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	<title>Grabsleben - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grabsleben&amp;diff=1176560&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rubikon79: Einleitung: Satzbau überarbeitet</title>
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		<updated>2026-02-13T17:22:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einleitung: Satzbau überarbeitet&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindeart             = Landgemeinde&lt;br /&gt;
| Gemeindename            = Drei Gleichen (Gemeinde)&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = Drei Gleichen&lt;br /&gt;
| Ortswappen              = DEU Grabsleben (Drei Gleichen) COA.svg&lt;br /&gt;
| Breitengrad             = 50/56/10/N&lt;br /&gt;
| Längengrad              = 10/50/10/E&lt;br /&gt;
| Bundesland              = DE-TH&lt;br /&gt;
| Höhe                    = 292 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-von                = 290&lt;br /&gt;
| Höhe-bis                = 295&lt;br /&gt;
| Fläche                  = 6.595&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/162426 |titel=Gemarkung Grabsleben, Gemeinde Drei Gleichen |werk=GEOindex |abruf=2026-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner               = 415&lt;br /&gt;
| Einwohner-ca           = 1&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2022-05-15&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;amp;nbsp;[[Wohnsitz (Deutschland)|HW]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;EZ2022&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.citypopulation.de/de/germany/settlements/thuringen/gotha/16067089x0L5C__grabsleben/ |titel=Grabsleben: Ortsteil der Gemeinde Drei Gleichen |titelerg=(Aus 100 Meter-Gitter sowie Geometrien für &amp;quot;Ortslagen&amp;quot; berechnet) |werk=www.citypopulation.de - Population Statistics |hrsg=Online-Dienst für Statistiken |abruf=2026-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum     = 2009-01-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach       = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl1           = 99869&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2           = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1                = 036202&lt;br /&gt;
| Vorwahl2                = 03621&lt;br /&gt;
| Lagekarte               = Drei Gleichen-Grabsleben.svg&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung  = &lt;br /&gt;
| Poskarte                = &lt;br /&gt;
| Bild                    = Grabsleben Kirche.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung       = Kirche (Westseite)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis dahin eigenständige Gemeinde &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grabsleben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist seit dem 1. Januar 2009 ein [[Ortsteil]] der [[Landgemeinde (Thüringen)|Landgemeinde]] [[Drei Gleichen (Gemeinde)|Drei Gleichen]] im [[Thüringen|thüringischen]] [[Landkreis Gotha]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/Namens-Grenz-Aenderung/2009-inklusive-umstellung-januar.html StBA: Gebietsänderungen am 01.01.2009]&amp;lt;/ref&amp;gt; im [[Thüringen|thüringischen]] Landkreis Gotha. Die Ortsteile [[Cobstädt]], Grabsleben und [[Großrettbach]] bilden zusammen unter dem Namen Cobstädt/Grabsleben/Großrettbach eine [[Ortschaft]] nach der [[Thüringer Kommunalordnung]] und haben damit eine gemeinsame [[Ortschaftsverfassung]] mit [[Ortschaftsrat]] und [[Ortschaftsbürgermeister]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.gemeinde-drei-gleichen.de/fileadmin/user_upload/pdf/Satzungen/Hauptsatzung.pdf |titel=Hauptsatzung |titelerg=§&amp;amp;nbsp;3 und 4 |werk=Webauftritt |hrsg=Gemeinde Drei Gleichen |format=PDF;&amp;amp;nbsp;583&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2026-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Grabsleben liegt nördlich des Flusses [[Apfelstädt (Fluss)|Apfelstädt]], zwischen dem Abzweig der [[Bundesstraße 7|B 7]] beim [[Gleichenhof]] und den Nachbarorten [[Großrettbach]] und [[Cobstädt]], vormals zur Gemeinde Grabsleben, seit dem 1. Januar 2009 alle zur Einheitsgemeinde [[Drei Gleichen]] gehörend. Der Gleichenhof besteht heute aus ein paar gewerblich genutzten Gebäuden und war früher einer der vielen Gasthöfe an der &amp;#039;&amp;#039;[[via regia]]&amp;#039;&amp;#039;, Teilabschnitt [[Gotha]]-[[Erfurt]]. Auf einem [[Topografische Karte|topografischen]] Feldoriginal (&amp;#039;&amp;#039;[[Messtischblatt|Urmesstischblatt]]&amp;#039;&amp;#039;) von 1855 wird er als &amp;#039;&amp;#039;Gasthof zu den 3 Gleichen&amp;#039;&amp;#039; genannt. Am Abzweig &amp;#039;&amp;#039;Gleichenhof&amp;#039;&amp;#039; der B&amp;amp;nbsp;7 und über die Autobahnabfahrt [[Wandersleben]] der [[Bundesautobahn 4|A&amp;amp;nbsp;4]] ist Grabsleben verkehrstechnisch gut angebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grabsleben wird vom Seltenbach durchflossen, der nordöstlich der Ortslage in der Mattern-Flur entspringt und seit 1931 durch Rohre unter dem bebauten Gebiet durchgeführt wird, um an der Südostecke der Ortslage als Seltengraben wieder zutage zu treten. Nach wenigen Hundert Metern mündet er in die [[Roth (Apfelstädt)|Rot]]. Der Seltenbach führt nicht immer (&amp;#039;&amp;#039;selten&amp;#039;&amp;#039;) Wasser, kann aber auch bei Starkregen zu Überschwemmungen führen. [[Johann Georg August Galetti|Galetti]] (1750–1828) erwähnt zwei Überschwemmungen in den Jahren 1749 und 1752.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Kultur ==&lt;br /&gt;
Im Spätherbst des Jahres 2009 wurden vom [[Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie|Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie]] Ausgrabungen im Verlauf einer neu zu verlegenden [[Biogasanlage|Biogasleitung]] zwischen Grabsleben und dem nördlich davon liegenden Gleichenhof durchgeführt. Neben einigen [[Urgeschichte|urgeschichtlichen]] Siedlungsgruben wurden zwei [[jungsteinzeit]]liche Körpergräber freigelegt. Die Toten wurden in [[Hockergrab|gehockter]] Stellung, auf der linken Körperseite liegend mit angezogenen Armen und Beinen beigesetzt. Eines der Gräber enthielt eine Doppelbestattung. Zwei Individuen waren wahrscheinlich nacheinander in die Grabgrube gelegt worden. Das andere Grab enthielt eine Einzelbestattung, der Körper war Ost-West ausgerichtet. Der Kopf lag im Osten.&lt;br /&gt;
In beiden Gräbern lag am Fußende je ein [[Steinwerkzeug|Feuersteingerät]]. An den Köpfen der Bestatteten waren [[Muschelkalk]]steine platziert. Nach dem Bestattungsritus und den Grabbeigaben zu urteilen, handelt es sich um Gräber der [[Spätneolithikum|spätneolithischen]] Kultur der [[Schnurkeramik]], die etwa 2300 v. Chr. in die Erde gelangten.&amp;lt;ref&amp;gt;Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Thüringen, (vorläufige Informationen, da die Auswertungen der Grabungen noch nicht endgültig abgeschlossen sind.