dresden]]; † [[2. März]] [[2019]] in [[Berlin]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/politik/deutschland/article189693311/Arnulf-Baring-Der-Chronist-der-Westbindung.html |titel=Der Chronist der Westbindung |autor=Jacques Schuster |werk=[[Die Welt]] |datum=2019-03-02 |abruf=2024-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Jurist]], [[Publizist]], [[Politikwissenschaftler]], [[Zeitgeschichte|Zeithistoriker]] und [[Autor]]. Er war Professor an der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]] und Angehöriger der deutsch-britischen Bankiersfamilie [[Baring (Familie)|Baring]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Munzinger|00000012993|Abruf=2022-04-01}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baring Dissertation Deckblatt.jpg|mini|Deckblatt der Berliner Dissertation von 1958]]&lt;br /&gt;
Geboren wurde Arnulf Baring als Sohn des damaligen [[Gerichtsassessor]]s und späteren [[Senatspräsident]]en beim [[Bundesverwaltungsgericht (Deutschland)|Bundesverwaltungsgericht]] in Berlin [[Martin Baring]] (1904–1989) und seiner Frau Gertrud Baring, geb. Stolze (1907–1988). In erster Ehe war er mit Heidi Dietrich (1940–2021) verheiratet. Seit 1986 war er in zweiter Ehe verheiratet mit der heute als Familientherapeutin tätigen, 1954 geborenen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gabriele-baring.de/zur_person.php gabriele-baring.de], abgerufen am 2. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Gabriele Baring]], geborene Oettgen. Baring war Vater von vier Kindern, die Töchter Juliane und Susanne entstammen der ersten Ehe Barings, die Kinder Anna und Moritz seiner zweiten Ehe.&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Arnulf Baring.jpg|mini|hochkant|Das Grab von Arnulf Baring auf dem [[Evangelischer Kirchhof Nikolassee|Evangelischen Kirchhof Nikolassee]]]]&lt;br /&gt;
Baring besuchte von 1938 bis 1942 die Volksschule und anschließend bis zum Abitur im Mai 1950 das Gymnasium in [[Berlin-Zehlendorf]]. Von 1943 bis 1945 lebte er bei einer Großmutter in Dresden. Dort überlebte er knapp den [[Feuersturm]], den vor allem britische Bomber [[Luftangriffe auf Dresden#Nachtangriff vom 13. zum 14. Februar 1945|im Februar 1945]] verursachten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/arnulf-baring-im-interview-ueber-das-kriegsende-13568642.html &amp;#039;&amp;#039;Arnulf Baring zum Kriegsende „Du, Mama, wir können unmöglich hier bleiben“&amp;#039;&amp;#039;], Interview von Jörg Thomann. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 3. Mai 2015, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Abitur und einem Werkhalbjahr im [[Ruhrgebiet]] studierte Baring ab 1951 [[Rechtswissenschaft|Jura]] und [[Politikwissenschaft|politische Wissenschaft]] in [[Universität Hamburg|Hamburg]], [[Freie Universität Berlin|Berlin]], [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg]], [[Columbia University|New York]], [[Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer|Speyer]] und [[Universität von Paris|Paris]]. In dieser Zeit war er Stipendiat des [[Evangelisches Studienwerk Villigst|Evangelischen Studienwerks Villigst]].&amp;lt;ref&amp;gt;Arnulf Baring: &amp;#039;&amp;#039;Der Unbequeme. Autobiografische Notizen.&amp;#039;&amp;#039; Europa Verlag, Berlin 2013, S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Dezember 1955 legte er in Berlin die erste juristische Staatsprüfung ab; im Juni 1957 erwarb er einen [[Master of Arts]] der [[Columbia University]]. Von 1956 bis 1958 war Baring [[Wissenschaftlicher Assistent|Assistent]] am Institut für Staatslehre, Staats- und Verwaltungsrecht der Freien Universität Berlin, an der er im Juli 1958 mit der [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;Der Vertreter des öffentlichen Interesses im deutschen Verwaltungsprozeß&amp;#039;&amp;#039; bei [[Karl August Bettermann]] zum [[Dr. jur.