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	<title>Bekenntnissynode - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bekenntnissynode&amp;diff=385185&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Agentakt am 4. Dezember 2020 um 20:53 Uhr</title>
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		<updated>2020-12-04T20:53:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Freie Evangelische Synode 1934 (27240476044).jpg|mini|Treffen 1934]]&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bekenntnissynode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden evangelische [[Synode (evangelische Kirchen)|Synodalversammlungen]] bezeichnet, die auf Kreis-, Provinzial-, Landes- oder Reichsebene seitens der [[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]] während der nationalsozialistischen Zeit ab 1934 einberufen wurden. Sie erhoben den Anspruch, rechtmäßige Leitungsorgane der evangelischen Kirche zu sein, und stellten sich damit in offenen Gegensatz zu den [[Deutsche Christen|deutschchristlich]] bestimmten Kirchenbehörden und Leitungsorganen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Formierung der Bekenntnissynoden 1934 ==&lt;br /&gt;
Der Grund für die Formierung der Bekenntnissynoden waren nicht nur die Eingriffe der seit den Kirchenwahlen von 1933 dominierenden Kirchenpartei, der von NSDAP-Anhängern gegründeten „Deutschen Christen“, in Organisation und Verfassung der evangelischen Kirchen, wie etwa die Gleichschaltung der Landeskirchen, die Absetzung von Kirchenführern und die Umsetzung des [[Arierparagraph]]en im Pfarrerdienstrecht, sondern vor allem die Auffassung, dass die Deutschen Christen damit von der Bibel und den [[Bekenntnisschrift]]en als den Grundlagen der evangelischen Kirche abgewichen seien. Der Eindruck, dass ein Bekenntnisnotstand ([[Status confessionis]]) eingetreten sei, verschärfte sich mit der Kundgebung im [[Berliner Sportpalast]] am 13. November 1933, die zum Zerfall der Deutschen Christen und zur Diskreditierung des Reichsbischofs [[Ludwig Müller (Theologe)|Ludwig Müller]] führte. Mit der Selbstbezeichnung als &amp;#039;&amp;#039;Bekenntnissynode&amp;#039;&amp;#039; war also der Anspruch, die rechtmäßige Leitung der Kirche zu sein, direkt verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals erhob die „Freie reformierte Synode“, zu der am 3. und 4. Januar 1934 167 Vertreter [[Reformierte Kirchen|reformierter]] Gemeinden in [[Wuppertal]]-[[Barmen]] zusammenkamen, den Anspruch einer bekenntnisgemäßen Neuordnung der Kirche. Ihr folgte am 18./19. Februar 1934 die „Freie Evangelische Synode“ der Kirchenprovinz Rheinland, ebenfalls in Barmen. Der Begriff „Bekenntnissynode“ wurde zum ersten Mal am 16. März 1934 von der Synode der westfälischen Provinzialkirche in [[Dortmund]] benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Bekenntnissynode der [[Deutsche Evangelische Kirche|Deutschen Evangelischen Kirche]] fand vom 29. bis 31. Mai 1934 in Wuppertal-Barmen statt und ist deshalb auch als [[Barmer Bekenntnissynode]] bekannt. Dort kamen neben den Vertretern der sogenannten [[Zerstörte Kirchen|zerstörten Kirchen]], bei denen die Organe der Bekennenden Kirche für die Wahl der Synodalen zuständig waren, auch Vertreter der sogenannten [[Intakte Kirchen|intakten Kirchen]], in denen das Kirchenregiment noch bekenntnisgemäß agierte und nicht gleichgeschaltet war. Gemeinsam verabschiedeten die 139 Synodalen die [[Barmer Theologische Erklärung]] als Fundament der Bekennenden Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die weiteren Bekenntnissynoden auf Reichsebene == &lt;br /&gt;
Die weiteren Bekenntnissynoden, zu denen Vertreter aller Landeskirchen zusammenkamen, standen – wie schon die erste – unter der Leitung des westfälischen Präses [[Karl Koch (Theologe)|Karl Koch]] ([[Bad Oeynhausen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Synode tagte vom 19. bis 20. Oktober 1934 in [[Berlin-Dahlem]] und verabschiedete das sogenannte [[Kirchliches Notrecht von Dahlem|kirchliche Notrecht von Dahlem]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte (4. bis 6. Juni 1935 in [[Augsburg]]) bestätigte die im November 1934 gebildete (Erste) Vorläufige Kirchenleitung der Bekennenden Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vierte und letzte Reichsbekenntnissynode fand vom 18. bis 22. Februar 1936 in [[Bad Oeynhausen]] statt. Sie konnte keine Einigung über eine Beteiligung der Bekennenden Kirche an den [[Reichskirchenausschuss|Reichskirchenausschüssen]] erzielen und war schwer belastet vom Dissens zwischen Mitgliedern des [[Rat der Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands|Lutherrats]] und Mitgliedern aus den „zerstörten“ Landeskirchen. Die Oeynhauser Synode wählte die Zweite Vorläufige Kirchenleitung, die aber nur in den zerstörten Kirchen anerkannt wurde, und bestimmte auch die Mitglieder des [[Reichsbruderrat]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Bekenntnissynoden ==&lt;br /&gt;