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anfänge der eigentlichen Grabslebener Dorfgeschichte liegen im Dunkeln. Die Wortherkunft lässt nur Vermutungen zu. Nach der Endung [[-leben]] könnte es sich um eine slawische Siedlungsgründung handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste urkundliche Erwähnung fand der Ort 1191 in einer Urkunde des Landgrafen [[Hermann I. (Thüringen)|Hermann von Thüringen]],&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Georg August Galetti: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Beschreibung des Herzogthums Gotha 3&amp;#039;&amp;#039; (1780), S. 40&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beck&amp;quot;&amp;gt;Dr. August Beck: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des gothaischen Landes&amp;#039;&amp;#039;, Band III., Theil I., Gotha 1875&amp;lt;/ref&amp;gt; 1197 als &amp;#039;&amp;#039;Grauesleb&amp;#039;&amp;#039;. Weitere Ortsnamen waren &amp;#039;&amp;#039;Grabisleibin&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Grabisloubin&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Crabißlewben&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerbing&amp;quot;&amp;gt;[[Luise Gerbing]]: &amp;#039;&amp;#039;Flurnamen des Herzogtums Gotha und die Forstnamen des Thüringerwaldes&amp;#039;&amp;#039;, 1910, S. 95–97, im Staatsarchiv Gotha&amp;lt;/ref&amp;gt; 1291 bestätigte Landgraf Albrecht den Kauf von 1¾ Hufen in Grabsleben durch Ritter Kunemund von [[Stotternheim]] in [[Schwabhausen (Thüringen)|Schwabhausen]]. Noch im Jahr 1525 erschien das Dorf als ein dem [[Kloster Georgenthal]] zinspflichtiger Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich war Grabsleben ursprünglich ein [[Platzdorf]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerbing&amp;quot; /&amp;gt; mit zwei parallel verlaufenden Straßen (heute &amp;#039;&amp;#039;Große Gasse&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Kleine Gasse&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] (1618–1648) verlor der Ort im Jahre 1638 von 300 Einwohnern 228. An Sachwerten gingen verloren: 39 von 64 Wohnhäusern, 39 von 45 Pferden, 59 von 60 Rindern, 700 Schafe und 60 Schweine. Die aus der [[Völkerschlacht bei Leipzig]] in ihre Heimat zurück fliehenden französischen Soldaten wüteten am 24. und 25. Oktober 1813 im Ort und plünderten alles, was sie bekommen konnten, auch in der Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins 19. Jahrhundert gehörte Grabsleben mit Wächs zum [[Amt Gotha]]. Alte Flurnamen (&amp;#039;&amp;#039;Klause&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Klausegraben&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Über der Klause&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Klausebrunnen&amp;#039;&amp;#039;) und große Werksteine, die man beim Umpflügen der Äcker fand, weisen auf das Vorhandensein eines Klosters oder einer Kapelle hin, das oder die nordöstlich vom Gleichenhof stand. Die größeren Steine sollen beim Bau von [[Schloss Friedenstein]] verwendet worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grabsleben besaß mindestens bis Mitte des 19. Jahrhunderts ein Backhaus, ein Brauhaus und zwei „Hirtenhäuser“. Die bei Beck erwähnte Schenke wurde im 18. Jahrhundert in der Ichtershäuser Straße, der Hauptdurchgangsstraße, gebaut. Im Jahre 1946 ging sie in den Besitz der heutigen Betreiberfamilie über. Es gibt sie auch heute noch („Zur guten Quelle“). Ein zweites Gasthaus befand sich in der Großen Gasse 30, die &amp;#039;„Gaststätte von Edwin Ißler“. Diese Gaststätte wurde 1950 geschlossen und ist heute ein Wohnhaus. Auch besaß der Ort bis 1600 das Recht zum [[Malz]]anbau („Malzgerechtigkeit“), danach musste Grabsleben das Malz zum [[Malzbier|Bierbrauen]] in Gotha holen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beck&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1925 erhielt der Ort elektrisches Licht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Cobstädt und Großrettbach eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1991 besteht der Schützenverein des Ortes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 21. Mai 1991 bis 2009 gehörte der Ort zur [[Verwaltungsgemeinschaft Drei Gleichen]]. Mit ihrer Auflösung am 1. Januar 2009 und dem Zusammenschluss der Gemeinden [[Mühlberg (Drei Gleichen)|Mühlberg]], [[Seebergen (Drei Gleichen)|Seebergen]], [[Wandersleben]] mit Grabsleben zur Einheitsgemeinde Drei Gleichen wurde Grabsleben zu einem Ortsteil dieser Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wüstungen Mattern, Groß- und Kleinwächs ===&lt;br /&gt;
