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	<title>Fugenvegetation - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T22:29:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Fugenvegetation&amp;diff=345567&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mö1997: ORF Archivlink gesetzt</title>
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		<updated>2025-07-11T19:20:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ORF Archivlink gesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pflasterritzenvegetation 20050826 007.jpg|mini|Pflasterritzenvegetation]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ruhland, Marktplatz, Portulak, Sommer, 02.jpg|mini|Kopfsteinpflaster auf dem Marktplatz von [[Ruhland]] mit [[Portulak]] und dem [[Blut-Fingergras]] &amp;#039;&amp;#039;Digitaria sanguinalis&amp;#039;&amp;#039; in der linken Randzone.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fugenvegetation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pflasterritzenvegetation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, werden [[Pflanzen]] bezeichnet, die in den Fugen von [[Pflaster (Belag)|Pflasterbelägen]] wachsen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nicht gemeint ist hier die [[Mauerfugenvegetation|Vegetation in Mauerfugen]]. Die abweichenden Standortbedingungen führen dort zu einem deutlich anderen Bewuchs als in Pflasterfugen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Vegetation gehört zu den [[ruderal]]en [[Mikrohabitat]]en im Bereich menschlicher Siedlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach wird Fugenvegetation mit [[Herbizid]]en oder anderen Maßnahmen, z. B. Auskratzen, bekämpft. Andererseits wird [[Pflaster (Belag)|Pflasterung]], die bewusst Fugen zur Besiedelung durch Pflanzen offenhält, zunehmend eingesetzt, um die [[Bodenversiegelung]] zu verringern. In den Fugen herrschen besondere Wachstumsbedingungen, an die sich nur bestimmte Pflanzen anpassen können. Ein dichter Bewuchs in den Fugen des Kopfsteinpflasters erhöht dessen Festigkeit. Zudem wird diese Art der Begrünung für die [[Stadtökologie]] immer wichtiger, nicht nur aus Gründen der Stadtgestaltung, sondern auch zur [[Regenwasser]]bewirtschaftung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gestaltung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rasengitter.jpg|mini|Der Rasengitterstein zählt zu den bekanntesten Vertretern sickerfähiger Pflasterarten. In diesem Fall sickert das Oberflächenwasser durch die Zwischenräume im Stein in den Untergrund.]]&lt;br /&gt;
Neue Verlegearten des Pflasters bieten einen gestalterischen Spielraum und einen größeren Raum für die Vegetation. Zu diesen Pflasterarten gehören zum Beispiel:&lt;br /&gt;
*[[Rasenfugenpflaster]]&lt;br /&gt;
*[[Rasengitterstein]]e&lt;br /&gt;
*[[Holzpflaster]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Standortcharakteristika ==&lt;br /&gt;
Nur wenige Zentimeter in der Tiefe und noch geringere Breiten bieten den Pflanzen extrem wenig Platz zum Ausbilden der Blätter oder der [[Wurzel (Pflanze)|Wurzeln]]. Auch der [[Fugensand|Boden in den Fugen]] kann den Pflanzen nicht genügend Nährstoffe bieten. Nur durch Anwehung oder Einspülung können die Pflanzen Nährstoffe aufnehmen. Der [[Stickstoff]]eintrag kann durch Abgase ([[Stickoxide]] und [[Ammoniak]]) und [[Abfall|Abfälle]] im Siedlungsgebiet sehr hoch sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fugen sind versickerungsaktiv und nehmen bei Regen das gesamte Wasser der viel größeren Oberfläche des Pflasters auf. Dadurch ist trotz der geringen Oberfläche der Fugen und Ritzen meist für ausreichende Feuchtigkeit gesorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anpassungsvermögen ==&lt;br /&gt;