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]] wurde (Zweitgutachter war [[Arwed Blomeyer]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Einträge in den Katalogen der [https://d-nb.info/480742022 &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Nationalbibliothek&amp;#039;&amp;#039;] und des [https://permalink.obvsg.at/AC04817312 &amp;#039;&amp;#039;Österreichischen Bibliothekenverbunds&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend war Baring [[Lehrbeauftragter]] an der [[Deutsche Hochschule für Politik|Deutschen Hochschule für Politik]] in Berlin. An der [[Fondation nationale des sciences politiques]] der Pariser Universität gastierte er von 1960 bis 1962. Von 1962 bis 1964 war er Redaktionsmitglied (Politik) des [[Westdeutscher Rundfunk|Westdeutschen Rundfunks]] (WDR) in Köln. Zwischen 1966 und 1968 war Baring wissenschaftlicher Assistent am Institut für Staatslehre, Staats- und Verwaltungsrecht und Lehrbeauftragter am [[Otto-Suhr-Institut]] der FU Berlin, wo er sich nach den alten Regeln vor der Reform an der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät 1968 mit einer durch [[Gilbert Ziebura]] betreuten Arbeit über die &amp;#039;&amp;#039;Außenpolitik in Adenauers Kanzlerdemokratie&amp;#039;&amp;#039; [[Habilitation|habilitierte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem einjährigen Forschungsaufenthalt auf Einladung [[Henry Kissinger]]s am &amp;#039;&amp;#039;Center for International Affairs&amp;#039;&amp;#039; der [[Harvard University]] wurde er im Herbst 1969 zum [[Ordentlicher Professor|ordentlichen Professor]] für Politikwissenschaft, Theorie und vergleichende Geschichte der politischen Herrschaftssysteme an der FU Berlin berufen. Dort übernahm er am Otto-Suhr-Institut den Lehrstuhl für Theorie und vergleichende Geschichte der politischen Herrschaftssysteme. Diesen hatte er bis zu seinem Wechsel auf den Lehrstuhl für Zeitgeschichte und Internationale Beziehungen am [[Friedrich-Meinecke-Institut]] im Jahr 1976 inne. Ab 1972 war er Mitherausgeber der &amp;#039;&amp;#039;[[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;. Seit 1998 war Baring [[Emeritierung|emeritiert]]. Zu seinen akademischen Schülern gehörten [[Dominik Geppert]], [[Bolko von Oetinger]] und [[Wulf Schmiese]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Amtszeit von [[Walter Scheel]] war er von 1976 bis 1979 im [[Bundespräsidialamt]] tätig und arbeitete dort an seinem 1982 veröffentlichten Bestseller &amp;#039;&amp;#039;Machtwechsel&amp;#039;&amp;#039;, in dem er die ersten Jahre der [[Sozialliberale Koalition|sozialliberalen Koalition]] nach 1969 und das Entstehen der neuen [[Ostpolitik der Bundesrepublik Deutschland bis 1990|Ostpolitik]] beschrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Carstes |url=https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/der-historiker-arnulf-baring-ist-gestorben-16069730-p2.html |titel=Zum Tod von Arnulf Baring. Im Wohnzimmer der Republik |werk=Frankfurter Allgemeine Zeitung |datum=2019-03-03 |abruf=2019-03-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1983 wurde Baring, weil er [[Hans-Dietrich Genscher]] im Bundestagswahlkampf unterstützt hatte, aus der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] [[Parteiausschluss|ausgeschlossen]], deren Mitglied er seit 1952 gewesen war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.focus.de/politik/deutschland/deutschland-sagen-sie-mal-arnulf-baring--_aid_163386.html &amp;#039;&amp;#039;Sagen Sie mal, Arnulf Baring…&amp;#039;&amp;#039;], Interview von [[Michael Klonovsky]]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Focus]] Magazin&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 9 (1997).&amp;lt;/ref&amp;gt; Später stand er keiner Partei nahe, aber er unterstützte [[Stiftung]]en wie die [[Freie Demokratische Partei|FDP]]-nahe [[Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit|Friedrich-Naumann-Stiftung]] und die [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]-nahe [[Konrad-Adenauer-Stiftung]], und er war Botschafter der Lobbyorganisation [[Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;Marvin Oppong:&lt;br /&gt;
