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	<title>Gondwana - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; eine reicht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Laurasia-Gondwana-de.svg|mini|hochkant=1.4|Die Großkontinente [[Laurasia]] und Gondwana in der [[Trias (Geologie)|Trias]], etwa vor 200 Millionen Jahren]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gondwana&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gondwanaland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder seltener &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gondwania&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, war ein [[Erdgeschichte|erdgeschichtlicher]] [[Superkontinent|Großkontinent]], der fast über das gesamte [[Phanerozoikum]] (das heißt über annähernd 500 Millionen Jahre) die südliche [[Erdoberfläche|Hemisphäre]] dominierte. Vom späten [[Karbon (Geologie)|Karbon]] bis in den [[Jura (Geologie)|Jura]] bildete Gondwana über einen Zeitraum von etwa 150 Millionen Jahren den Südteil des [[Superkontinent]]s [[Pangaea]]. Dieser umfasste im [[Perm (Geologie)|Perm]] unter Einbeziehung der [[Schelfmeer]]e eine Fläche von etwa 138 Millionen km², mit einem Anteil Gondwanas von 73 Millionen km².&amp;lt;ref&amp;gt;Spencer G. Lucas, Joerg W. Schneider, Giussepe Cassinis: [http://sp.lyellcollection.org/content/265/1/1.full.pdf &amp;#039;&amp;#039;Non-marine Permian biostratigraphy and biochronology: an introduction.&amp;#039;&amp;#039;] In: Spencer G. Lucas, Giuseppe Cassinis, Joerg W. Schneider (Hrsg.): [http://sp.lyellcollection.org/content/265/1 &amp;#039;&amp;#039;Non-Marine Permian Biostratigraphy and Biochronology&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Special Publications&amp;#039;&amp;#039;. Band 265).] [http://www.geolsoc.org.uk/ The Geological Society of London], London 2006, Print ISBN 978-1-86239-206-9, S.&amp;amp;nbsp;1–14, abgerufen am 19.&amp;amp;nbsp;Januar&amp;amp;nbsp;2017 (PDF; 4,2&amp;amp;nbsp;MB, englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mindestens zweimal bildete Gondwana gemeinsam mit den nördlicher gelegenen Kontinentalschollen [[Laurasia]]s einen Superkontinent:&lt;br /&gt;
* mit dem [[Proterozoikum|proterozoischen]] [[Rodinia]] vor etwa einer Milliarde Jahren und&lt;br /&gt;
* der [[Paläozoikum|paläozoischen]] [[Pangaea]] vor 300 Millionen Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Existenz Gondwanas gilt als gesichert und wird (überwiegend mit Fokus auf das &amp;#039;&amp;#039;Phanerozoikum&amp;#039;&amp;#039;) von einer Vielzahl wissenschaftlicher Arbeiten unter [[Paläogeographie|paläogeographischen]], geologischen, biologischen und [[Klimageschichte|klimatischen]] Aspekten behandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ronald C. Blakey: [https://books.google.de/books?hl=en&amp;amp;lr=&amp;amp;id=FCPxDyHJ-zIC&amp;amp;oi=fnd&amp;amp;pg=PA1&amp;amp;dq=Geological+history+of+gondwana+phanerozoic&amp;amp;ots=g_Xp0Qk8A1&amp;amp;sig=w_ah1QGpd-E610vzV5yT-IVmG-s&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Geological%20history%20of%20gondwana%20phanerozoic&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Gondwana paleogeography from assembly to breakup—A 500 my odyssey.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Resolving the Late Paleozoic Ice Age in Time and Space.&amp;#039;&amp;#039; Geological Society of America, Special Paper 441. Januar 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung ==&lt;br /&gt;
