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	<title>Greifenverlag - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Greifenverlag&amp;diff=1620231&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;F. Peter Müller: /* Programm */</title>
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		<updated>2026-04-30T19:14:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Programm&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Unternehmen&lt;br /&gt;
| Name             = Greifenverlag&lt;br /&gt;
| Logo             = Logo Greifenverlag.JPG&lt;br /&gt;
| Unternehmensform = [[eingetragene Genossenschaft]]&lt;br /&gt;
| ISIN             = nicht vorhanden&lt;br /&gt;
| Gründungsdatum   = 1919; Neugründung 2009&lt;br /&gt;
| Auflösungsdatum  = &lt;br /&gt;
| Sitz             = [[Rudolstadt]]&lt;br /&gt;
| Leitung          = Insolvenzverwalterin Kerstin Jeska-Zimmermann&lt;br /&gt;
| Mitarbeiterzahl  = &lt;br /&gt;
| Umsatz           = &lt;br /&gt;
| Branche          = Buchverlag&lt;br /&gt;
| Homepage         =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Greifenverlag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein deutscher Verlag, der von 1919 bis 1993 bestand, die Neugründung unter altem Namen von 2009 bestand nur bis 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der erste Greifenverlag wurde von Angehörigen der [[Wandervogelbewegung]] 1919 in [[Hartenstein (Sachsen)|Hartenstein]] gegründet. Der schwarze Greif war ein Symbol dieser Bewegung. Der Mitbegründer und Geschäftsführer war [[Karl Dietz (Verleger)|Karl Dietz]]. Ab 1921 war der Verlag im thüringischen [[Rudolstadt]] ansässig, ab September 1926 auf der dortigen Heidecksburg. Es erschienen beispielsweise die „Greifenkalender – ein Jahreskreis für junge Kunst“ ein Jahresbuch für Kunst mit zahlreichen Kunstabbildungen, Zeitschriften, Fahrtenbücher. Dann sorgten sexualaufklärerische Titel vor allem von dem Berliner Arzt [[Max Hodann]] für spektakuläre Aufmerksamkeit. Später folgen politisch-literarische Werke von [[Karl Grünberg (Schriftsteller)|Karl Grünberg]], [[Johannes R. Becher]], [[Paul Zech]]. Er verlegte Werke linker Schriftsteller der Weimarer Republik genauso wie Werke von völkischen Autoren. So zum Beispiel das 1925 verlegte Buch von Klara Boesch mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Schöpfer und Deuter deutscher Weltanschauung&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.thueringen.de/mam/th1/staatsarchive/repertorien/greifenverlag.pdf Findbuch des Thüringischen Staatsarchivs Rudolstadt: Greifenverlag zu Rudolstadt (1913 – 1993)] (PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB) Abschnitt Institutionsgeschichte, S. IV&amp;lt;/ref&amp;gt; 1930 wurde aufgrund wirtschaftlicher Probleme die Produktion stark eingeschränkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wurm u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Der Greifenverlag zu Rudolstadt 1919 – 1993.&amp;#039;&amp;#039; S. 11–13&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verlag existierte aber weiter. In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] war Karl Dietz bestrebt neue Produkte zu finden. Er versuchte sich den Nationalsozialisten durch die Produktion von Postkarten &amp;#039;&amp;#039;förmlich anzudienen&amp;#039;&amp;#039;, war aber nicht erfolgreich damit.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrike Kern in der Ostthüringer Zeitung vom 22. Mai 2012 in ihrer Besprechung der im gleichen Jahr in Rudolstadt stattfindenden Ausstellung über den Greifenverlag wiedergegeben auf der Homepage des Thüringischen Literaturrates [http://www.thueringer-literaturrat.de/index.php?pageid=50&amp;amp;articleid=515&amp;amp;PHPSESSID=v9l4hg40vsmtvfg56c8tv4rta4]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dietz wurde 1934 wie andere Unternehmer auch förderndes Mitglied des SS-Standarte 11/47.