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	<title>Baugrube - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T00:31:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Baugrube&amp;diff=528872&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ferutsch: Wikilink konkreter und Klartext; weitere Links</title>
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		<updated>2026-01-11T13:07:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikilink konkreter und Klartext; weitere Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Bauwerk. Siehe auch: [[Die Baugrube]], Roman.}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Snowhill Phase 4 excavation in August 2008.JPG|mini|Aushub einer Baugrube]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Aufschluss Oberrheinische Tiefebene 1.jpg|mini|Ein [[Aufschluss (Geologie)|Aufschluss]] in einer Baugrube]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baugrube&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Raum, der unterhalb der Geländeoberfläche ausgehoben wird, beispielsweise zur [[Gründung (Bauwesen)|Gründung]] einer [[Bauwerk|baulichen Anlage]], zum Bau von [[Verkehrsanlage]]n oder zur Verlegung von [[Versorgungstechnik|Versorgungsleitungen]]. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baugrubensohle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; muss zusätzlich zum entstehenden Bauwerk ringsum den erforderlichen seitlichen Arbeitsraum aufnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rudolf Floss |Titel=ZTVE – Kommentar mit Kompendium Erd- und Felsbau |Verlag=Kirschbaum-Verlag |Ort=Bonn |Datum=1997 |ISBN=3-7812-1430-3 |Seiten=304}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Arbeitsraum ist umgeben von der Baugrubenumschließung, die als [[Böschung]] oder als [[Baugrubenverbau]] ausgebildet werden kann. Am oberen Rand verhindert die &amp;#039;&amp;#039;Baugrubensicherung&amp;#039;&amp;#039; den versehentlichen Sturz in die Grube.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entscheidend für die Ausbildung einer Baugrube sind zudem die Wasserverhältnisse. So wird die Art der Baugrubenumschließung, die Ausbildung der Baugrubensohle sowie die [[Wasserhaltung (Bauwesen)|Wasserhaltung]] und [[Entwässerung|Drainage]] maßgeblich vom anstehenden [[Grundwasser]] oder [[Schichtenwasser]] beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sleuf voor aanleg riool (Sewer construction).jpg|mini|hochkant=0.8|Unverbaute Baugrube zur Verlegung einer [[Kanalisation]]]]&lt;br /&gt;
== Baugrubenumschließung ==&lt;br /&gt;
Eine ungesicherte Baugrube mit senkrechten Seiten ist bis zu einer Tiefe von 1,25 m zulässig, wenn das Gelände außerhalb der Grube bei nichtbindigem Boden ein Gefälle von höchstens 1:10 oder bei steifem bindigen Böden von höchstens 1:2 aufweist.&lt;br /&gt;
Bei steifem, bindigem Boden darf oberhalb noch eine Böschung mit einer Neigung von höchstens 45° und einer Höhe von höchstens 50&amp;amp;nbsp;cm anschließen, wenn das umliegende Gelände höchstens ein Gefälle von 1:10 aufweist und abgelagertes Material mindestens 60&amp;amp;nbsp;cm Abstand zu Grubenkante einhält. Unter den vorgenannten Bedingungen kann die Böschung auch durch einen [[Verbau]] ersetzt werden (der wenigsten 5&amp;amp;nbsp;cm über die Geländekante herausragen soll).&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Wegener: [https://www.vdri.de/fileadmin/downloads/fachinformationen/2015_09_11_Neumuenster_Baugruben_Graeben.pdf ‘‘Arbeitsschutz im Wandel‘‘]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsraum ===&lt;br /&gt;