[https://taz.de/Initiative-Neue-Soziale-Marktwirtschaft/!5159288/ &amp;#039;&amp;#039;Lobbyisten auf Sendung&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[die tageszeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 24. September 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.arnulf-baring.de/links.htm Links] auf &amp;#039;&amp;#039;arnulf-baring.de&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren wurde Baring mit seinen Büchern &amp;#039;&amp;#039;Scheitert Deutschland?&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Es lebe die Republik, es lebe Deutschland!&amp;#039;&amp;#039; auch außerhalb der Wissenschaft mit liberalen und patriotischen Anschauungen bekannt. Als Hochschullehrer öffnete er sein Haus vielen begabten Studenten, von denen manche kostenfrei bei ihm wohnen konnten. Von 1986 bis 1988 war er Gastprofessor an der [[Stiftung Wissenschaft und Politik]] in Ebenhausen, Fellow am [[Woodrow Wilson International Center for Scholars]] in Washington, D.&amp;amp;nbsp;C., und Senior Research Associate am Institute for East-West Security Studies in New York. 1992/1993 war Baring Mitglied &amp;#039;&amp;#039;(Member)&amp;#039;&amp;#039; des [[Institute for Advanced Study|Institutes for Advanced Study]] in [[Princeton University|Princeton]] und 1993/1994 [[Fellow]] am [[St Antony’s College]] der [[University of Oxford]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er engagierte sich für die Aufarbeitung der [[Deutsche Demokratische Republik|SED-Diktatur]] und war seit 2003 Gründungsmitglied des Fördervereins der [[Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Homepage des Fördervereins der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen: {{Webarchiv |url=https://www.foerderverein-hsh.de/gruendung.html |text=zur Gründung des Vereins |wayback=20090602153037}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war er Unterstützer des [[Zentrum gegen Vertreibungen|Zentrums gegen Vertreibungen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.z-g-v.de/zgv/menschen-an-unserer-seite/ &amp;#039;&amp;#039;Menschen an unserer Seite&amp;#039;&amp;#039;] auf der Website des Zentrums gegen Vertreibungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.z-g-v.de/aktuelles/?id=41 |text=Stellungnahmen zur Motivation |wayback=20130516205602}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Mitglied im Beirat der [[Atlantische Initiative|Atlantischen Initiative]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://atlantische-initiative.org/ueber-uns/verein/ |titel=Mitglieder und Beirat |hrsg=Atlantische Initiative e.&amp;amp;nbsp;V. |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20141109112710/https://atlantische-initiative.org/ueber-uns/verein/ |archiv-datum=2014-11-09 |abruf=2012-08-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baring war als Gesprächspartner häufig zu Gast in Talkshows wie &amp;#039;&amp;#039;[[Anne Will (Fernsehsendung)|Anne Will]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[hart aber fair]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Menschen bei Maischberger]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{IMDb|nm2171288}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juli 2009 hielt er eine Festtagsrede beim [[Deutsches Atomforum|Deutschen Atomforum]], für die er von der [[Lobbyismus|Lobbyagentur]] &amp;#039;&amp;#039;Deekeling Arndt&amp;#039;&amp;#039; bezahlt wurde. Er trat dabei laut eigenem Bekenntnis als „unparteiischer, aber leidenschaftlich engagierter Bürger“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/taz-enthuellt/!5108922/ &amp;#039;&amp;#039;Die Geheimpapiere der Atomlobby&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;die tageszeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 28. Oktober 2011, abgerufen am 23. November 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; für die Atomkraft ein. Auf Nachfrage sagte er, die Agentur habe ihm vorher zugearbeitet und Informationen geliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20111103035323/https://www.fr-online.de/politik/enthuellung-stimmungswandel-im-auftrag-der-atomlobby,1472596,11085018.html &amp;#039;&amp;#039;Stimmungswandel im Auftrag der Atomlobby&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039; vom 1. November 2011, abgerufen am 23. November 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damals gab es&amp;amp;nbsp;– auch im Rahmen des Wahlkampfes zur [[Bundestagswahl 2009|Bundestagswahl im September 2009]]&amp;amp;nbsp;– eine Kampagne zu einer [[Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke]]. Die &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte Barings Rede als umfangreichen Gastbeitrag.