Bereits zu Zeiten des [[Königreich Thüringen|Thüringer Königreichs]], das im Jahr 531 von den [[Merowinger]]königen [[Theuderich I.]] und [[Chlodwig I.|Clothar]] zerschlagen wurde, lebten an der Quelle der Wächs im Nordwesten des Ortes, 950 Meter vom heutigen Ortsrand entfernt, Bauern und Handwerker mit ihren Familien. Die erste urkundliche Erwähnung des Wächs war 1108 (&amp;#039;&amp;#039;Wegeserren&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Weysese&amp;#039;&amp;#039; (1143), &amp;#039;&amp;#039;Weytere&amp;#039;&amp;#039; (1143), &amp;#039;&amp;#039;Weyhesezen&amp;#039;&amp;#039; (1151), &amp;#039;&amp;#039;Weizeß&amp;#039;&amp;#039; (1305), &amp;#039;&amp;#039;Wesesse&amp;#039;&amp;#039; (1321), &amp;#039;&amp;#039;Wegzeze&amp;#039;&amp;#039; (1340), &amp;#039;&amp;#039;Grozen weysezze&amp;#039;&amp;#039; (1373)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch danach hatte das kleine Dorf Bestand, bis es von den Wirren des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Kriegs]] endgültig überrollt, gebrandschatzt und vernichtet wurde. Die Bewohner wurden getötet. Wächs hatte auch eine Kirche, die &amp;#039;&amp;#039;Wechskirche&amp;#039;&amp;#039;. Beim Abtragen von Erdhügeln südlich der Kirche fand man eine Menge Gebeine. Beim Ausackern kommen heute noch häufig Hauspflaster und Mauersteine zu Tage. Dorf und Flur &amp;#039;&amp;#039;Weysese&amp;#039;&amp;#039; gehörten größtenteils dem [[Kloster Georgenthal]]. Noch 1341 ist in einer Urkunde die Rede von „6 agros in campis ville weizeze“, während in einer Urkunde von 1373 folgende Stelle zu finden ist: &amp;lt;small&amp;gt;„das ryt, daz man nennt die gemeynde des dorfes zeu grozen weysezze, daz da wuste wordin ist und gelegin ist in dem gerichte und uf dem eggen des gotshus zeu ste. Jorgintal.“&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerbing&amp;quot; /&amp;gt;  1758 waren von der Kirche noch deutliche Merkmale vorhanden. Heute erinnert nur noch der Flur- und Straßenname &amp;#039;&amp;#039;Zum Wächs&amp;#039;&amp;#039; daran.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wüstung&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lorenz Greibe |Titel=Die Wüstungen im Kreis Gotha |Sammelwerk=Gothaer Museumsheft. Abhandlungen und Berichte zur Regionalgeschichte |Ort=Gotha |Datum=1980 |ISSN=0138-1261 |Seiten=51}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gleiche Schicksal ereilte die Bewohner des Dorfes &amp;#039;&amp;#039;Mattern&amp;#039;&amp;#039; an der Mattern-Quelle, etwa 2 km weiter östlich. Auf einer [[Topografische Karte#Amtliche topografische Karten|Generalkarte]] aus den 1860er Jahren war die Ortslage des Dorfes als [[Wüstung]] noch deutlich zu erkennen. Das Land war als &amp;#039;&amp;#039;Krautland&amp;#039;&amp;#039; (nicht [[Krautland]]!) Gemeindeeigentum, man hat hier wohl Gebeine gefunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerbing&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wüstung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinsleben ===&lt;br /&gt;
* Schützenverein von 1991&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirche ==&lt;br /&gt;
