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	<title>Beelzebub - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T06:01:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Beelzebub&amp;diff=44796&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-20231-45: /* Taxonomie */ Schreibfehler korrigiert</title>
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		<updated>2026-04-01T08:41:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Taxonomie: &lt;/span&gt; Schreibfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Dämon oder Gott. Für die gleichnamige Manga- und Animeserie siehe [[Beelzebub (Manga)]], für die gleichnamige fiktive Band siehe [[Belzebubs]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beelzebub.png|miniatur|Darstellung des Beelzebubs aus dem &amp;#039;&amp;#039;[[Dictionnaire Infernal]]&amp;#039;&amp;#039; (1863)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beelzebub&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Belzebub, Beelzebul, Beelzebock&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Belsebub&amp;#039;&amp;#039;) ist in der Mythologie ein [[Dämon]] oder eine lokale Gottheit der [[Philister]]. Im übertragenen Sinne wird &amp;#039;&amp;#039;Beelzebub&amp;#039;&amp;#039; auch als andere Bezeichnung für den [[Teufel]] gebraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Beelzebub&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|בעל זבוב&amp;amp;lrm;|Baʿal Zəvûv}}, {{arS|بعل الزباب&amp;amp;lrm;|Ba‘al az-Zubab}}, wörtlich „Herr der [[Fliegen]]“; {{grcS|Βεελζεβούλ|Beelzeboúl}}, {{laS|Beelzebūb}}) wird im [[Tanach]] der Stadtgott des [[Palästina (Region)|palästinensischen]] [[Ekron]] im Land der Philister bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung von &amp;#039;&amp;#039;Baal Zebub&amp;#039;&amp;#039; mit „Herr der Fliegen“ ist vermutlich eine [[Verballhornung]] des eigentlichen Namens {{he|בעל זבול&amp;amp;lrm;|Baal Zebul}} („erhabener Herr“), um den heidnischen Gott zum [[Dämon]]en abzuwerten und dessen Anhänger zu verspotten. Alle Namensformen sind Beinamen des Titels [[Ba’al]]. In frühjüdischer Zeit wurde der [[kanaan]]äische Wettergott Baal zum Inbegriff des [[Götze]]n. König [[Ahasja (Israel)|Ahasja]] von Israel erbat von ihm Orakel (2. Könige {{BB|2Kön|1}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im rabbinischen Hebräisch hat &amp;#039;&amp;#039;Beelzebul&amp;#039;&amp;#039; die Bedeutung „Herr des Misthaufens“, abgeleitet vom hebräischen Wort &amp;#039;&amp;#039;zabal&amp;#039;&amp;#039; („düngen“), das die [[Rabbiner]] zur Umschreibung des Götzendienstes verwendeten. Dies brachte ihm den Spottnamen „Mistbaal“ ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zoroastrische Dämonologie ==&lt;br /&gt;
Eine ältere Vorlage für einen Fliegendämon findet sich in der [[Zoroastrismus|zoroastrischen]] [[Dämonologie]]: Dort ist es die Dämonin Nasu, der als eine in Leichen wohnende Fliege dargestellt wurde und die Verwesung, die Unreinheit und den Zerfall symbolisierte. Nasu konnte von aasfressenden Hunden und Vögeln verjagt werden, die als hilfreiche Wesen des Lichtbringers [[Ahura Mazda|Ormuzd]] galten. Im Sag-did-Ritus, einem Reinigungsritus, wurden Waschungen beschrieben, um sich vor dem Unheil durch die Fliegendämonen zu schützen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl R. H. Frick]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Reich Satans. Luzifer/Satan/Teufel und die Mond- und Liebesgöttinnen in ihren lichten und dunklen Aspekten. Eine Darstellung ihrer ursprünglichen Wesenheiten in Mythos und Religion&amp;#039;&amp;#039;. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1982, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neues Testament ==&lt;br /&gt;
Im Neuen Testament bei Markus ({{B|Mk|3|22-26|LUT}}) findet sich der Name &amp;#039;&amp;#039;Beelzebul&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: Er hat den Beelzebul, und: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus. Und er rief sie zu sich und sprach zu ihnen in Gleichnissen: Wie kann der Satan den Satan austreiben? […] Erhebt sich nun der Satan gegen sich selbst und ist mit sich selbst uneins, so kann er nicht bestehen, sondern es ist aus mit ihm.|{{B|Mk|3|22-26|LUT}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In antiken Bibelübersetzungen, etwa der lateinischen [[Vulgata]], wird &amp;#039;&amp;#039;Beelzebul&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;Beelzebub&amp;#039;&amp;#039; wiedergegeben. Die Änderung orientierte sich an {{B|2 Kön|1|LUT}}, wo Baal-Sebub als Stadtgottheit von Ekron erwähnt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Marc-Roberts-Team: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Satanismus und des Hexenwesens.&amp;#039;&amp;#039; V. F. Sammler Verlag, Graz 2004, ISBN 3-85365-205-0, S. 37–38.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Matthäus ({{B|Mt|10|25|LUT}} {{B|Mt|12|24,27|LUT}}) und Lukas ({{B|Lk|11|15|18–19|LUT}})  wird Beelzebub als „Anführer der Dämonen“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelalter ==&lt;br /&gt;