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Wurm, Jens Henkel, Gabriele Ballon: Der Greifenverlag zu Rudolstadt, 1919-1993: Verlagsgeschichte und Bibliographie. Harrasowitz Verlag, Wiesbaden 2001, ISBN 3-447-04501-9, S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] durfte der Rudolstädter Privatverlag 1945 als einer der ersten Verlage mit sowjetischer Lizenz wieder arbeiten. Es kamen unter anderem [[Lion Feuchtwanger]], [[Victor Klemperer]], [[Karl Barthel]] und [[Inge von Wangenheim]] als Autoren hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1963/1964 zeigten die Rudolstädter Staatlichen Museen Heidecksburg die Ausstellung „Die Illustratoren des Greifenverlags“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Karl Dietz im Jahr 1964 verkaufte seine Tochter Gundel Dietz-Elgers den Verlag an den Staat, welcher diesen in einen [[Volkseigener Betrieb|Volkseigenen Betrieb]] (VEB) umwandelte. Von da an verlor der Greifenverlag an literarischem Einfluss und verlegte zunehmend Unterhaltungsliteratur, darunter die Greifenkrimis. Nach der [[Wende (DDR)|Wende]] wurden von der [[Treuhandanstalt]] zwei [[Privatisierung]]sversuche unternommen, die 1993 mit der [[Insolvenz]] des Verlages scheiterten. Die Treuhandanstalt hatte in beiden Fällen eine gewissenhafte Prüfung der Investoren unterlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/2008/26/Verramschung-DDR-Verlage/komplettansicht Literatur auf der Resterampe] 20. Juni 2008, aus der Zeit Nr. 26/2008 von [[Christoph Links]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 2009 gründeten die Verleger Matthias Oehme, [[Frank Schumann (Verleger)|Frank Schumann]] und [[Holger Elias]] den Greifenverlag in Berlin neu. Ab dem 15. Mai 2009 hatte das Verlagshaus als Verlagsgenossenschaft seinen Sitz wieder im thüringischen Rudolstadt. Nach der Auflösung der von den drei gegründeten [[Gesellschaft bürgerlichen Rechts (Deutschland)|Gesellschaft bürgerlichen Rechts]] im Mai 2009 wurde der Verlag als Genossenschaft geführt. Im März 2011 musste diese Genossenschaft Insolvenz anmelden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.insuedthueringen.de/regional/feuilleton/th/fwfeuilleton/art83476,1643536 | abruf=2023-02-15 | datum=2011-05-14 | titel=Greifenverlag Rudolstadt geht in die Insolvenz | hrsg=insuedthueringen.de }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 20. Juli 2011 beschloss das Amtsgericht Gera, den Geschäftsbetrieb des Greifenverlag zu Rudolstadt und Berlin eG einzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.buchreport.de/news/neustart-zu-ende/ | abruf=2023-02-15 | datum=2011-05-16 | titel=Insolvenzverfahren bei Greifenverlag eröffnet {{!}} Neustart zu Ende | hrsg=buchreport.de }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Knabe Verlag Weimar]] führt den Greifenverlag als [[Imprint]] weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://knabe-verlag.de/index.php?page=aktuelles-verlagsprogramm Greifenverlag – ein Imprint der Knabe Verlagsgruppe] auf knabe-verlag.de. (Abruf am 7. April 2021).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Programm ==&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben legte der Verlag von 2009 bis 2011 etwa 80 Titel auf: Kleine [[Klabund]]-Reihe, [[Jakob Wassermann|Jakob-Wassermann]]-Reihe, Bücher zur Zeitgeschichte, zeitgenössische Romane und belletristische Klassiker von [[Ernst Barlach]], [[Friedrich Glauser]], [[Nikolai Wassiljewitsch Gogol|Nikolai Gogol]], [[Georg Heim]], [[Ödön von Horváth]], [[Erich Mühsam]], [[Alexander Sergejewitsch Puschkin|Alexander Puschkin]], [[Rainer Maria Rilke]], [[Adalbert Stifter]], [[Bertha von Suttner]], [[Kurt Tucholsky]], [[Émile Zola]]. Weiter erschienen Bücher der thüringischen Autoren [[Norbert Klaus Fuchs]], [[Klaus Jäger (Ruderer)|Klaus Jäger]], [[Ulla Spörl]] und des Hamburger Romanautors [[Dirk C. Fleck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verlag publizierte jährlich einen umfangreichen literarisch anspruchsvollen illustrierten &amp;#039;&amp;#039;Greifenalmanach.