Eng verbunden mit dem Schicksal des Dorfes ist die Geschichte der [[St. Maria Magdalena (Grabsleben)|Kirche St. Maria Magdalena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einem merklich ausgiebigen Musikleben wird in einer Landes-Beschreibung von 1694 berichtet:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=[...] sonderlich wird die Music in Kirchen und Schulen / in Städten und Dörffern fleisig getrieben: Die Thüringer wissen was die Alten gesagt / (illum non esse harmonice compositum, qvi Musicam non amat) der hätte keine Proportion weder am Gemüthe noch am Leibe / der nicht ein Liebhaber der Sing-Kunst were. Daher / daß der Fürstl. und Gräfl. Capellen nicht gedenke / ist sonderlich in den Kirchen zu Gotha / und den umliegenden Dorffschaften / eine solche Vocal- und Instrumental-Music / daß auch manches unter angeführten Dörffern dißfalß besser ist / als die Städte in andern Provinzen.&lt;br /&gt;
Es werden dieser Orten / weil auch die Bauren die Instrumente verstehen / nicht allein allerhand Seitenspiele von Violinen und Violonen / Viol di Gamben / Clavizimbeln / Spinetten / Zitrinchen / auff Dörffern / &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sonderlich zu Grabsleben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verfertigt / sondern man findet auch oft in geringen Kirchspielen Orgel-Werke mit so vielen Auszügen und Variationen / daß man sich darüber verwundern muß. Insonderheit aber haben die Lindemanni / Altenburgii / Ahlen / Brigel / Bachen und andre / mit ihrem Componiren / dieser Provinz nicht einen geringen Nahmen wegen der Music gemacht.&lt;br /&gt;
 |Autor=Aus: &amp;#039;&amp;#039;Georg Michael Pfefferkorn: Merkwürdige und auserlesene Geschichte von der berühmten Landgrafschaft Thüringen. Frankfurt und Gotha. 1684. S. 41f.&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Kirchhof vor der Kirche erinnert ein &amp;#039;&amp;#039;Kriegerdenkmal&amp;#039;&amp;#039; an die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs aus dem Ort.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wächsquelle-CTH.JPG|mini|links|Wächs-Quelle (Februar 2014)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabsleben-Maternquelle.JPG|mini|links|Die eingefasste und verschlossene Matern-Quelle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Dienstaustritt des zuständigen Pfarrers Michael Göring aus [[Ingersleben (Nesse-Apfelstädt)|Ingersleben]]&amp;lt;ref&amp;gt;Patrick Krug: &amp;#039;&amp;#039;35 Jahre in Ingersleben. Verdiente Altersteilzeit: Pfarrer Michael Göring verabschiedet sich aus seinem Amt.&amp;#039;&amp;#039; Thüringische Landeszeitung, 1./2. Mai 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; und nach Auflösung des Pfarramtes Ingersleben hat die Kreissynode des Kirchenkreises Gotha beschlossen, die Kirchgemeinde Grabsleben dem Pfarramt [[Seebergen (Drei Gleichen)|Seebergen]] zuzuordnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Amtsblatt der Gemeinde Drei Gleichen vom 17. Januar 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie der Quellen ==&lt;br /&gt;
Grabsleben, [[Großrettbach]] und [[Cobstädt]] liegen auf einem Gebiet, das durch [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimente]] des [[Unterer Keuper|Unteren Keupers]] geprägt ist. Diese Sedimente bilden den Kern einer [[Aufwölbung]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Antiklinale]]&amp;#039;&amp;#039;), der hier auch &amp;#039;&amp;#039;Neudietendorf-Grabslebener Sattel&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird (siehe auch: &amp;#039;&amp;#039;[[Erfurt-Formation]]&amp;#039;&amp;#039;). Die Keupersedimente sorgen einerseits für wertvollen, fruchtbaren Ackerboden, andererseits für das gleichförmige Landschaftsbild. Zur Herausbildung von &amp;#039;&amp;#039;Schichtquellen&amp;#039;&amp;#039; sorgen der häufige Wechsel von Grundwasser leitenden ([[Sandstein]]e, [[Kalkstein]]e und [[Dolomit (Gestein)|Dolomite]]) und stauenden Gesteinen ([[Ton (Bodenart)|Ton]]- und [[Schluff]]gesteine).