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	<title>Buphonia - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-10T23:45:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Minoo: HC: Entferne Kategorie:Rind in der Kultur; Ergänze Kategorie:Rind in der Religion</title>
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		<updated>2025-02-22T23:40:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Rind_in_der_Kultur&quot; title=&quot;Kategorie:Rind in der Kultur&quot;&gt;Kategorie:Rind in der Kultur&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Rind_in_der_Religion&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Rind in der Religion (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Rind in der Religion&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Buphonia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bouphonia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|βουφόνια|de=Ochsenmord}}) bezeichnet man ein Tieropfer, das im archaischen und klassischen Athen anlässlich des Jahresfests stattfand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Legende ==&lt;br /&gt;
Das Ritual wurde am 14. Tag des &amp;#039;&amp;#039;Skirophorion&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Σκιροφοριών}}, Juni–Juli), des letzten Monats des attischen Jahres, durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Scholion]] zu [[Aristophanes]], &amp;#039;&amp;#039;[[Der Frieden]]&amp;#039;&amp;#039; 419; [[Etymologicum magnum]] 210,30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Opfer wurde dem [[Zeus]] Polieus auf der [[Akropolis (Athen)|Akropolis]] dargeboten, und die Feierlichkeiten, in deren Rahmen das Ritual seinen Platz hatte, wurden &amp;#039;&amp;#039;[[Dipolieia]]&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Διπολίεια}} oder {{lang|grc|Διπόλεια}}) genannt. Das Ritual ist wegen seiner Eigentümlichkeit mit vielen Details überliefert worden. Es war möglicherweise manchmal die einzige Form oder die Hauptform des athenischen Jahresfests, da in einigen ionischen Kalendern der letzte Jahresmonat &amp;#039;&amp;#039;Bouphonion&amp;#039;&amp;#039; genannt wird. Die &amp;#039;&amp;#039;Dipolieia&amp;#039;&amp;#039; fanden bis in das 2. Jahrhundert n. Chr. statt und galten bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. als sehr alt, wie [[Aristophanes]] vermuten lässt, der die Wörter &amp;#039;&amp;#039;dipolieia&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;bouphonia&amp;#039;&amp;#039; in den &amp;#039;&amp;#039;[[Die Wolken|Wolken]]&amp;#039;&amp;#039; dazu verwendet, um „alten (sinnlosen) Zopf“ zu bezeichnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Aristophanes, &amp;#039;&amp;#039;Die Wolken&amp;#039;&amp;#039; 984.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gründungslegende wird von mehreren Quellen (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Theophrastos von Eresos|Theophrast]] bei [[Porphyrios]] und in der [[Suda]]) überliefert. Einer Variante der unterschiedlich überlieferten Legende zufolge wurden zur Zeit des Königs [[Erechtheus]] in Athen nur pflanzliche Opfer den Göttern dargeboten. Ein Ochse habe sich während eines solchen Opfers dem Altar genähert und das dem Zeus geweihte Getreide verzehrt. Aus Zorn für diese Entweihung habe ein Bauer namens Thaulon&amp;lt;ref&amp;gt;[[Androtion]] im [[Scholion]] zu Aristophanes, &amp;#039;&amp;#039;Die Wolken&amp;#039;&amp;#039; 985.&amp;lt;/ref&amp;gt; (oder Sopatros&amp;lt;ref&amp;gt;Theophrast bei Porphyrios, &amp;#039;&amp;#039;de abstinentia&amp;#039;&amp;#039; 2,29.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder [[Diomos (Sohn des Kolyttos)|Diomos]]&amp;lt;ref&amp;gt;Porphyrios, &amp;#039;&amp;#039;de abstinentia&amp;#039;&amp;#039; 2,10.&amp;lt;/ref&amp;gt;) den Ochsen mit einer Axt niedergeschlagen und sei anschließend geflohen. Das sei die erste Tötung eines Ochsen überhaupt gewesen und wurde von den Göttern mit einer Pest im Lande bestraft. Das [[Orakel von Delphi]] habe daraufhin angeordnet, das Opfer jährlich zu wiederholen. Von dem „Ochsenmörder“ stamme das Geschlecht der Thauloniden ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf des Rituals ==&lt;br /&gt;
