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	<title>Eduard von Simson - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;+1 Weblink, kann gern noch etwas für das lemma verwendet werden&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Eduard von Simson by Fritz Paulsen.jpg|mini|hochkant=1.0|[[Fritz Paulsen]]: Eduard von Simson, Ölgemälde, 1880 [[Datei:Signatur Eduard von Simson.PNG|rahmenlos|klasse=skin-invert-image]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martin Eduard Sigismund Simson&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ab 1888 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eduard von Simson&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. November]] [[1810]] in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg i. Pr.]]; † [[2. Mai]] [[1899]] in [[Berlin]]), war ein deutscher [[Richter]], [[Hochschullehrer]] und [[Parlamentarier]] im [[Königreich Preußen]]. Durch seine Mitarbeit an der letztlich gescheiterten [[Paulskirchenverfassung|Reichsverfassung von 1849]] wird er als der „erste deutsche Verfassungsvater“ angesehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JM&amp;quot;&amp;gt;[[Jürgen Manthey]]: &amp;#039;&amp;#039;Königsberg. Geschichte einer Weltbürgerrepublik&amp;#039;&amp;#039;. München 2005, S. 486–492.&amp;lt;/ref&amp;gt; Simson war Abgeordneter der [[Frankfurter Nationalversammlung]] und von Dezember 1848 bis Mai 1849 ihr Präsident. Dasselbe Amt übte er 1850 im Volkshaus des [[Erfurter Unionsparlament]]es und von 1867 bis 1873 in den Reichstagen des [[Reichstag (Norddeutscher Bund)|Norddeutschen Bundes]] sowie des [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Kaiserreichs]] aus. 1879 wurde Simson erster Präsident des [[Reichsgericht]]s in [[Leipzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Seine jüdischen Eltern ließen Eduard Simson 1823 [[taufe]]n. Im März 1826 machte er mit 15 Jahren das Abitur am [[Collegium Fridericianum]]. Zu dieser Zeit unterrichtete er den späteren preußischen Minister [[Friedrich zu Eulenburg]] und seinen Bruder als Hauslehrer. An der [[Albertus-Universität Königsberg]] begann er, [[Rechtswissenschaft]] und [[Kameralwissenschaft]] zu studieren. Von seinen Lehrern nennt er nur [[Heinrich Eduard Dirksen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;KMS&amp;quot;&amp;gt;Arndt Kiehle, Bernd Mertens, [[Gottfried Schiemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Martin Eduard Simson&amp;#039;&amp;#039;. In: Bernd-Rüdiger Kern: &amp;#039;&amp;#039;Die Königsberger Historische Rechtsschule&amp;#039;&amp;#039;. In: (Festschrift für Jan Schröder zum 70. Geburtstag), Mohr Siebeck, Tübingen 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Königsberg half er [[Johann Jacoby]] bei der Gründung des dritten Littauer-Kränzchens innerhalb der [[Burschenschaft|burschenschaftlichen]] Allgemeinheit Königsberg am 2. Februar 1827. Das [[Kränzchen]] wurde 1829 zur [[Königsberger Senioren-Convent#Lithuania|Corpslandsmannschaft Lithuania]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;CTL&amp;quot;&amp;gt;Walter Passauer: &amp;#039;&amp;#039;Corpstafel der Littuania zu Königsberg&amp;#039;&amp;#039;, S. 29 f., Nr. 35. Königsberg 1935.&amp;lt;/ref&amp;gt; Simson wechselte an die [[Humboldt-Universität|Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin]] und die [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn]] und diente in der [[Preußische Armee|Preußischen Armee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1829 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er in Königsberg zum [[Dr. iur.]]&amp;lt;ref&amp;gt;1. Dissertation: &amp;#039;&amp;#039;De J. Paulli manualium libris III&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/search?qt=worldcat_org_all&amp;amp;q=De+J.+Paulli+manualium+libris+III Dissertation im WorldCat].&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf Antrag der Fakultät erhielt er sogleich die [[Venia legendi]]. Ein Stipendium ermöglichte ihm eine Studienreise nach Berlin, Halle, Leipzig, Göttingen und Bonn. Dort beeindruckte ihn besonders [[Barthold Georg Niebuhr]]. Kurz nach der [[Julirevolution von 1830]] traf er in Paris ein. Über Heidelberg und Berlin kehrte er nach Königsberg zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Mast: &amp;#039;&amp;#039;E. v. Simson&amp;#039;&amp;#039;. Ostdeutsche Gedenktage. Bonn 1998, S. 121–127.