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Grabsleber Sattel lassen sich viele Quellen finden, wovon jedoch nur wenige geschichtlich bedeutsam waren und heute noch bekannte Namen tragen. Drei von diesen sind die &amp;#039;&amp;#039;Wächs-&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Mattern-Quelle&amp;#039;&amp;#039; bei Grabsleben und der &amp;#039;&amp;#039;Gramborn&amp;#039;&amp;#039;-Brunnen im Nachbarort [[Großrettbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wächsquelle, [[Hydrogeologie|hydrogeologisch]] betrachtet eine Auslaufquelle, liegt auf einer solchen Tonsteinlage. Sie ist gefasst und bringt etwa 160 Liter/Minute ans Tageslicht. Die Quelle liegt in einer Höhe von 283&amp;amp;nbsp;m. Seit 2012 ist die Fassung des Quelltopfs wieder freigelegt. Das Wasser vereinigt sich bereits nach wenigen Metern mit dem erheblich stärker fließenden Wasser des &amp;#039;&amp;#039;Heulachsgrabens&amp;#039;&amp;#039; (früher &amp;#039;&amp;#039;Klausegraben&amp;#039;&amp;#039;), der vom &amp;#039;&amp;#039;Gleichenhof&amp;#039;&amp;#039; kommt. Das Wasser des Heulachsgrabens ergießt sich wenige hundert Meter weiter südlich in den [[Roth (Apfelstädt)|Rot-Bach]]. In historischer Zeit quoll die Wächsquelle so stark, dass sie auch in trockenen Sommern die Bewohner von Grabsleben und Wächs ausreichend mit Wasser versorgen konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerbing&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabsleben-Friedhofsbrunnen.jpg|mini|Brunnen am Friedhof]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabsleben-Dorfteichbrunnen.jpg|mini|Brunnen am Dorfteich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 2 km östlich der Wächs-Quelle ist die Mattern-Quelle. Hier lag die Wüstung &amp;#039;&amp;#039;Mattern&amp;#039;&amp;#039;. Der Name lässt vermuten, dass diese Quelle dem [[Maternus|Hl. Maternus]] gewidmet war. Die Quelle liegt in 301 m Höhe, nahe der höchsten Stelle des Grabsleber Sattels. Der Quelltopf wurde 1912 zur Trink- und Löschwasserversorgung Grabslebens neu gefasst. Die Grundwasserfließrichtung ist von Nordost nach Südwest. Die Schüttung der Quelle ist in dieser Höhe mit 30 bis 60 Liter/Minute relativ gering und stark schwankend, von der Niederschlagsmenge abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasser diente bis in die 1980er Jahre zur Trinkwasserversorgung Grabslebens. Es floss im freien Überlauf in das dörfliche Wasserleitungssystem und speiste die Schule, den Kindergarten den Dorfteich sowie zehn Haushalte. Heute wird das Wasser ab der Quelle in einem unterirdischen Kanalsystem etwa 1 km weit geleitet. Es bedient zwei Dorfbrunnen, von denen der eine den Grabsleber Dorfteich gleich neben der alten Gaststätte versorgt, in dem sich im Sommer die Kinder des Ortes vergnügen. Der andere Brunnen steht beim Friedhof und spendet jahraus jahrein Wasser für den Gießbedarf der Friedhofsbesucher. Überschüssiges Wasser aus dem Teich und dem Friedhofsbrunnen wird wieder gesammelt und verlässt das Dorfgelände an der &amp;#039;&amp;#039;Hintergasse&amp;#039;&amp;#039; im &amp;#039;&amp;#039;Seltengraben&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Sellengraben&amp;#039;&amp;#039;). Dieser vereinigt sich nach etwa 1,5 km mit dem Rot-Bach, der 500 m vorher schon das Wasser aus dem Heulachsgraben aufgenommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Matern-Quelle versorgte bis in die 1980er Jahre Grabsleben mit Trinkwasser. Das Wasser speiste das Trinkwassersystem der Schule, des Kindergartens und das von zehn Haushalten. 1988 wurde eine „moderne“ Trinkwasserversorgung des Ortes fertiggestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohnerentwicklung ==&lt;br /&gt;
