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	<title>Binjamin Wilkomirski - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Haupts: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-12-28T09:13:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Binjamin Wilkomirski&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das [[Pseudonym]] des [[Schweiz]]ers &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bruno Dössekker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Februar]] [[1941]] in [[Biel]] als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bruno Grosjean&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;), der sich unter diesem Namen als [[Holocaust]]-Überlebender darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bruno Dössekker ist ein ausgebildeter Klarinettist und [[autodidakt]]ischer [[Musikinstrumentenbau|Instrumentenbauer]], der in der [[Deutschschweiz]] lebt. Er wurde ab 1995 als Binjamin Wilkomirski bekannt, als der er Lebenserinnerungen veröffentlicht hatte. Nachdem die Lebensgeschichte als [[Konfabulation]] entlarvt wurde, wird er teilweise als literarischer Betrüger, teilweise als Opfer [[Erinnerungsverfälschung|falscher Erinnerungen]] eingeschätzt. Auf die anschliessende Debatte geht der Begriff [[Wilkomirski-Syndrom]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ich-Erzählung ==&lt;br /&gt;
=== Veröffentlichung 1995 ===&lt;br /&gt;
Binjamin Wilkomirski veröffentlichte 1995 im zur [[Suhrkamp Verlag|Suhrkamp-Gruppe]] gehörenden und von [[Thomas Sparr]] geleiteten [[Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag|Jüdischen Verlag]] das Buch &amp;#039;&amp;#039;Bruchstücke. Aus einer Kindheit 1939–1948&amp;#039;&amp;#039;. Die Publikation, die im Stil einer [[Autobiographie]] verfasst war, beschrieb in fragmentarischer Form und hauptsächlich aus der Perspektive eines Kindes Erlebnisse aus dem Leben des Ich-Erzählers aus der [[Zeit des Nationalsozialismus]] in [[Lettland]] und anderen Ländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als früheste Erinnerung schilderte der Autor, wie er als kleines jüdisches Kind in [[Riga]] der Ermordung eines Mannes durch «Uniformierte» habe zusehen müssen. Dieser Mann sei möglicherweise sein Vater gewesen – der Ich-Erzähler nennt nirgends sein Geburtsdatum, sei aber anscheinend damals zu klein gewesen, um sich genauer erinnern zu können. Nachdem er sich dann zusammen mit seinen Brüdern auf einem Bauernhof in Polen habe verstecken können, sei er verhaftet worden und in zwei [[Konzentrationslager]] gekommen. Im ersten Lager sei er seiner sterbenden Mutter, an die er vorher keine Erinnerung gehabt habe, ein letztes Mal begegnet. Nach der Befreiung aus dem Vernichtungslager sei er zunächst in ein Waisenhaus nach [[Krakau]] und dann in die Schweiz verbracht worden. Dort habe er erst durch jahrzehntelange Nachforschung seine nur bruchstückhaft erinnerte (und von seinen Schweizer Adoptiveltern tabuisierte) Vergangenheit rekonstruieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbreitung der Geschichte ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Bruchstücke&amp;#039;&amp;#039; wurde in zwölf Sprachen übersetzt. Gelegentlich verglich man den Autor mit [[Elie Wiesel]], [[Anne Frank]] oder [[Primo Levi]]. Entgegen einer häufig kolportierten Behauptung war sein Buch jedoch nirgends ein Bestseller.&amp;lt;ref&amp;gt;Mächler, 2002; S. 87–90, 101–106; Oels, 2004, S. 376–379.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Autor selbst trat bei vielen Gelegenheiten vor einem beeindruckten Publikum als Zeitzeuge und Experte auf, sei es vor Schulklassen, in den Medien oder bei wissenschaftlichen Veranstaltungen zur [[Holocaust|Schoah]] und zu deren Folgeproblemen (etwa zur fehlenden Identität von Überlebenden, die während der Schoah noch im Kindesalter waren). Er gab angesehenen Archiven Videointerviews und liess sich in Fernsehdokumentationen porträtieren. Zudem erhielt er für sein Werk drei bedeutende Preise.&amp;lt;ref&amp;gt;Mächler, 2000, S. 125–142.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei seinen öffentlichen Auftritten präzisierte er überdies vieles, was im publizierten Text ungesagt oder im Vagen geblieben war. So nannte er mündlich die Namen der KZs, in denen er sich aufgehalten habe ([[KZ Majdanek|Majdanek]] und [[KZ Auschwitz|Auschwitz]]), oder erwähnte, dass er selbst Opfer bestialischer Menschenversuche gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Mächler, 2000, S. 32–98.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Enthüllung ==&lt;br /&gt;