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem Reisestipendium verbunden war die Verpflichtung, nach der Rückkehr ab 1831 zwei Jahre als [[Privatdozent]] zu lehren. Ungewöhnlich war, dass er [[Pandektenwissenschaft]] lesen durfte und schon 1833 zum [[Extraordinarius|außerordentlichen Professor]] ernannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Oktober 1835 beantragte Simson die Ernennung zum [[Lehrstuhl|ordentlichen Professor]], weil seine „Vorlesungen in der hiesigen Fakultät die am meisten besuchten sind“. Die Fakultät widersprach entschieden: Mit drei ordentlichen Professoren im Römischen Recht sei der Bedarf gedeckt und überhaupt seien bei der sinkenden Studentenzahl fünf Ordinarien ausreichend. Außerdem sei ein weiterer Lehrer des [[Deutsches Recht (historisch)|Deutschen Rechts]] nötiger und habe [[Heinrich Friedrich Jacobson]] Vorrang. Simsons Lehrerfolg versuchte die Fakultät zu relativieren; ihm fehle es an der wissenschaftlichen Durchdringung und an [[Publikation]]en. Der Kurator gab diese Stellungnahme an das [[Preußisches Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten|Preußische Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten]] weiter, sprach sich aber für Simsons Ernennung aus. Auf Wunsch der Fakultät empfahl er „eine gründliche Überprüfung seiner beiden Dissertationen“. Diesem Wunsch war das Ministerium am 22. Oktober 1835 insoweit zuvorgekommen, als es bei [[Karl August Dominikus Unterholzner|Karl Unterholzner]] in Breslau ein Gutachten über Simsons zweite Dissertation angefordert hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;2. Dissertation: &amp;#039;&amp;#039;Ad. Dig. de capite minutis (IV.5) legem II (alt.) exercitatio instituto&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz der eher ungünstigen Gutachtenlage wurde Simson am 22. Mai 1836 zum ordentlichen Professor ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KMS&amp;quot; /&amp;gt; Seit 1834 Mitglied, wurde er 1846 Rat des Tribunals für das Königreich Preußen. Auf Vermittlung von [[Oskar Ludwig Bernhard Wolff]] lud Simson den Freiheitskämpfer [[Giuseppe Mazzini]] zu sich nach Hause ein. Am nächsten Tag wurde er von der Polizei über den Gast befragt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernhard von Simson |Titel=Eduard von Simson. Erinnerungen aus seinem Leben. |Ort=Leipzig |Datum=1900 |Seiten=64}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kurz vor der Revolution von 1848 unternahm Simson mit seinem Schwager [[Robert Warschauer senior|Robert Warschauer]] eine Reise nach England, da dessen Bankhaus eine schwere Handelskrise getroffen haben soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernhard von Simson |Titel=Eduard von Simson. Erinnerungen aus seinem Leben. |Ort=Leipzig |Datum=1900 |Seiten=73}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Betreiben von [[Johann Gustav Droysen]] und [[Christian Schüler]], die wie er Abgeordnete in der Nationalversammlung gewesen waren, erhielt er 1852 einen [[Berufung (Amt)|Ruf]] der [[Universität Jena]] auf ihren Lehrstuhl für [[Pandektenwissenschaft]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;KMS&amp;quot; /&amp;gt; Simson lehnte ihn ab. Von 1855 bis 1857 war er [[Rektor#Akademische Ämter|Rektor]] der Albertina.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.historische-kommission-muenchen-editionen.de/rektoratsreden/anzeige/index.php?type=rektor&amp;amp;id=277784978 &amp;#039;&amp;#039;Rektoratsreden&amp;#039;&amp;#039;.] Hrsg.: HiKo München, 21. Oktober 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parlamentarier ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bilderrevolution0293.jpg|mini|hochkant|links|Eduard Simson, Abbildung nach einer [[Daguerreotypie]] von [[Hermann Biow]] während [[Revolutionen 1848/1849|des Revolutions&amp;amp;shy;jahres 1848/1849]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Gartenlaube (1879) b 661.jpg|mini|hochkant|Eduard von Simson als Präsident des Reichsgerichts auf einem [[Holzstich]] von [[August Neumann (Holzstecher)|August Neumann]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;white-space:nowrap&amp;quot;&amp;gt;Als Abgeordneter für Königsberg gehörte Simson vom 18. Mai 1848&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;!