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	<title>El Pelele - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-10-08T19:19:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemälde&lt;br /&gt;
| bilddatei=Goya.pelele.prado.jpg&lt;br /&gt;
| titel=El Pelele&lt;br /&gt;
| künstler=Francisco de Goya&lt;br /&gt;
| jahr=1791/1792&lt;br /&gt;
| technik=Öl auf Leinwand&lt;br /&gt;
| höhe=267&lt;br /&gt;
| breite=160&lt;br /&gt;
| museum=Museo del Prado&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;El Pelele&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Strohpuppe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist der Titel eines [[Gemälde]]s von [[Francisco de Goya]], entstanden 1791/1792, auf dem ein Gesellschaftsspiel dargestellt ist, bei dem eine Puppe in die Luft geschleudert wird. Das Werk gehörte zu einer Serie von Entwürfen des Malers für [[Bildwirkerei|Tapisserien]] im Auftrag [[Karl IV. (Spanien)|Karls IV.]] von [[Spanien]]. Es wurde Anfang des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts vertont und in einer [[Oper]] in Szene gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Ab 1775 lieferte Francisco de Goya Entwürfe für die königliche Teppichmanufaktur Santa Bárbara in Madrid. Nach seiner Ernennung zum Akademieprofessor trat er 1786 als Hofmaler in die Dienste des spanischen Königs [[Karl III. (Spanien)|Karls&amp;amp;nbsp;III.]] und ab 1788 in die des Nachfolgers Karls IV. von Spanien. Goya fertigte zwischen 1775 und 1780 sowie von 1786 bis 1792 für den [[Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial|Escorial]] insgesamt 62 Entwürfe für Wandteppiche in sieben Serien mit jeweils unterschiedlichen Themen an, wie zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Jagd&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Geselligkeit&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Arbeit&amp;#039;&amp;#039;. Die in Öl auf Leinwand ausgeführten sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Karton (Kunst)|Kartons]]&amp;#039;&amp;#039; waren die Vorlagen für die Teppichweber; sie gehören heute zum Bestand des [[Museo del Prado]] in [[Madrid]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.museodelprado.es/enciclopedia/enciclopedia-on-line/voz/cartones-para-tapices-goya Museo del Prado: &amp;#039;&amp;#039;Cartones para tapices (Goya)&amp;#039;&amp;#039;. (Spanisch)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Gemälde ==&lt;br /&gt;
[[Datei:El pelele (boceto) The Strawman.jpg|mini|links|Goya: Vorentwurf zu &amp;#039;&amp;#039;El Pelele&amp;#039;&amp;#039;, 1791]]&lt;br /&gt;
Der Karton mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;El Pelele&amp;#039;&amp;#039; gehörte zu der letzten, der siebenten Entwurfsserie Goyas, in der mit Frauen und Kindern das Verhältnis der Geschlechter in einer Form ironisiert wird, die auf Goyas spätere [[Aquatinta]]-Druckserie der &amp;#039;&amp;#039;[[Los Caprichos|Caprichos]]&amp;#039;&amp;#039; (1796/1797) vorausweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemälde zeigt vier junge Frauen höheren Standes vor einem parkartigen Hintergrund, in dem in der Ferne der Turm eines Schlosses oder großen Landhauses zu erkennen ist. Die Frauen halten ein Tuch über seine vier Ecken gestrafft, mit dem sie eine mit einem Herrenkostüm ausstaffierte und maskierte Puppe in die Luft schleudern. Ihre auf unterschiedliche Weise amüsierten Mienen unterstreichen die Demonstration, dass sie mit den Männern nach Belieben verfahren können. Im Spanischen hat das Wort &amp;#039;&amp;#039;pelele&amp;#039;&amp;#039; verschiedene Bedeutungen, neben einer „Strohpuppe“ bezeichnet es den seit dem 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert bekannten „[[Hampelmann]] “ und in der übertragenen Bedeutung einen „[[Trottel]]“, sowie in der Moderne auch das „[[Strampelanzug|Strampelhöschen]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwei früheren Entwürfen zu dem Karton hatte der Künstler der Puppe eine erhobene Kopfhaltung und eine stärker aufgerichtete Position gegeben, so als freue sie sich über das Spiel und den Flug in die Luft. Der herabhängende Kopf in der endgültigen Fassung und die in sich verkrümmte Haltung verleihen der Figur den Ausdruck von Traurigkeit und verfestigen das implizite Motiv des Gewalttätigen im Umgang der Frauen mit den Männern.