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	<title>Goffredo Petrassi - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Goffredo_Petrassi&amp;diff=148444&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schelmentraum: Kategorie ergänzt</title>
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		<updated>2026-02-08T22:30:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Goffredo.petrassi2.jpg|miniatur|Goffredo Petrassi]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Goffredo Petrassi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Juli]] [[1904]] in [[Zagarolo]]; † [[3. März]] [[2003]] in [[Rom]]) war ein [[Liste italienischer Komponisten klassischer Musik|italienischer Komponist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Goffredo Petrassi war in seinen Jugendjahren Sängerknabe in der römischen Kirche [[San Salvatore in Lauro]]. Seine musikalischen Fähigkeiten erwarb er sich zunächst autodidaktisch, indem er als Angestellter einer Musikalienhandlung alle erreichbaren Partituren studierte. Er nahm dann Privatunterricht bei [[Alessandro Bustini]] und [[Vincenzo di Donato]]. Schließlich trat er in die Kompositionsklasse von Bustini am &amp;#039;&amp;#039;Conservatorio di Santa Cecila&amp;#039;&amp;#039; ein. 1936 wurde er Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Accademia Nazionale di Santa Cecilia|Accademia di Santa Cecilia]]&amp;#039;&amp;#039; und 1939 Kompositionslehrer am &amp;#039;&amp;#039;Conservatorio di Santa Cecilia&amp;#039;&amp;#039;, wo er 1960 schließlich die Meisterklasse für Komposition übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1937 bis 1940 war Petrassi Generalintendant des &amp;#039;&amp;#039;[[Teatro La Fenice]] in Venedig&amp;#039;&amp;#039;, von 1947 bis 1950 künstlerischer Direktor der &amp;#039;&amp;#039;Accademia Filarmonica Romana&amp;#039;&amp;#039; und von 1954 bis 1956 Präsident der [[Internationale Gesellschaft für Neue Musik|Internationalen Gesellschaft für Neue Musik]]. 1957 wurde er zu deren Ehrenmitglied&amp;lt;ref&amp;gt;[https://iscm.org/about-us/honorary-members/ ISCM Honorary Members]&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1977 wurde er als Ehrenmitglied in die [[American Academy of Arts and Letters]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://artsandletters.org/?s=Goffredo+Petrassi&amp;amp;restype=all| titel=Honorary Members: Goffredo Petrassi| hrsg=American Academy of Arts and Letters| zugriff=2019-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1963 war er assoziiertes Mitglied der [[Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique|Königlichen Akademie von Belgien]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://academieroyale.be/fr/who-who-detail/relations/goffredo-petrassi/| titel=Académicien décédé: Goffredo Petrassi| hrsg=Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique| zugriff=2023-11-07| sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1978 wurde er mit dem internationalen [[Antonio-Feltrinelli-Preis]] ausgezeichnet und in die [[American Academy of Arts and Sciences]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stilistische Fragen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Musik ging Petrassi von [[Neoklassizismus (Musik)|neoklassizistischen]] Ansätzen aus und fand über die Begegnung mit dem [[Serialismus]] zu einem ganz eigenen Stil. Seine acht Orchesterkonzerte entstanden zwischen 1934 und 1972. Damit umspannen sie fast das ganze Spektrum von Petrassis stilistischer Entwicklung. Im ersten Konzert stand er noch deutlich unter dem Einfluss des Neoklassizismus. Doch wurden hier schon Anklänge an [[Paul Hindemith]] und [[Alfredo Casella]] deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petrassis Entwicklungsgang zur immer stärkeren Ausbildung einer persönlichen und freien Sprache vollzog sich verhältnismäßig langsam. Dabei ist bemerkenswert, dass diese Wandlung analog zu Petrassis Annäherung an die [[Zwölftonmusik]] der [[Wiener Schule (Moderne)|Wiener Schule]] verlief. Die frühen Arbeiten stehen unter dem Einfluss [[Igor Strawinsky]]s und Hindemiths. Durch Casella wurde er auf die italienische Vokal- und Instrumentaltradition der [[Renaissance]] und des Früh[[barock]] zurückgeführt. In den dreißiger Jahren schrieb Petrassi eine Musik, die sich durch lebendigen, musikantisch konzertierenden [[Manier (Stil)|Duktus]] auszeichnet. Diese Musik fußt auf erweiterter [[Tonalität (Musik)|Tonalität]], auf Mixturklängen, sie kostet [[Quinte#Leere Quinte|leere Quinten]] aus und überzeugt durch Frische und Leuchtkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Vokalmusik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner Vokalmusik entfaltete Petrassi große Wirkung. Hier wird auch sein tief empfundener [[Humanismus]] spürbar. Im Bemühen um eine Wiederbelebung des [[Madrigal (Musik)|Madrigalstils]] nahm er eine zentrale Position ein.&lt;br /&gt;
Besonders mit der atmosphärisch beeindruckenden Kantate &amp;#039;&amp;#039;Noche Oscura&amp;#039;&amp;#039; von 1950 fand Petrassi zu einer persönlichen Sprache. Aber auch die stilprägenden Einwirkungen Strawinskys, die an dessen &amp;#039;&amp;#039;[[Oedipus Rex]]&amp;#039;&amp;#039; oder die &amp;#039;&amp;#039;[[Psalmensinfonie]]&amp;#039;&amp;#039; erinnern, sind nicht zu überhören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die zweite Schaffensperiode ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Hauptwerk der zweiten Schaffensperiode, dem dramatischen Madrigal &amp;#039;&amp;#039;Coro di Morti&amp;#039;&amp;#039; für Männerchor, drei Klaviere, Blechbläser und Schlagzeug (1940/1941), nimmt seine Sprache die Haltung einer Botschaft an, die in transzendente Bereiche zielt. Dieses Werk wird eine der wichtigsten Stationen in Petrassis Lebenswerk. Mit der Wandlung im Ausdruck verbindet sich naturgemäß eine Modifikation seiner musikalischen Elemente überhaupt. Am deutlichsten wird dies in der [[Harmonik]], die sich mehr und mehr differenziert.&lt;br /&gt;
Nach wie vor bleibt die erweiterte Tonalität erhalten; das Klangideal bleibt weiterhin linear-melodisch; Erneuerungen von [[Renaissance]] und Früh[[barock]] verbinden sich mit zeitgenössischen Anregungen. Doch dann entdeckt Petrassi 1945 die &amp;#039;&amp;#039;Bewegung&amp;#039;&amp;#039; und bindet sie in seine Musik ein: Sein Ballett &amp;#039;&amp;#039;Das Portrait des Don Quichotte&amp;#039;&amp;#039; ist der Beweis dafür und ist ein Beweis für ein reicheres, phantasievolleres Verhältnis zur Klangfarbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner [[Kantate]] &amp;#039;&amp;#039;Noche oscura&amp;#039;&amp;#039; für gemischten Chor und Orchester löst Petrassi noch mehr Konsequenzen aus als vorher in der Kantate &amp;#039;&amp;#039;Coro Morti&amp;#039;&amp;#039;. War Petrassis Thematik in den Frühwerken vorwiegend [[Diatonik|diatonisch]] gewesen, so stuft er jetzt den Tonraum [[Chromatik|chromatisch]] aus. Dadurch wird die Harmonik zwar erweitert, ihre tonalen Bindungen aber verschleiert. Der Ausdruckswille steht im Vordergrund; die Annäherung an die Zwölftonmusik ist vollzogen, zwar nicht ganz real, aber doch virtuell.&lt;br /&gt;
Noch aber ist die Zwölftonmusik bei ihm nicht Grundlage der Gestaltung, doch spielt sie eine immer ausschlaggebendere Rolle. Die Zwölftonmusik wird strenger angewandt als bisher, die [[kontrapunkt]]ischen Verflechtungen erreichen einen neuen Höhepunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 veröffentlichte er &amp;#039;&amp;#039;Alias&amp;#039;&amp;#039;, eine Komposition für Gitarre und Cembalo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schüler ==&lt;br /&gt;
Zu seinen bekanntesten Schülern gehören [[Ennio Morricone]] und [[Boris Porena]].&amp;lt;ref&amp;gt;Christiane Hausmann: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Avantgarde und Kommerz: die Kompositionen Ennio Morricones.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, edition text + kritik, 2014, ISBN 3-869-16286-4, S. 14 ({{Google Buch|BuchID=Jhh3DwAAQBAJ|Seite=14}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hauptwerke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Partita für Orchester (1932)&lt;br /&gt;
* 1. Orchesterkonzert (1933/1934)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der 9. Psalm&amp;#039;&amp;#039; für gemischen Chor und Orchester (1939/1940)&lt;br /&gt;