Der Ablauf des Opferritus wird von mehreren Autoren, darunter [[Pausanias]] und [[Porphyrios]], mit einigen Unstimmigkeiten beschrieben. Eine Reihe Ochsen – Porphyrios zufolge von wassertragenden Mädchen begleitet – wird in einer Prozession um einen Altar, der mit Getreide und Gebäck gedeckt ist, herumgeführt. Der erste Ochse, der von dem Getreide frisst, wird auf der Stelle niedergeschlagen. Der &amp;quot;Ochsenschläger&amp;quot; – ein Thaulonide – wirft das Beil oder die Axt nieder und flieht. Dann wird das Tier von anderen Teilnehmern zerlegt und gegessen. Anschließend findet im [[Prytaneion]] ein Streit statt, wobei die Beteiligten die Schuld am Tod des Ochsen aufeinander schieben: Die Wasserträgerinnen (das Wasser war für das Wetzen des Beils gedacht) beschuldigen die, die das Beil wetzten; diese beschuldigen diejenigen, die das Beil trugen, die wiederum den Schlächter. Ob der &amp;quot;Ochsenschläger&amp;quot; während des Streits verschwunden bleibt, ist nicht klar. Schließlich wird die Schuld dem Beil zugeschoben, das deswegen verflucht und ins Meer geworfen wird. Laut Porphyrios wird am Ende des Rituals die Haut des geopferten Ochsen ausgestopft, er wird aufgestellt und vor einen Pflug gespannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionsgeschichtliche Ansätze ==&lt;br /&gt;
Die Eigentümlichkeit der Merkmale des Opfers im Ritual der &amp;#039;&amp;#039;Bouphónia&amp;#039;&amp;#039; ist der Hauptgrund dafür, dass der Ablauf des Rituals vergleichsweise gut bekannt ist. Diese Merkmale sind in der anthropologischen und in der religionsgeschichtlichen Forschung unterschiedlich interpretiert worden. Das Auftreten von Schuld und Streit als Teil einer sonst für antike Griechen so gewöhnlichen Handlung wie der Opferung eines Tiers wirft dabei die meisten Fragen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Karl Meuli]]&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Meuli: &amp;#039;&amp;#039;Griechische Opferbräuche.&amp;#039;&amp;#039; Schwabe, Basel 1946, zitiert von Walter Burkert: &amp;#039;&amp;#039;Homo necans. Interpretationen altgriechischer Opferriten und Mythen.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. De Gruyter, Berlin 1997, S. 159.&amp;lt;/ref&amp;gt; hat die Eigentümlichkeit des Buphonienrituals heruntergespielt. Für Meuli weist das Ritual den üblichen Ablauf der Opferriten auf, nur die &amp;quot;Unschuldskomödie&amp;quot; rund um die Tötung des Ochsen tritt hier überdeutlich hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Walter Burkert]]&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Burkert: &amp;#039;&amp;#039;Homo necans. Interpretationen altgriechischer Opferriten und Mythen.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. De Gruyter, Berlin 1997, S. 154–161.&amp;lt;/ref&amp;gt; spiegelt das Ritual die ängstliche Spannung und die Schuld, die jegliche Tötung mit sich bringt, insbesondere die eines überlebenswichtigen Zuchttiers. Die Schuldzuweisung zwischen den Teilnehmern und die endgültige Verbannung des Beils diene dazu, die ganze Gemeinschaft mit der Schuld zu belasten und schließlich davon zu entlasten. Diese Spannungen seien ein Ausdruck der Idee des Endes und des Neuanfangs, die typisch für das Neujahrsfest ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Interpreten&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu Herbert W. Parke: &amp;#039;&amp;#039;Festivals of the Athenians.&amp;#039;&amp;#039; Cornell University Press, New York 1977, S. 162–167.