&amp;lt;ref&amp;gt;Arnulf Baring: [https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/kernenergie-geschichte-eines-realitaetsverlusts-1829454.html &amp;#039;&amp;#039;Geschichte eines Realitätsverlusts&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 2. Juli 2009, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Rezeption siehe z. B. [[Jürgen Trittin]]: [https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/essay-juergen-trittin-die-realitaeten-der-atomenergie-1831478.html# &amp;#039;&amp;#039;Die Realitäten der Atomenergie&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 16. Juli 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arnulf Baring starb am 2. März 2019 im Alter von 86 Jahren in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/politik/deutschland/article189693311/Arnulf-Baring-Der-Chronist-der-Westbindung.html &amp;#039;&amp;#039;Der Chronist der Westbindung&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;welt.de&amp;#039;&amp;#039;, 2. März 2019, abgerufen am 2. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem [[Evangelischer Kirchhof Nikolassee|Evangelischen Kirchhof Nikolassee]] im Berliner Ortsteil [[Berlin-Nikolassee|Nikolassee]], [[Bezirk Steglitz-Zehlendorf]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Klaus Nerger |url=https://www.knerger.de/html/baringwissenschaftler_18.html |titel=Das Grab von Arnulf Baring |werk=knerger.de |abruf=2021-03-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Positionen und mediale Kontroversen ==&lt;br /&gt;
Baring setzte sich während seiner gesamten Laufbahn mit dem aktuellen politischen Geschehen in der Bundesrepublik Deutschland auseinander. Dabei löste er mehrmals Diskussionen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So äußerte er sich 1991 in einem veröffentlichten Gespräch mit dem Verleger [[Wolf Jobst Siedler]] undifferenziert abfällig über die Qualifikation der ehemaligen DDR-Bürger mit Hochschulabschluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Das Regime hat fast ein halbes Jahrhundert die Menschen verzwergt, ihre Bildung verhunzt. Jeder sollte nur noch ein hirnloses Rädchen im Getriebe sein, ein willenloser Gehilfe. Ob sich dort heute einer Jurist nennt oder Ökonom, Pädagoge, Psychologe, Soziologe, selbst Arzt oder Ingenieur, das ist völlig egal. Sein Wissen ist auf weiten Strecken völlig unbrauchbar. [...] viele Menschen sind wegen ihrer fehlenden Fachkenntnisse nicht weiter verwendbar. Sie haben einfach nichts gelernt, was sie in eine freie Marktgesellschaft einbringen könnten.&lt;br /&gt;
|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arnulf Baring |Hrsg= |Titel=Deutschland, was nun? |Auflage= |Verlag=Siedler |Ort=München |Datum=1991 |ISBN= |Seiten=59}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Äußerung führt der Sozialwissenschaftler Thomas Ahbe als Beispiel für die [[soziale Konstruktion]] von [[Ossi und Wessi|Ostdeutschen]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Thomas Ahbe |url=https://www.bpb.de/apuz/28054/die-konstruktion-der-ostdeutschen?p=all |titel=Die Konstruktion der Ostdeutschen |werk= |hrsg=Bundeszentrale für politische Bildung |datum=2004-09-29 |abruf=2018-08-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Beispiel für die verbreitete Empörung in Ostdeutschland zeigt der Historiker [[Ernst Engelberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Achim Engelberg |Hrsg= |Titel=»Es tut mir leid: Ich bin wieder ganz Deiner Meinung«: Wolf Jobst Siedler und Ernst Engelberg |Auflage= |Verlag=Siedler |Ort= |Datum=2015 |ISBN= |Seiten= |Online=https://books.google.de/books?id=Bq5pCQAAQBAJ&amp;amp;pg=PT124&amp;amp;lpg=PT124&amp;amp;dq=Das+Regime+hat+fast+ein+halbes+Jahrhundert+die+Menschen+verzwergt,&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=0JeIDjArpb&amp;amp;sig=LOV_e863qnQc-kmhK1QdONOuVQU&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwic_6f70u7cAhXSyaYKHfDjAOEQ6AEwAnoECAkQAQ#v=onepage&amp;amp;q=Das%20Regime%20hat%20fast%20ein%20halbes%20Jahrhundert%20die%20Menschen%20verzwergt%2C&amp;amp;f=false}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1997, warnte Baring in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Scheitert Deutschland?