-- Mindestbreite der Textspalte wegen dreispaltigem Layout --&amp;gt; bis zum 20. Mai 1849 der [[Frankfurter Nationalversammlung]] an, zunächst als Sekretär im Gesamtvorstand, ab Oktober 1848 als Vizepräsident und ab Dezember 1848 als Präsident. Im April 1849 stand er an der Spitze der [[Kaiserdeputation]], die [[Friedrich Wilhelm IV.]] seine Wahl zum [[Kaiser der Deutschen]] überbrachte. Als diese Sendung scheiterte, lehnte Simson die Fortführung des Präsidiums ab. Im August 1849 trat er als Abgeordneter für Königsberg in das [[Preußisches Abgeordnetenhaus|Abgeordnetenhaus des preußischen Landtags]]. Im [[Erfurter Unionsparlament]] war er Präsident des Volkshauses.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CTL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1858 wandte er sich wieder dem politischen Leben zu. 1860 wurde er zum Vizepräsidenten des [[Appellationsgericht]]s [[Frankfurt (Oder)]] ernannt. In diesem und im nächsten Jahr führte er das Präsidium des Abgeordnetenhauses, 1867 war er Präsident des  [[Konstituierender Reichstag|konstituierenden Reichstags]], der den [[Norddeutscher Bund|Norddeutschen Bund]] vorbereitete. Er war Vorsitzender auch der ordentlichen Reichstage von 1867 bis 1873 und auch des [[Zollparlament]]s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CTL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Oktober 1867 überbrachte er dem preußischen König [[Wilhelm I. (Preußen)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;I.]] die Adresse des im August gewählten Norddeutschen Reichstags nach der [[Burg Hohenzollern]]. Am 13. Dezember 1870 reiste er an der Spitze einer Deputation nach [[Versailles]] und überbrachte Wilhelm die Adresse des Norddeutschen Reichstags, durch die Wilhelm gebeten wurde, die ihm angetragene Kaiserwürde anzunehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CTL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1874 musste er krankheitshalber eine Wiederwahl ablehnen. 1877 nahm er auch kein Reichstagsmandat mehr an. Seit 1869 Präsident des Appellationsgericht Frankfurt/Oder, wurde Simson bei der Errichtung des [[Reichsgericht]]s in Leipzig am 1.&amp;amp;nbsp;Oktober 1879 zum Präsidenten des Gerichts und des [[Disziplinarhof Leipzig|Disziplinarhofs]] berufen. Am 1.&amp;amp;nbsp;Februar 1891 trat er in den Ruhestand und nahm seinen Wohnsitz in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Reichstagsabgeordneten des Deutschen Kaiserreichs (1. Wahlperiode)|Liste der Reichstagsabgeordneten des Deutschen Kaiserreichs (2. Wahlperiode)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Grabstätte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin, Kreuzberg, Mehringdamm 21, Friedhof III Jerusalems- und Neue Kirche, Grab Eduard von Simson.jpg|mini|hochkant|Ehrengrab von Eduard von Simson in [[Berlin-Kreuzberg]]]]&lt;br /&gt;
Eduard von Simson starb am 2. Mai 1899 im Alter von 88 Jahren in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Präsident Simson †&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Tageblatt]]&amp;#039;&amp;#039;, 3. Mai 1899, Morgen-Ausgabe, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen Tag vor seinem Tod erlebte er&amp;amp;nbsp;– obgleich schon nicht mehr bei vollem Bewusstsein&amp;amp;nbsp;– „einen ungemein seltenen Gedenktag, die siebzigjährige Wiederkehr seine[r] Doktorpromotion, die er schon im jugendlichen Alter von 18&amp;amp;nbsp;½ Jahren erlangt hatte“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nwj|04|05|1924|22|Aus aller Welt|AUTOR=[[Wilhelm Ahrens (Mathematiker)|Wilhelm Ahrens]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beigesetzt wurde er in einem [[Erbbegräbnis]] auf dem [[Friedhöfe vor dem Halleschen Tor#Friedhof III der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde|Friedhof&amp;amp;nbsp;III der Jerusalems- und Neuen Kirche]] vor dem [[Hallesches Tor|Halleschen Tor]]. In der Gittergrabanlage dient nur ein kleiner Grabstein aus rotbraunem Granit als Grabmarkierung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S.&amp;amp;nbsp;246–247.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:FrankfurtOTafelSimson.JPG|mini|Gedenktafel für Simson in Frankfurt (Oder), Halbe Stadt 20]]&lt;br /&gt;
