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	<title>Friedrich Georg Friedmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Luha: /* Literatur */ link</title>
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		<updated>2025-08-19T13:46:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Georg Friedmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. März]] [[1912]] in [[Augsburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;A.&amp;amp;nbsp;W. Degener: &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]]&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 29, 1990.&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[3. Januar]] [[2008]] in [[Friedberg (Bayern)|Friedberg in Bayern]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Maier (Politiker, 1931)|Hans Maier]]: &amp;#039;&amp;#039;Pionier der Kultursoziologie. Zum Tod des Amerikanisten Friedrich Georg Friedmann.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Süddeutsche Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 9. Januar 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Deutschland|deutscher]] Kulturhistoriker und ein bedeutender Vertreter des Dialogs zwischen [[Judentum|Juden]] und [[Christentum|Christen]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Friedrich Georg Friedmann wurde 1912 in eine seit dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in Augsburg ansässige jüdische Familie geboren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Universitaet&amp;quot;&amp;gt;Universität Augsburg: {{Webarchiv|url=http://www.uni-augsburg.de/allgemeines/ehre/ |wayback=20100316161110 |text=Ehrenbürger, -senatoren und -mitglieder der Universität Augsburg }} – Abgerufen am 29.&amp;amp;nbsp;Januar&amp;amp;nbsp;2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Vater war Teilhaber der [[Textilindustrie|Textilfabrik]] „Friedmann &amp;amp; Dannenbaum“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spurensuche&amp;quot;&amp;gt;[[Haus der Bayerischen Geschichte]]: [https://www.datenmatrix.de/projekte/hdbg/spurensuche/content/content_biografien-liste-O.htm Spurensuche – Biographien] – Abgerufen am 29.&amp;amp;nbsp;Januar&amp;amp;nbsp;2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Friedmann 1931 das [[Abitur]] am [[Humanistisches Gymnasium|humanistischen]] [[Gymnasium bei Sankt Stephan (Augsburg)|Gymnasium bei St. Stephan]] abgelegt hatte,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spurensuche&amp;quot;/&amp;gt; begann er zunächst mit dem Studium der Medizin in München, dann in Freiburg i.Br. Nach der [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] [[Machtergreifung]] 1933 wurde er kurzzeitig von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] in Haft genommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Universitaet&amp;quot;/&amp;gt; In der Folge flüchtete er aus Deutschland nach Italien.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Augsburger Allgemeine]]: [http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Haeuser-mit-Erinnerungen-id7016901.html Häuser mit Erinnerungen] – Abgerufen am 29.&amp;amp;nbsp;Januar&amp;amp;nbsp;2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedmann verbrachte die nächsten Jahre in [[Rom]], wo er in [[Philosophie]] und [[Literatur]] promovierte und nebenbei als Deutschlehrer im [[Vatikanstadt|Vatikan]] und an der Berlitz-Schule tätig war. In dieser Zeit traf er die 1910 ebenfalls in Augsburg geborene Jüdin Elisabeth Oberdorfer wieder, die er bereits aus Augsburg kannte. 1938 heirateten sie in der Großen Synagoge in Rom.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spurensuche&amp;quot;/&amp;gt; Kurz vor Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] flüchteten die beiden nach [[England]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Universitaet&amp;quot;/&amp;gt; wo 1940 in [[London]] ihr Sohn John Friedman geboren wurde. Im Verlauf des Krieges gelang ihnen schließlich die Flucht in die [[Vereinigte Staaten von Amerika|Vereinigten Staaten von Amerika]]. Der Schiffskonvoi, der sie über den [[Atlantischer Ozean|Atlantik]] brachte, wurde kurz vor [[Kanada]] von deutschen [[U-Boot]]en torpediert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spurensuche&amp;quot;/&amp;gt; Friedmanns Eltern nahmen sich am Abend vor ihrer Deportation das Leben, Elisabeths Eltern wurden in [[Auschwitz]] ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA fand Friedmann zunächst eine Stelle am Methodisten-College in Jackson, Tennessee als Lehrer für Philosophie, später auch Mathematik. In Jackson kam 1942 Tochter Miriam zur Welt. 1943 nahm er eine neue Stelle in Murray/Kentucky an einer Marinefliegerschule an. 1946 wurden die Friedmanns US-amerikanische Staatsbürger. Von 1946 bis 1959 war Friedmann Professor für Philosophie an der Universität von [[Arkansas]] in Fayetteville, unterbrochen von Forschungsaufenthalten in Süditalien und Mexiko. Als er im Zuge der [[Bürgerrechtsbewegung#Little Rock und Schulintegration (1957)|Rassenunruhen von 1957/58]] für die Gleichberechtigung der schwarzen Schüler und Studenten eintrat, wurde er entlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Universitaet&amp;quot;/&amp;gt; Danach bekam er eine Gastprofessur für Philosophie am Wells College in Aurora/New York. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 kehrte das Ehepaar Friedmann zurück nach Deutschland, wo Friedmann an der [[Ludwig-Maximilians-Universität]] in [[München]] einen Lehrstuhl für Nordamerikanische Kulturgeschichte annahm und damit als einer der Begründer der [[Amerikanistik]] in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg gilt. Daneben widmete er sich der Erforschung der Lebenswelt und der Kultur der süditalienischen Bauern.