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	<title>Dichtung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Acky69: zus. Links, übersichtlicher</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;zus. Links, übersichtlicher&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die literarische Dichtung, für die Dichtung im technischen Sinn siehe [[Dichtung (Technik)]].}}&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dichtung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dichtkunst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet&lt;br /&gt;
* einen [[künstlerisch]]en Schaffensprozess, der je nach Definition auf die [[poetisch]]e [[Gattung (Literatur)|Gattung]] der [[Lyrik]] beschränkt ist oder auch andere Kunstformen wie [[Musik]] und [[Malerei]] einschließt&lt;br /&gt;
* das Ergebnis dieses Prozesses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dichtung und Poesie ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu dem auch in anderen Sprachen bekannten Begriff der [[Poesie]] ist &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dichtung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (dänisch &amp;#039;&amp;#039;digtning&amp;#039;&amp;#039;, norwegisch und schwedisch &amp;#039;&amp;#039;diktning&amp;#039;&amp;#039;) eine spezielle Wortbildung, mit der eine leichte Verlagerung des Blickpunktes einhergeht: Poesie ist, so die [[Poetologie|poetologische]] Theorie, der Bereich der poetischen Gattungen. Das Wort Dichtung bezeichnet daneben auch das literarische Produkt und den Produktionsprozess, dem es sich verdankt, das Dichten (von mhd. &amp;#039;&amp;#039;ti[c]hten&amp;#039;&amp;#039; für ‚schaffen, erdenken, aussinnen, anordnen‘, aus lat. &amp;#039;&amp;#039;dictare&amp;#039;&amp;#039; ‚diktieren, aufsetzen, abfassen‘; verbreitet und nicht ohne Auswirkung auf die Bedeutungsentwicklung ist dagegen  die [[Etymologie|vulgäretymologische]] Ableitung von &amp;#039;&amp;#039;dicht&amp;#039;&amp;#039;, durch die die Vorstellung einer Verdichtung der Aussage evoziert wird). Dichtung wird dabei sowohl im weiteren Sinn auf Literatur mit künstlerischem Anspruch überhaupt, die sogenannte [[schöne Literatur]], bezogen, als auch im engeren Sinn auf in [[Vers]]e gegliederte, in sogenannter [[Gebundene Rede|gebundener Sprache]] abgefasste Texte, wozu im Gegensatz zur [[prosa]]ischen [[Belletristik]] [[Verslehre|metrische]], rhythmische, in [[Freie Rhythmen|freien Rhythmen]] oder [[Freie Verse|freien Versen]] der Modernen Poesie abgefasste, [[Strophe|strophige]] und strophenlose, ge[[reim]]te und nicht gereimte Texte gleichermaßen zählen. Beide Verwendungen des Begriffs Dichtung heben ab auf die Künstlichkeit, die Erfindung des Gedichteten wenn nicht Erdichteten. Man nennt auch die schwierigen [[Lyrik]][[Übersetzung (Sprache)|übersetzungen]] oft Nachdichtung. Im übertragenen Sinn wird auch in der [[Musik]] von [[Sinfonische Dichtung|symphonischer Dichtung]] oder Tondichtung gesprochen. Anders als Poesie bezeichnet Dichtung nicht die besondere poetische [[Stimmung (Kunst)|Stimmung]] oder den [[Künstlerischer Ausdruck|poetischen Ausdruck]] eines [[Kunstwerk]]s oder einer Situation in der [[Natur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die [[Fiktion]]alität – sie hatte in der Dichtungskritik [[Platon]]s eine entscheidende Rolle gespielt, war aber in der Poesiedebatte gegenüber formalen Kriterien lange Zeit in den Hintergrund getreten – rückte in der Debatte über die Dichtung im 18. Jahrhundert ins Zentrum. Gleichzeitig gestattete der Begriff in der deutschen Diskussion ein gesteigertes Nachdenken über den [[Dichter]] als den, der eine höhere Welt, die Welt seiner Dichtung gegenüber der Realität schafft. Näheres siehe im Artikel [[Poesie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert wurde – als Literatur zum Bereich der sprachlichen Überlieferungen umdefiniert wurde – das Wort im Deutschen zum Begriff für die im „engeren Sinne“ die Literaturbetrachtung beschäftigende Produktion. Im 20. Jahrhundert verlor es gegenüber einem neutraleren Sprechen von [[Literatur]] an Bedeutung. „Dichter“ waren, so die verbreitete Wahrnehmung, Autoren, die „wahre und große [[Kunst]]“ hervorbringen – eine Qualitätsaussage war hiermit verbunden, die im Austausch über Literatur nicht unbedingt länger angestrebt war. Das Wort fiel mit dem Nationalsozialismus, der an Vorstellungen des 19. Jahrhunderts anknüpfte und vom Dichter die Rolle des Sehers und geistigen Führers des Volkes verlangte, in einen Misskredit, dem die [[Literaturwissenschaft]] der 1950er und 1960er nur halbherzig mit einem Ruf nach einer Rückbesinnung auf die bleibenden Werte, und damit durchaus auf einen neuen Diskurs über Dichtung, entgegentrat. Das Sprechen von Dichtung verlor mit den Strömungen der Literaturwissenschaft, die mit den 1960ern vom [[Strukturalismus]] bis zur [[Literatursoziologie]] aufkamen, an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutiger Gebrauch ==&lt;br /&gt;
Als Dichtung bezeichnet man heute primär in Verse gesetzte Werke, insbesondere des Mittelalters („[[Spielmannsdichtung]]“ und vergleichbare Gattungsbildungen tragen den Begriff fort) und der deutschen Epochen vom [[Sturm und Drang]] bis zum [[Vormärz]]. Hier scheint der Begriff von Vorteil gegenüber dem Poesiebegriff, mit dem weit eher ein Traditionsbogen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Gilbert Murray]]: &amp;#039;&amp;#039;The Classical Tradition in Poetry.&amp;#039;&amp;#039; Oxford 1927.&amp;lt;/ref&amp;gt; von der [[Antike]] und [[Aristoteles]] in das [[18. Jahrhundert]] und die Zeit [[Johann Christoph Gottsched|Gottscheds]] gespannt wird – ein Bogen, der es kaum erlaubte, mittelalterlicher Dichtung Wert beizumessen, und ein Bogen, von dem sich die deutschen „Dichter“ des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts distanzierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitat ==&lt;br /&gt;
* Es heiße, „Dichtung entstehe aus der schon beruhigten Erinnerung an ein Gefühlserlebnis.“ ([[William Somerset Maugham]]: „Julia, du bist zauberhaft. Roman.“ Übersetzerin des Originals „Theatre“: Renate Seiller (1937), Verlag Volk und Welt, Berlin 1983, S. 318 unten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Irene Behrens: &amp;#039;&amp;#039;Die Lehre von der Einteilung der Dichtkunst, vornehmlich vom 16. bis 19. Jh.&amp;#039;&amp;#039; Halle an der Saale 1940.&lt;br /&gt;
* Robert Hartl: &amp;#039;&amp;#039;Versuch einer psychologischen Grundlegung der Dichtungsgattungen.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1924.&lt;br /&gt;
* E. Gürlich: &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung der Technik für die Entwicklung der Dichtungsarten. Ein Beitrag zu einer Soziologie der Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1951–1952 (= &amp;#039;&amp;#039;Programm Technologisches Gewerbemuseum&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarischer Begriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Acky69</name></author>
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