* Ehrenbürger der Stadt [[Frankfurt (Oder)]] (1873)&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Look: &amp;#039;&amp;#039;Pasewalker bei Paris&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Märkische Oderzeitung]] vom 16./17.&amp;amp;nbsp;Januar 2021, Journal S.&amp;amp;nbsp;2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Liste der Ehrenbürger von Leipzig|Ehrenbürger der Stadt Leipzig]] (1883)&lt;br /&gt;
* [[Charakter (Titel)|Wirkl. Geh. Rat]]&lt;br /&gt;
* [[Schwarzer Adlerorden]] (1888)&lt;br /&gt;
* [[Orden vom Zähringer Löwen]], Großkreuz mit Brillanten (1893)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich III. (Deutsches Reich)|Friedrich&amp;amp;nbsp;III.]] verlieh ihm am 18. März 1888 im [[Schloss Charlottenburg]] den [[Schwarzer Adlerorden|Schwarzen Adlerorden]]. Mit dem [[Wappenbrief]] vom 28. Mai 1888 wurde Simson [[Nobilitierung|nobilitiert]] und in den preußischen erblichen [[Adel]]sstand erhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Freiherr von Houwald: &amp;#039;&amp;#039;Brandenburg-Preußische Standeserhebungen und Gnadenakte für die Zeit 1873–1918&amp;#039;&amp;#039;. C. A. Starke, Görlitz 1939, S. 65 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Simson benannte Leipzig eine Straße im [[Musikviertel (Leipzig)#Straßen|Musikviertel]], eine Brücke und den Platz vor dem Reichsgericht, dem heutigen [[Bundesverwaltungsgericht (Deutschland)|Bundesverwaltungsgericht]]. Im Berliner [[Großer Tiergarten|Tiergarten]] trägt seit 1977 der [[Simsonweg]] beim Reichstagsgebäude zum [[Brandenburger Tor]] seinen Namen; die heutige [[Scheidemannstraße]] am Reichstagsgebäude trug 1895–1938 seinen Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=h |bez=02 |id=S835 |zlb98=1849 |name=Simsonstraße (Tiergarten)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine weitere in [[Berlin-Lichtenberg]] trug 1905–1911 diesen Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=h |bez=17 |id=S83 |zlb98=1848 |name=Simsonstraße (Lichtenberg)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Frankfurt am Main]] ist eine Straße am Parlamentsplatz nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Beschluss des [[Senat von Berlin|Berliner Senats]] ist die letzte Ruhestätte von Eduard von Simson auf dem Friedhof&amp;amp;nbsp;III der Jerusalems- und Neuen Kirche (Grabstelle&amp;amp;nbsp;343-EB-256a) seit 1964 als [[Liste der Ehrengräber in Berlin|Ehrengrab des Landes Berlin]] gewidmet. Die Widmung wurde zuletzt im Jahr 2016 um die inzwischen übliche Frist von zwanzig Jahren verlängert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berlin.de/senuvk/umwelt/stadtgruen/friedhoefe_begraebnisstaetten/downloads/eg-liste.pdf#page=83 &amp;#039;&amp;#039;Ehrengrabstätten des Landes Berlin (Stand: November 2018)&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF, 413&amp;amp;nbsp;kB), Hrsg. Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, S.&amp;amp;nbsp;83; abgerufen am 30.&amp;amp;nbsp;März 2019. [https://www.parlament-berlin.de/ados/17/IIIPlen/vorgang/d17-3105.pdf &amp;#039;&amp;#039;Anerkennung und weitere Erhaltung von Grabstätten als Ehrengrabstätten des Landes Berlin&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF, 205&amp;amp;nbsp;kB). Abgeordnetenhaus von Berlin, Drucksache&amp;amp;nbsp;17/3105 vom 13.&amp;amp;nbsp;Juli 2016, S.&amp;amp;nbsp;1 und Anlage&amp;amp;nbsp;2, S.&amp;amp;nbsp;15; abgerufen am 30.&amp;amp;nbsp;März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Sein Vater, Zacharias Jakob (1785–1876), war Kaufmann und Wechselmakler in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg i. Pr.]] Seine Mutter, Marianne Sophie (gest. 1866), war eine Tochter des Kaufmanns Simon Joachim Friedländer. Seine Brüder waren August Simson (1812–1888), Professor der Theologie, sowie die Juristen [[Georg Bernhard Simson]] (1817–1897) und John Simson (1823–1886). Sein Großonkel mütterlicherseits war [[David Friedländer]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernhard von Simson |Titel=Eduard von Simson. Erinnerungen aus seinem Leben. |Ort=Leipzig |Datum=1900 |Seiten=2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eduard von Simson heiratete 1834 in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg i. Pr.]] &amp;lt;u&amp;gt;Clara&amp;lt;/u&amp;gt; Alexandrine (1814–1883), eine Tochter des Bankiers [[Marcus Warschauer]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutsche-biographie.de/sfz18861.html &amp;#039;&amp;#039;Simson, Martin Eduard Sigismund von (preußischer Adel 1888)&amp;#039;&amp;#039;], In: Deutsche Biografie, abgerufen am 21. Oktober 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Paar hatte neun Kinder, darunter den Juristen August von Simson (1837–1927) und den Historiker [[Bernhard von Simson]] (1840–1915). [[Georg von Simson (Bankier)|Georg von Simson]] (1869–1939) war sein Enkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Genealogie ==&lt;br /&gt;