1861 wurde vom österreichischen Geologen [[Eduard Suess]] für den Urkontinent der Name &amp;#039;&amp;#039;Gondwana&amp;#039;&amp;#039; vorgeschlagen. Der Name stammt von der Region [[Gondwana (Indien)|Gondwana]] in Zentral[[indien]] (von {{saS|गोण्डवन,|IAST=goṇḍavana}} „Wald der [[Gond]]s“, nach dem indischen [[Volk]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;gondwana&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Biogeographie]] zur Beschreibung von Verteilungsmustern lebender Organismen verwendet, die nur in zwei oder mehr der jetzt räumlich getrennten Regionen vorkommen, die einst Teil Gondwanas waren, einschließlich der eingeschränkten [[Antarktis (Florenreich)|antarktischen Flora]]. Zum Beispiel ist die Familie der [[Silberbaumgewächse]] (Proteaceae) nur im südlichen Südamerika, in Südafrika und Australien bekannt; sie ist deshalb „gondwana-verteilt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologischer Überblick ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Snider-Pellegrini Wegener fossil map-de.svg|mini|links|Mit Hilfe der hier farbig markierten [[Biogeographie#Paläobiogeographie oder Historische Biogeographie|paläobiogeographischen]] Verbreitungsgebiete von &amp;#039;&amp;#039;[[Cynognathus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Mesosaurus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Glossopteridales|Glossopteris]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Lystrosaurus]]&amp;#039;&amp;#039; lässt sich die Anordnung heute getrennter Kontinente zu Gondwana rekonstruieren.]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:550 mya.jpg|mini|Die Lage der Kontinente 550&amp;amp;nbsp;mya]]&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Cratons West Gondwana.svg|mini|250px|Kratone in West-Gondwana]]&lt;br /&gt;
Gondwana umfasste die damals in einer Landmasse vereinigten Kontinente beziehungsweise [[Kraton]]e von [[Südamerika]], [[Afrika]], [[Antarktis|Antarktika]], [[Australien (Kontinent)|Australien]], [[Arabische Halbinsel|Arabien]], [[Madagaskar]], [[Neuguinea]], [[Zealandia]] und [[Indien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kontinent entstand im späten [[Neoproterozoikum]] (System [[Ediacarium]]) vor rund 600 Millionen Jahren durch die Kollision von Ost- und Westgondwana bzw. aus den fragmentierten Landmassen des nach erdgeschichtlichem Maßstab „kurzlebigen“  Superkontinents [[Pannotia]] im Zuge der [[Pan-Afrikanische Orogenese|Pan-Afrikanischen Orogenese]]. Lange Zeit in Südpolnähe liegend, verschmolz Gondwana im [[Oberkarbon]] (vor ca. 310 Millionen Jahren) aufgrund einer nordwärts verlaufenden Drift mit dem damaligen nordamerikanisch-skandinavischen Kontinent [[Laurussia]] und dem Kraton Asiens zum Superkontinent &amp;#039;&amp;#039;Pangaea&amp;#039;&amp;#039;. Die Verbindung Gondwanas mit Nordamerika blieb bis in den frühen [[Jura (Geologie)|Jura]] bestehen. Danach existierte Gondwana wieder als eigenständiger Großkontinent, der allerdings vor etwa 150 Millionen Jahren (gegen Ende des Juras) seinerseits erste Auflösungserscheinungen zeigte, und zwar zunächst zwischen Afrika und Madagaskar, zuletzt durch die Abtrennung Antarktikas von Australien und Südamerika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima, Geographie und Vegetation ==&lt;br /&gt;
=== Paläozoikum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kuunga2.png|mini|hochkant=1.4|Ost-Gondwana: Orogene und Kuunga-Orogene]]&lt;br /&gt;
Im Laufe des &amp;#039;&amp;#039;Phanerozoikums&amp;#039;&amp;#039; wurde Gondwana zweimal weiträumig von [[Gletscher]]n und [[Eisschild]]en bedeckt, das erste Mal während des [[Eiszeitalter#Ordovizisches Eiszeitalter|Ordovizischen Eiszeitalters]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Hirnantische Eiszeit&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Anden-Sahara-Eiszeit&amp;#039;&amp;#039;). Dieses begann vor rund 460 Millionen Jahren im [[Oberes Ordovizium|Oberen Ordovizium]], erreichte seinen Höhepunkt auf der letzten ordovizischen Stufe des [[Hirnantium]]s und endete im [[Untersilur|Unteren Silur]] vor 430 Millionen Jahren. Anhand [[Glaziologie|glazialer]] Ablagerungen konnte die Drift und die Bewegungsrichtung des Großkontinents über die südpolaren Regionen in chronologischer Abfolge rekonstruiert werden. Der Kernbereich der Vereisung konzentrierte sich vor 450 bis 440 Millionen Jahren auf die [[Arabische Platte]] und anschließend auf die heutige Sahara, wanderte dann westwärts über die damals durchgehende Landverbindung in Richtung Südamerika (Brasilien und unteres Amazonasgebiet) und erfasste vor 430 Millionen Jahren in abgeschwächter Form die Region der noch nicht vorhandenen [[Anden]]kette.