Auf der Ebene der [[Evangelische Kirche der altpreußischen Union|Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union]] fanden bis 1943 insgesamt zwölf Bekenntnissynoden statt, von denen die ersten drei ([[Barmer Bekenntnissynode]], 29. Mai 1934; [[Berlin-Dahlem]], 4.–5. März 1935; [[Berlin-Steglitz]], 23.–26. September 1935) noch staatlich geduldet wurden. Bei der zweiten Tagung der vierten Synode in [[Halle (Saale)]] 1937 wurde eine Erklärung über das [[Eucharistie|Abendmahl]] verabschiedet, die den [[Arnoldshainer Abendmahlsthesen]] von 1957 und der [[Leuenberger Konkordie]] vorarbeitete und so zur [[Abendmahlsgemeinschaft]] zwischen Lutheranern und Reformierten führte. Die zwölfte und letzte (16./17. Oktober 1943 in [[Breslau]]) verabschiedete eine Auslegung des Gebots „Du sollst nicht töten“ aus den [[Zehn Gebote]]n, das sich gegen die staatliche Euthanasiepolitik ([[Aktion Brandt]]) wandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den weiteren Bekenntnissynoden auf Provinzialebene ist die [[Naumburger Synode]] in Schlesien im Juli 1936 bedeutungsvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Niesel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Um Verkündigung und Ordnung der Kirche. Die Bekenntnissynoden der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union 1934–1943&amp;#039;&amp;#039;. Bielefeld 1949.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arbeiten zur Geschichte des Kirchenkampfes&amp;#039;&amp;#039; (30 Bände). Verlag Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1958–1975&lt;br /&gt;
** Bd. 3: [[Wilhelm Niemöller (Theologe)|Wilhelm Niemöller]]: &amp;#039;&amp;#039;Die zweite Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche zu Dahlem. Text – Dokumente – Berichte&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1958.&lt;br /&gt;
** Bd. 5: Gerhard Niemöller: &amp;#039;&amp;#039;Die erste Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche zu Barmen.&amp;#039;&amp;#039; Teil I: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte, Kritik und Bedeutung der Synode und ihrer Theologischen Erklärung&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1959. &lt;br /&gt;
** Bd. 6: Gerhard Niemöller: &amp;#039;&amp;#039;Die erste Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche zu Barmen.&amp;#039;&amp;#039; Teil II: &amp;#039;&amp;#039;Text – Dokumente – Berichte&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1959. &lt;br /&gt;
** Bd. 7: Wilhelm Niemöller: &amp;#039;&amp;#039;Die vierte Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche zu Bad Oeynhausen. Text – Dokumente – Berichte&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1960. &lt;br /&gt;
** Bd. 11: Gerhard Niemöller: &amp;#039;&amp;#039;Die Synode zu Halle 1937. Die zweite Tagung der vierten Bekenntnissynode der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union. Text – Dokumente – Berichte&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1963. &lt;br /&gt;
** Bd. 20: Wilhelm Niemöller: &amp;#039;&amp;#039;Die dritte Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche zu Augsburg. Text – Dokumente – Berichte&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1969. &lt;br /&gt;
** Bd. 23: Wilhelm Niemöller: &amp;#039;&amp;#039;Die Synode zu Steglitz. Die dritte Bekenntnissynode der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union. Geschichte – Dokumente – Berichte&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1970. &lt;br /&gt;
** Bd. 29: Wilhelm Niemöller: &amp;#039;&amp;#039;Die Preußensynode zu Dahlem. Die zweite Bekenntnissynode der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union. Geschichte – Dokumente – Berichte&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1975. &lt;br /&gt;
* [[Joachim Beckmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Briefe zur Lage der Evangelischen Bekenntnissynode im Rheinland Dezember 1933 bis Februar 1939&amp;#039;&amp;#039;. Neukirchen 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jürgen Kampmann: &amp;#039;&amp;#039;Die 1. Westfälische Bekenntnissynode am 16. März 1934 in Dortmund: Konzeption, Vorbereitung und Durchführung&amp;#039;&amp;#039;. In: Jahrbuch für Westfälische Kirchengeschichte 88 (1994), S. 277–409.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Hüffmeier]], Jürgen Kampmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Du sollst nicht töten Gottes Gebot im Totalen Krieg. Dokumentation des deutsch-polnischen Symposions vom 3. bis 5. Oktober 2003 in Wrocław zum Gedenken an die letzte Bekenntnissynode der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union im Jahr 1943 in Breslau&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Unio und Confessio 24). Bielefeld 2006.&lt;br /&gt;
* Jürgen Kampmann: &amp;#039;&amp;#039;Die gemeinsame Tagung der Westfälischen Bekenntnissynode und der rheinischen Freien Synode am 29. April 1934 in Dortmund.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Bernd Hey]], Volkmar Wittmütz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Evangelische Kirche an Ruhr und Saar. Beiträge zur rheinischen und westfälischen Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Religion in der Geschichte 16). Bielefeld 2007, S. 109–161.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bekennende Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelische Synode|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Agentakt</name></author>
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