<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Erwin_Liek</id>
	<title>Erwin Liek - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Erwin_Liek"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erwin_Liek&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-10T21:32:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erwin_Liek&amp;diff=1025703&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Erwin_Liek&amp;diff=1025703&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-06-30T05:48:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Erwin Liek.jpg|mini|Erwin Liek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwin Liek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Mai]] [[1878]] in [[Lubawa|Löbau in Westpreußen]]; † [[12. Februar]] [[1935]] in [[Berlin]]) war ein deutscher Arzt und Publizist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Liek studierte von 1896 bis 1902 Medizin an den Universitäten [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg im Breisgau]] und [[Albertus-Universität Königsberg|Königsberg]], wo er 1902 promoviert wurde. Nach einem Jahr als [[Schiffsarzt]], das ihn nach Togo, Kamerun, Süd- und Nordamerika führte, war er [[Assistenzarzt]] in [[Wiesbaden]], [[Greifswald]] und [[Danzig]], wo er 1909 eine eigene chirurgische und gynäkologische [[Privatklinik]] eröffnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] war er als [[Hauptmann (Offizier)|Stabsarzt]] an der Ost- und Westfront chirurgisch tätig und nahm nach Kriegsende seine Danziger Praxis wieder auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Erwin Liek: &amp;#039;&amp;#039;Am Kamin. Aus der Sandgrube und andere Erinnerungen-&amp;#039;&amp;#039;, Lehmann, München 1935.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1931 verkaufte er diese Klinik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÄL&amp;quot;&amp;gt;[[Wolfgang U. Eckart]]: &amp;#039;&amp;#039;Erwin Link,&amp;#039;&amp;#039; in: Wolfgang U. Eckart und [[Christoph Gradmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ärztelexikon. Von der Antike bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage Springer Heidelberg, 2006, S. 210. [https://katalog.ub.uni-heidelberg.de/cgi-bin/titel.cgi?katkey=66925234&amp;amp;sess=e521899f8f35fb23c17741776cba566b&amp;amp;art=f&amp;amp;kat1=freitext&amp;amp;kat2=ti&amp;amp;kat3=au&amp;amp;op1=AND&amp;amp;op2=AND&amp;amp;var1=&amp;amp;var2=%C3%84rztelexikon&amp;amp;var3=%22Eckart%2C%20wolfgang%22 Ärztelexikon 2006], [[doi:10.1007/978-3-540-29585-3]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1925 trat Liek auch als Publizist hervor, seine Themen waren vor allem die Beziehung zwischen [[Naturheilkunde]] und „[[Schulmedizin]]“ (&amp;#039;&amp;#039;Das Wunder in der Heilkunde&amp;#039;&amp;#039;, Lehmann, München) und die ärztliche Ethik (&amp;#039;&amp;#039;Der Arzt und seine Sendung&amp;#039;&amp;#039;, [[Julius Friedrich Lehmann|J. F. Lehmanns]] Verlag, München 1926&amp;lt;!-- auch schon 1925?--&amp;gt;; 9. Auflage ebenda 1933).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier schreibt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=&amp;#039;&amp;#039;Das [[Staatsexamen]], darüber müssen wir uns einmal klar sein, macht wohl den Mediziner, niemals aber den Arzt. Zum Arzt wird man geboren oder man ist es nie. Gütige Götter legen ihm Gaben in die Wiege, die nur geschenkt, niemals aber erworben werden können. Was unsern Blick trübt, nicht nur auf dem Gebiet der Heilkunde, ist die maßlose Überschätzung des formalen Wissens, die Nichtachtung oder gar Verachtung geistiger und seelischer Einflüsse seitens der exakten Forscher. Sehen wir uns doch einmal um in der Geschichte. Wir werden viele große Ärzte finden, die nicht ein Semester Medizin studiert haben. Man lese einmal, gerade als gereifter Mann, die Evangelien. War nicht Christus ein Arzt ganz hohen Grades, ein Psychotherapeut, neben dem unsere aufgeblähten Analytiker ganz, ganz winzig erscheinen. Und wodurch wirkte Christus? Genau noch wie heute jeder wahre Arzt, durch die bezwingende Menschlichkeit. […] Glaubt man im Ernst, daß [[Émile Coué]] ein Schwindler war, daß er nicht unzähligen Kranken, bei denen die Schulmedizin versagte, Hilfe gebracht hat? Hatten nicht Laien wie [[Vincenz Prießnitz|Prießnitz]] und [[Friedrich Hessing|Hessing]] eine ganz vortreffliche ärztliche Beobachtungsgabe wußten sie nicht ihre Gedanken in helfende Tat umzusetzen? Und Hand aufs Herz – wir sind ja unter uns –, steckt nicht in jedem von uns staatlich approbiertem Arzte ein gut Teil Kurpfuscher?&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |Autor=Liek&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Der Arzt und seine Sendung&amp;#039;&amp;#039;, 1926}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stark ablehnend stand Liek der [[Gesetzliche Krankenversicherung|gesetzlichen Krankenversicherung]] gegenüber:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=&amp;#039;&amp;#039;Ein Gang durch die Straßen einer Großstadt zeigt uns die prächtigen Verwaltungsgebäude der Kassen. Welch unverzeihlicher Luxus in diesen Dingen getrieben wird, das haben uns erst vor kurzem Zusammenstellungen in den Ärztlichen Mitteilungen gezeigt […]. Von unverzeihlichem Luxus muß man aus dem Grunde sprechen, weil die Kosten aus den Taschen der kümmerlich bezahlten Arbeiter und der gequälten Wirtschaft stammen. […] Aber auch dort, wo prunkvolle Ausstattungen, wo Klubsessel, Maybach-Wagen und fürstliche Gehälter fehlen, wie zum Beispiel in den meisten Landeskrankenkassen, kostet der Apparat viel Geld. Man denke nur an den unermeßlichen Haufen beschriebenen und bedruckten Papiers, der Tag für Tag auf die unglücklichen Kassenärzte niederregnet...