Pflasterritzenvegetation zeichnet sich dadurch aus, dass die Pflanzen in den Fugen sehr resistent gegen ungünstige [[Standortfaktor]]en sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Anpassungsmerkmal ist die Größe der [[Fruchtblatt|Fruchtblätter]] und der [[Wurzel (Pflanze)|Wurzeln]]. Da die Ritzen nur wenige Zentimeter breit und tief sind, können Wurzeln nur minimal ausgewachsen sein. Dies bedeutet, dass die Wurzeln schon kurz unter der Oberfläche aufhören. Insgesamt ist auch die Nährstoffaufnahme nur begrenzt möglich, da in den Pflastern extreme Schwankungen des Nährstoffpegels stattfinden. Dies ist der Grund für eine geringe Größe der Pflanzen. In anderer Umgebung können die gleichen Pflanzen jedoch weitaus größere Ausmaße erreichen, das heißt, die Merkmalsausprägungen sind [[phänotyp]]isch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem knappen Nährstoffangebot kommt die mechanische Beanspruchung der Blätter durch den „[[Vertritt]]“ der Benutzer dieser Wege. Eine [[Bodenverdichtung]] ist oft die Folge davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artenzusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Neben [[Flechte]]n und [[Moose]]n wie dem [[Silbermoos]] (&amp;#039;&amp;#039;Bryum argenteum&amp;#039;&amp;#039;) kommen in Mitteleuropa je nach Standort [[Gräser]] wie das [[Deutsches Weidelgras|Deutsche Weidelgras]] (&amp;#039;&amp;#039;Lolium perenne&amp;#039;&amp;#039;) und das [[Einjähriges Rispengras|Einjährige Rispengras]] (&amp;#039;&amp;#039;Poa annua&amp;#039;&amp;#039;), der [[Breitwegerich]] (&amp;#039;&amp;#039;Plantago major&amp;#039;&amp;#039;), die [[Vogelmiere]] (&amp;#039;&amp;#039;Stellaria media&amp;#039;&amp;#039;), das [[Niederliegendes Mastkraut|Niederliegende Mastkraut]] (&amp;#039;&amp;#039;Sagina procumbens&amp;#039;&amp;#039;), der [[Weiß-Klee]] (&amp;#039;&amp;#039;Trifolium repens&amp;#039;&amp;#039;) und [[Löwenzahn (Taraxacum)|Löwenzahn-Arten]] in der Fugenvegetation vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit ein Standort nicht durch besondere Umstände (Umzäunung, Hauswand usw.) trittgeschützt ist, wachsen in Pflasterfugen [[Trittpflanzengesellschaften]]. Oft sind die Standorte durch Oberflächenversiegelung, sandiges Fugensubstrat und Sommerhitze recht trocken. An feuchteren Standorten (schattige Stellen oder atlantisch-subatlantisch beeinflusstes Klima) ist die [[Trittpflanzengesellschaften#Mastkraut-Silbermoos-Gesellschaft|Mastkraut-Silbermoos-Gesellschaft]] zu finden. Die einzelnen Standorte zeigen meist eine artenarme Vegetation, doch ergibt sich (auch kleinräumig) eine gewisse Artenvielfalt durch unterschiedliche Arten in der eigentlichen Geh- oder Fahrbahn, in Pflasterfugen in der Nähe von Hauswänden und in solchen oberhalb des Bordsteins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versuche ==&lt;br /&gt;
In einigen Großstädten wie Berlin, Wien und Paris sowie am [[Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt der Technischen Universität München|Wissenschaftszentrum Weihenstephan]] wurden Versuche mit der Pflasterritzenvegetation durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Margareten]], einem der dichtest besiedelten Bezirke [[Wien]]s, wurden seit dem Frühjahr 2005 Samenmischungen erprobt. Die Ritzen zwischen den Pflastersteinen eines großen Parkplatzes wurden nicht dicht verschlossen, sondern mit Sand aufgefüllt, dem die Samen beigefügt worden waren. Dabei wurde in Zusammenarbeit mit der [[Universität für Bodenkultur]] darauf geachtet, dass es sich um niedrig wachsende Pflanzen handelte. Aus Gründen der Verkehrssicherheit sind auf Verkehrsflächen nur Höhen bis zu zwei Zentimetern zulässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Versuchen wurde festgestellt, dass nur Parkflächen für die Fugenvegetation geeignet sind, die wenig befahren werden, höchstens ein- bis zweimal täglich. Auch stellte sich heraus, dass die Frostschäden durch das in die Fugen eindringende Wasser wesentlich höher sind als bei dicht versiegelten Flächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Herbert Sukopp, Rüdiger Wittig: &amp;#039;&amp;#039;Stadtökologie – Ein Fachbuch für Studium und Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1998, ISBN 3-437-26000-6. &amp;lt;!-- bestimmte Seiten? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Plants growing in cracks|Fugenvegetation}}&lt;br /&gt;
* [http://www.fbr.de/fachinfos/pdf_gruen/03_eppel.pdf Jürgen Eppel: &amp;#039;&amp;#039;Neue Forschungsergebnisse in der Regenwasserbewirtschaftung&amp;#039;&amp;#039;. fbr-Fachtagung, Frankfurt am Main, 2003] (PDF; 818&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [https://wiev1.orf.at/stories/209481/ ORF Wien:] Bericht über einen Versuch in [[Margareten|Wien-Margareten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Begrünung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzensoziologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mö1997</name></author>
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