=== Tatsächliche Herkunft ===&lt;br /&gt;
In einem Artikel vom 27. August 1998 in der Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Weltwoche]]&amp;#039;&amp;#039; enthüllte der Schweizer Autor [[Daniel Ganzfried]], selbst ein Sohn Überlebender des Holocausts, dass Wilkomirski in Wahrheit Bruno Grosjean heisse und der uneheliche Sohn der Schweizerin Yvonne Grosjean sei. Nach einem Aufenthalt in einem Waisenhaus in [[Adelboden]] sei er von dem wohlhabenden und kinderlosen Ehepaar Dössekker (Ganzfried schrieb den Namen in [[Schweizer Hochdeutsch]] immer mit oe: Doessekker – was in der Folge von vielen Printmedien übernommen wurde&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Mächler, 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;) aus [[Zürich]] adoptiert worden. Die KZs kenne er nur als Tourist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilkomirski und seine Befürworter wiesen Ganzfrieds Angriffe zurück.&lt;br /&gt;
Die American Orthopsychiatric Association verlieh Wilkomirski noch im April 1999 den &amp;#039;&amp;#039;Hayman Award for Holocaust and Genocide Studies&amp;#039;&amp;#039; für die Förderung «des Verstehens von Holocaust und Völkermord».&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Saehrendt]], [[Steen T. Kittl]]: &amp;#039;&amp;#039;Alles Bluff! Wie wir zu Hochstaplern werden, ohne es zu wollen.&amp;#039;&amp;#039; Heyne 2011, [http://books.google.de/books?id=4crvjTrToEwC&amp;amp;pg=PT153 S. 153&amp;amp;nbsp;f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganzfried konnte im Folgenden seine Vorwürfe belegen, während dies Wilkomirski für seine Version nicht gelang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung der Lebenslegende ===&lt;br /&gt;
Anfang April 1999 engagierte die Literaturagentur [[Heinz Liepman|Liepman]], die Wilkomirskis Manuskript an die Verlage vermittelt hatte, den Zürcher Historiker [[Stefan Mächler]] für eine umfassende Abklärung. Sein Bericht wurde im Herbst 1999 fertiggestellt und ein Jahr später unter dem Titel «Der Fall Wilkomirski» veröffentlicht. Darin kommt der Historiker zu dem Schluss, dass die angebliche Autobiographie in wesentlichen Punkten den historischen Fakten widersprach. Darüber hinaus konnte der Historiker darlegen, wie Wilkomirski bzw. Bruno Grosjean seine fiktive Lebensgeschichte über Jahrzehnte allmählich entwickelt hatte. Auslöser dafür könnte eine Therapie gewesen sein, die Dössekker helfen sollte, verdrängte Erinnerungen wiederzuerlangen. Dabei beschreibt Mächler, dass Wilkomirskis angebliche Erfahrungen in Polen vielfach mit realen Begebenheiten aus seiner Schweizer Kindheit korrespondierten. So konnte er den Bauernhof, auf dem er als Kind gelebt hatte, bis ins kleinste Detail beschreiben. Der einzige Unterschied war, dass der sich in der Schweiz befand, nicht in Polen. Auch die von Dössekker berichteten Misshandlungen hatten, wie Zeitzeugen bestätigten, wirklich stattgefunden, nur eben nicht in dem Kontext, an den er sich zu erinnern glaubte. Tatsächlich war es seine Pflegemutter gewesen, die ihn misshandelte. Der Autor hatte offensichtlich eigene konkrete Erfahrungen in einem komplexen Prozess der Verschiebung und Umarbeitung in eine Schoah-Kinderbiographie verwandelt – wie bewusst und geplant er dabei vorging, bleibt dahingestellt. Mächler zeigt sich skeptisch gegenüber Ganzfrieds Behauptung, dass Wilkomirski bzw. Grosjean ein «kalt planender, systematisch vorgehender Fälscher» sei. Er neigt zur Ansicht, dass dieser auch selbst an seine fiktive Geschichte glaubte, also einer [[Erinnerungsfälschung]] aufgesessen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Mächler, 2000, S. 287&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mächler kritisiert die «Recovered Memory Therapy». Sie könne nicht die historische Wahrheit ans Tageslicht befördern, sondern liefere vielmehr eine Interpretation für bis dahin unverständliche, oft sprachlose Erinnerungsbilder: «Die Notwendigkeit, für einen namenlosen Horror Worte zu finden, öffnet ein Tor für [[Konfabulation]]en.»