&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Hagen, Rose-Marie Hagen: &amp;#039;&amp;#039;Goya&amp;#039;&amp;#039; (2003), [http://books.google.de/books?id=S-Fu4fGHnlAC&amp;amp;pg=PA19&amp;amp;dq=goya+mannequin&amp;amp;lr S.&amp;amp;nbsp;19 (english edition)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Strohpuppe ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Goya.pelele.prado.detail.jpg|mini|Goya: &amp;#039;&amp;#039;El Pelele&amp;#039;&amp;#039;, Detail]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Pelele&amp;#039;&amp;#039; war der spanische Begriff für ein traditionelles Kinder- und Gesellschaftsspiel, bei dem eine Puppe, gefertigt aus mit Stroh ausgestopfter Kleidung, mit Hilfe eines Tuchs in die Luft geschleudert wurde. Diese Puppe stellte in der Regel eine ungeliebte Person dar, deren Luftflüge von Spottliedern begleitet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://spiel.pickuptheater.com/index.php?id=pelele |wayback=20100620133426 |text=Kinderspiele aus Europa: &amp;#039;&amp;#039;Pelele (Spanien)&amp;#039;&amp;#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strohpuppen kamen zudem traditionell im spanischen [[Karneval, Fastnacht und Fasching|Karneval]] zum Einsatz. So wurde beim &amp;#039;&amp;#039;[[Das Begräbnis der Sardine#Tradition|Begräbnis der Sardine]]&amp;#039;&amp;#039;, einem [[Volksfest]], das den Beginn der [[Fastenzeit]] einläutete, neben anderen [[Requisit]]en auch eine riesige Strohpuppe mitgeführt, an der eine kleine [[Sardine]] baumelte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.all-art.org/history372-5.html Neoclassicism and Romanticism – Francisco de Goya]: &amp;#039;&amp;#039;Heathen carnival dance&amp;#039;&amp;#039;, mit einer Erläuterung des Festrituals im Text (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Inquisition#Spanische Inquisition|spanische Inquisition]] pflegte überdies verurteilte Delinquenten, die sich durch Flucht der Urteilsvollstreckung entzogen hatten, &amp;#039;&amp;#039;[[in effigie]]&amp;#039;&amp;#039; in Form einer Strohpuppe auf einem Scheiterhaufen zu verbrennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Prado - Los Desastres de la Guerra - No. 67 - Esta no lo es menos.jpg|mini|links|Goya: &amp;#039;&amp;#039;Desastres&amp;#039;&amp;#039; (67), 1810/14]]&lt;br /&gt;
Francisco de Goya griff das Motiv der Puppe in seiner [[Radierung|Radierserie]] &amp;#039;&amp;#039;[[Desastres de la Guerra]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Schrecken des Krieges&amp;#039;&amp;#039;, 1810–1814) erneut auf. Blatt Nummer 67 zeigt drei Männer, die auf ihren Rücken die Figur einer Ordensfrau, bestehend aus einem Gestell mit papierner und ausgestopfter [[Staffage]], in Richtung einer angedeuteten Schloss- oder Kirchenarchitektur tragen. Im Hintergrund wird eine ähnlich wirkende Figur, eine Glocke, herbeigeschleppt; das nur schemenhaft erkennbare Publikum wendet sich interesselos ab. Der Titel, &amp;#039;&amp;#039;Esta no lo es menos&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Die ist es nicht weniger&amp;#039;&amp;#039;) verweist auf das in der Serie vorausgehende Blatt 66, das &amp;#039;&amp;#039;Estraña devocion&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Seltsame Frömmigkeit&amp;#039;&amp;#039;) betitelt ist und einen Esel zeigt, der auf seinem Rücken einen gläsernen Sarg, in dem ein mumifizierter Leichnam liegt, durch eine am Boden kauernde Gruppe von einfach gewandeten Personen trägt. Goya zitierte mit dem Motiv eine auf [[Jean de La Fontaine|La Fontaine]] zurückgehende [[Fabeln von La Fontaine|Fabel]] des spanischen Dichters [[Félix María Samaniego]] (1745–1801), in der ein eingebildeter, Heiligenbilder tragender Esel für eine törichte Obrigkeit steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Hamburger Kunsthalle: &amp;#039;&amp;#039;Goya&amp;#039;&amp;#039; (1992), S.