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	<title>Durchlaufzeit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T11:57:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Durchlaufzeit&amp;diff=173062&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BiggBrain98: Die Quelle spricht von Taktzeit, nicht  (nur) von Durchlaufzeit.</title>
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		<updated>2026-01-07T09:57:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Quelle spricht von Taktzeit, nicht  (nur) von Durchlaufzeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Durchlaufzeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|throughput time, lead time}}) ist im [[Arbeitsstudium]] die Zeitspanne, die ein [[Arbeitsobjekt]] oder eine [[Entität (Informatik)|Entität]] zum Durchlaufen eines [[System]]s benötigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Bei der Durchlaufzeit handelt es sich um einen Zeitraum, der von einem beliebigen Objekt benötigt wird, um ein System zu durchlaufen. Die Kenntnis der Durchlaufzeit ist für die [[Unternehmensplanung]] von großer Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Josef Stommel: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen über Durchlaufzeiten in Betrieben der metallverarbeitenden Industrie mit Einzel- und Kleinserienfertigung&amp;#039;&amp;#039;. 1973, S. 7 ({{Google Buch|BuchID=RvLKBgAAQBAJ|Seite=7|Hervorhebung=Durchlaufzeit}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die Durchlaufzeit ist ein zentraler Begriff der [[Fertigungssteuerung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Peter Wiendahl, &amp;#039;&amp;#039;Fertigungsregelung&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 33 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Produktionswirtschaft]] bemisst sie die Dauer, die ein [[Produktionsprozess]] von Anfang bis zu seinem Ende erfordert.&amp;lt;ref&amp;gt;Willy Schneider, Alexander Hennig: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Kennzahlen für Marketing und Vertrieb&amp;#039;&amp;#039;. 2008, S. 93 ({{Google Buch|BuchID=_ETusWqGFZQC|Seite=93|Hervorhebung=Durchlaufzeit lexikon}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Durchlaufzeit ist in der Produktionswirtschaft jener Zeitraum, die der Input (etwa [[Fertigungsmaterial]], [[Daten]], [[Geld]], [[Kunde]]n) benötigt, um einen Produktionsprozess zu durchlaufen und diesen als Output ([[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]], [[Dienstleistung]]en) zu verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Oskar Grün, Werner Jammernegg: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Beschaffung, Produktion und Logistik&amp;#039;&amp;#039;. Band 1, 2009, S. 179 ({{Google Buch|BuchID=-BxDuVIUQKQC|Seite=220|Hervorhebung=Durchlaufzeit minuten}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist funktional die Zeitdauer vom [[Auftragseingang]] bis zum [[Warenausgang]].&amp;lt;ref&amp;gt;Sándor Vajna, Jürgen Schlingensiepen: &amp;#039;&amp;#039;CIM Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. 1990, S. 162 ({{Google Buch|BuchID=_oOhBgAAQBAJ|Seite=504|Hervorhebung=Durchlaufzeit lexikon}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung ==&lt;br /&gt;