&amp;#039;&amp;#039; vor der Währungsunion zahlreicher europäischer Länder (der Einführung des [[Euro]]s) und der Aufnahme Griechenlands in die Währungsunion. Seine Befürchtung war, dass Deutschland finanzpolitisch erpresst zu werden drohe. Außerdem würden die Deutschen für die allen Mitgliedsstaaten auferlegte Währungs- und Haushaltsdisziplin verantwortlich gemacht, womit sie riskierten, „einmal mehr zum bestgehassten Volk in Europa zu werden“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Achim Stoltenberg |url=https://www.morgenpost.de/wirtschaft/article108383965/Arnulf-Baring-raet-zum-Auszug-aus-der-Eurozone.html |titel=Arnulf Baring rät zum Auszug aus der Eurozone |hrsg=In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Morgenpost]]&amp;#039;&amp;#039; |datum=2012-07-26 |abruf=2013-12-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die Währungsunion wird daher am Ende auf ein gigantisches Erpressungsmanöver hinauslaufen. Man wird uns sagen: Wenn ihr wollt, dass die Währungsunion funktioniert und uns Europa nicht um die Ohren fliegt, dann müssen wir künftig Transferzahlungen leisten. Deshalb sind die Steuern zu erhöhen, ist unsere Konkurrenzfähigkeit gegenüber Drittländern entsprechend zu reduzieren.&lt;br /&gt;
|Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Scheitert Deutschland?&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 210.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Arnulf Baring: &amp;#039;&amp;#039;Scheitert Deutschland?&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 210.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die seit 2009 andauernde [[Eurokrise]] sah Baring sich in seinen Prognosen bestätigt. Er bezeichnete die Währungsunion als die größte Fehlentscheidung Deutschlands nach 1945.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Achim Stoltenberg |url=https://www.morgenpost.de/wirtschaft/article108383965/Arnulf-Baring-raet-zum-Auszug-aus-der-Eurozone.html |titel=Arnulf Baring rät zum Auszug aus der Eurozone |hrsg=&amp;#039;&amp;#039;Berliner Morgenpost&amp;#039;&amp;#039; |datum=2012-07-26 |abruf=2013-12-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2002 erschien in der &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|Frankfurter Allgemeinen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; ein vielbeachteter Artikel mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Bürger auf die Barrikaden&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Arnulf Baring: {{Webarchiv |url=https://www.arnulf-baring.de/html-dateien/presse_buergeraufdiebarrikaden.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Bürger, auf die Barrikaden! Deutschland auf dem Weg zu einer westlichen DDR&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20131227033437}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem Baring das „erstarrte [[Parteiensystem]]“ für die Reformschwäche der Bundesrepublik verantwortlich machte. Weiter heißt es in diesem Artikel: „Wir dürfen nicht zulassen, dass alles weiter bergab geht, hilflose Politiker das Land verrotten lassen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2003 verteidigte Baring öffentlich den CDU-Bundestagsabgeordneten [[Martin Hohmann]], der mit dem Vorwurf, eine [[Judenfeindlichkeit|antisemitische]] Rede gehalten zu haben, aus der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] ausgeschlossen werden sollte. 2006 unterzeichnete er den von der Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Junge Freiheit]]&amp;#039;&amp;#039; initiierten „Appell für die Pressefreiheit“ gegen den Ausschluss der &amp;#039;&amp;#039;Jungen Freiheit&amp;#039;&amp;#039; von der [[Leipziger Buchmesse]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=nz |url=https://www.netzeitung.de/nachrichten_archiv/381288_564_Prominente_setzen_sich_fuer_Junge_Freiheit_ein.html |titel=&amp;#039;&amp;#039;Prominente setzen sich für „Junge Freiheit“ ein.&amp;#039;&amp;#039; |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140113201034/https://www.netzeitung.de/nachrichten_archiv/381288_564_Prominente_setzen_sich_fuer_Junge_Freiheit_ein.html |archiv-datum=2014-01-13 |abruf=2013-01-02 |kommentar=in &amp;#039;&amp;#039;[[Netzeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 7. Februar 2006}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls 2006 wurde eine angebliche Äußerung Barings über den [[Holocaust]] kritisiert. Bei einem Auftritt während einer CDU-Veranstaltung soll er laut einem Bericht der &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039; vom 9. September 2006 die Auffassung geäußert haben, die Darstellung der Judenvernichtung als „einzigartiges und unvergleichbares