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	<title>August Naegle - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=August_Naegle&amp;diff=950698&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hauptschluss: Links</title>
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		<updated>2026-03-23T16:53:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Prof Dr. August Naegle.jpg|mini|August Naegle als Rektor der Universität Prag]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;August Naegle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Juli]] [[1869]] in [[Annweiler am Trifels]], [[Pfalz (Region)|Pfalz]]; † [[12. Oktober]] [[1932]] in [[Prag]]) war ein deutscher katholischer [[Theologe]] und [[Kirchenhistoriker]]. Als „Eiserner Rektor“ der 1348 gegründeten [[Deutsche Universität Prag|Deutschen Universität Prag]] erreichte er in den Jahren bis 1932, dass eine deutschsprachige Universität in der 1918 gegründeten [[Tschechoslowakei]] erhalten blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
August Naegle kam als Sohn des Ehepaares Thomas Naegle (1838–1920), [[Oberlehrer|Hauptlehrer]] in Annweiler am Trifels und Maria Josephine, geborene Schmitt (1842–1909), Tochter eines [[Winzer|Winzers]] und [[Gutsbesitzer|Gutsbesitzers]] in Edesheim zur Welt. Nach dem Abitur am [[Bischöfliches Konvikt zu Trier|Bischöflichen Konvikt]] in [[Speyer]] folgte im Wintersemester 1887/88 ein [[Theologie]]studium an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Universität München]]; im Wintersemester 1888/89 [[Immatrikulation|immatrikulierte]] er sich an der [[Universität Würzburg]]. Er wurde während des Studiums Mitglied der katholischen Studentenverbindungen [[KDStV Aenania München]] und [[KDStV Markomannia Würzburg]].&lt;br /&gt;
Am 25. November 1891 erhielt er von [[Bischof]] [[Joseph Georg von Ehrler]] in Speyer die [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben weiteren Studien an der Universität Würzburg wirkte er als [[Kaplan]] in [[Zellingen|Retzbach]], ([[Unterfranken]]), in Annweiler und Weyher ([[Bistum Speyer]]) sowie als [[Seelsorger]] (Hausgeistlicher) bei einer Adelsfamilie in [[Bregenz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Universität Würzburg wurde er am 27. Juli 1898 zum Doktor der [[Theologie]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Seit Januar 1901 wirkte er als [[Königreich Bayern|königlicher]] Hofpriester in [[München]]. Als er seine Studien wieder aufnahm, erfolgte am 28. Februar 1903 an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität München in Dogmengeschichte und [[Dogmatik]] die [[Habilitation]]. Am 1. Oktober 1903 wurde er [[außerordentlicher Professor]] für [[Kirchengeschichte]] und [[Patrologie]] an der [[Universität Passau|Theologischen Hochschule]] in [[Passau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftler in Prag ===&lt;br /&gt;
[[Datei:August Naegle Grab Annweiler.jpg|mini|Grabstätte von Professor August Naegle und Eltern, Friedhof Annweiler]]&lt;br /&gt;
Drei Jahre später, am 1. November 1906, erhielt August Naegle eine Professur für Kirchengeschichte und Patrologie an der Theologischen Fakultät der Deutschen [[Karl-Ferdinands-Universität]] in [[Prag]]. Viermal bekleidete er das Amt des [[Dekan (Hochschule)|Dekans]] dieser Fakultät, zwei Jahre nacheinander das Amt des [[Rektor]]s der Universität (1918/19 und 1919/20), – was einmalig in der Geschichte der Prager Universität ist – und ein drittes Mal im Studienjahr 1929/30, wo er trotz geschwächter Gesundheit die einstimmige Wahl annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1918 (Ende [[Erster Weltkrieg]]), der Gründung der [[Tschechoslowakei]], der Neuordnung der [[Karls-Universität Prag]] mit der Zulassung von Frauen zum Studium in Prag (siehe auch: [[Frauenstudium im deutschen Sprachraum]]) trat Naegle als entschiedener Verfechter der Rechte der Deutschen Universität hervor. Ihm ist es zu verdanken, dass nach der Proklamation der Tschechoslowakei die Deutsche Universität erhalten blieb; er erhielt deshalb zur Erinnerung den Ehrennamen »Eiserne [[Magnifizenz]]«. Als Naegle 1918 zum Rektor der deutschen Karl-Ferdinands-Universität Prag gewählt wurde, stellte sich die Frage nach dem Weiterbestehen dieser Universität vor allem im Insignienstreit, und nicht nur, ob sie neben der tschechischsprachigen Universität &amp;#039;&amp;#039;Univerzita Karlova&amp;#039;&amp;#039; staatlich anerkannt wurde. Naegle gelang es, in mühevollen Verhandlungen die Existenz zu sichern und das Universitätsgesetz gegenüber dessen ursprünglicher Fassung zu mildern. Er erreichte, dass es zu seinen Lebzeiten nicht mehr durchgeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit seiner Ankunft in Prag widmete sich Naegle auch intensiver wissenschaftlicher Tätigkeit auf dem Gebiet der Kirchengeschichte in [[Böhmen]] sowie [[Populärwissenschaftlich|populärwissenschaftlicher]] Mitarbeit in zahlreichen Organisationen der Deutschen der [[Erste Tschechoslowakische Republik|Ersten Tschechoslowakischen Republik]], u.&amp;amp;nbsp;a. im &amp;#039;&amp;#039;Verein für Geschichte der Deutschen in Böhmen&amp;#039;&amp;#039;, Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft zur Förderung der deutschen Wissenschaft, Kunst und Literatur&amp;#039;&amp;#039;. 1926 wurde er Senator der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Akademie der Wissenschaften&amp;#039;&amp;#039; in [[München]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches Wirken ===&lt;br /&gt;
