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	<title>Gallische Sprache - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T05:34:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gallische_Sprache&amp;diff=32116&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: Änderung 243207632 von 2001:16B8:A519:3900:D5FF:424:D530:BFD9 rückgängig gemacht; da war nix veralded gwesn</title>
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		<updated>2024-03-17T17:50:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/243207632&quot; title=&quot;Spezial:Diff/243207632&quot;&gt;243207632&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/2001:16B8:A519:3900:D5FF:424:D530:BFD9&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/2001:16B8:A519:3900:D5FF:424:D530:BFD9&quot;&gt;2001:16B8:A519:3900:D5FF:424:D530:BFD9&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; da war nix veralded gwesn&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Sprache&lt;br /&gt;
| Sprache        = Gallisch&lt;br /&gt;
| Länder         = früheres [[Gallien]] ([[Frankreich]], [[Belgien]], am [[Oberrhein]] ([[Schweiz]]) und [[Norditalien]])&lt;br /&gt;
| Zeitraum       = ca. 300 v.&amp;amp;nbsp;Chr.–ca. 500 n.&amp;amp;nbsp;Chr.&lt;br /&gt;
| Klassifikation = &lt;br /&gt;
* [[Indogermanische Sprachen|Indogermanisch]]&lt;br /&gt;
*: [[Keltische Sprachen|Keltisch]]&lt;br /&gt;
*:: [[Festlandkeltische Sprachen|Festlandkeltisch]]&lt;br /&gt;
| KSprache = Gallisch&lt;br /&gt;
| ISO1           = -&lt;br /&gt;
| ISO2           = cel (sonstige keltische Sprachen)&lt;br /&gt;
| ISO3           = *xcg (Cisalpine Gaulish)&lt;br /&gt;
* xtg (Transalpine Gaulish)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gallische&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gallisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[keltische Sprache]], die im Altertum in [[Gallien]] gesprochen wurde. Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;gallische Sprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die am besten belegte der fünf [[Festlandkeltische Sprachen|festlandkeltischen Sprachen]], die heute alle ausgestorben sind. &amp;#039;&amp;#039;Gallisch&amp;#039;&amp;#039; als Sprachbezeichnung ist mindestens seit [[Aulus Gellius]] (ca. 180 nach Christus) belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Aulus Gellius, &amp;#039;&amp;#039;Noctes Atticae&amp;#039;&amp;#039;, Auszug: &amp;#039;&amp;#039;ueluti Romae nobis praesentibus uetus celebratusque homo in causis, sed repentina et quasi tumultuaria doctrina praeditus, cum apud praefectum urbi uerba faceret et dicere uellet inopi quendam miseroque uictu uiuere et furfureum panem esitare uinumque eructum et feditum potare. ‚hic‘, inquit, ‚eques Romanus apludam edit et flocces bibit‘. aspexerunt omnes qui aderant alius alium, primo tristiores turbato et requirente uoltu quidnam illud utriusque uerbi foret: post deinde, quasi nescio quid Tusce aut Gallice dixisset, uniuersi riserunt.&amp;#039;&amp;#039; – “For instance in Rome in our presence, a man experienced and celebrated as a pleader, but furnished with a sudden and, as it were, hasty education, was speaking to the Prefect of the City, and wished to say that a certain man with a poor and wretched way of life ate bread from bran and drank bad and spoiled wine. “This Roman knight”, he said, “eats apluda and drinks flocces.” All who were present looked at each other, first seriously and with an inquiring expression, wondering what the two words meant; thereupon, as if he might have said something in, I don’t know, Gaulish or Etruscan, all of them burst out laughing.” (nach BLOM 2007: 183)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Quellen ==&lt;br /&gt;