* Klavierkonzert (1936/1939)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Magnificat]]&amp;#039;&amp;#039; für Sopran, gemischten Chor und Orchester (1939)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Coro di Morti&amp;#039;&amp;#039; für Männerchor, drei Klaviere, Blechbläser und Schlagzeug (1940/1941)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Quattro inni sacro&amp;#039;&amp;#039; für Tenor, Bass und Orchester (1942)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La Folia di Orlando&amp;#039;&amp;#039;, Ballett (1942/1943)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Portrait des Don Quichotte&amp;#039;&amp;#039;, Ballett (1945)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Il Cordovano&amp;#039;&amp;#039;, Oper (1950)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sonata da Camera&amp;#039;&amp;#039; für Cembalo und zehn Instrumente (1948)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Morte dell&amp;#039;Aria&amp;#039;&amp;#039;, Oper (1950)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Noche oscura&amp;#039;&amp;#039;, Kantate für Chor und Orchester (1950)&lt;br /&gt;
* 2. Orchesterkonzert (1951)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nonsense&amp;#039;&amp;#039; für Chor a cappella (1952)&lt;br /&gt;
* 3. Orchesterkonzert &amp;#039;&amp;#039;Récréation concertante&amp;#039;&amp;#039; (1956/1957)&lt;br /&gt;
* 4. Orchesterkonzert (1954)&lt;br /&gt;
* 5. Orchesterkonzert (1954)&lt;br /&gt;
* 6. Orchesterkonzert &amp;#039;&amp;#039;Invenzione concertanta&amp;#039;&amp;#039; (1956/1957)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Serenata&amp;#039;&amp;#039; für fünf Instrumente (1958)&lt;br /&gt;
* Streichquartett (1958)&lt;br /&gt;
* Streichtrio (1959)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Suoni notturni&amp;#039;&amp;#039; für Gitarre (1959), Petrassis erstes atonales und athematisches Solowerk&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Grün: &amp;#039;&amp;#039;Gitarrenmusik um 1960. Teil 1: Goffredo Petrassi: Suoni notturni 1959.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Gitarre &amp;amp; Laute&amp;#039;&amp;#039; 8, 1986, Heft 1, S. 59–63.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Flötenkonzert (1960)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Propos d&amp;#039;Alain&amp;#039;&amp;#039;, Kantate für Bariton und 12 Spieler (1960)&lt;br /&gt;
* 7. Orchesterkonzert (1961/1964)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Estri&amp;#039;&amp;#039; für 15 Instrumente (1967)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tre per sette&amp;#039;&amp;#039; für drei Spieler auf sieben Blasinstrumenten (1967)&lt;br /&gt;
* 8. Orchesterkonzert (1972)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0677798}}&lt;br /&gt;
* {{Discogs|776673}}&lt;br /&gt;
* {{Allmusic|Rubrik=artist|ID=mn0001694161}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119456443|LCCN=n/80/89689|NDL=001259487|VIAF=76402214}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Petrassi, Goffredo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Oper)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Ballett)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Blasmusik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Chor)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmkomponist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Conservatorio Santa Cecilia)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Letters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Künste (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italiener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2003]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Petrassi, Goffredo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Komponist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Juli 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Zagarolo]], Italien&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. März 2003&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rom]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schelmentraum</name></author>
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