&amp;lt;/ref&amp;gt; betrachten die Schuld des „Ochsenschlägers“ als fortdauernde Erinnerung daran, dass der Ochse ursprünglich stellvertretend für einen Menschen getötet worden sei, oder sie argumentieren, dass die Tötung eines Arbeitstiers doch keine gewöhnliche Opferform gewesen sei. Die Ausstoßung eines Gegenstands – des Beils – sei eine für die Athener normale rechtliche Handlung gewesen, wenn der Gegenstand den Tod eines Menschen verursacht habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fred Naiden verwirft, den spätantiken Kritikern folgend,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eusebius von Caesarea]], &amp;#039;&amp;#039;[[Praeparatio evangelica]]&amp;#039;&amp;#039; 2,26; [[Hesychios von Alexandria|Hesych]] s. v. {{lang|grc|Διὸς θᾶκοι}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Version des Porphyrios und geht von der Darstellung des Pausanias aus. Nach Pausanias war der zum Ritual gehörende Prozess der Ursprung der Gerichtsbarkeit über Schwerverbrechen im [[Prytaneion]].&amp;lt;ref&amp;gt;Pausanias 1,28,10–11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Fred Naiden vermutet daher, dass die Buphonia an die Herkunft eines Gerichts erinnern sollten und nicht als Ausdruck einer ursprünglichen Verurteilung der Praxis von Tieropfern gedacht waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Naiden: &amp;#039;&amp;#039;Bouphonia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Encyclopedia of Ancient History.&amp;#039;&amp;#039; Band 3. Wiley-Blackwell, Oxford 2013, S. 1179.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Walter Burkert]]: &amp;#039;&amp;#039;Homo necans. Interpretationen altgriechischer Opferriten und Mythen.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. De Gruyter, Berlin 1997, S. 154–161.&lt;br /&gt;
* [[Albert Henrichs]]: &amp;#039;&amp;#039;Bouphonia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Oxford Classical Dictionary.&amp;#039;&amp;#039; Oxford 1996; De Gruyter, Berlin 2019, ISBN 978-3-11-044924-2 (abgerufen über [[Verlag Walter de Gruyter|De Gruyter]] Online), S.&amp;amp;nbsp;87–89.&lt;br /&gt;
* [[Walter Woodburn Hyde]]: &amp;#039;&amp;#039;The Prosecution of Lifeless Things and Animals in Greek Law.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[American Journal of Philology]].&amp;#039;&amp;#039; Band 38, 1917, S. 152–175, 285–303 ([https://www.jstor.org/stable/pdf/289180.pdf Teil 1], [https://www.jstor.org/stable/pdf/289426.pdf Teil 2]).&lt;br /&gt;
* Marilyn A. Katz: &amp;#039;&amp;#039;Ox-Slaughter and Goring Oxen: Homicide, AnimalSacrifice, and Judicial Process.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Yale Journal of Law &amp;amp; the Humanities.&amp;#039;&amp;#039; Band 4, 1992, S. 249–278 ([https://pdfs.semanticscholar.org/0ce9/6936430288f9d6f65d9d2b26cdaf337468d6.pdf PDF]).&lt;br /&gt;
* [[Fred Naiden]]: &amp;#039;&amp;#039;Bouphonia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Encyclopedia of Ancient History.&amp;#039;&amp;#039; Band 3. Wiley-Blackwell, Oxford 2013, S. 1179.&lt;br /&gt;
* Herbert W. Parke: &amp;#039;&amp;#039;Festivals of the Athenians.&amp;#039;&amp;#039; Cornell University Press, New York 1977, S. 162–167. &lt;br /&gt;
* [[Paul Stengel]]: &amp;#039;&amp;#039;Buphonien.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Rheinisches Museum für Philologie]].&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge. Band 52, 1897, S. 399–411.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tieropfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritual]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum (antikes Griechenland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rind in der Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechisches Opferwesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Minoo</name></author>
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