Im engeren Sinne war Gallisch die Sprache, die von den keltischen Bewohnern Galliens (dem heutigen Frankreich, Luxemburg, Belgien, dem größten Teil der Schweiz, Norditalien sowie den westlich des Rheins gelegenen Teilen der Niederlande und Deutschlands) gesprochen wurde. Im weiteren Sinne umfasst es auch Varianten des Keltischen, die in weiten Teilen Mitteleuropas (&amp;quot;Norisch&amp;quot;), in Teilen des Balkans und in Anatolien (&amp;quot;Galatisch&amp;quot;) gesprochen wurden und von denen man annimmt, dass sie eng miteinander verwandt waren. Auch das stärker abweichende Lepontische in Norditalien wird manchmal unter Gallisch subsumiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gallische Sprache wurde laut [[Caesar]]s &amp;#039;&amp;#039;Commentarii de Bello Gallico&amp;#039;&amp;#039; von verschiedenen [[Kelten|keltischen]] Volksstämmen in Teilen des heutigen [[Frankreich]]s bis zur [[Seine]] und [[Marne (Fluss)|Marne]] und in der [[Schweiz]] am Oberrhein gesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;C. Julius Caesar: &amp;#039;&amp;#039;Commentarii de Bello Gallico.&amp;#039;&amp;#039; [https://www.gottwein.de/Lat/caes/bg1001.php#Caes.Gall.1,1 zweisprachig lat./dt., Übers. nach A. Baumstark 1854, 1. Buch, Kapitel 1], abgerufen am 7. November 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige wenige beschriftete Gegenstände (instrumenta) befinden sich außerdem nördlich der Seine (bis ins heutige [[Belgien]]) und in [[Oberitalien|Norditalien]].&amp;lt;ref&amp;gt;Pierre-Yves Lambert: &amp;#039;&amp;#039;La langue gauloise.&amp;#039;&amp;#039; éditions errance 1994.&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Oberitalien|Norditalien]] belegen Inschriften eine verwandte Sprache, das [[Lepontische Sprache|Lepontische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühesten Belege der gallischen Sprache werden auf das [[4. Jahrhundert v. Chr.]] datiert, etwa im [[3. Jahrhundert]] n.&amp;amp;nbsp;Chr. brechen die Belege ab. Die [[Kelten|keltischen Stämme]] erfanden keine eigene [[Schrift]], sondern übernahmen die Alphabete ihrer Nachbarn. So sind gallische Inschriften in zwei [[Alphabet]]en erhalten: zunächst [[Griechisches Alphabet|griechische]] Schriftzeichen im Umland der griechischen Kolonie [[Marseille|Massalia]] (Marseille) und, nach Ankunft der Römer, [[Lateinisches Alphabet|lateinische]] Schriftzeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhalten sind in gallischer Sprache eine Anzahl steinerner [[Inschrift]]en (oft [[Weihinschrift]]en und zum Teil zweisprachig: [[Latein]] und Gallisch), eine Vielzahl kurzer Graffiti auf Tonscherben (häufiges Muster: „X hat dies gemacht“), eine Anzahl bleierner Fluchtäfelchen, der [[Kalender von Coligny]] und einige weitere. Diese machten eine relative gute [[Sprachrekonstruktion|Rekonstruktion]] des Gallischen möglich, wobei die Sprache wohl immer eine so genannte [[Trümmersprache]] bleiben wird, da u. a. nur sehr wenige [[Verb]]formen, [[Adjektiv]]e usw. erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachliche Merkmale ==&lt;br /&gt;
Das Gallische ist [[Sprachwissenschaft|sprachwissenschaftlich]] vor allem deshalb von großer Bedeutung, da es die aus dem [[Indogermanische Sprachen|Indogermanischen]] über das [[Urkeltisch|Gemeinkeltische]] ererbten [[Endung]]en fast vollständig erhält. Formal hat es daher eine gewisse Ähnlichkeit mit dem [[Urgermanisch]]en, [[Latein]]ischen und anderen alten Sprachen. In der (heute nicht mehr allgemein gängigen) Unterscheidung der [[Keltische Sprachen|keltischen Sprachen]] in [[Q-keltische Sprachen|q-keltische]] und [[P-keltische Sprachen|p-keltische]] Sprachen zählt das Gallische zum P-Keltischen. Der Name einer Pferdegöttin lautet beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;Epona&amp;#039;&amp;#039; (vgl. Latein &amp;#039;&amp;#039;equus&amp;#039;&amp;#039; „Pferd“, aber auch [[Griechische Sprache|griechisch]] &amp;#039;&amp;#039;hippos&amp;#039;&amp;#039; „Pferd“). Das Gallische wie auch das [[Lepontische Sprache|Lepontische]] und das [[Galatische Sprache|Galatische]] steht von den [[Inselkeltische Sprachen|inselkeltischen Sprachen]] der [[Britannische Sprachen|britannischen]] Gruppe nahe. [[Sprachwissenschaft]]ler wie [[Karl Horst Schmidt]] gehen sogar von einer &amp;#039;&amp;#039;gallo-britannischen Untergruppe&amp;#039;&amp;#039; innerhalb der [[Keltische Sprachen|keltischen Sprachen]] aus. Von den [[Inselkeltische Sprachen|inselkeltischen Sprachen]] unterscheidet sich das [[Festlandkeltische Sprachen|Festlandkeltische]] jedoch vor allem durch die Neigung zu [[Anlautmutation]]en und den frühen Wegfall der ererbten Endungen in der ersten Gruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachbeispiele ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dédicace de Segomaros (inscription gallo-grecque).png|mini|Gallischer Text im griechischen Alphabet. Gefunden bei Nîmes, heute im Museum Calcet in Avignon]]&lt;br /&gt;