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Eiszeitalter#Permokarbones Eiszeitalter|Permokarbonen Eiszeitalters]] (auch &amp;#039;&amp;#039;[[Karoo-Eiszeit]]&amp;#039;&amp;#039;) wurde Gondwana erneut zum Zentrum großflächiger Vereisungen. Die erste [[Chronostratigraphie|chronostratigraphische]] Stufe des [[Karbon]]s, das [[Tournaisium]], verzeichnete nach einer kurzen Erwärmungsphase einen stetigen Abkühlungstrend, der sich im weiteren Verlauf verstärkte und besonders im heutigen südlichen Afrika sowie in Südamerika erste Gletscherbildungen bewirkte. Im Zuge einer zweiten Vereisungsphase im [[Pennsylvanium]] vor 318 bis 299 Millionen Jahren dehnten sich die Eisschilde auf die [[Kraton]]e von Indien und Australien aus, ehe während des &amp;#039;&amp;#039;Dwyka-Glazials&amp;#039;&amp;#039; (bis vor 280 Millionen Jahren) das südliche Afrika abermals vergletscherte. Das &amp;#039;&amp;#039;Permokarbone Eiszeitalter&amp;#039;&amp;#039; war das zweitlängste [[Eiszeitalter]] der Erdgeschichte. Es umfasste einen großen Teil des Karbons und endete im Mittleren [[Perm (Geologie)|Perm]] vor etwa 265 Millionen Jahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Isabel P. Montañez&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Isabel P. Montañez, Neil J. Tabor, Deb Niemeier, William A. DiMichele, Tracy D. Frank, Christopher R. Fielding, John L. Isbell, Lauren P. Birgenheier, Michael C. Rygel |Titel=CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Forced Climate and Vegetation Instability During Late Paleozoic Deglaciation |Sammelwerk=Science |Band=315 |Nummer=5808 |Datum=2007-01 |Seiten=87–91 |Sprache=en |Online=http://users.clas.ufl.edu/rrusso/gly6932/Montanez_etal_Science07.pdf |Format=PDF |DOI=10.1126/science.1134207}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die über viele Jahrmillionen nur wenig veränderte Position Gondwanas im Bereich der [[Antarktis]] war ein wesentlicher Klimafaktor für die Entstehung der beiden [[Paläozoikum|paläozoischen]] Glazialperioden, da Eisbildungen auf dem Festland generell stabiler und voluminöser sind als über dem offenen Meer und sich durch den Prozess der [[Eis-Albedo-Rückkopplung]] weiter verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pangaea continents german.png|mini|hochkant=1.1|Der Superkontinent &amp;#039;&amp;#039;Pangaea&amp;#039;&amp;#039; im [[Perm (Geologie)|Unterperm]] vor ca. 280 Millionen Jahren]]&lt;br /&gt;
In den letzten 10 bis 15 Millionen Jahren des Karbons wechselten in rascher Folge verschiedene [[Klimazustand|Klimazustände]], mit ausgeprägten Schwankungen der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration zwischen 150 und 700&amp;amp;nbsp;ppm und entsprechenden Fluktuationen des Meeresspiegels ([[Glazialeustasie]]),&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1038/ngeo2822&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Isabel P. Montañez, Jennifer C. McElwain, Christopher J. Poulsen, Joseph D. White, William A. DiMichele, Jonathan P. Wilson, Galen Griggs, Michael T. Hren |Titel=Climate, pCO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; and terrestrial carbon cycle linkages during late Palaeozoic glacial–interglacial cycles |Sammelwerk=Nature Geoscience |Band=9 |Nummer=11 |Datum=2016-11 |Seiten=824–828 |Sprache=en |Online=https://www.researchgate.net/profile/Jonathan_Wilson13/publication/309439742_Climate_pCO2_and_terrestrial_carbon_cycle_linkages_during_late_Palaeozoic_glacial-interglacial_cycles/links/5aa069c80f7e9badd9a1ce24/Climate-pCO2-and-terrestrial-carbon-cycle-linkages-during-late-Palaeozoic-glacial-interglacial-cycles.pdf |Format=PDF |DOI=10.1038/ngeo2822}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch zunehmend [[Arides Klima|aride]] Klimabedingungen erfolgte im späten Karbon die Dezimierung der äquatorialen Regenwälder, und ebenso verschwanden viele Feucht- und Sumpfgebiete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cascales-MinanaCleal2013&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Borja Cascales-Miñana, Christopher J. Cleal |Titel=The plant fossil record reflects just two great extinction events |Sammelwerk=Terra Nova |Band=26 |Nummer=3 |Datum=2013 |Seiten=195–200 |Sprache=en |DOI=10.1111/ter.12086}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;DiMichele&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=William A. DiMichele, Neil J. Tabor, Dan S. Chaney, W. John Nelson |Titel=From wetlands to wet spots: Environmental tracking and the fate of Carboniferous elements in Early Permian tropical floras |Sammelwerk=GSA (Geological Society of America) |Band=Special Paper 399 |Nummer= |Datum=2006 |Seiten=223–248 |Sprache=en |Online=https://www.researchgate.net/profile/William_Dimichele/publication/251874713_From_wetlands_to_wet_spots_Environmental_tracking_and_the_fate_of_Carboniferous_elements_in_Early_Permian_tropical_floras/links/0deec51f1864b08641000000.pdf |Format=PDF |DOI=10.1130/2006.2399(11)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des Übergangs vom &amp;#039;&amp;#039;Karbon&amp;#039;&amp;#039; zum &amp;#039;&amp;#039;Perm&amp;#039;&amp;#039; entstanden neue Waldbiotope, die an ein kühleres und trockenes Klima mit jahreszeitlich bedingten Temperaturschwankungen angepasst waren. Ein Beispiel für diesen Wandel ist die kälteresistente und laubabwerfende [[Glossopteris-Flora]] im südlichen Teil von Gondwana, die sich dort zu einem weit verbreiteten Pflanzentypus entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch für Groß- und Superkontinente sind ein ausgeprägtes [[Kontinentalklima]] mit einer Jahres-Temperaturamplitude bis 50&amp;amp;nbsp;°C, umfangreiche Trocken- und Wüstengebiete im Landesinneren sowie eine gering ausgeprägte Artenvielfalt im [[Biogeographie|Faunenbereich]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tabor&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Neil J. Tabor |Titel=Wastelands of tropical Pangea: High heat in the Permian |Sammelwerk=Geology |Band=41 |Nummer=5 |Datum=2013 |Seiten=623–624 |Sprache=en |Online=http://geology.geoscienceworld.org/content/41/5/623.full |DOI=10.1130/focus052013.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als sich im &amp;#039;&amp;#039;Oberkarbon&amp;#039;&amp;#039; die Großkontinente [[Laurussia]] und Gondwana zum Superkontinent &amp;#039;&amp;#039;Pangaea&amp;#039;&amp;#039; und damit zu einer riesigen Festlandsbarriere zusammengeschlossen hatten, stockte der Wasser- und Wärmeaustausch der äquatorialen Meeresströmungen. Dafür strömte verstärkt antarktisches Kaltwasser an den Küsten Gondwanas entlang nach Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mesozoikum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wie Neuseeland entstanden ist.webm|mini|hochkant=1.1|Video zur Entstehung Neuseelands zeigt anfangs [[Pangaea]], [[Tethysmeer]], Gondwana und [[Laurasia]]]]&lt;br /&gt;