Verbrechen“ (vgl. [[Holocaustforschung#Singularitätsdebatte|Singularitätsdebatte]]) sei übertrieben. SPD und Grüne warfen ihm daraufhin Relativierung der Verbrechen des [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=5710&amp;amp;key=standard_document_25791540 |text=hr-online vom 9. September 2006 &amp;#039;&amp;#039;Empörung über Historiker-Rede auf CDU-Veranstaltung&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20091010004318}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Baring wies die Vorwürfe zurück; seine Äußerung, die einer frei gehaltenen Rede entnommen wurde, sei aus dem Zusammenhang gerissen worden. Man versuche, ihn in die „rechtskonservative Ecke“ zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.focus.de/politik/deutschland/deutschland_aid_215533.html |titel=„Das ist widerwärtig“ |werk=Focus Magazin |autor=Michael Klonovsky |datum=2006-09-25 |abruf=2024-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der kritisierte Passus lautete wörtlich und im Zusammenhang so:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Natürlich ist vollkommen klar, dass die zwölf Jahre Hitler mit uns sein werden, solange es Deutsche gibt. Auch wenn wir selber geneigt wären, einen Schlussstrich zu ziehen, wird uns dieser zwölf Jahre lange Zeitraum immer anhängen. Das ist eine Katastrophe gewesen, und die Verbrechen haben uns anhaltend beschädigt. Aber es ist ebenso wahr, dass diese zwölf Jahre und die verbrecherischen Züge dieser Zeit nicht das Ganze unserer Geschichte ausmachen, dass dies eine beklagenswerte Entgleisung gewesen ist, dass wir im Grunde genommen nur mit Trauer an diese Phase zurückdenken, dass dies eben eine Vergangenheit ist, die nicht vergehen will, dass eben doch die deutsche Geschichte nicht in dieser Phase kumuliert, sonders dass es lange Jahrhunderte deutscher Tüchtigkeit und deutscher Friedlichkeit vorher gegeben hat. […] Auch dies ist ein Teil dieser Geschichte, zu der wir uns bekennen sollten.&lt;br /&gt;
|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;„Eine Katastrophe.“ Mitschnitt der Rede Barings über die deutsche Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 19. September 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baring vertrat die Ansicht, es gebe zu viel [[Marktregulierung|Regulierung]] in Deutschland, und bezeichnete die Bundesrepublik 2002 als „DDR light“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit&amp;quot; /&amp;gt; Der Sozialstaat, so äußerte Baring in Fernsehshows&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;!-- Toter Link: [https://www.dw.com/de/maischberger-talkshow-2011-11-23/e-15503754-9800] --&amp;gt;Talkshow &amp;#039;&amp;#039;Maischberger&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Welle&amp;#039;&amp;#039;, 23. November 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; und seinen Publikationen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Philipp Genschel: &amp;#039;&amp;#039;Die Globalisierung und der Wohlfahrtsstaat. Ein Literaturrückblick.&amp;#039;&amp;#039; MPIfG, Working Paper 03/5, Mai 2003; Rezension von Arnulf Baring: &amp;#039;&amp;#039;Scheitert Deutschland? „Die Deutschen: Erschöpft? Verwöhnt? Unbeweglich?“&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Deutsche Lehrer im Ausland. Verbandszeitschrift des VdLiA&amp;#039;&amp;#039;, 1998; [https://www.stern.de/wirtschaft/news/sozialstaat--schroeder-will-den-starken-gefallen--deshalb-tritt-er-kraeftig-nach-unten---3509646.html &amp;#039;&amp;#039;„Schröder will den Starken gefallen, deshalb tritt er kräftig nach unten!“&amp;#039;&amp;#039;], Interview mit Friedhelm Hengsbach. In: &amp;#039;&amp;#039;Stern&amp;#039;&amp;#039; vom 19. November 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;, sei in Deutschland viel zu ausgeprägt und verursache eine [[Stagnation]] im Land. Im Oktober 2008 kritisierte [[Susanne Gaschke]] diese Aussagen Barings und anderer Vertreter des [[Wirtschaftsliberalismus]] in der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit|Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; mit Blick auf die [[Finanzkrise ab 2007]]. Das unbeachtete Verhalten von Bankiers und Spekulanten habe sich, so Gaschke, als viel größere Krisenursache entpuppt. Baring verurteile die „drohnenhafte Herrschaftsklasse“ jedoch nicht für diesbezügliche