&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die heillose Therapie: Stefan Mächlers Recherche zum «Fall Wilkomirski».&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[St. Galler Tagblatt]].&amp;#039;&amp;#039; 23. Juni 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Mächler: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Wilkomirski.&amp;#039;&amp;#039; Pendo Verlag, Zürich 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Reaktionen ===&lt;br /&gt;
2002 ergänzte Ganzfried unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die Holocaust-Travestie&amp;#039;&amp;#039; eine «dokumentarische Erzählung» seiner Rechercheerfahrungen. Seiner Ansicht nach würden Teile des Kulturbetrieb «in Häufchen holocaustiges absondern» (S. 22). Laut Presseberichten hielt er sich dabei nicht immer genau genug an die Fakten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 5. April 2002; Mächler, 2002, S. 99–101, 126&amp;amp;nbsp;f.; &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 5. Mai 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur Wochen später legte Mächler weitere Resultate aus seinen Recherchen sowie Reflexionen zur Bedeutung des Falles vor.&amp;lt;ref&amp;gt;in Diekmann/Schoeps, 2002, S. 28–131.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersuchungsergebnisse der [[Bezirksgericht Zürich|Bezirksanwaltschaft]] des Kantons Zürich bestätigten indirekt, dass &amp;#039;&amp;#039;Bruchstücke&amp;#039;&amp;#039; erfunden war. Die Behörden hatten einen [[Desoxyribonukleinsäure|DNA]]-Test bei Wilkomirski und dem noch lebenden biologischen Vater Bruno Grosjeans veranlasst, der positiv ausgefallen war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/article82BKX-1.381238 &amp;#039;&amp;#039;«Wilkomirskis» Vater einwandfrei identifiziert.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Zürcher Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 27. März 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anlass für diese Abklärung war eine private Strafanzeige gegen «Dössekker und [[Konsorten]]» wegen Betrug und [[Unlauterer Wettbewerb|unlauteren Wettbewerbs]] gewesen, die die Behörden im Dezember 2002 mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände einstellten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/article8KQZN-1.446484 &amp;#039;&amp;#039;Literarische Fiktion – kein Betrug.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Zürcher Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 13. Dezember 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ruth Klüger]] berichtete 2008 im zweiten Teil ihrer Autobiographie &amp;#039;&amp;#039;unterwegs verloren. Erinnerungen&amp;#039;&amp;#039;, dass [[Siegfried Unseld]] den ersten Teil &amp;#039;&amp;#039;[[weiter leben. Eine Jugend]]&amp;#039;&amp;#039; als «nicht literarisch genug» abgelehnt und später der Leiter des Jüdischen Verlags bei Suhrkamp ihr gegenüber Wilkomirskis &amp;#039;&amp;#039;Bruchstücke&amp;#039;&amp;#039; als das «wahrste, beste, eigentliche Erlebnisbuch eines Kindes, das den Holocaust überlebt hat», bezeichnet habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Pfohlmann: [https://www.tagesspiegel.de/kultur/literatur/unerloest-bleiben/1409242.html &amp;#039;&amp;#039;Unerlöst bleiben.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel]].&amp;#039;&amp;#039; 4. Januar 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ruth Klüger]]: &amp;#039;&amp;#039;unterwegs verloren. Erinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; Paul Zsolnay Verlag, Wien 2008, S. 162&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- {{Belege fehlen|Konkrete Beispiele für die Debatten in Deutschland und Schweiz bitte einarbeiten.}} --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entlarvung Wilkomirskis löste 1998 bis 2000 in den Medien Debatten aus. Besonders in Deutschland war der Fall Anlass, den Umgang mit der NS-Vergangenheit zu thematisieren und zu kritisieren.&lt;br /&gt;
