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	<title>Georg Koppitsch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-10T21:05:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Georg_Koppitsch&amp;diff=2039608&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mö1997: Umstellung Regiowiki.at→ÖsterreichWiki</title>
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		<updated>2024-11-04T15:58:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Umstellung Regiowiki.at→ÖsterreichWiki&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Koppitsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch Kopitsch, * [[1825]] in [[Neusiedl am See]], [[Burgenland]], damals [[Komitat Győr-Moson-Sopron|Ungarn]]; † [[28. April]] [[1880]] in [[Kaisersteinbruch]]) war ein [[Österreich-Ungarn|österreich-ungarischer]] [[Steinmetz]]meister in Kaisersteinbruch.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lehrbrief.jpg|mini|Lehrbrief Georg Koppitsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Name Kop(p)itsch ist in Neusiedl am See 1595 durch Caspar, 1787 durch Michael im Amt des Marktrichters dokumentiert. In diese Familie wurde Georg geboren.&lt;br /&gt;
:{{Hauptartikel|Neusiedl am See#Chronik der Marktrichter und Bürgermeister|titel1=„Chronik der Marktrichter und Bürgermeister“ im Artikel Neusiedl am See}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die großangelegte Dreifaltigkeitssäule in Neusiedl am See, ein Werk des Kaisersteinbrucher Steinmetzmeisters [[Elias Hügel]], hat ihn (möglicherweise) zu seiner Berufsentscheidung geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehrbrief für Georg Koppitsch 1844 ===&lt;br /&gt;
Das Original einer 1853 ausgestellten Bestätigung des [[Gesellenbrief|Lehrbriefes]] von Georg Koppitsch, unterschrieben von den Zechmeistern mit dem großen [[Siegel]] des ehrsamen [[Handwerk]]s der Steinmetzen und Maurer in Heiligenkreuzer/Kaiser-Steinbruch, ist im [[Steinmetzmuseum Kaisersteinbruch]] ausgestellt. Sein Lehrbrief ging möglicherweise bei den Wirrnissen der [[Ungarische Revolution 1848/1849|Ungarischen Revolution 1848]] verloren, so wurde diese Bestätigung notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Wir N.N. Zechmeister und ein ganzes [[Ehre|ehrsames]] Handwerk der Steinmetz- und Maurermeister im [[Stift Heiligenkreuz|Stift heiligenkreuzerischen]] Ort = Steinbruch am [[Leithagebirge|Leythaberg]] bekennen kraft dieses Lehrbriefs, nachdem der ehrsame Georg Koppitsch von Neusiedl am See bey Herrn Georg Abt zu Kaisersteinbruch am 2. Juni 1839 bei offener [[Zunftlade|Lade]] auf 5 Jahr das Steinmetz-Handwerk zu erlernen [[Lehrzeit|aufgedungen]] und am 9. Juni 1844 [[Freisprechung|freigesprochen]] worden, auch in dieser Zeit vollkommen ausgelernet ... so sollen auch seine gewesenen Bürgen, die ehrbaren [[Geselle]]n Joseph Buchinger und Joseph Madle, ihrer geleisteten [[Bürgschaft]] halber, [[Quittung|quitt]], frei und los sein ... gegenwärtigen Lehrbrief am 5. Juni 1853 mit unserem anhängend größern Handwerks-In[[siegel]] bestätigt.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Johann Krasny, Obervorsteher&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Michael Weidbacher, Untervorsteher&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cholera ===&lt;br /&gt;
Die Zeit von 1837 bis 1874 kann als „[[Cholera]]epoche“ in Kaisersteinbruch bezeichnet werden, besonders die Jahre 1849 und 1873.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helmuth Furch]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon Kaisersteinbruch.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Cholera&amp;#039;&amp;#039; S. 369 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1844, 1845 und 1847 starben die letzten drei Meister der Familie Gehmacher.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmuth Furch: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon Kaisersteinbruch.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Gehmacher&amp;#039;&amp;#039; S. 155–160.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu erfolgte eine Kundmachung im [[Bezirk Neusiedl am See|Neusiedler Bezirk]].&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv Kaisersteinbruch: Handschriftliche Kundmachungen im [[Numerus Currens|Currens-Buch]] vom 28. November 1851.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;ist die Cholera in mehreren Orten des [[Sopron|Ödenburger]] und [[Győr|Raaber]] [[Comitat]]s aufgetreten und es steht zu befürchten, dass das um sich greifen dieser schnell tötenden Krankheit sich allmählich ausdehnen dürfte, wenn nicht geeignete Vorsichtsmittel angewendet werden&amp;#039;&amp;#039;..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ungarische Landsleute nach Wien ==&lt;br /&gt;
Nach dem Aufstand Ungarns gegen die [[Habsburger]] 1848, und dessen Niederschlagung 1849, erfolgte eine Kundmachung:&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv Kaisersteinbruch: Currens-Buch vom 27. Mai 1851.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;.. seit einiger Zeit eine beträchtliche Anzahl ungarischer Landsleute in der Absicht nach Wien zu kommen, um dort vor Seiner [[Majestät]]&amp;#039;&amp;#039; (Kaiser [[Franz Joseph I.]]) &amp;#039;&amp;#039;wegen ihrer Bedrückungen Klage zu führen. Da diese Personen größtenteils ohne Ausweis sind, und die nötigen Erhaltungsmittel entbehren, so werden sie schon an der Linie angehalten (Grenzort Kaisersteinbruch) und somit in ihre Heimat abgeschoben&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Wovon die Gemeinde-Vorsteher verständiget werden, dass ihren [[Recht|billigen]] Forderungen jedenfalls im vorschriftsmäßigen Weg Rechnung tragen werden&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