Beim zweiten Beispiel handelt es sich um eine Inschrift in römischen Großbuchstaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;10&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#F4F4F4;border-bottom:0.5px solid grey;&amp;quot;|Gallisch&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#F4F4F4;border-bottom:0.5px solid grey;&amp;quot;|Deutsch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#f4f4f4;&amp;quot; |Segomaros Villoneos toutius namausatis eioru Belesamin sosin nemeton.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
MARTIALIS DANNOTALI IEVRV VCVETE SOSIN CELICNON ETIC GOBEDBI DVGIIONTITO VCVETIN IN ALISIIA&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#f4f4f4;&amp;quot; |Segomaros, Sohn des Villonos (oder Villu), Bürger von [[Nîmes]], hat der (Göttin) [[Belisama|Belesama]] dieses Heiligtum gestiftet.&amp;lt;ref&amp;gt;David Stifter: &amp;#039;&amp;#039;Sengoidelc. Old Irish for Beginners.&amp;#039;&amp;#039; Syracuse University Press, Syracuse NY 2006, ISBN 0-8156-3072-7, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martialis, der Sohn des Dannotalus, hat dem [[Ucuetis]] dieses Heiligtum geweiht und die Metallurgen, die den Ucuetis in [[Alesia]] verehren.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Goudineau: &amp;#039;&amp;#039;Caesar und Vercingetorix.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Philipp von Zabern, Mainz 2003, ISBN 3-8053-2629-7, S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Xavier Delamarre: &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire de la langue gauloise. Une approche linguistique du vieux-celtique continental.&amp;#039;&amp;#039; 2e édition revue et augmentée. Éditions Errance, Paris 2003, ISBN 2-87772-237-6.&lt;br /&gt;
* [[Giacomo Devoto]]: &amp;#039;&amp;#039;Criteri linguistici e criteri archeologici nella definizione del problema gallico.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Celtica.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, 1956, {{ISSN|0069-1399}}, S. 324–331.&lt;br /&gt;
* Georges Dottin: &amp;#039;&amp;#039;La langue gauloise. Grammaire, textes et glossaire&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Collection pour l&amp;#039;Étude des Antiquités Nationales.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, {{ZDB|1143444-2}}). Klincksieck, Paris 1920.&lt;br /&gt;
* [[Paul-Marie Duval]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Recueil des inscriptions gauloises.&amp;#039;&amp;#039; Volume 1: [[Michel Lejeune (Linguist)|Michel Lejeune]]: &amp;#039;&amp;#039;Textes gallo-grecs&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Gallia.&amp;#039;&amp;#039; Supplement 45, 1). Éditions du Centre National de la Recherche Scientifique, Paris 1985, ISBN 2-222-03460-4.&lt;br /&gt;
* Pierre-Yves Lambert: &amp;#039;&amp;#039;La langue gauloise. Description linguistique, commentaire d&amp;#039;inscriptions choisies.&amp;#039;&amp;#039; Éditions Errance, Paris 1994, ISBN 2-87772-089-6.&lt;br /&gt;
* [[Leo Weisgerber]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Sprache der Festlandkelten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bericht der Römisch-Germanischen Kommission.&amp;#039;&amp;#039; Band 20, 1931, {{ISSN|0341-9312}}, S. 147–226.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Gallisch}}&lt;br /&gt;
* [https://adolfozavaroni.tripod.com/lepontic.htm Gallische und Lepontische Inschriften aus Norditalien]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Keltische Sprachen}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4155858-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Keltische Sprachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelsprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausgestorbene Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gallier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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