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	<title>Georg Wilhelm Pfingsten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T08:17:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Graph Pixel: /* Leben */ Tippfehler korrigiert.</title>
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		<updated>2026-03-28T04:35:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:GeorgWilhelmPfingsten.jpg|mini|Georg Wilhelm Pfingsten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gravplade Georg Wilhelm Pfingsten.JPG|mini|Grabplatte auf dem Alten Friedhof in Schleswig-Friedrichsberg]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Georg Wilhelm Pfingsten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. März]] [[1746]] in [[Kiel]]; † [[26. November]] [[1827]] in [[Schleswig]]) war ein deutscher [[Taubstumm]]enlehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Pfingsten wuchs als Sohn eines Heeresmusikers nach dem Tod zunächst der leiblichen Mutter, später auch der Stiefmutter, bei vielen Pflegefamilien im Holsteinischen in sehr einfachen Verhältnissen auf. Später hat er Hinweise gegeben, dass er auf diese Weise bereits „taubstumme“ Kinder als Spielkameraden kennengelernt habe. 1760, als  Herzog [[Peter III. (Russland)|Karl Peter Ulrich von Schleswig-Holstein-Gottorf]] im Begriff war, Zar zu werden, folgte Pfingsten seinem Vater nach [[Sankt Petersburg|Petersburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung von Zar Peter III. im Jahr 1762 kehrten alle Deutschen zwangsweise aus Russland zurück. Pfingsten machte eine Lehre als [[Perücke]]nmacher und war zunächst in diesem Beruf in Hamburg tätig. 1773 wurde er Friseur und Perückenmacher in [[Lübeck]], wo er das [[Bürgerrecht]] erwarb, so dass er Meister werden konnte. Ende des 18. Jahrhunderts kamen Perücken jedoch aus der Mode. Der künstlerisch kreative Pfingsten hatte im Rahmen autodidaktischer Fortbildungen eine Trommel- und Signalsprache entwickelt, die zwar nicht das Interesse militärischer Auftraggeber als Nutzer fand, aber aufgeklärte Mitbürger wurden auf ihn aufmerksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arzt und Mitbegründer der [[Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit]], [[Johann Julius Walbaum]], brachte ihn mit einem 15-jährigen gehörlosen Jungen zusammen, der nach sechs Monaten Arbeit mit Pfingsten Sprechen, Lesen und Schreiben konnte. Aufgrund dieses Erfolgs begründete Pfingsten in Lübeck eine Taubstummenschule, in der er bald sieben Schülern mittels seiner [[Gebärdensprache]] zu helfen suchte. Seine wirtschaftlichen Verhältnisse besserten sich jedoch erst, als er 1791 durch die Vermittlung eines Freundes und aufgeklärten Mitstreiters Walbaums in der Gemeinnützigen, den Syndikus des Domkapitels [[Christian Adolph Overbeck]], die Stelle des [[Küster]]s und Organisten an der zum Domkapitel gehörenden [[Dorfkirche Hamberge]] etwa 8 Kilometer südwestlich von Lübeck im Travetal erhielt. Hier unterrichtete er neben seiner Tätigkeit für die Kirchgemeinde erfolgreich weiter Gehörlose, was zu Streit mit dem örtlichen Pastor um Zuständigkeiten und Entlohnung führte. 1799 wurde er aufgrund des entsprechenden Vorschlags von Graf [[Friedrich Leopold zu Stolberg-Stolberg]] und Graf [[Cay Friedrich von Reventlow]], dem damaligen Präsidenten der Deutschen Kanzlei, durch König [[Christian VII. (Dänemark und Norwegen)|Christian VII.]] von Dänemark zum Leiter des neuen  Königlichen Taubstummeninstituts in [[Kiel]] berufen. 1809 hatte diese Schule bereits 35 Schüler, die in mehreren Klassen unterrichtet wurden. 1810 zog das Taubstummeninstitut nach Schleswig um, da die räumlichen Verhältnisse in Kiel zu beengt geworden waren. Als Pfingsten 1825 in den Ruhestand ging, war sein Taubstummeninstitut nicht nur in den Herzogtümern fest eingeführt, sondern auch durch Stiftungsmittel in seiner Existenz für die Zukunft abgesichert. Sein Schwiegersohn [[Hans Hensen]] setzte die erfolgreiche Arbeit Pfingstens fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heute bestehende schleswig-holsteinische &amp;#039;&amp;#039;Landesförderzentrum Hören&amp;#039;&amp;#039;, ist als &amp;#039;&amp;#039;Georg Wilhelm Pfingsten Schule&amp;#039;&amp;#039; nach ihm benannt und nach wie vor in Schleswig ansässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfingsten war seit 1809 Ritter des [[Dannebrog-Orden#Klassen|Dannebrog-Ordens]] und seit 1812 [[Titularprofessor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vieljährige Erfahrungen über die Gehörfehler der Taubstummen als Winke beim Galvanisiren zu gebrauchen.