In der Schweiz waren Banken und Behörden damals gerade in [[Verfahren um jüdische Vermögen bei Schweizer Banken|internationale Auseinandersetzungen]] über ihre frühere Haltung gegenüber dem Dritten Reich verwickelt.&amp;lt;!-- Die oftmals polemisch und moralistisch geführten Debatten machten erst allmählich einer besonneneren Haltung Platz, die es erlaubte, das Phänomen Wilkomirski in all seinen Facetten analytisch zu erfassen.  &amp;lt;&amp;lt;  Allgemeinplatz  --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seither stattfindenden Fachdiskussionen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Sorg/Angele, 1999; Eva Lezzi und Mächler in: Diekmann/Schoeps (Hrsg.), 2002; Oels, 2004; Neukom, 2005; Bauer, 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; machen deutlich, dass der Fall in vielen Wissensgebieten exemplarisch Anlass zur Diskussion grundlegender Fragen abgibt, etwa zum literarischen Genre der [[Autobiographik]], zur [[Geschichtsschreibung|Historiographie]] der [[Holocaust|Schoah]], zu ihrer Aufarbeitung als [[Vergangenheitsbewältigung]], zum [[Vergangenheitspolitik|vergangenheitspolitischen Status]] der Schoah als universale Opfererzählung, zur [[Oral History]], zur [[Gedächtnis]]theorie, zur [[Trauma (Psychologie)|Traumatheorie]], zum therapeutischen Umgang mit Erinnerungen usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In nachfolgenden Diskussionen über andere Personen, die sich jüdische Opfer- und Verfolgungsbiographien angeeignet haben, wurde von Schoeps und Dieckmann die Bezeichnung [[Wilkomirski-Syndrom]] geprägt,&amp;lt;ref&amp;gt;in Diekmann/Schoeps, 2002, S. 28–131.&amp;lt;/ref&amp;gt; als eine Form des „[[False-Memory-Syndrom]]s“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nicholas Saul, Ricarda Schmidt |Titel=Literarische Wertung und Kanonbildung |Verlag=Königshausen &amp;amp; Neumann |Datum=2007 |ISBN=978-3-8260-3593-7 |Seiten=92}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bruchstücke. Aus einer Kindheit 1939–1948.&amp;#039;&amp;#039; Jüdischer Verlag, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-633-54100-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Irene Diekmann]], [[Julius H. Schoeps]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Wilkomirski-Syndrom. Eingebildete Erinnerungen oder Von der Sehnsucht, Opfer zu sein.&amp;#039;&amp;#039; Pendo, Zürich 2002, ISBN 3-85842-472-2.&lt;br /&gt;
** darin: Stefan Mächler: &amp;#039;&amp;#039;Aufregung um Wilkomirski. Genese eines Skandals und seine Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039; S. 86–131.&lt;br /&gt;
* Blake Eskin: &amp;#039;&amp;#039;A Life in Pieces: The Making and Unmaking of Binjamin Wilkomirski.&amp;#039;&amp;#039; Norton, New York / London 2002, ISBN 0-393-04871-3.&lt;br /&gt;
* Hannes Fricke: &amp;#039;&amp;#039;Die ‘Bruchstücke’ Binjamin Wilkomirskis: sequentielle Traumatisierung ohne Ende.&amp;#039;&amp;#039; In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Das hört nie auf. Literatur, Trauma und Empathie.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein-Verlag, Göttingen 2006, S. 72–89, ISBN 3-89244-810-8.&lt;br /&gt;
* [[Daniel Ganzfried]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Holocaust-Travestie. Erzählung.&amp;#039;&amp;#039; In: Sebastian Hefti (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;… alias Wilkomirski. Die Holocaust-Travestie.&amp;#039;&amp;#039; Jüdische Verlagsanstalt, Berlin 2002, S. 17–154, ISBN 3-934658-29-6.&lt;br /&gt;