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Illustratoren des Verlags waren u. a. [[Horst Bartsch]], [[Hans-Joachim Behrendt (Illustrator)|Hans-Joachim Behrendt]], Helmut Fiege (* 1931), [[Regine Heinecke|Regine Grube-Heinecke]], [[Hainz Hamisch]], [[Horst Hausotte]], [[Karl-Georg Hirsch]], [[Christa Jahr]], [[Werner Klemke]], [[Harald Kretzschmar]], [[Ingeborg Lenz]] (1928–1984), [[Barbara Lechner]], [[Barbara Matz-Langensiepen]], [[Rolf Felix Müller]], [[Erika Müller-Pöhl]], Walter Nauer, [[Ilse Raddatz-Unterstein]], Karin Rauhut (* 1941), [[Käte Richter-Lohse]], [[Kurt Römhild]], [[Erhard Schreier]], [[Karl Stratil]], [[Gerhard Vontra]], [[Wolfgang Würfel]] und [[Kurt Zimmermann (Illustrator)|Kurt Zimmermann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archiv ==&lt;br /&gt;
Das bis auf die Gründungszeit zurückgehende Archiv des Greifenverlages befindet sich im [[Staatsarchiv Rudolstadt|Thüringischen Staatsarchiv Rudolstadt]]. Der Nachlass des letzten Cheflektors bis 1993, Helmut Nitschke, lagert ebenfalls dort. In der Bibliothek des [[Deutsches Literaturarchiv Marbach|Deutschen Literaturarchivs Marbach]] wird seit 1993 das Teilarchiv der Verlagsproduktion des Greifenverlags als geschlossene Bibliothek, insgesamt 773 Bände, aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Frank Esche: [http://www.thueringen.de/imperia/md/content/staatsarchive/rudolstadt/repertorien/greifenverlag.pdf Findbuch des Thüringischen Staatsarchivs Rudolstadt: Greifenverlag zu Rudolstadt (1913–1993)] (PDF-Datei; 1,17 MB), Rudolstadt, Juli 2007.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im fünfzigsten Jahr. Greifenverlag: 1919–1969. Mit 50 Abbildungen und einem Verzeichnis der von 1945–1968 erschienenen Titel.&amp;#039;&amp;#039; Greifenverlag, Rudolstadt 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;65 Jahre Greifenverlag zu Rudolstadt.&amp;#039;&amp;#039; Greifenverlag, Rudolstadt 1984.&lt;br /&gt;
* Ursula Steinhaußen: &amp;#039;&amp;#039;70 Jahre Greifenverlag zu Rudolstadt: 1919–1989. Verlagsbibliographie 1946–1988.&amp;#039;&amp;#039; Greifenverlag, Rudolstadt 1989, ISBN 3-7352-0165-2.&lt;br /&gt;
* [[Carsten Wurm]], Jens Henkel, Gabriele Ballon: &amp;#039;&amp;#039;Der Greifenverlag zu Rudolstadt 1919–1993. Verlagsgeschichte und Bibliographie&amp;#039;&amp;#039; (Schriften und Zeugnisse zur Buchgeschichte; 15). Harrassowitz, Wiesbaden 2001, ISBN 3-447-04501-9.&lt;br /&gt;
* Jens Kirsten: &amp;#039;&amp;#039;Rudolstadt: Der Greifenverlag&amp;#039;&amp;#039;. In: Michael Grisko (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Moderne und Provinz. Weimarer Republik in Thüringen 1918–1933&amp;#039;&amp;#039;. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2022, ISBN 978-3-96311-627-8, S. 140–145.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=2012641-4|LCCN=n/88/50484|NDL=|VIAF=123640662}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchverlag (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verlag (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Rudolstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verlag (Thüringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Verlag (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;F. Peter Müller</name></author>
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