&amp;amp;nbsp;140–143&amp;lt;/ref&amp;gt; Goya legte in den beiden Blättern weniger Augenmerk auf die kriegsbedingte Gefährdung und Zerstörung von Bildwerken und [[Reliquie]]n als vielmehr auf die mit diesen verbundenen [[Restauration (Geschichte)|restaurativen]] Tendenzen. So stellte er in Blatt 67 der &amp;#039;&amp;#039;Desastres&amp;#039;&amp;#039; die drei Männer in der bereits altmodischen Kleidung des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts dar, die sie zudem als Angehörige der höheren Stände und des Klerus ausweist. Die Mühewaltung, antiquierte Bilder zu erhalten, erweist sich als Streben nach der Bewahrung einer leeren Form.&amp;lt;ref&amp;gt;Victor Ieronim Stoichiţă, Anna Maria Coderch: &amp;#039;&amp;#039;Goya. The Last Carnival&amp;#039;&amp;#039;. Reaktion Books 1999, ISBN 1-86189-045-1, [http://books.google.de/books?id=jgggN-pRiQsC&amp;amp;pg=PA92&amp;amp;dq=goya+mannequin&amp;amp;lr S.&amp;amp;nbsp;92]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Der spanische Komponist [[Enrique Granados]] (1867–1916) ließ sich 1911 für seinen [[Klavierzyklus]] mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Goyescas&amp;#039;&amp;#039; von den Gemälden Francisco de Goyas, die das spanische Volksleben zeigen, inspirieren. Den Zyklus widmete er seiner Frau. Im Auftrag der [[Pariser Oper]] arbeitete Granados ihn zu einer [[Goyescas (Oper)|Oper]] aus, in der er auch Goyas &amp;#039;&amp;#039;La Pelele&amp;#039;&amp;#039; für eine dem Gemälde nachempfundene Szene vertonte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.musicwithease.com/granados-goyescas.html &amp;#039;&amp;#039;Goyescas. An Opera by Enrique Granados&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] 1914 zog Paris den Auftrag zurück, die Oper &amp;#039;&amp;#039;Goyescas&amp;#039;&amp;#039; wurde daraufhin in der [[Metropolitan Opera]] in [[New York City|New York]] aufgeführt. Bei der Rückreise nach Europa 1916 kamen der Komponist und seine Frau auf dem Passagierschiff &amp;#039;&amp;#039;Sussex&amp;#039;&amp;#039; nach einem deutschen [[U-Boot]]-Angriff im [[Ärmelkanal]] ums Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Am 24. März 1958 gab die spanische Post zum [[Tag der Briefmarke]] 1958 eine Sonderausgabe mit Gemälden Goyas heraus, in der auch eine Briefmarke mit dem Motiv &amp;#039;&amp;#039;Die Strohpuppe&amp;#039;&amp;#039; enthalten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rainer Hagen, Rose-Marie Hagen: &amp;#039;&amp;#039;Goya&amp;#039;&amp;#039;. Taschen: Köln, London, Los Angeles, Madrid, Paris, Tokio 2003, ISBN 3-8228-1821-6&lt;br /&gt;
* Hamburger Kunsthalle (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Goya. Los Desastres de la Guerra&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1992&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|El Pelele (Goya)}}&lt;br /&gt;
{{Commons|Cartones para tapices}}&lt;br /&gt;
* [http://spiel.pickuptheater.com/index.php?id=pelele Kinderspiele aus Europa: &amp;#039;&amp;#039;Pelele (Spanien)&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pelele #El}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemälde von Francisco de Goya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemälde (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemälde des Museo del Prado]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauendarstellung (Gemälde)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gruppenbildnis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spielegeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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