Nachdem sich im Unterperm mit [[Sibiria]] die letzte separate Landmasse mit &amp;#039;&amp;#039;Pangaea&amp;#039;&amp;#039; vereinigt hatte, herrschte über die weitere Dauer der Periode (abgesehen von späten Ausläufern der [[Variszische Orogenese|Variszischen Orogenese]]) eine Phase relativer tektonischer Ruhe. Umschlossen vom weltumspannenden [[Panthalassa]]-Ozean und der riesigen Meeresbucht der [[Neotethys]] im Osten &amp;#039;&amp;#039;Pangaeas&amp;#039;&amp;#039; änderte sich bis auf die Abspaltung einiger [[Terran|Terran-Gruppen]] am Erscheinungsbild des Superkontinents über Jahrmillionen nur wenig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Beginn des [[Mesozoikum]]s (Erdmittelalter) kam es im stratigraphischen System der [[Trias (Geologie)|Trias]] zu ersten Anzeichen tektonischer Aktivitäten, die sich an der [[Trias (Geologie)|Trias]]-[[Jura (Geologie)|Jura]]-Grenze (201,3&amp;amp;nbsp;mya) erheblich verstärkten. Entlang der Plattenränder des heutigen Nordamerikas und Europas entstanden ausgedehnte, bis nach Nordafrika reichende Grabenbrüche mit ersten marinen [[Ingression]]en. Aus dieser Entwicklung, hin zur allmählichen Öffnung des späteren Zentralatlantiks, resultierte die Entstehung der 11 Millionen km² umfassenden &amp;#039;&amp;#039;Zentralatlantischen Magmatischen Provinz&amp;#039;&amp;#039; (englisch &amp;#039;&amp;#039;Central Atlantic Magmatic Province&amp;#039;&amp;#039;, abgekürzt &amp;#039;&amp;#039;CAMP&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1126/science.1234204&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Terrence J. Blackburn, Paul E. Olsen, Samuel A. Bowring, Noah M. McLean, Dennis V. Kent, John Puffer, Greg McHone, E. Troy Rasbury, Mohammed Et-Touhami |Titel=Zircon U-Pb Geochronology Links the End-Triassic Extinction with the Central Atlantic Magmatic Province |Sammelwerk=Science |Band=340 |Nummer=6135 |Datum=2013-05 |Seiten=941–945 |Sprache=en |Online=http://users.clas.ufl.edu/prwaylen/GEO2200%20Readings/Readings/Divergent%20boundaries/End-Triassic%20Extinction%20with%20Centreal%20Atlantic%20Magmatic%20Province.pdf |Format=PDF |DOI=10.1126/science.1234204}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser geologische Prozess hatte gravierende Folgen für Atmosphäre, Klima und Biosphäre und gilt allgemein als primäre Ursache für das zeitgleich auftretende [[Massenaussterben]] mit einem Artenschwund um 70 Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1016/j.palaeo.2004.12.004&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tran T. Huynh, Christopher J. Poulsen |Titel=Rising atmospheric CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; as a possible trigger for the end-Triassic mass extinction |Sammelwerk=Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology |Band=217 |Nummer=3–4 |Datum=2005-02 |Seiten=223–242 |Sprache=en |Online=http://users.clas.ufl.edu/prwaylen/GEO2200%20Readings/Readings/Divergent%20boundaries/End-Triassic%20Extinction%20with%20Centreal%20Atlantic%20Magmatic%20Province.pdf |Format=PDF |DOI=10.1016/j.palaeo.2004.12.004}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere vulkanische Aktivitätszentren entstanden im Gebiet von Südafrika und Proto-Antarktika in Form der [[Karoo-Ferrar-Magmaprovinzen|Karoo-Ferrar-Magmaausflüsse]] mit einer Hauptphase im Mittleren [[Jura (Geologie)|Jura]]. Diese Ereignisse waren mit einer stark erhöhten [[Ozeanbodenspreizung]]srate verbunden, hatten nachhaltige klimatische Auswirkungen und führten in der Folge zu rasch verlaufenden Erwärmungs- und Abkühlungsphasen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1130/G31579.1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Guillaume Dera, Benjamin Brigaud, Fabrice Monna, Rémi Laffont, Emmanuelle Pucéat, Jean-François Deconinck, Pierre Pellenard, Michael M. Joachimski, Christophe Durlet |Titel=Climatic ups and downs in a disturbed Jurassic world |Sammelwerk=Geology |Band=53 |Nummer=3 |Datum=2011-03 |Seiten=215–218 |Sprache=en |Online=http://jurassic.ucoz.ru/_fr/12/Dera_et_al-2011.pdf |Format=PDF |DOI=10.1130/G31579.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenfalls im Mittleren Jura spaltete sich [[Madagaskar]] von Afrika ab, während die Loslösung der Indischen Platte in der [[Oberkreide]] vor 90 Millionen Jahren stattfand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Känozoikum ===&lt;br /&gt;