Die Durchlaufzeit in der Fertigung &amp;lt;math&amp;gt;DLZ&amp;lt;/math&amp;gt; setzt sich aus der [[Durchführungszeit]] &amp;lt;math&amp;gt;Df_z&amp;lt;/math&amp;gt; (bestehend aus der [[Vorgabezeit|Bearbeitungs-]] und [[Rüsten|Rüstzeit]]), der [[Übergangszeit (Arbeitsstudium)|Übergangszeit]] &amp;lt;math&amp;gt;U_z&amp;lt;/math&amp;gt; (bestehend aus [[Liegezeit (Produktion)|Liegezeiten]] und [[Transport]]zeiten) und der [[Zwischenzeit (Arbeitsstudium)|Zwischenzeit]] &amp;lt;math&amp;gt;Z_z&amp;lt;/math&amp;gt; (bestehend aus [[Wartezeit (Produktion)|Wartezeit]] und [[Liegezeit (Produktion)|Liegezeit]]) zusammen:&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Pohl: &amp;#039;&amp;#039;Adaption von Produktionsstrukturen unter Berücksichtigung von Lebenszyklen&amp;#039;&amp;#039;. 2014, S. 65 ({{Google Buch|BuchID=wRGmAwAAQBAJ|Seite=65Übergangszeit+refa|Hervorhebung=Übergangszeit+refa}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;DLZ = Df_{z} + U_{z} + Z_{z}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Reihenfolgeproblems, das durch [[Scheduling]] gelöst wird, werden die Zeiten folgendermaßen unterschieden:&lt;br /&gt;
* Die [[Liegezeit (Produktion)|Liegezeit]] ist die ungewollte [[Wartezeit (Produktion)|Wartezeit]] des Erzeugnisses innerhalb des Produktionssystems.&lt;br /&gt;
* Die [[Vorgabezeit|Bearbeitungszeit]] ist die Zeit, die technisch für die Herstellung des Produktes benötigt wird. Hierzu zählt demnach auch gewollte Liegezeit wie zum Beispiel das Trocknen nach dem Lackieren.&lt;br /&gt;
* Die [[Rüsten|Rüstzeit]] ergibt sich aus der Eigenschaft von manchen [[Ressource]]n, verschiedene Bearbeitungen ausführen zu können. Hierzu muss die Ressource allerdings in den richtigen Zustand versetzt (gerüstet) werden. Ein einfaches Beispiel ist eine Küchenmaschine, die erst mit den richtigen Klingen für eine geplante Bearbeitung ausgestattet werden muss.&lt;br /&gt;
* Die [[Transport]]zeit ist die benötigte Zeit, das Erzeugnis vor und nach der Bearbeitung zu örtlich unterschiedlichen [[Arbeitsplatz|Arbeitsplätzen]] transportieren.&lt;br /&gt;
Verlängert sich nur eine dieser Komponenten, erhöht dies automatisch die Durchlaufzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fertigung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Durchlaufzeit REFA.jpg|mini|Durchlaufzeit nach [[REFA]]]]&lt;br /&gt;
Allgemein unterscheidet [[REFA]] nach [[Ablaufart]]en für&lt;br /&gt;
* die [[Arbeitskraft]] (Tätigkeit – Unterbrechen – Erholen) und einer zugehörigen [[Vorgabezeit|Auftragszeit]],&lt;br /&gt;
* das [[Betriebsmittel (Produktion)|Betriebsmittel]] (Nutzung – Unterbrechen) und einer zugehörigen [[Betriebsmittelzeit]] die zusammen mit der Rüstzeit zur [[Vorgabezeit|Belegungszeit]] wird und&lt;br /&gt;
* den [[Werkstoff (Produktion)|Werkstoff]] (Verändern, Prüfen, Liegen, Lagern).&lt;br /&gt;
Da die Unterscheidung für die Durchlaufzeit unerheblich ist, und die Zeiten für die Arbeitskraft und das Betriebsmittel symmetrisch definiert sind, spricht man für die Durchlaufzeit als Überbegriff von &amp;#039;&amp;#039;Durchführung&amp;#039;&amp;#039;. Dabei bilden Haupt- und Nebendurchführung die [[Durchführungszeit]]. Zusammen mit der aus dem &amp;#039;&amp;#039;[[Ablaufbedingtes Unterbrechen|ablaufbedingtem Unterbrechen]]&amp;#039;&amp;#039; hervorgehenden &amp;#039;&amp;#039;Zwischenzeit&amp;#039;&amp;#039; bilden sie die &amp;#039;&amp;#039;planmäßige Durchlaufzeit&amp;#039;&amp;#039; (durch ein [[Arbeitssystem]]). Die tatsächliche Durchlaufzeit kann gegenüber der geplanten noch verlängert sein durch eine &amp;#039;&amp;#039;Zusatzzeit&amp;#039;&amp;#039;, gebildet aus Zeiten für &amp;#039;&amp;#039;störungsbedingtes Unterbrechen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;zusätzliche Durchführungen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Durchlaufzeit durch mehrere Arbeitssysteme addiert man deren einzelnen Durchlaufzeiten unter Hinzufügung jeweils einer Zwischenzeit, die Liege-, Lager- und Transportzeiten zwischen den Arbeitssystemen repräsentiert. Damit veranlasst REFA angesichts der faktischen Unschärfe der obigen, üblichen Definition (Wann genau ist Beginn der Bearbeitung: Erteilung des Fertigungsauftrages, Bereitstellung des Materials oder