* Königl. Herolds-Amt (Hrsg.), [[Marcelli Janecki]] (Red. zug.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Preußischen Adels&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1892, S.&amp;amp;nbsp;543 f. ([https://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/7952130 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gothaisches Genalogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1909&amp;#039;&amp;#039;. 3. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha Ende Oktober 1908, S.&amp;amp;nbsp;759 f. ([https://digital.ub.uni-duesseldorf.de/periodical/pageview/1204867 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* [[Walter von Hueck]], Friedrich Wilhelm Euler et al.: &amp;#039;&amp;#039;Genealogisches Handbuch des Adels. Adelige Häuser (B/Briefadel) 1974&amp;#039;&amp;#039;, Band XI, Band 57 der Gesamtreihe &amp;#039;&amp;#039;GHdA&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg (Lahn) 1974. ISBN 3-7980-0757-8.&lt;br /&gt;
* [[Christoph Franke (Genealoge)|Christoph Franke]], [[Klaus von Andrian-Werburg]] et al.: &amp;#039;&amp;#039;Genealogisches Handbuch des Adels. Adelige Häuser (B/Briefadel) 2002&amp;#039;&amp;#039;, Band XXIV, Band 129 der Gesamtreihe &amp;#039;&amp;#039;GHdA&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg (Lahn) 2002. ISBN 3-7980-0829-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--chronologisch--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Protokoll der Wahl Simsons zum ersten Präsidenten des Reichstags des Norddeutschen Bundes 1867. In: &amp;#039;&amp;#039;Stenographische Berichte über die Verhandlungen des Reichstages des Norddeutschen Bundes im Jahre 1867.&amp;#039;&amp;#039; 1. Band, Berlin 1867, S. 37–38. ([https://www.reichstagsprotokolle.de/Blatt3_nb_bsb00000436_00065.html Digitalisat])&lt;br /&gt;
* [[Hans Blum (Autor)|Hans Blum]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Präsidenten des deutschen Reichstags. Erinnerungen und Skizzen&amp;#039;&amp;#039;. I. &amp;#039;&amp;#039;Eduard Simson&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Westermanns Monatshefte.&amp;#039;&amp;#039; Oktober 1896, S. 18–27.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dr. Eduard von Simson †&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Juristen-Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; Band 4, Verlag Otto Liebmann, Berlin 1899, S. 210. (Nachruf; In: ([http://dlib-zs.mpier.mpg.de/mj/kleioc/0010/exec/bigpage/%222173669_04%2b1899_0226%22 Digitalisat]), Hrsg.  [[Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte|MPIER]]).&lt;br /&gt;
* {{ADB|54|348|364|Simson, Eduard von|[[Herman von Petersdorff|Hermann von Petersdorff]]|ADB:Simson, Eduard von}}&lt;br /&gt;
* Felix Hirsch: &amp;#039;&amp;#039;Eduard von Simson. Das Problem der deutsch-jüdischen Symbiose im Schatten Goethes und Bismarcks&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Geschichte in Wissenschaft und Unterricht]].&amp;#039;&amp;#039; Band 16, Ernst Klett Verlag, Stuttgart 1965, S. 261–277.&lt;br /&gt;
* [[Günther Meinhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Eduard von Simson.&amp;#039;&amp;#039; 1981.&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Hildebert Kirchner|Titel=Eduard von Simson|Verlag=Gesellschaft für Kulturhistorische Dokumentation|Ort=Karlsruhe|Datum=1985}}&amp;lt;!-- ISBN falsche Nummer laut ddb.de 3-922596-17-8 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bernd-Rüdiger Kern]], [[Klaus-Peter Schroeder]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Eduard von Simson (1810–1899). „Chorführer der Deutschen“ und erster Präsident des Reichsgerichts&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Juristische Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Abteilung 2, Forum juristische Zeitgeschichte, Band 10. Nomos-Verlags-Gesellschaft, Baden-Baden 2001, ISBN 3-7890-7419-5.&lt;br /&gt;