Abhängig von der gewählten Baugrubenumschließung ist zu beachten, dass zwischen dem Böschungsfuß und der Außenseite des entstehenden Gebäudes ein lichter Arbeitsraum von mindestens 0,5&amp;amp;nbsp;Meter bzw. zwischen dem Rand des Baugrubenverbaus und der Außenseite des entstehenden Gebäudes ein lichter Arbeitsraum von mindestens 0,6&amp;amp;nbsp;Meter vorhanden sein muss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Balder Batran |Titel=Grundwissen Bau |Verlag=Handwerk und Technik Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=2003 |ISBN=3-582-03500-X |Seiten=49}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eventuell vorhandene [[Schalung (Beton)|Schalungen]], [[Gerüst]]e oder ähnliches dürfen diesen Arbeitsraum nicht einschränken. Bei günstigen Raumverhältnissen und zu erwartenden aufwendigen Arbeiten an der Gebäudeaußenwand, beispielsweise das Anbringen einer [[Bitumendickbeschichtung]], ist ein Arbeitsraum von 1,0 bis 1,5 Meter empfehlenswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geböschte Baugrube ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Aushub-01.svg|mini|right|400px|Böschung DIN 4124]]&lt;br /&gt;
Sind die Platzverhältnisse ausreichend, können die Seitenflächen der Baugrube zu einer [[Böschung]] angeschrägt werden. Sofern nicht mit dem Einlaufen größerer Mengen Hang- oder Oberflächenwasser zu rechnen ist, bedürfen sie dann keiner weiteren Sicherung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Böschung muss nach den Vorgaben der DIN 4124 und den Vorschriften der Berufsgenossenschaft angelegt werden. Insbesondere ist der Böschungswinkel auf die Boden- und Wasserverhältnisse abzustimmen. Oberhalb der Böschung ist ein 0,6&amp;amp;nbsp;Meter breiter Streifen von Lasten (Baustoffe oder Aushubmaterial) freizuhalten, um ein Abrutschen der Böschungskante zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei hohen Baugrubenböschungen sind [[Berme]]n als Abtreppung vorzusehen. Sie dienen dazu, nachrutschendes Material aufzufangen und sollten nach jeweils drei Höhenmetern angelegt werden. Sofern sie lediglich zum Begehen dienen, genügt eine Breite ab 60&amp;amp;nbsp;cm, ansonsten werden 1½&amp;amp;nbsp;Meter verlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfolgt kein gesonderter Standsicherheitsnachweis, so gelten folgende Böschungswinkel:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Böschung&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Konrad Zilch |Titel=Handbuch für Bauingenieure |Verlag=Springer-Verlag |Ort=Berlin |Datum=2002 |ISBN=3-540-65760-6 |Fundstelle=Kapitel 4 |Seiten=120}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* bei nichtbindigen oder weichen bindigen Böden 45°,&lt;br /&gt;
* bei steifen oder halbfesten bindigen Böden 60°,&lt;br /&gt;
* bei felsigen Böden 80°.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Standsicherheit der Böschung ist gemäß DIN 4124 nachzuweisen, wenn:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Böschung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die Böschung höher als 5,0 Meter ist,&lt;br /&gt;
* die oben genannten Böschungswinkel überschritten werden sollen,&lt;br /&gt;
* schwierige Boden- und Wasserverhältnisse vorliegen,&lt;br /&gt;
* vorhandene bauliche Anlagen gefährdet werden können,&lt;br /&gt;
* die Böschungsoberkante mit Auflasten größer 10 kN/m² belastet wird,&lt;br /&gt;
* die Geländeoberfläche außerhalb der Baugrube stärker als 1:10 geneigt ist,&lt;br /&gt;
* die Böschungsoberkante im Abstand von weniger als einem Meter mit Fahrzeugen befahren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baugrubenverbau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pantalla de pilots 02.JPG|mini|hochkant=1.2|Baugrubenverbau mit rückverankerter Bohrpfahlwand]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Verbau}}&lt;br /&gt;
Bei beengten Platzverhältnissen, wie etwa in einer [[Baulücke]], oder wenn die Boden- und Wasserverhältnisse keine geböschte Baugrube erlauben, ist ein [[Verbau|Baugrubenverbau]] auszuführen. Er verhindert den [[Einsturz]] der Grubenwände durch nachrutschendes Erdreich oder eindringendes Wasser ebenso wie die [[Setzung (Bauwesen)|Senkung]] benachbarter Flächen. Die Ausführung und [[Standsicherheit]] eines Verbaus sind Gegenstand [[Standsicherheitsnachweis|bautechnischer Nachweise]] und durch entsprechende Normen geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Nachgiebigkeit werden unterschieden:&lt;br /&gt;
* weiche Verbauarten, die sich durch den beim Aushub entstehenden [[Erddruck]] verformen (z.&amp;amp;#8239;B. [[Trägerbohlwand|Trägerbohlverbauten]] und [[Spundwand|Spundwände]]) aber meist preisgünstiger sind,&lt;br /&gt;
