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	<title>Empty-Sella-Syndrom - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T10:28:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-05-08T13:34:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:2|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = E23.6&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Sonstige Störungen der Hypophyse&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Empty Sella MRT T2 sag 002.jpg|miniatur|Empty-Sella in der [[Magnetresonanztomographie|MRT]] (T2 sagittal) als Zufallsbefund]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Empty-Sella-Syndrom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (ESS; [[Syndrom]] der leeren [[Sella turcica]]) ist ein relativ häufiger [[Neuroradiologie|neuroradiologischer]] oder [[Pathologisch|pathologischer]] Befund, der häufig einer [[Anatomie|anatomischen]] [[Normvariante]] entspricht, aber auch eine [[Hormonelle Störung|hormonelle Erkrankung]] darstellen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Sella turcica&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: „Türkensattel“) stellt eine Schädelgrube mittig im Bereich der mittleren Schädelgrube ([[Fossa cranii media]]) dar, in der normalerweise die [[Hypophyse]] liegt, die zahlreiche Hormone bildet und damit Vorgänge wie [[Wachstum (Biologie)|Wachstum]], [[Fortpflanzung]] und [[Stoffwechsel]] reguliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Empty-Sella-Syndrom findet sich jedoch keine typische Form der Hypophyse in dieser Schädelgrube, sondern es kommt zu einer [[Hernie|Hernien-artigen]], von [[Liquor cerebrospinalis]] angefüllten Ausweitung des [[Subarachnoidalraum]]s ([[Arachnoidozele]]) in die Sella turcica hinein. Dadurch wird die Hypophyse auf den Boden der &amp;#039;&amp;#039;Sella turcica&amp;#039;&amp;#039; gedrückt und erscheint wie „ausgewalzt“. Als Folge der Kompression der [[Hypophyse]] kann es zu [[Endokrinologie|endokrinen]] Störungen kommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;riede&amp;quot;&amp;gt;U. Riede, M. Werner, H. Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine und spezielle Pathologie.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Thieme, 2004, ISBN 3-13-683305-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals wurde das Empty-Sella-Syndrom 1951 beschrieben&amp;lt;ref&amp;gt;W. Busch: &amp;#039;&amp;#039;Morphology of sella turcica and its relation to the pituary gland&amp;#039;&amp;#039; [[Virchows Archiv]] 1951, Band 320, Ausgabe 5 vom September 1951, Seiten 437–58&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epidemiologie ==&lt;br /&gt;
Ein Empty-Sella-Syndrom wird im unselektierten [[Obduktion]]sgut und in neuroradiologischen Befunden in 6 – 20 % der Fälle gefunden&amp;lt;ref name=&amp;quot;auer&amp;quot;&amp;gt;Matthias K. Auer, Mareike R. Stieg, Alexander Crispin, Caroline Sievers, Günter K. Stalla, Anna Kopczak: &amp;#039;&amp;#039;Primäres Empty-Sella-Syndrom und Prävalenz von Hormonstörungen&amp;#039;&amp;#039; [[Deutsches Ärzteblatt]] 2018, Jahrgang 115, Heft 7 vom 16. Februar 2018, Seiten 99–105, [[DOI:10.3238/aerztebl.2018.0099]]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ätiologie ==&lt;br /&gt;
Zugrunde liegt bei der &amp;#039;&amp;#039;primären&amp;#039;&amp;#039; Form des Empty-Sella-Syndroms ein nur unzureichend ausgebildetes [[Diaphragma sellae]] (Anteil der harten Hirnhaut, der die Sella turcica überspannt und die Hypophyse von der Hirnbasis trennt), wobei sich der [[Subarachnoidalraum]], dem [[Hirndruck|Liquordruck]] nachgebend, in die Sella hinein ausdehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein primäres Empty-Sella-Syndrom findet sich vermehrt bei Frauen, und häufiger, wenn ein [[Bluthochdruck]] vorliegt, [[Übergewicht]], [[Kopfschmerzen]] oder [[Sehstörung]]en bestehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;auer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sekundäre Form der Erkrankung ist oft Folge eines gesteigerten [[Hirndruck]]s, so bei einer [[Idiopathische intrakranielle Hypertension|idiopathischen intrakraniellen Hypertension]] oder Hirndrucksteigerungen durch Hirntumoren oder einen Hydrozephalus. Auch nach einer  Operation eines [[Hypophysentumor]]s, als postpartale [[Nekrose]] ([[Sheehan-Syndrom]]), durch einen [[Infarkt]] sowie in Folge eines [[Schädel-Hirn-Trauma]]s oder einer [[Strahlentherapie|Bestrahlung]] kann es zu einem sekundären Empty-Sella-Syndrom kommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;auer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
Morphologisch zeigt sich innerhalb einer häufig erweiterten Sella eine schalenartig umgestaltete, an den Rand verdrängte und [[Atrophie|druckatrophische]] [[Hypophyse]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;riede&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein liegt ein „partielles“ Empty-Sella-Syndrom vor, wenn die &amp;#039;&amp;#039;Sella turcica&amp;#039;&amp;#039; zu höchstens 50 % mit Liquor gefüllt ist, und ein komplettes Syndrom bei mehr als 50 % Liquorfüllung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinik ==&lt;br /&gt;
Das Empty-Sella-Syndrom ist in seiner primären Form häufig asymptomatisch und wird insofern mitunter auch als anatomische Normvariante betrachtet. Oft finden sich aber [[Übergewicht]], [[Bluthochdruck]] und [[Kopfschmerzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oft es zu endokrinen Dysfunktionen wie einer [[Hyperprolaktinämie]], einem zentralen [[Diabetes insipidus]], einem [[Hypopituitarismus]], einer [[Hypothalamus|hypothalamischen]] [[Hypothyreose]] oder einem [[Hypogonadismus]] kommt, ist umstritten. In einer Metaanalyse fanden sich in den publizierten Studien hormonelle Störungen mit einer [[Prävalenz]] von 52 %. Das würde aber nach Aussagen der Autoren bei einer Prävalenz des Empty-Sella-Syndroms von 2–20 % bedeuten, dass 1–10 % der Bevölkerung Hypophysenstörungen haben müssten. Die Prävalenz liegt aber nur bei 50 pro 100.000, so dass die Autoren der [[Metaanalyse]] von einem erheblichen [[Publikationsbias|Publikations-]] und [[Bias|Selektionsbias]] ausgehen. Trotzdem wird empfohlen, bei der zufälligen Entdeckung eines Empty-Sella-Syndroms eine Basis-Hormondiagnostik durchzuführen und nur bei weiteren Auffälligkeiten eine weiterführende Diagnostik einschließlich Stimulationstests zu veranlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;auer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Hormonbasisdiagnostik empfehlen die Autoren der Metaanalyse die Bestimmung von morgendlichem [[Cortisol]], freiem [[Thyroxin]], [[Estradiol]] bzw. [[Testosteron]], [[IGF-1]] und [[Prolaktin]]&amp;lt;ref Name=&amp;quot;auer&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Empty sella syndrome|Empty-Sella-Syndrom}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hypophyse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Endokrinologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Neurologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JAPE 04</name></author>
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