erster Arbeitsgang. Wann genau ist Fertigstellung des Erzeugnisses: Letzter Arbeitsgang oder Bereitstellung im Versand) zu einer klaren Angabe, was zur Durchlaufzeit gehört und was nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Nutzung als [[Betriebswirtschaftliche Kennzahl]] kann man Durchlaufzeit in &amp;#039;&amp;#039;mittlere Durchlaufzeit&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;auftragsbezogene Durchlaufzeit&amp;#039;&amp;#039; unterteilen. In diesem Zusammenhang bildet die [[Zykluszeit (Produktion)|Zykluszeit]] die Zeit für die Herstellung ganzer Auftragskomplexe. Die Zykluszeit ist identisch mit der längsten Durchlaufzeit eines [[Auftrag]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Werner Hansmann: &amp;#039;&amp;#039;Industrielles Management&amp;#039;&amp;#039;. 2006, S. 350 ({{Google Buch|BuchID=-rZsxDQLY-QC|Seite=350|Hervorhebung=Zykluszeit wartezeit}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchlaufzeiten bei heterogener Fertigung ==&lt;br /&gt;
Bei komplexen technischen Produkten, die sich aus vielen Einzelteilen und Baugruppen zusammensetzen und die in heterogenen Fertigungsbereichen hergestellt werden, sind die jeweiligen Durchlaufzeiten oft sehr unterschiedlich. Eine Möglichkeit, die Durchlaufzeiten zu senken ist es, aus sequentiellen Fertigungslinien einzelne Fertigungsabschnitte auszulagern und die Fertigung partiell zu parallelisieren. Dieses Vorgehen findet man häufig in der Automobilindustrie. Dort werden z.&amp;amp;nbsp;B. die Fahrzeugtüren zu Beginn der Endmontage ausgebaut und dann in separaten Türmontagen komplettiert. Am Ende des Montagebandes werden diese Türen dann wieder ans Endmontageband geliefert und eingebaut. Oder es werden bestimmte Fertigungsumfänge von einem Dienstleister oder einem Lieferanten in eine Vormontage verlegt. Das vormontierte Modul wird dann, oftmals {{lang|en|Just-in-sequence}} (Just-in-Reihenfolge), in das Fahrzeug eingebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilmjakob Herlyn: &amp;#039;&amp;#039;PPS im Automobilbau&amp;#039;&amp;#039;. 2012, S. 34 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn sich die Taktzeiten zwischen den Fertigungsbereichen stark unterscheiden besteht eine weitere Möglichkeit darin, für bestimmte Teile oder Baugruppen mehrere parallele Fertigungslinien oder flexible Fertigungszellen einzurichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Materialbedarfsplanung ==&lt;br /&gt;
In der [[Materialbedarfsplanung]] wird die Durchlaufzeit als Vorlaufzeit genutzt, um zu berechnen, zu welchem Zeitpunkt ein benötigtes [[Fertigungsmaterial]] vorher an einer anderen Stelle (z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Lagerhaltung|Lager]]) vorhanden sein muss, damit es rechtzeitig (z.&amp;amp;nbsp;B. an einer [[Montagelinie]]) zur Verfügung steht. Dies wird auch als &amp;#039;&amp;#039;[[retrograde Terminierung]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesetz von John D. C. Little ==&lt;br /&gt;
Das [[Littles Gesetz|Gesetz von Little]] ist eine bedeutende Gesetzmäßigkeit in der [[Warteschlangentheorie]]. Es wurde 1961 von John D. C. Little formuliert und bewiesen:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;DLZ = \frac{UB}{DS}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die durchschnittliche Durchlaufzeit eines Arbeitsobjektes in einem Produktionsprozess – der sich in einem stabilen Zustand befindet – ist gleich der durchschnittlichen Anzahl eines [[Umlaufbestand]]es &amp;lt;math&amp;gt;UB&amp;lt;/math&amp;gt; dividiert durch den durchschnittlichen [[Durchsatz]] &amp;lt;math&amp;gt;DS&amp;lt;/math&amp;gt;, also der Anzahl von fehlerfreien [[Produkt (Wirtschaft)|Produkten]], die den Prozess in einem bestimmten Zeitraum verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Renata Meran, Alexander John, Christian Staudter, Olin Roenpage: &amp;#039;&amp;#039;Six Sigma+Lean Toolset&amp;#039;&amp;#039;. 