* [[Martin A. Hainz]]: &amp;#039;&amp;#039;»Kein Schrei kommt aus seiner Kehle, aber ein mächtiger, schwarzer Strahl schießt aus seinem Hals.« Zu Binjamin Wilkomirski.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Literatur als Skandal. Fälle, Funktionen, Folgen.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Stefan Neuhaus, Johann Holzner. [[Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht]], Göttingen 2007, S. 613–623.&lt;br /&gt;
* Daniela Janser, Esther Kilchmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Wilkomirski und die condition postmoderne.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;traverse. Zeitschrift für Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2000, Nr. 3. S. 108–122.&lt;br /&gt;
* [[Marita Keilson-Lauritz]]: &amp;#039;&amp;#039;Fiktives Trauma – ein Vergehen? B.&amp;amp;nbsp;W. und seine Leser.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zwischenwelt. Zeitschrift für Kultur des Exils und des Widerstands.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 24, Nr. 3, Dezember 2007, S. 13–17 {{ISSN|1606-4321}}.&lt;br /&gt;
* Lawrence L. Langer: &amp;#039;&amp;#039;Using and Abusing the Holocaust.&amp;#039;&amp;#039; Indiana University Press, Bloomington 2006, ISBN 0-253-34745-9.&lt;br /&gt;
* [[Elena Lappin]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Mann mit zwei Köpfen&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;The Man With Two Heads&amp;#039;&amp;#039;, übersetzt von Maria Buchwald und Monika Bucheli). Chronos, Zürich 2000, ISBN 3-905313-58-8.&lt;br /&gt;
* [[Stefan Mächler]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Wilkomirski. Über die Wahrheit einer Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Pendo, Zürich 2000, ISBN 3-85842-383-1.&lt;br /&gt;
**englisch: {{Literatur |Autor=Stefan Maechler |Titel=The Wilkomirski Affair: A Study in Biographical Truth |Verlag=Knopf Doubleday Publishing Group |Datum=2009 |ISBN=978-0-307-49324-8 |Online=https://books.google.de/books?id=Q4oly8ZeSgIC&amp;amp;pg=PA331&amp;amp;dq=sparr+wilkomirski&amp;amp;hl=de&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwi6tYfqztryAhUZRPEDHX1ZDaMQ6AEwAHoECFEQAg#v=onepage&amp;amp;q=sparr&amp;amp;f=false |Abruf=2021-08-31}}&lt;br /&gt;
* Marius Neukom: &amp;#039;&amp;#039;Die Rhetorik des Traumas in Erzählungen. Mit der exemplarischen Analyse einer literarischen Eröffnungssituation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Psychotherapie &amp;amp; Sozialwissenschaft. Zeitschrift für qualitative Forschung und klinische Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Band 7, 2005, Heft 1, {{ISSN|1436-4638}}, S. 75–109.&lt;br /&gt;
* David Oels: &amp;#039;&amp;#039;“A real-life Grimm’s fairy tale.” Korrekturen, Nachträge, Ergänzungen zum Fall Wilkomirski.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Germanistik, N.F.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, 2004, Heft 2, S. 373–390.&lt;br /&gt;
* Reto Sorg, [[Michael Angele]]: &amp;#039;&amp;#039;Selbsterfindung und Autobiographie. Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn am Beispiel von Binjamin Wilkomirskis&amp;#039;&amp;#039; Bruchstücke. &amp;#039;&amp;#039;Aus einer Kindheit 1939–1948.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Henriette Herwig]], Irmgard Wirz, [[Stefan Bodo Würffel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lese-Zeichen. Semiotik und Hermeneutik in Raum und Zeit. Festschrift für Peter Rusterholz zum 65. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Francke, Basel / Tübingen 1999, S. 325–345.&lt;br /&gt;
* Avraham S. Weinberg: &amp;#039;&amp;#039;Wilkomirski &amp;amp; Co. – Im Land der Täter, im Namen des Volkes.&amp;#039;&amp;#039; Kronen, Berlin 2003, ISBN 3-934140-04-1.&lt;br /&gt;