Fehler, sondern weil sie den Sozialstaat nach seiner Sicht nicht genügend abgebaut habe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit&amp;quot;&amp;gt;Susanne Gaschke: [https://www.zeit.de/2008/43/Zukunft-des-Neoliberalismus &amp;#039;&amp;#039;Neoliberalismus – Die Neunmalklugen&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039; vom 16. Oktober 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gärtner: &amp;#039;&amp;#039;Deutschlandmeise. Streifzüge durch ein wahnsinniges Land&amp;#039;&amp;#039;, Atrium Verlag, Zürich 2012, ISBN 978-3-03792-010-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2010 äußerte sich Baring in Fernsehsendungen bei [[Frank Plasberg]] und [[Anne Will]] zur Diskussion um Thilo Sarrazins Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Deutschland schafft sich ab]]&amp;#039;&amp;#039;. Das Werk selbst erscheine ihm nach der Lektüre „eines großen Teils“ als ein „sehr seriöser, ernsthafter, nachdenklicher, gut belegter [[Essay]] in einer Frage, die wir seit Jahrzehnten vor uns herschieben“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hart aber fair]], Sendung vom 1. September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass die Kanzlerin das Buch ohne genaue Kenntnis verurteilt und die [[Bundesbank]] dazu gedrängt habe, Sarrazins Entlassung anzubahnen, und schließlich nach wenigen Tagen äußerte, die Bundesbank habe in voller Souveränität entschieden, bezeichnete Baring als „Verhöhnung der Bundesbank“ und der Bürger insgesamt.&amp;lt;ref&amp;gt;Talkshow &amp;#039;&amp;#039;[[Anne Will (Fernsehsendung)|Anne Will]]&amp;#039;&amp;#039; vom 12. September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baring, der zuvor Sympathisant von [[Karl-Theodor zu Guttenberg]] gewesen war, kritisierte diesen aufgrund seiner plagiierten Dissertation&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/politik/deutschland/article12708118/Guttenberg-ist-ein-Mogelpeter-vor-dem-Herrn.html &amp;#039;&amp;#039;„Guttenberg ist ein Mogelpeter vor dem Herrn“&amp;#039;&amp;#039;], Arnulf Baring im Interview mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Welt am Sonntag]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; und warf ihm charakterliche Mängel vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.handelsblatt.com/jahreswechsel/jahreswechsel-das-war-2011/karl-theodor-zu-guttenberg-der-mogelpeter/5997424.html?p5997424=all |titel=Karl-Theodor zu Guttenberg – Der Mogelpeter |werk=[[Handelsblatt]] |datum=2011-12-28 |abruf=2011-12-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Talkshow „Münchner Runde“ verbreitete Baring 2011 die geschichtsrevisionistische These, dass die [[NSDAP]] eine linke Partei gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hartmut El Kurdi |Titel=Die Wahrheit: Arnulf Baring - Fast eine Hommage |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Datum=2011-11-30 |ISSN=0931-9085 |Online=https://taz.de/Die-Wahrheit/!5106468/ |Abruf=2025-07-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1998 Verdienstkreuz 1. Klasse des [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.berliner-kurier.de/archiv/hoher-orden-fuer-professor-arnulf-baring,8259702,7574112.html |titel=Hoher Orden für Professor Arnulf Baring |werk=[[Berliner Kurier]] |datum=1998-03-12 |abruf=2015-09-11}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2002 [[Europäischer Karlspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft]]&lt;br /&gt;
* 2004 [[Europäischer Kulturpreis Pro Europa#Europäischer Kulturpreis für Politik|Europäischen Kulturpreises für Politik]]&lt;br /&gt;
* 2011 Großes Bundesverdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Vertreter des öffentlichen Interesses im deutschen Verwaltungsprozeß&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Verwaltungsarchiv]]&amp;#039;&amp;#039; 50 (1959), Heft 2, S. 106–164 (Zugl.: Berlin, Freie Univ., Diss., 1958).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Außenpolitik in Adenauers Kanzlerdemokratie: Bonns Beitrag zur europäischen Verteidigungsgemeinschaft&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Forschungsinstituts der Deutschen für Auswärtige Politik e. V.,&amp;#039;&amp;#039; Band 28). Oldenbourg, München 1969 (Reprint, De Gruyter Oldenbourg, München 2015, ISBN 978-3-486-42951-0); erschien außerdem unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Im Anfang war Adenauer. Die Entstehung der Kanzlerdemokratie&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1982, ISBN 978-3-42310097-7 (Zugl.: Berlin, Freie Univ., Habil.