Im Mittelalter kannten Theologen und Dämonologen &amp;#039;&amp;#039;Beelzebub&amp;#039;&amp;#039; als Fliegendämon und hielten ihn für den Fürsten des Reiches der Finsternis. Es wurde geglaubt, dass durch das Anschauen Beelzebubs weitere Fliegendämonen entstehen könnten, beispielsweise die große Fliege, die den langobardischen König [[Cunincpert|Kunibert]] stach, als dieser sich mit seinen Günstlingen beriet, wie man sich zweier seiner sich ihm widersetzenden Edelleute entledigen könne.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Seligmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Weltreich der Magie. 5000 Jahre Geheime Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Bechtermünz Verlag Augsburg 1993.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beelzebub in der Literatur ==&lt;br /&gt;
In der späteren Zauberliteratur begegnet man dem Namen Beelzebub häufig als [[Schirmherr|Patron]] der [[Magie]]. In [[John Milton]]s Epos &amp;#039;&amp;#039;[[Paradise Lost]]&amp;#039;&amp;#039; (1667) ist Beelzebub der zweithöchste Höllenfürst nach [[Satan#Satanskonzept des Christentums|Satan]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit der [[Hexenverfolgung]] des ausgehenden Mittelalters und der frühen Neuzeit, vom 14. bis 17. Jahrhundert, wird in verschiedenen Quellen der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Beelzebock&amp;#039;&amp;#039; verwendet, der mit der Bocksgestalt des Teufels zusammenhängt, erstmals belegt in einem Zauberprozessbericht aus [[Toulouse]] von 1335.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In verschiedenen literarischen Werken erscheinen Figuren namens Beelzebub meist als Gegenspieler der Protagonisten, etwa in:&lt;br /&gt;
* [[Georges I. Gurdjieff]]: &amp;#039;&amp;#039;Beelzebubs Erzählungen für seinen Enkel&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Max Frisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Biedermann und die Brandstifter&amp;#039;&amp;#039;, Nachspiel.&lt;br /&gt;
* [[William Golding|William Golding:]] &amp;#039;&amp;#039;[[Herr der Fliegen]]&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Lord of the flies&amp;#039;&amp;#039;, 1953)&lt;br /&gt;
* [[Ralf Thenior]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Fliegen des Beelzebub&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Andrzej Sapkowski]]: [[Andrzej Sapkowski#Der Narrenturm|&amp;#039;&amp;#039;Der Narrenturm&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volksmund ==&lt;br /&gt;
Im [[Volksmund]] ist B(e)elzebub in einigen Regionen ein Name für den [[Knecht Ruprecht]]. Die Bezeichnungen „Belzebub“ oder „Belznickel“ beziehen sich vermutlich auf die Felle der „Wilden Männer“, die im europäischen Brauchtum verbreitet waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Charles Fréger, Wilder Mann, Kehrer Verlag Heidelberg 2012, ISBN 978-3-86828-295-5, 272 S.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Redewendung „Den Teufel durch Beelzebub austreiben“ (nach {{B|Mt|12|24–27}}), die auf eine Begebenheit im [[Lukasevangelium]] ({{BB|Lk|11|15}}) zurückgeht, bedeutet sinngemäß, ein Übel mit einem ebenso schlimmen oder schlimmeren zu bekämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie ==&lt;br /&gt;
Die ausgestorbene Frosch-Spezies [[Beelzebufo]] ist nach Beelzebub benannt. Der Name kann mit Teufelskröte übersetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Leander Petzoldt]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleines Lexikon der Dämonen und Elementargeister.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-65086-4, S. 33.&lt;br /&gt;
* {{RE|III,1|185||Beelzebub|[[Franz Cumont]]|RE:Beelzebub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Beelzebub}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Beelzebub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121233960|VIAF=864248}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dämon (Judentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biblisches Thema]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teufel (Christentum)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-20231-45</name></author>
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