* steife, verformungsarme Verbauarten (z.&amp;amp;#8239;B. [[Bohrpfahlwand|Bohrpfahlwände]] und [[Schlitzwand|Schlitzwände]]), die bei [[Setzung (Bauwesen)|setzungs]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;empfindlichem Umfeld (Nachbargebäude, empfindliche [[Verkehrsweg]]e wie Eisenbahnen) anzuwenden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wiederverwendbarkeit werden unterschieden:&lt;br /&gt;
* [[temporär]]e Verbauten, die nach ihrem Einsatz wieder [[Abriss (Bauwesen)|rückgebaut]] bzw. aus dem [[Baugrund]] entfernt werden,&lt;br /&gt;
* dauerhafte Verbauten, die nach Fertigstellung der Baumaßnahme in Funktion bleiben und gegebenenfalls Teil eines Bauwerkes werden, z.&amp;amp;#8239;B. als [[Stützwand|Stützmauer]], Hangsicherung, Ufermauer oder [[Schlitzwand|Dichtwand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zum [[Grabenverbau]], bei dem die nebeneinander verlaufenden Sicherungswände meist gegeneinander abgestützt werden können, muss der Baugrubenverbau auf andere Weise gesichert werden:&lt;br /&gt;
* Rückverankerung durch [[Erdanker]],&lt;br /&gt;
* Aussteifungen zur Baugrubensohle oder über Eck,&lt;br /&gt;
* [[Einspannung]] im Boden,&lt;br /&gt;
* [[Deckelbauweise]] mit gegenseitiger Abstützung der Stützwände, die z.&amp;amp;#8239;B. im [[Tunnelbau]] Anwendung findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugrubensohle ==&lt;br /&gt;
Die Baugrubensohle bildet den unteren Abschluss der Baugrube und dient als [[Gründungssohle]] für das zu errichtende Bauwerk. An sie werden gewisse Anforderungen hinsichtlich Ebenheit und Tragfähigkeit gestellt. Es muss zudem eine ausreichende Sicherheit gegenüber [[Grundbruch]] oder Sohlaufbruch vorhanden sein. Sie ist vor Durchnässung oder Auflockerung zu schützen, da sich sonst später Schäden am Gebäude durch [[Setzung (Bauwesen)|Setzungen]] ergeben können. Bindet die Baugrube in das Grundwasser ein, so kann die Baugrubensohle durch [[Injektionsdichtung|Injektionssohlen]] oder Unterwasserbetonsohlen abgedichtet werden.&amp;lt;!-- Alternativ Grundwasserabsenkung durch Pumpen oder Betonieren der Fundamente im Grundwasser !?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugrubenaushub ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2004 07 01 Baugrube Süd 008a.jpg|mini|hochkant=1.5|Baumaschinen beim Baugrubenaushub]]&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Erdaushub}}&lt;br /&gt;
Der Baugrubenaushub fällt in den Bereich des [[Erdbau]]s und wird in der Regel mit [[Bagger]]n, [[Radlader]]n oder [[Laderaupe]]n vorgenommen. Zunächst ist der Oberboden ([[Mutterboden]]) abzutragen und gesondert zu lagern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die rechnerische Ermittlung des Baugrubenvolumens erlaubt die [[Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen]] (VOB/B) die Verwendung von Näherungsverfahren. Ein Verfahren, das zu relativ genauen Ergebnissen führt, stellt das Prismenverfahren dar. Dieses Verfahren ist in den [[Regelungen für die Elektronische Bauabrechnung]] (REB) Nr.&amp;amp;#8239;22.013 des [[Gemeinsamer Ausschuss Elektronik im Bauwesen|Gemeinsamen Ausschusses Elektronik im Bauwesen]] (GAEB) beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Aufgrabung]]&lt;br /&gt;
* [[Auskofferung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Normen und Standards ==&lt;br /&gt;
* DIN 4124 – Baugruben und Gräben; Böschungen, Verbau, Arbeitsraumbreiten&lt;br /&gt;
* DIN 4084 – Baugrund; Gelände- und Böschungsbruchberechnungen&lt;br /&gt;
* Empfehlungen des Arbeitskreises Baugruben (EAB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Wietek]]: &amp;#039;&amp;#039;Böschungen und Baugruben&amp;#039;&amp;#039;. Springer Vieweg, 3. Auflage, 2020, ISBN 978-3-658-30872-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Baugrubenverbauten}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4004790-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Erdbau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geotechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ferutsch</name></author>
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