(einschließlich der ehem. Gemeindeteile Cobstädt und Großrettbach)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwicklung der Einwohnerzahl &amp;#039;&amp;#039;(jeweils 31. Dezember)&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;1&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; style=&amp;quot;width:25%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 1994 – 739&lt;br /&gt;
* 1995 – 741&lt;br /&gt;
* 1996 – 791&lt;br /&gt;
* 1997 – 909&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; style=&amp;quot;width:25%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 1998 – {{0}}980&lt;br /&gt;
* 1999 – 1036&lt;br /&gt;
* 2000 – 1036&lt;br /&gt;
* 2001 – 1028&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; style=&amp;quot;width:25%&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* 2002 – 1053&lt;br /&gt;
* 2003 – 1061&lt;br /&gt;
* 2004 – 1079&lt;br /&gt;
* 2005 – 1066&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
:&amp;lt;small&amp;gt;Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde vom Erfurter Künstler Frank Jung geschaffen und am 27. Juli 1998 genehmigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: „In blauem Schild mit goldenem gestückten Bord drei goldene zu einer Garbe gebundene Ähren.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei goldenen Ähren versinnbildlichen die Landwirtschaft als lange Zeit prägenden Erwerbszweig der Gemeinde. Darüber hinaus stehen die Ähren im Sinne einer Zahlensymbolik für die drei ehemaligen Ortsteile. Der gestückte Bord in Verbindung mit dem blauen Schildgrund assoziiert alle drei Ortsteile als Brunnendörfer und steht für den Wasserreichtum der Gemeinde. Die Tingierung Blau und Gold verweist auf den ehemals bedeutenden Anbau der Blaufärbepflanze Waid, wobei Blau für den aus der gelb blühenden Pflanze gewonnenen Farbstoff steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmut Ulle: &amp;#039;&amp;#039;Neues Thüringer Wappenbuch&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, Hrsg. Arbeitsgemeinschaft Genealogie Thüringen e.&amp;amp;nbsp;V., 1998, ISBN 3-9804487-3-8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ansässige Unternehmen ==&lt;br /&gt;
Der Ort beherbergt mehrere kleine bis mittelständische Unternehmen, so zum Beispiel eine Niederlassung einer [[Frankfurt am Main|Frankfurter]] [[Baumaschinen]]-Firma, einen Omnibusbetrieb für Regionalbusverkehr und Reiseveranstaltungen, ein Unternehmen zum Betrieb einer [[Biogasanlage]], einen großen landwirtschaftlichen Betrieb, ein Kunststoffwerk als Niederlassung einer Firma aus [[Baden-Württemberg]], einen Frisörsalon, eine Spedition, einen [[Klempner]]betrieb, ein Reitsportzentrum sowie eine Gaststätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gravisleibin – Geschichte und Geschichten des Dorfes Grabsleben aus 825 Jahren&amp;#039;&amp;#039;, Festschrift zur 825-Jahr-Feier im Juni 2016, Hrsg. Gemeinde Drei Gleichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.drei-gleichen.de/index.php?id=22 Gemeinde Drei Gleichen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile der Gemeinde Drei Gleichen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7861813-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Gotha]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Gotha)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2008]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Drei Gleichen, Gemeinde)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rubikon79</name></author>
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