August Naegle gehörte der deutschen [[Christlich-soziale Partei (Deutsches Kaiserreich)|christlich-sozialen Partei]] und seit 1920 der [[Deutsche Nationalpartei (Tschechoslowakei)|Deutschen Nationalpartei]] in der [[Tschechoslowakei]] an und war für diese 1920 bis 1925 Fraktionsvorsitzender im [[Senat (Tschechoslowakei)|Senat]]. Als es 1920 darum ging, einen Deutschen als Gegenkandidaten zu [[Tomáš Garrigue Masaryk]] für das Amt des [[Staatspräsident]]en zu benennen, einigten sich alle deutschen Parteien auf ihn. Naegle entfaltete nicht nur eine reiche Lehrtätigkeit; 1930 wählten ihn Volksvertreter der [[Sudetendeutsche]]n zu ihrem Vertreter bei der zweiten Präsidentenwahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem Tod 1932 in Prag verloren die katholischen Sudetendeutschen einen ihrer geistigen Führer, die Universität einen angesehenen Gelehrten, ihre »Eiserne Magnifizenz« und die [[Römisch-katholische Kirche]] einen guten [[Priester (Christentum)|Priester]]. Sein Leichnam wurde am 14. Oktober 1932 in [[Prag]]-[[Smíchov]] auf dem Friedhof &amp;#039;&amp;#039;Malvazinka&amp;#039;&amp;#039; bestattet, Anfang März 1936 nach seinem Geburtsort Annweiler gemäß letztem Wunsch überführt und dort am 4. März auf dem Bergfriedhof beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Nachfolger auf dem Lehrstuhl wurde [[Eduard Winter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
Naegles Werke beschäftigen sich vor allem mit dem Kirchenlehrer [[Johannes Chrysostomos|Johannes Chrysostomus]] sowie mit der [[Kirchengeschichte]] in [[Böhmen]], welche auch den Landesheiligen [[Wenzel von Böhmen]] und die Zeit der [[Hussiten]] umfasste.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Eucharistielehre des Hl. [[Johannes Chrysostomus]]&amp;#039;&amp;#039;, 1900&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ratramnus und die hl. Eucharistie. Zugleich eine dogmatisch-historische Würdigung des ersten Abendmahlsstreites&amp;#039;&amp;#039;, 1903&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die angebliche Taufe des Böhmenherzog Boriwoj&amp;#039;&amp;#039;, 1910&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Gründung des Bistums Prag&amp;#039;&amp;#039;, 1910&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Germanische Christen in Böhmen vor Einwanderung der [[Slawen]]&amp;#039;&amp;#039;, 1913&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kirchengeschichte Böhmens&amp;#039;&amp;#039;, 1915–1918&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die feierliche Haarschur und Haarweihe des Hl. Wenzel&amp;#039;&amp;#039;, 1917&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Prager deutsche Universität nach dem Umbruch&amp;#039;&amp;#039;, 1921&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=August Naegle, Dominik Duka (Vorwort) |Titel=Der heilige Wenzel, der Landespatron Böhmens |Auflage=1 |Verlag=Verlagsbuchhandlung Sabat |Ort=Kulmbach |Datum=2014 |ISBN=978-3-943506-22-8 |Seiten=160}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070609095458/http://www.bautz.de/bbkl/n/naegle.shtml|band=6|autor=[[Hans Ammerich]]|spalten=431–434}}&lt;br /&gt;
* [[Mads Ole Balling]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Reval bis Bukarest: statistisch-biographisches Handbuch der Parlamentarier der deutschen Minderheiten in Ostmittel- und Südosteuropa 1919–1945&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 1. Dokumentation Verlag, Kopenhagen 1991, ISBN 87-983829-4-2, S. 364.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Kosch]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Literatur-Lexikon]].&amp;#039;&amp;#039; Biographisches und bibliographisches Handbuch, Band 3.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Kosch: &amp;#039;&amp;#039;Das katholische Deutschland (A-Schlüter).&amp;#039;&amp;#039; 1833–1938.&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|7|18||Naegle August|E. Winter}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|18|706||Naegle, August|[[Anton Landersdorfer]]|118930672}}&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand Seibt]], [[Hans Lemberg]], Helmut Slapnicka: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben im Auftrag des Collegium Carolinum, Bd. III, R. Oldenbourg Verlag, München 2000, ISBN 3-486-55973-7, S. 5, mit weiteren Literaturhinweisen.&lt;br /&gt;
* [[Fritz Wertheimer]]: &amp;#039;&amp;#039;Von deutschen Parteien und Parteiführern im Ausland&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Zentral-Verlag, Berlin 1930, S. 196.&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|7|18||Naegle August|E. Winter}}&lt;br /&gt;
* 18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118894250}}&lt;br /&gt;
* [https://www.jf-archiv.de/archiv98/5253836.htm Zum Insignienstreit]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118894250|LCCN=nr/2002/38361|VIAF=62347656}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Naegle, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Tschechoslowakei)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter zum Tschechoslowakischen Senat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Karl-Ferdinands-Universität Prag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor der Karl-Ferdinands-Universität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Priester (Bistum Speyer) mit Diözesantätigkeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Christlich-sozialen Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DNP-Mitglied (Tschechoslowakei)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Landkreis Südliche Weinstraße)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1869]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1932]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Naegle, August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Theologe und Rektor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Juli 1869&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Annweiler]], Pfalz&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Oktober 1932&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Prag]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hauptschluss</name></author>
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