&amp;#039;&amp;#039; Kiel 1802. ([https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10473920_00003.html Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gehörmesser zur Untersuchung der Gehörfähigkeit galvanisirter Taubstummen in besonderer Rücksicht auf die Erlernung der artikulirten Tonsprache.&amp;#039;&amp;#039; Daf. 1804.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bemerkungen und Beobachtungen über Gehör, Gefühl, Taubheit, deren Abweichungen von einander und über einige Ursachen und Heilmittel der letztern.&amp;#039;&amp;#039; 1811.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Wirkungen des Galvanismus auf die Taubstummen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Eunomia&amp;#039;&amp;#039;, 3. Jahrgang, Septemberheft, S. 215.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ueber den Zustand der Taubstummen der alten und neuen Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Schleswig 1817.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Auswahl biblischer Erzählungen. Zunächst für die Zöglinge des Taubstummen-Instituts.&amp;#039;&amp;#039; Schleswig 1820–23, 2 Bände.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hülfsbuch für Taubstumme zum richtigen Verstehen und Unterscheiden der vieldeutigen Wörter, die aus einerlei Lauten und Buchstaben bestehen, aber sehr verschiedene Bedeutung enthalten. In alphabet. Ordnung.&amp;#039;&amp;#039; Schleswig 1825.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* O. F. Kruse: &amp;#039;&amp;#039;Georg Wilhelm Pfingsten, Director des Taubstummeninstituts in Schleswig&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Schulzeitung&amp;#039;&amp;#039;, Nrn. 120-127, Darmstadt 1846 ([https://scripta.bbf.dipf.de/viewer/image/026397595_0023/499/LOG_0473/ Digitalisat])&lt;br /&gt;
* {{ADB|25|662|663|Pfingsten, Georg Wilhelm|[[Carsten Erich Carstens]]|ADB:Pfingsten, Georg Wilhelm}}&lt;br /&gt;
* Rolf Jacobs: &amp;#039;&amp;#039;Georg-Wilhelm Pfingsten&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Grenzfriedenshefte&amp;#039;&amp;#039; (1981), Heft 2, S. 81–86 ([https://www.dein-ads.de/fileadmin/download/pdf_grenzfriedenshefte/1981/grenzfriedenshefte-2-1981.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Ortwin Pelc]]: &amp;#039;&amp;#039;Pfingsten, Georg Wilhelm.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon für Schleswig-Holstein und Lübeck.&amp;#039;&amp;#039; Band 12, Neumünster 2006, ISBN 3-529-02560-7, S. 338–342.&lt;br /&gt;
* Ingo Degner: &amp;#039;&amp;#039;Georg Wilhelm Pfingsten: &amp;quot;Vater&amp;quot; der Hörgeschädigtenpädagogik in Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039;. In: Marion Schmidt und Anja Werner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Fremdbestimmung und Autonomie: Neue Impulse zur Gehörlosengeschichte in Deutschland, Österreich und der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;. Verlag transcript, Bielefeld 2019, ISBN 3837647161, S. 349-371, [https://d-nb.info/1171551282 Bibliogr. Nachweis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|115435565}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|115435565}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=115435565|VIAF=69660644}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pfingsten, Georg Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friseur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassischer Organist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sonderpädagoge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Gehörlosenpädagogik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Dannebrogordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lübecker Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Schleswig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1746]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1827]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pfingsten, Georg Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Taubstummenlehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. März 1746&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kiel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. November 1827&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Schleswig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
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