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Hinz: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Georg Friedmanns Süditalien-Studien&amp;#039;&amp;#039;. In: Der Rektor der Universität Augsburg (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Leben und Werk von Friedrich G. Friedmann&amp;#039;&amp;#039;. Universität Augsburg, Augsburg 1995. S. 6–30.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den folgenden Jahren trat er mehr und mehr für den Dialog zwischen Juden und Christen in Deutschland ein, wofür ihm das [[Bundesverdienstkreuz]] verliehen wurde. Ein wichtiger Dialogpartner und Freund wurde für ihn der katholische Theologie [[Karl Rahner]]. 1979 wurde er [[Emeritierung|emeritiert]], 1991 zog er mit seiner Frau nach Friedberg bei Augsburg, wo er bis zu seinem Tod im Januar 2008 lebte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spurensuche&amp;quot;/&amp;gt; Im Jahr 1990 hat er sein schriftliches Gesamtwerk sowie seine umfangreiche Korrespondenz mit führenden Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaft aus dem Zeitraum von 1940 bis 1990 dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Ehrendoktor]] für seine [[Feldforschung]] zum Problem der archaischen Agrarkultur im [[Italien|italienischen]] [[Matera]], [[Basilikata|Basilicata]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Universitaet&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Akademischer Ehrenbürger der [[Universität Augsburg]] seit 1989&amp;lt;ref name=&amp;quot;Universitaet&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bundesverdienstkreuz 1991&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Hoe and the Book: An Italian Experiment in Community Development / Fredrick G. Friedmann.&amp;#039;&amp;#039; Ithaca, N.Y. 1960.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft ohne Humanität?&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1967.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Autorität und Glaubwürdigkeit&amp;#039;&amp;#039;. München 1967.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Politik und Kultur&amp;#039;&amp;#039;. München 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Carters Amerika: Kultur, Religion, Politik&amp;#039;&amp;#039;. Zürich 1977, ISBN 3-7201-5095-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Von Cohen zu Benjamin: Zum Problem deutsch-jüdischer Existenz&amp;#039;&amp;#039;. Einsiedeln 1981, ISBN 3-265-10250-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hannah Arendt: Eine deutsche Jüdin im Zeitalter des Totalitarismus&amp;#039;&amp;#039;. München 1985, ISBN 3-492-05201-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Da Cohen a Benjamin: Essere ebrei tedeschi&amp;#039;&amp;#039;. Firenze 1995, ISBN 88-8057-007-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zeitgemässe Betrachtungen: Aufzeichnungen eines Humanisten&amp;#039;&amp;#039;. München 1999, ISBN 3-931428-06-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Heimkehr ins Exil: Jüdische Existenz in der Begegnung mit dem Christentum&amp;#039;&amp;#039;. München 2001, ISBN 3-406-48096-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Ethnographic Moment /&amp;#039;&amp;#039; Robert Redfield and F.G. Friedmann; ed. David A. Rees. New Brunswick, N.J.2006, ISBN 0-7658-0333-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Der Rektor der Universität Augsburg (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Leben und Werk von Friedrich G. Friedmann. Drei Vorträge im Rahmen eines Symposiums der Jüdischen Kulturwochen 1995 am 16. November 1995 an der Universität Augsburg&amp;#039;&amp;#039; (= Augsburger Universitätsreden, Bd. 30). Universität Augsburg, Augsburg 1995. ([https://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/opus4/frontdoor/deliver/index/docId/417/file/UR_30Friedmann1997.pdf online])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Friedmann, Friedrich Georg&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933-1945&amp;#039;&amp;#039;. Band 2,1. München : Saur, 1983, ISBN 3-598-10089-2, S. 341&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gäßler, Susanne&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;Die Entdeckung der menschlichen Würde. Jüdische Lebenswelt und humanistische Lebensgestaltung bei Friedrich Georg Friedmann&amp;#039;&amp;#039;. LIT Verlag Münster 2002 (Dissertation).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119129833}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119129833|LCCN=n83049722|VIAF=94645958}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Friedmann, Friedrich Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker (Judentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger der Universität Augsburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2008]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Friedmann, Friedrich Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kulturhistoriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. März 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Augsburg]], Bayern, Deutschland&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=Januar 2008&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Friedberg (Bayern)|Friedberg]], Bayern, Deutschland&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Luha</name></author>
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