-Schr., 1968).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sehr verehrter Herr Bundeskanzler! [[Heinrich von Brentano]] im Briefwechsel mit Konrad Adenauer 1949–1964.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 1974, ISBN 3-455-00305-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Machtwechsel. Die Ära Brandt-Scheel.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1982, ISBN 3-421-06095-9 ([[Liste der meistverkauften Sachbücher in Deutschland#1981 ff.|Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste in den Jahren 1982 und 1983]]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der 17. Juni 1953&amp;#039;&amp;#039;, Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1983, ISBN 3-421-06132-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unser neuer Größenwahn. Deutschland zwischen West und Ost&amp;#039;&amp;#039;, Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1988, ISBN 3-421-06398-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutschland, was nun?&amp;#039;&amp;#039; Siedler, München 1991, ISBN 978-3-88680-429-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Scheitert Deutschland? Der schwierige Abschied von unseren Wunschwelten.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05095-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Es lebe die Republik, es lebe Deutschland! Stationen demokratischer Erneuerung 1949–1999.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1999, ISBN 3-421-05194-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kanzler, Krisen, Koalitionen.&amp;#039;&amp;#039; Siedler, Berlin 2002, ISBN 3-88680-762-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Unbequeme. Autobiografische Notizen.&amp;#039;&amp;#039; Europa Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-944305-12-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000012993|Arnulf Baring||In: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv&amp;#039;&amp;#039; 11/2011 vom 15. März 2011 (se). Ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 03/2014}}&lt;br /&gt;
* Peter Carstens: &amp;#039;&amp;#039;Ein engagierter Streiter für die Republik – Zum Tode von Arnulf Baring&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[FAZ]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 53, 4. März 2019, S. 4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120061805}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|120061805}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm2171288}}&lt;br /&gt;
* {{Perlentaucher|arnulf-baring}}&lt;br /&gt;
* [https://www.arnulf-baring.de/ Website von Arnulf Baring]&lt;br /&gt;
* [[Paul Nolte]]: [https://www.geschkult.fu-berlin.de/e/fmi/aktuelles/baring.html &amp;#039;&amp;#039;Politische Zeitgeschichte, ohne Schalldämpfer: Nachruf auf Arnulf Baring (1932–2019)&amp;#039;&amp;#039;], Friedrich-Meinecke-Institut, 4. März 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120061805|LCCN=n82094817|VIAF=4944912}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Baring, Arnulf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuzeithistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Freie Universität Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betroffener eines Parteiausschlussverfahrens (SPD)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Europäischen Karlspreises der Sudetendeutschen Landsmannschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Baring (Hannoversche Linie)|Arnulf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1932]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2019]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Baring, Arnulf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Baring, Arnulf Martin (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Publizist, Politikwissenschaftler, Zeithistoriker und Autor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Mai 1932&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. März 2019&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Maxeto0910</name></author>
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