:Bezirks-Commissar Böhm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heirat mit der Meisterswitwe Carolina Gehmacher ===&lt;br /&gt;
Michael Gehmacher, Steinmetzmeister und Steinbruchpächter in Kaisersteinbruch, ein Enkel des 1746 von Salzburg zugewanderten Meisters [[Johann Gehmacher (1716–1782)|Johann Gehmacher]], starb am 13. Dezember 1847. Carolina Gehmacherin, die Witwe, 48 Jahre alt, verheiratete sich am 22. Mai 1853 dem 28-jährigen Georg Koppitsch. Im Heiratsbuch ist er dabei als Steinmetzmeister angegeben. Die Zeugen waren Joseph Steurer, [[Alois II. (Liechtenstein)|Fürst Liechtensteinscher]] [[Kammerdiener]] und Caspar Niergl, Steinmetzmeister. Durch diese Heirat übernahm Koppitsch die Steinmetzhütte des Michael Gehmacher und den Steinbruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jahresberichte der Handels- und Gewerbekammer Ödenburg ==&lt;br /&gt;
Neben [[St. Margarethen im Burgenland|St. Margarethen]] war der zweite bedeutende Steinbruch jener von Kaisersteinbruch.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Hahnenkamp: &amp;#039;&amp;#039;Die burgenländische Industrie, Entwicklung bis zum 1. Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; 1. Teil. Eisenstadt 1986. Seine Quelle waren die Jahresberichte der [[Handelskammer|Handels-]] und [[Gewerbekammer]] Ödenburg.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Absatz an Werk- und Mauersteinen war recht gut, das zeigen die Absatzmengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Anmerkung: 1 [[Gulden|fl]] [[Deutsche Währungsgeschichte vor 1871#Wiener Münzvertrag (1857)|Conventionsmünze]] = 2,5 fl [[Währungsreformen in Österreich#Währungsreform 1816|Wiener Währung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1853 wurden 54.000 Kubikschuh (1.706 m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;) erzeugt, die hauptsächlich in Wien um 1 fl C.M. per Kubikschuh verkauft wurden. Täglich arbeiteten 60 Männer im Steinbruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1857 bis 1859 konnte die Erzeugung auf 118.200 Kubikschuh Werksteine und 708 Kubikschuh Kalksteine im Gesamtwert von 70.700 fl gesteigert werden. Damit übertraf der Produktionswert in [[Kaiserstein (Gestein)|Kaisersteinbruch]] jenen von [[St. Margarethener Kalksandstein|St. Margarethen]]. Beschäftigt waren 79 bis 103 Arbeiter. Der Taglohn lag zwischen 90 [[Kreuzer (Münze)|kr]] und 1 fl 10 kr. Die Werksteine wurden zum Teil schon im Steinbruch ausgearbeitet und dann nach Wien, aber auch nach [[Preßburg]], Raab und Ödenburg gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 waren 100 Arbeiter beschäftigt. Sie erzeugten jährlich zwischen 140.000 und 145.000 Kubikschuh (4.424 bis 4.482 m&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;). In diesen Jahren wurde das [[Handwerk der Steinmetzen und Maurer in Kaisersteinbruch|Kaisersteinbrucher Steinmetzhandwerk]] durch die Meister Johann [[Ferdinand Amelin|Amelin]], Johann Krasny, Franz Abt, Michael Weidbacher, Michael Tiefenbrunner, Franz Pansipp, Caspar Niergl, Franz Nunkowitsch, Franz Winkler, Stephan Heischmann, [[Peregrin Teuschl]], Georg Koppitsch und [[Ferdinand Krukenfellner]] repräsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
Koppitsch starb 1880 mit 55 Jahren an „[[Auszehrung]]“, Carolina 1891 mit 86 Jahren an „[[Altersschwäche|Entkräftung senilis]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Landesarchiv Burgenland|Landesarchiv des Burgenlandes]]: &amp;#039;&amp;#039;[[oewiki:Johann Wimmer|Johann Wimmer]]&amp;#039;&amp;#039;, Lehrer: &amp;#039;&amp;#039;Gedenkbuch der Gemeinde Kaisersteinbruch&amp;#039;&amp;#039;, 1895. (handschriftliches Exemplar).&lt;br /&gt;
* [[Helmuth Furch]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon Kaisersteinbruch.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Museums- und Kulturverein, Kaisersteinbruch 2002–2004. ISBN 978-3-9504555-8-8. [https://jeroen.pro/obermayer-schindelar/images/9/8/eaaa2f63f1a14868eb05bb5cf89.pdf Band 1], [https://jeroen.pro/obermayer-schindelar/images/2/5/eaaa2f6d15d1ef178cfae2c7552.pdf Band 2]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://jeroen.pro/obermayer-schindelar/images/9/8/eaaa2f63f1a14868eb05bb5cf89.pdf Helmuth Furch 2002, Historisches Lexikon Kaisersteinbruch Band 1], [https://jeroen.pro/obermayer-schindelar/images/2/5/eaaa2f6d15d1ef178cfae2c7552.pdf 2004, Band 2]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Ursula Stevens |url=https://artistiticinesi-ineuropa.ch/deu/kaisersteinbruch-deu.html |titel=Kaisersteinbruch |werk=tessinerkuenstler-ineuropa.ch |datum=2016 |zugriff=2024-10-21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Koppitsch, Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinmetz (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaisersteinbrucher Bruderschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Neusiedl am See)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kaisersteinbruch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1825]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Koppitsch, Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreich-ungarischer Steinmetz des Historismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1825&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neusiedl am See]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. April 1880&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kaisersteinbruch]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mö1997</name></author>
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