* [[Michael F. Feldkamp]]: &amp;#039;&amp;#039;Der vergessene Präsident&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Parlament]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 46–47, 15. November 2010, S. 3 ([https://www.das-parlament.de/2010/46-47/thema/der-vergessene-praesident das-parlament.de]).&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|451|453|Simson, Martin Eduard Sigismund von|Andreas Thier|118614584}}&lt;br /&gt;
* Arndt Kiehle, Bernd Mertens, [[Gottfried Schiemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Martin Eduard Simson&amp;#039;&amp;#039;. In: Bernd-Rüdiger Kern: &amp;#039;&amp;#039;Die Königsberger Historische Rechtsschule&amp;#039;&amp;#039;. In: (Festschrift für Jan Schröder zum 70. Geburtstag), Mohr Siebeck, Tübingen 2013, S. 387–390.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Manthey]]: &amp;#039;&amp;#039;Der erste deutsche Verfassungsvater (Eduard von Simson)&amp;#039;&amp;#039;, in ders.: &amp;#039;&amp;#039;Königsberg. Geschichte einer Weltbürgerrepublik&amp;#039;&amp;#039;. Carl Hanser, München, Wien 2005, ISBN 3-446-20619-1, S. 486–492.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/ccf25581-8cd0-4200-bc6e-ac4ccf088b16/ Nachlass Bundesarchiv N 1763]&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|118614584}}&lt;br /&gt;
* {{OstdtBio|simson-eduard-von}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118614584}}&lt;br /&gt;
* [http://stabikat.sbb.spk-berlin.de:8080/DB=1/LNG=DU/SID=f3531bbe-2/CMD?ACT=SRCHA&amp;amp;IKT=1016&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;TRM=Simson%2C+Eduard Literaturliste im Online-Katalog] der [[Staatsbibliothek zu Berlin]]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118614584|titel=Simson, Martin Eduard Sigismund von|datum=2022-01-04}}&lt;br /&gt;
* [https://dfg-viewer.de/show/?set%5Bmets%5D=https://content.staatsbibliothek-berlin.de/zefys/SNP27646518-19101110-1-0-0-0.xml Aus Anlass des 100. Geburtstages von Eduard v. Simson], [[Berliner Tageblatt]], 10. November 1910.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118614584|LCCN=n81118887|VIAF=69722536}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Simson, Eduard von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Albertus-Universität Königsberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Albertus-Universität Königsberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichskommissar 1848/1849]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Norddeutscher Bund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident des Reichstags (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Zollparlaments]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Gothaer Nachparlaments]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Volkshauses des Erfurter Unionsparlaments]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Ehrenbürger von Leipzig]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Ritter des Schwarzen Adlerordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens vom Zähringer Löwen (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestattet in einem Ehrengrab des Landes Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Albertus-Universität Königsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Simson|Eduard]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobilitierter (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preuße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1810]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Simson, Eduard von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Simson, Martin Eduard Sigismund&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Richter, Hochschullehrer und Parlamentarier im Königreich Preußen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. November 1810&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Königsberg (Preußen)|Königsberg i. Pr.]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Mai 1899&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;44Pinguine</name></author>
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