2012, S. 180 ({{Google Buch|BuchID=MhUeBAAAQBAJ|Seite=180Durchlaufzeit+little|Hervorhebung=Durchlaufzeit little}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Durchlaufzeiten können je nach Komplexität des Arbeitsobjektes und der erforderlichen [[Produktionstechnik]] sehr kurz sein (wenige Minuten wie bei [[Anfrage (Wirtschaft)|Anfragen]]), einige Stunden betragen (wie in der [[Automobilindustrie]]) oder auch viele Monate dauern ([[Baugewerbe]], [[Flugzeugbau|Flugzeug-]] und [[Schiffbau]]). Eine [[betriebswirtschaftliche Kennzahl]] ist der &amp;#039;&amp;#039;Fließgrad&amp;#039;&amp;#039; als das Verhältnis der Bearbeitungszeit zur Durchlaufzeit (Der Kehrwert vom Fließgrad ist der &amp;#039;&amp;#039;Flussgrad&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= Juliane Gottmann|Verlag=Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |Titel=Produktionscontrolling: Wertströme und Kosten optimieren |Auflage=1.|Ort=Wiesbaden |Datum=2016 |ISBN=978-3-658-01951-8 |Seiten=124|Online = {{Google Buch|BuchID=z2rWCwAAQBAJ|Seite=124}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er misst den Anteil der [[Wertschöpfung (Wirtschaft)|wertschöpfenden]] Tätigkeiten an der Durchlaufzeit und liegt in der deutschen [[Industrie]] zwischen 5 % und 15 %.&amp;lt;ref&amp;gt;Sándor Vajna, Jürgen Schlingensiepen: &amp;#039;&amp;#039;CIM Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. 1990, S. 208.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das [[Unternehmensziel]] der [[Gewinnmaximierung]] zu erfüllen, kann auch eine [[Kostensenkung]] durch Verkürzung der Durchlaufzeiten erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchlaufzeit verringern&lt;br /&gt;
* Es gibt die Möglichkeit, die [[Kapazität (Wirtschaft)|Kapazität]] eines [[Arbeitsplatz]]es zu erhöhen. Durch die höhere Kapazität kann in gleicher Zeit mehr gefertigt werden (Durchsatz). Das Konzept ist nur an Engpässen sinnvoll (siehe: [[Theorie der Einschränkungen]], [[Flaschenhals (Logistik)]], [[Produktionsprogramm]]).&lt;br /&gt;
* Ferner kann der Durchsatz durch eine höhere [[Arbeitsintensität]] vergrößert werden (zum Beispiel Erhöhung der elektrischen Leistung), da der Zusammenhang zwischen Durchlaufzeit und Durchsatz invers ist. Die Möglichkeiten sind meist aber gering, da normalerweise die optimale Leistung von Anlagen und das beste Arbeitstempo für den Menschen bereits eingeplant ist.&lt;br /&gt;
* Um Rüstzeit zu sparen, können gleichartige Aufträge, die zeitnah gefertigt werden sollen, zu einem Auftrag ([[Los (Produktion)|Los]]) zusammengefasst werden. Dadurch entsteht nicht für jeden Auftrag die [[Rüsten|Rüstzeit]], sondern nur für den ersten. Durch die Erhöhung der Losgröße kann die durchschnittliche Durchlaufzeit pro Stück am &amp;#039;&amp;#039;einzelnen&amp;#039;&amp;#039; [[Arbeitssystem]] verringert werden; die Durchlaufzeiten für die Aufträge und die durchschnittlichen Durchlaufzeiten können sich dadurch aber wegen der zusätzlichen Warte- und Liegezeiten deutlich erhöhen. Losbildung beeinträchtigt auch die [[Flexibilität (Betriebswirtschaft)|Flexibilität]] und die [[Lieferbereitschaft]].&lt;br /&gt;
* Die wesentlichen Potenziale liegen daher in der Organisation der Auftragsabwicklung und der [[Arbeitsorganisation]]. Zum Beispiel zielen die Konzepte [[One-Piece-Flow]] und [[Chaku-Chaku]] auf Durchlaufzeitreduzierung in variantenreicher [[Serienfertigung]].&lt;br /&gt;
* Die Transportzeiten lassen sich (geringfügig) reduzieren, indem die [[Produktionsanlage]]n sinnvoll angeordnet werden und hochfrequente Transportsysteme eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