&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |Autor=Liek&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Die Schäden der sozialen Versicherung und Wege zur Besserung&amp;#039;&amp;#039;, 1927}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liek begrüßte schon im Jahr 1926 Eugenik und Euthanasie. Idioten und Epileptiker brauche man nicht in Musteranstalten zu pflegen, während gesunde Volksgenossen weder Obdach noch Arbeit fänden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÄL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1928 gründete Liek die allgemeinmedizinische, im Sinne damaliger Einheitsbestrebungen anfangs Mediziner, Medizinhistoriker, Homöopathen, Psychologen und Parapsychologen vereinende Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Hippokrates&amp;#039;&amp;#039;, die [[Homöopathie]] und [[Gesunde Ernährung|gesunder Ernährung]] aufgeschlossen gegenüberstand und an der Ärzte wie [[Bernhard Aschner]], [[Eugen Bircher]] und der Medizinhistoriker [[Henry E. Sigerist]] mitarbeiteten. Ab 1932 lebte Liek als freier Schriftsteller in Berlin. Liek und seine Reformbestrebungen wurden von den Nationalsozialisten nach 1933 als grundlegend für eine Erneuerung des ärztlichen Standes angesehen, obwohl Liek nie Mitglied der NSDAP gewesen war. Ab 9. April 1936 wurde die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Hippokrates&amp;#039;&amp;#039; offizielles Organ der &amp;#039;&amp;#039;Reichsarbeitsgemeinschaft für eine Neue Deutsche Heilkunde&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Haug: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichsarbeitsgemeinschaft für eine Neue Deutsche Heilkunde (1935–1936).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen&amp;#039;&amp;#039; 2, 1984, S. 117–130; hier: S. 118 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leitung des [[Rudolf Heß|Rudolf-Heß-Krankenhauses]] in Dresden lehnte Liek aus gesundheitlichen Gründen ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ÄL&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erwin Liek - Friedhof Heerstraße - Mutter Erde fec.JPG|mini|Erwin Lieks Grabstein auf dem [[Friedhof Heerstraße]] in [[Berlin-Westend]]]]&lt;br /&gt;
Erwin Liek starb im Februar 1935 im Alter von 56 Jahren in Berlin. Sein Grab befindet sich auf dem landeseigenen [[Friedhof Heerstraße]] in [[Berlin-Westend]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tode wurde das [[Vivantes Humboldt-Klinikum|Humboldt-Krankenhaus]] in [[Berlin-Reinickendorf]] nach ihm benannt, das nach 1945 wieder seinen alten Namen erhielt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!---Verdienste um die Krebsbekämpfung folgen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119165635}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* [[Alfred Brauchle]]: &amp;#039;&amp;#039;Dr. med Erwin Liek.&amp;#039;&amp;#039; In: derselbe: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Naturheilkunde in Lebensbildern&amp;#039;&amp;#039;. 2. erw. Aufl. von &amp;#039;&amp;#039;Große Naturärzte&amp;#039;&amp;#039;. Reclam-Verlag, Stuttgart 1951, S. 327–330&lt;br /&gt;
* Michael Kater: &amp;#039;&amp;#039;Die Medizin im nationalsozialistischen Deutschland und Erwin Liek&amp;#039;&amp;#039;, in: Geschichte und Gesellschaft (GG) 16, 1990, S. 440&lt;br /&gt;
* Michael Jehs: &amp;#039;&amp;#039;Erwin Liek. Weltanschauung und standespolitische Einstellung im Spiegel seiner Schriften.&amp;#039;&amp;#039; Mabuse, Frankfurt 1994, ISBN 978-3-925499-89-0&lt;br /&gt;
* Herbert Broghammer: &amp;#039;&amp;#039;Der Danziger Arzt Erwin Liek (1878–1935). Chirurg und Medienpublizist in der Medizinkrise vor 1933&amp;#039;&amp;#039;. Centaurus-Verlag, Herbolzheim 2000, ISBN 3-8255-0276-7&lt;br /&gt;
* [[Robert N. Proctor]]: &amp;#039;&amp;#039;Blitzkrieg gegen den Krebs&amp;#039;&amp;#039;. Klett-Cotta, Stuttgart 2002, ISBN 3-608-91031-X – Vgl. Erwin Liek: &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf gegen den Krebs.&amp;#039;&amp;#039; Lehmann, München 1934.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Peter Kröner]]: &amp;#039;&amp;#039;Liek, Erwin.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 854 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119165635|LCCN=n/84/803205|VIAF=39615386}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Liek, Erwin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alternativmediziner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1935]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Liek, Erwin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Liek, Erwin Gustav; Liek-Danzig, Erwin&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Arzt und Publizist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Mai 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lubawa|Löbau in Westpreußen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Februar 1935&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
	</entry>
</feed>