* [[Gregor Spuhler]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Wilkomirski als Herausforderung für die Oral History.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Konrad J. Kuhn]], Katrin Sontag, [[Walter Leimgruber]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lebenskunst. Erkundungen zu Biographie, Lebenswelt und Erinnerung. Festschrift für Jacques Picard.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln 2017, ISBN 978-3-412-50755-8, S. 540–549.&lt;br /&gt;
* Sebastian Nagel: Über einen (fast) vergessenen Skandal. Die Causa des &amp;quot;Binjamin Wilkomirski&amp;quot;. Berlin 2023, ISBN 978-3-96138-367-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentarfilm ==&lt;br /&gt;
* [[Rolando Colla]]: &amp;#039;&amp;#039;W. – Was von der Lüge bleibt.&amp;#039;&amp;#039; 2020, 111 Min.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://zff.com/de/archiv/57016/ &amp;#039;&amp;#039;W. – Was von der Lüge bleibt.&amp;#039;&amp;#039;] ZFF.com, abgerufen am 16. November 2020 (mit Trailer).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Tobias Sedlmaier: [https://www.nzz.ch/feuilleton/fall-wilkomirski-auch-die-ganze-wahrheit-hat-keinen-kern-ld.1586266 &amp;#039;&amp;#039;Ein Dokumentarfilm über Binjamin Wilkomirski zeigt: Auch die ganze Wahrheit kennt keinen Kern.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Zürcher Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 12. November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Pascal Blum: [https://www.tagesanzeiger.ch/er-erfand-sich-eine-holocaust-biografie-weil-er-sich-als-opfer-sah-197741258310 &amp;#039;&amp;#039;Er erfand sich eine Holocaust-Biografie.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Tages-Anzeiger]].&amp;#039;&amp;#039; 15. November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Misery Lit]]&lt;br /&gt;
* [[Laurel Rose Willson]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://nb-helveticat.primo.exlibrisgroup.com/discovery/search?query=any,contains,wilkomirski&amp;amp;tab=LibraryCatalog&amp;amp;search_scope=Helveticat&amp;amp;vid=41SNL_51_INST:helveticat&amp;amp;lang=de&amp;amp;offset=0 Publikationen von und über Binjamin Wilkomirski] im Katalog Helveticat der [[Schweizerische Nationalbibliothek|Schweizerischen Nationalbibliothek]]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119375834}}&lt;br /&gt;
* Samuel Althof: [http://www.akdh.ch/ps/ps_02Maechler.html &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Wilkomirski. Brief an den Autor des Buches&amp;#039;&amp;#039; Der Fall Wilkomirski &amp;#039;&amp;#039;Stefan Mächler.&amp;#039;&amp;#039;] [[Aktion Kinder des Holocaust]]&lt;br /&gt;
* [[Gisela Blau]]: [https://www.hagalil.com/schweiz/rundschau/inhalt/wilkomir.htm &amp;#039;&amp;#039;Mehr als nur eine Wahrheit?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Tachles|Jüdische Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039;, nicht datiert&lt;br /&gt;
* [https://www.antisemitismus.net/ns-vergangenheit/wilkomirski.htm «Wilkomirski kennt Auschwitz und Majdanek nur als Tourist.»] In: &amp;#039;&amp;#039;[[haGalil]].&amp;#039;&amp;#039; 28. April 2003&lt;br /&gt;
* Lucien Scherrer, Marcel Gyr: [https://www.nzz.ch/schweiz/bruno-doessekker-der-entlarvte-holocaust-hochstapler-ld.1498934 &amp;#039;&amp;#039;Der entlarvte Holocaust-Hochstapler.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 13. August 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119375834|LCCN=n95104650|NDL=00665662|VIAF=215588829}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wilkomirski, Binjamin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudonym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochstapler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holocaustliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wilkomirski, Binjamin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Grosjean, Bruno; Dössekker, Bruno; Doessekker, Bruno&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Autor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Februar 1941&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Biel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Haupts</name></author>
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