* Werden von einem Produkt Teillose zum Transport (Transportlos &amp;lt;&amp;gt; Fertigungslos) gebildet, kann durch Überlappen von Arbeitsgängen ein erstes Teillos an Arbeitssystem B bereits weiterverarbeitet werden, während Arbeitssystem A das zweite Teillos fertigt. Im Idealfall ist man wieder bei One-Piece-Flow und Chaku-Chaku.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Verkürzung der Durchlaufzeiten kann auch mit Hilfe des [[Computer-integrated manufacturing]] erreicht werden. Hierdurch verringern sich die [[Kapitalbindung]], [[Lagerkosten|Lager-]] und [[Transportkosten]]&amp;lt;ref&amp;gt;Willy Schneider, Alexander Hennig: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Kennzahlen für Marketing und Vertrieb&amp;#039;&amp;#039;. 2008, S. 94&amp;lt;/ref&amp;gt; bei verbesserter [[Kapitalumschlagshäufigkeit]] und [[Produktivität]]. Kurze Durchlaufzeiten führen zu geringeren [[Gemeinkosten]]anteilen und kürzeren [[Lieferfrist]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gablers Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Band 2, Verlag Dr. Th. Gabler, 1984, Sp. 1118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Durchlaufzeit bestimmt die übergeordnete [[Betriebszeit]]. Beträgt beispielsweise die Betriebszeit einer [[Schichtarbeit|Schicht]] 400 Minuten und die [[Nachfrage]] nach dem Produkt 400 Stück pro Schicht, so darf die Taktzeit des Produkts eine Minute oder weniger betragen. Dies bedeutet, dass die Durchlaufzeit je Arbeitsstation ebenfalls eine Minute oder weniger betragen muss, um keinen Engpass zu erzeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jeffrey K. Liker, David Meier: &amp;#039;&amp;#039;Praxisbuch: Der Toyota-Weg&amp;#039;&amp;#039;. 2008, S. 186 ({{Google Buch|BuchID=1Bap2g7FceQC|Seite=186|Hervorhebung=Durchlaufzeit minuten}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Erhöht sich die Durchlaufzeit etwa wegen längerer Liegezeiten, so stellt die Betriebszeit einen [[Flaschenhals (Wirtschaft)|Engpass]] dar, der durch eine weitere Schicht beseitigt werden kann, wenn das Unternehmen keine Kunden verlieren möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Logistikcontrolling]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Joachim Käschel]], Tobias Teich: &amp;#039;&amp;#039;Produktionswirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen, Produktionsplanung und -steuerung, Lehr- und Übungsbuch&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft für Unternehmensrechnung und Controlling (GUC). Lehrbuchreihe.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 7). GUC Gesellschaft für Unternehmensrechnung und Controlling, Chemnitz 2004, ISBN 3-934235-19-0.&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Wiendahl: &amp;#039;&amp;#039;Fertigungsregelung. Logistische Beherrschung von Fertigungsabläufen auf Basis des Trichtermodells.&amp;#039;&amp;#039; Hanser, München u.&amp;amp;nbsp;a. 1997, ISBN 3-446-19084-8.&lt;br /&gt;
* Wilmjakob Herlyn: &amp;#039;&amp;#039;PPS im Automobilbau. Produktionsprogrammplanung und -steuerung von Fahrzeugen und Aggregaten.&amp;#039;&amp;#039; Hanser, München 2012, ISBN 978-3-446-41370-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4131022-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsstudium]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Planung und Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maschinenbelegungsplanung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produktionslogistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitraum (Technik)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BiggBrain98</name></author>
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