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	<title>Firnis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T16:11:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Firnis&amp;diff=102972&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jonas Börje Lundin: /* Arten */</title>
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		<updated>2026-01-14T09:57:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Arten&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Varnish acrylics.jpg|miniatur|hochkant|Firnis für Acrylbilder]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Firnis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Plural &amp;#039;&amp;#039;Firnisse&amp;#039;&amp;#039;) wird im Allgemeinen ein klarer Anstrich bezeichnet, der beispielsweise als Überzugsmittel für [[Malerei]]en und Möbel verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Fachgebiet, Zusammenhang und [[Epoche (Kunst)|Epoche]] variiert die Verwendung des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;Firnis&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Malerei und Gemälderestaurierung wird als Firnis meist ein transparenter Überzug zum Schutz von [[Gemälde]]n, insbesondere [[Ölmalerei|Ölbildern]], verstanden, der unterschiedlich zusammengesetzt sein kann:&lt;br /&gt;
* Ein Firnis kann aus einem in leichtflüchtigen [[Lösemittel]] ([[Ethanol|Alkohol]], [[Diethylether|Äther]], [[Aceton]], [[Terpentinöl]]) gelöstem [[Bindemittel]] (insbesondere [[Schellack]]) bestehen. Er kann aus ästhetischen Gründen oder als Schutzanstrich als letzte Schicht auf eine [[Malerei]] aufgetragen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Firnis.&amp;#039;&amp;#039; In: {{Literatur |Herausgeber=Angela Weyer et al. |Titel=EwaGlos. European Illustrated Glossary Of Conservation Terms For Wall Paintings And Architectural Surfaces |TitelErg=English Definitions with translations into Bulgarian, Croatian, French, German, Hungarian, Italian, Polish, Romanian, Spanish and Turkish |Verlag= Michael Imhof |Ort=Petersberg |Jahr=2015 |Seiten=64 |ISBN=978-3-7319-0260-7 |Online=[http://elearn.hawk-hhg.de/projekte/ewaglos/pages/download.php Download] |DOI=10.5165/hawk-hhg/233 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im ursprünglichen Sinn bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;Firnis&amp;#039;&amp;#039; wohl einen fetten Lack bzw. [[Öllack]], zu dessen Herstellung [[Naturharz]]e in auf 300 °C erhitztem [[Farbleinöl|Leinöl]] gelöst wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Dambacher: &amp;#039;&amp;#039;Schellack&amp;#039;&amp;#039; - Beitrag in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Restaurator im Handwerk&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 2/2011 &amp;#039;&amp;#039;Grundmaterialien der Restaurierung&amp;#039;&amp;#039; ([https://restaurator-im-handwerk.de/wp-content/uploads/2022/07/RiH_Zeitschrift_2011_2.pdf PDF-Datei]), Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Schellack als Bestandteil von historischen Lacken&amp;#039;&amp;#039;, S. 30ff. In: restaurator-im-handwerk.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Anstrich]]technik bezeichnet [[Leinölfirnis]] ein [[Anstrichmittel|Anstrich-]] und Bindemittel aus mit [[Trockenstoff]]en versetztem Leinöl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert verstand man unter Firnis alle klaren Überzüge, also sowohl [[Leinölfirnis]] als auch Harzlösungen ([[Schellack]] in Alkohol) und Wasserfirnisse ([[Gummi arabicum]] in Wasser oder einfach [[Hautleim]] in Wasser), und somit auch das, was heute als Klar[[lack]] oder als [[Lasur]] bezeichnet wird. Der Begriff Lack kam erst mit der verstärkten Nutzung von Schellack nach 1800 auf, wobei das Wort Firnis ab dann überwiegend nur noch für spezielle Beschichtungen wie Gemäldefirnis, Leinölfirnis oder als [[Synonymie|Synonym]] für [[Patina]] verwendet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man unterscheidet Firnisse auf Öl-, Harz-, [[Terpentin]]öl- und [[Alkoholfirnis|Alkoholbasis]]. Eine regionale Eigenart ist Firnis aus [[Chiaöl]], das in der mexikanischen Malerei besonders geschätzt ist. Im 19. Jahrhundert verwendeten Künstler auch gerne leicht getönte Firnisse, um neue Gemälde vergilbt und somit älter aussehen zu lassen. Daher der moderne Gebrauch des Begriffs [[Patina]], der ursprünglich lediglich der italienische Begriff für „Firnis“ war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der in der [[schwarzfigurige Vasenmalerei|schwarzfigurigen Vasenmalerei]] verwendete [[Tonschlicker]] (Glanzton) wird in älterer Literatur als Firnis bezeichnet. Der Malschlicker besteht aus dem gleichen Material wie das Gefäß und unterscheidet sich lediglich in der Partikelgröße; erst während des Brandes erhält er seine schwarze Farbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Firnis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (mittelhochdeutsch auch &amp;#039;&amp;#039;virnīs&amp;#039;&amp;#039;, lateinisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vernix&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist abgeleitet vom [[Italienische Sprache|italienischen]] &amp;#039;&amp;#039;vernice&amp;#039;&amp;#039;, über [[Mittellatein|mittellateinisch]] &amp;#039;&amp;#039;veronice&amp;#039;&amp;#039; (im 8. Jahrhundert auch &amp;#039;&amp;#039;veronix&amp;#039;&amp;#039;), vom [[Mittelgriechische Sprache|mittelgriechischen]] &amp;#039;&amp;#039;beronike&amp;#039;&amp;#039;, ausgesprochen &amp;#039;&amp;#039;veronike&amp;#039;&amp;#039;, vermutlich von &amp;#039;&amp;#039;Berenike&amp;#039;&amp;#039;, dem heutigen [[Bengasi]], einer Stadt in der [[Libyen|libyschen]] [[Kyrenaika]]. Von da wurde früher das im Mittelalter auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bernix&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (bzw. &amp;#039;&amp;#039;bernix arboreus&amp;#039;&amp;#039;) genannte [[Naturharz]] [[Sandarak]] importiert, das ursprünglich bzw. im Mittelalter vorzugsweise als Firnis gebraucht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 162.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;robert&amp;quot;&amp;gt;Le (nouveau) Petit Robert, dictionnaire alphabétique et analogique de la langue française, Paris, 2000, ISBN 2-85036-668-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039;), S. 381 (&amp;#039;&amp;#039;Virnesglaß&amp;#039;&amp;#039;: Firnisharz, Bernstein oder bernsteinartiges Harz wie lateinisch &amp;#039;&amp;#039;bernix arboreus&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ins Deutsche kam der Begriff über das [[Französische Sprache|französische]] Wort für [[Lack]], „le vernis“, von dem auch die „[[Vernissage]]“ (Eröffnung einer Kunstausstellung) abgeleitet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herleitung von &amp;#039;&amp;#039;Firnis&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;vernis&amp;#039;&amp;#039; (vgl. mittellateinisch &amp;#039;&amp;#039;vernisium&amp;#039;&amp;#039;) von einem angeblichen [[Eigenname]]n „Martin Vernis“ ist dagegen falsch. Der Begriff des „Vernis Martin“ bezeichnet alle französischen Lackarbeiten des 18. Jahrhunderts auf Holz (Täfelungen, Kutschen, Möbel, Dosen etc.). Er geht auf die Brüder Martin (Guillaume, † 1749; Etienne-Simon, † 1770; Julian, † 1783 und Robert, † 1766) zurück. Die Brüder Martin entwickelten einen Lack, der auch als „Cipolin“ bezeichnet wurde und zur Imitation von [[Lackkunst|chinesischen und japanischen Lackarbeiten]] diente. 1730 (1744 erneuert) erhielten Guillaume und Etienne-Simon das Alleinrecht zur Herstellung von „Vernis Martin“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwischenfirnis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Malerei]] kann es passieren, dass [[Malgrund]] oder untere Farbschichten einen Teil des [[Bindemittel]]s der oberen Malschicht aufsaugen und die obere Schicht dadurch matt erscheint. Durch den Auftrag eines Zwischenfirnis kann der Bindemittelverlust ausgeglichen werden und der gewünschte Glanzgrad eingestellt werden. Der Zwischenfirnis sollte kein [[Wachs]] enthalten, da dieses die Haftung von weiteren Farbschichten behindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlussfirnis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schlussfirnis wird als oberste Schicht eines Bildes aufgetragen, um den Farbauftrag zu schützen und für eine einheitliche Glanzwirkung zu sorgen. Wenn der Firnis mit Wasser oder einem Lösemittel abwaschbar ist, ohne die darunterliegenden Farbschichten zu beeinträchtigen, kann er später erneuert werden. Ein guter Firnis konserviert das Gemälde und bringt die Farben zur Entfaltung. Er sollte [[Transparenz (Physik)|hochtransparent]] sein und möglichst nicht [[Farbstich#Gilb|vergilben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwendet werden insbesondere:&lt;br /&gt;
* [[Mastix]]firnis ist der klassische, schwach gelbliche, glänzende Naturharz-Firnis&lt;br /&gt;
* Dammarfirnis, [[Dammar]] ist ein natürliches [[Naturharz|Harz]]. Dammar sorgt für eine hochglänzende Oberfläche mit emailleartigem Tiefenglanz, wie ihn die [[Alte Meister|alten Meister]] bevorzugten.&lt;br /&gt;
* [[Bienenwachs]] ist ein natürlicher Konservierungsstoff und sorgt für einen seidenmatten Glanz.&lt;br /&gt;
* [[Kunstharz]]-Firnis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Ölfarbe]] gemalte Bilder sollen erst nach dem Durchtrocknen der Farbschichten, was in der Regel wenigstens 8 Monate dauert, mit Firnis behandelt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmincke&amp;quot;&amp;gt;[https://www.schmincke.de/produkte/hilfsmittel/oel-hilfsmittel.html &amp;#039;&amp;#039;Öl-Hilfsmittel - Die Trocknung von Ölfarben&amp;#039;&amp;#039;],  H. Schmincke &amp;amp; Co. GmbH &amp;amp; Co. KG. Abgerufen im Februar 2023. In: Schminke.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}https://www.maltechnik-wallraf.de/08-firnis-ein-glaenzender-abschluss, Wallraf-Richartz-Museum &amp;amp; Fondation Corboud, Köln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4255907-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik der Malerei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malmittel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzenprodukt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jonas Börje Lundin</name></author>
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