Mit der zunehmenden Destabilisierung Gondwanas verlagerte sich Afrika im Zuge der [[Kontinentalverschiebung]] in Richtung [[Europa]], was zur Auffaltung der [[Alpen]] führte, während die vergleichsweise rasche Verschmelzung der [[Indische Platte|Indischen Kontinentalplatte]] mit der [[Eurasische Platte|Eurasischen Platte]] im [[Paläogen]] den [[Himalaya]] entstehen ließ. Dieser noch nicht abgeschlossene ([[rezent]]e) Vorgang wird [[Alpidische Orogenese]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Beginn der Erdneuzeit ([[Känozoikum]]) existierte mit den durch [[Landbrücke]]n verbundenen Kontinentalplatten von [[Australien]], [[Antarktika]] und [[Südamerika]] noch ein relativ umfangreicher Rest des früheren Großkontinents. Dessen endgültiger Zerfall setzte vor rund 45 Millionen Jahren ein, als sich Australien von Antarktika löste, unter gleichzeitiger Entstehung der [[Tasmanische Passage|Tasmanischen Passage]]. Vor 34 Millionen Jahren begann sich als Folge plattentektonischer Verschiebungen zwischen Antarktika und Südamerika die heute 480 [[Seemeile]]n breite [[Drakestraße]] unter fortlaufender Vertiefung zu öffnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1016/j.epsl.2005.03.027&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Roy Livermore, Adrian Nankivell, Graeme Eagles, Peter Morris |Titel=Paleogene opening of Drake Passage |Sammelwerk=Earth and Planetary Science Letters |Band=236 |Nummer=1–2 |Datum=2005-07 |Seiten=459–470 |Sprache=en |Online=https://epic.awi.de/id/eprint/12111/1/Liv2005a.pdf |Format=PDF |DOI=10.1016/j.epsl.2005.03.027}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch entstand im [[Südpolarmeer]] der [[Antarktischer Zirkumpolarstrom|Antarktische Zirkumpolarstrom]], der den Atlantik mit dem Pazifischen Ozean verband, Antarktika in der Folge von der Zufuhr wärmeren Meerwassers abschnitt und zu einem deutlichen [[Klimawandel]] in dieser Region führte. Parallel dazu setzte eine weltweite Abkühlung an Land und in den Meeren ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bei einem CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Schwellenwert um 600 ppm beginnende [[Eisschild|Vereisung]] der nunmehr thermisch und geographisch isolierten südpolaren Festlandsbereiche im frühen [[Oligozän]] markierte nicht nur den Beginn des [[Känozoisches Eiszeitalter|Känozoischen Eiszeitalters]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;10.1126/science.aab0669&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Simone Galeotti, Robert DeConto, Timothy Naish, Paolo Stocchi, Fabio Florindo, Mark Pagani, Peter Barrett, Steven M. Bohaty, Luca Lanci, David Pollard, Sonia Sandroni, Franco M. Talarico, James C. Zachos |Titel=Antarctic Ice Sheet variability across the Eocene-Oligocene boundary climate transition |Sammelwerk=Science |Band=352 |Nummer=6281 |Datum=2016-04 |Seiten=76–80 |Sprache=en |Online=https://www.researchgate.net/profile/Simone_Galeotti2/publication/297918381_Antarctic_Ice_Sheet_variability_across_the_Eocene-Oligocene_boundary_climate_transition/links/56e73f8c08ae438aab8816ad.pdf |Format=PDF |DOI=10.1126/science.aab0669}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sondern zog auch einen unwiderruflichen Schlussstrich unter die 600 Millionen Jahre währende Geschichte Gondwanas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Laurasia and Gondwana|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://kartoweb.itc.nl/gondwana/index.html interaktive Animation, die das Auseinanderdriften von Gondwana zeigt] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4021604-4|LCCN=sh85055849|NDL=00562546|VIAF=123469820}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kontinent der Erdgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eduard Suess]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nobody perfect</name></author>
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