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	<title>Harry Domela - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Hörspiel */ Dateigröße angepasst</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Hörspiel: &lt;/span&gt; Dateigröße angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Harry Domela&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{lvS|Harijs Domela}}; * 1904/05 in [[Geručiai|Grusche]], [[Gouvernement Kowno]]; † [[4. Oktober]] [[1979]] in [[Maracaibo]]) war ein [[Deutsch-Balten|deutsch-baltischer]] [[Hochstapler]] und [[Autor]]. Als noch Jugendlicher war er Mitglied der [[Baltische Landeswehr|Baltischen Landeswehr]] und Soldat der [[Reichswehr]].&lt;br /&gt;
Er kämpfte 1936 seit dem Beginn des [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkriegs]] beim [[Fünftes Regiment|Fünften Regiment]] auf Seiten der [[Zweite Spanische Republik|Zweiten Spanischen Republik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Harry Domela wurde als Sohn eines [[Deutschbalten|deutsch-baltischen]] Müllers in dem Dörfchen Grusche unweit der Gouvernementsgrenze in [[Livland]] geboren und verlebte seine Kindheit im [[Gouvernement Kurland|kurländischen]] [[Bauska|Bauske]]. Der Vater starb kurz nach Domelas Geburt. Harry besuchte 1915 einen seiner Brüder in [[Riga]], der dort überraschend zum [[Kaiserreich Russland|russischen]] Heeresdienst einberufen wurde und kam daraufhin für zwei Jahre in ein Erziehungsheim. 1917 kehrte er zu seiner Mutter nach Bauske zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 schloss er sich der [[Baltische Landeswehr|Baltischen Landeswehr]] an, später dem [[Cordt von Brandis|Freikorps Brandis]] an. Infolge des [[Friedensvertrag von Brest-Litowsk|Friedensvertrages von Brest-Litowsk]] waren 1918 die unabhängigen Republiken [[Estland]], [[Lettland]] und [[Litauen]] entstanden. Diese suchten sich gegen Machtansprüche der Kommunisten (russische [[Rote Armee]]), der Monarchisten (russische [[Weiße Armee]] im Verbund mit den von Teilen des deutschen Adels unterstützten deutschen [[Freikorps]]) und der [[Polen]] zur Wehr setzen. Mit Abschluss dieser [[Bürgerkrieg]]sphase bis 1920 verblieb ein Teil Litauens ([[Mittellitauen (Staat)|Mittellitauen]]) unter polnischer Hoheit. Domelas Truppe wurde 1920 in [[Jüterbog]], [[Brandenburg]] aufgelöst. Die Freikorpskämpfer wurden in Lettland zu [[Hochverrat|Hochverrätern]] erklärt. Domelas Rückkehr in die Heimat war damit unmöglich. Zudem war seine Mutter bei den Kampfhandlungen ums Leben gekommen. Die deutschen Behörden verweigerten ihm einen Pass. Mit dem Status eines [[Staatenloser|Staatenlosen]] konnte er keine legale Arbeit aufnehmen. Infolge verdingte er sich als Ziegeleiarbeiter, Hausbursche, Bettler, Vertreter, Schnellzeichner und Gärtner.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.literaturland-thueringen.de/personen/harry-domela/ Über Harr Domela].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 wurde er im Zusammenhang mit dem [[Kapp-Putsch]] in eine Kaserne in [[Neuruppin]] einberufen. Er schloss sich dort der [[Reichswehr]] zur Niederschlagung von [[Ruhraufstand|Arbeiterunruhen im Ruhrgebiet]] an, da er befürchtete, anderenfalls in einem Freikorps im [[Baltikum]] eingesetzt zu werden. Nach mehreren Nacht-Einsätzen wurde seine Einheit nach [[Berlin]] zurückbeordert. Dort wurde er als zu jung befunden und aus dem Militär entlassen. Nunmehr war er obdachlos und schlug sich erneut mit Gelegenheitsjobs durch. Als Zigarettenverkäufer legte er sich hin und wieder einen Adelstitel zu, um seine Geschäfte anzukurbeln. Es folgten mehrere Arrest- und Gefängniskurzaufenthalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:EF Haus Kossenhaschen.jpg|mini|Annonce für das Luxushotel &amp;#039;&amp;#039;Haus Kossenhaschen&amp;#039;&amp;#039; in Erfurt (um 1920)]]&lt;br /&gt;
Domela legte sich später den Namen „von Liven“ zu. Der in [[Darmstadt]] wegen einer Beschäftigung angesprochene Hofmarschall [[Kuno von Hardenberg|Kuno Graf von Hardenberg]] bot dem vermeintlichen Standesgenossen Unterstützung an. Im Herbst 1926 stellte er sich in [[Heidelberg]] im [[Studentenverbindung|Verbindungslokal]] des [[Corps]] der [[Corps Saxo-Borussia Heidelberg|„Saxo-Borussen“]] als „Prinz Liven, Leutnant im 4. Reiterregiment Potsdam“ vor und wurde begeistert empfangen. Wenige Wochen später logierte er in [[Erfurt]] als „Baron Korff“ im Hotel &amp;#039;&amp;#039;[[Erfurter Hof]]&amp;#039;&amp;#039;. Der Hoteldirektor hielt ihn für den Kaiserenkel [[Wilhelm von Preußen (1906–1940)|Wilhelm]], den ältesten Sohn des Kronprinzen [[Wilhelm von Preußen (1882–1951)|Wilhelm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Domela stieg in der Gesellschaft Thüringens binnen weniger Tage in schwindelnde Höhen auf. Auf Einladung des Erfurter Hoteliers [[Georg Kossenhaschen]] logierte er in dessen Luxushotels in Erfurt und [[Gotha]] und übernachtete auf dessen privatem Wohnsitz, der [[Burg Creuzburg]] nordwestlich von [[Eisenach]].&amp;lt;ref&amp;gt;Steffen Raßloff: &amp;#039;&amp;#039;Die Creuzburg und die Ära Georg Kossenhaschen. Der Burgherr und sein falscher Prinz&amp;#039;&amp;#039;. In: Susanne-Maria Breustedt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;800 Jahre Creuzburg. Eine Festschrift.&amp;#039;&amp;#039; Creuzburg 2013, S. 68 f.; [http://www.erfurt-web.de/Creuzburg_Kossenhaschen erfurt-web.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Domela besuchte als „Königliche Hoheit“ u.&amp;amp;nbsp;a. den Gothaer Oberbürgermeister, nahm an Jagden, Opernaufführungen und privaten Gesellschaften teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ein vermeintlicher Hohenzollern-Prinz verkehrte Domela in [[Heidelberg]], Erfurt, Gotha und [[Weimar]] in der »besseren Gesellschaft« – gutes Aussehen, gewandte Sprache, perfektes Benehmen, vornehmes und weltmännisches Auftreten kamen ihm dabei zugute. Aber schon der schwere Rucksack und der staubige, abgetragene Reiseanzug bei seiner Ankunft passten nicht dazu. Als er erfuhr, dass er kriminalpolizeilich gesucht wurde, flüchtete er per Eisenbahn ins Rheinland. Er beabsichtigte, der [[Légion étrangère|französischen Fremdenlegion]] beizutreten. Im Januar 1927 wurde er in [[Köln]] festgenommen, als er einen Zug nach Frankreich besteigen wollte. Noch im gleichen Monat wurde ihm unter größtem öffentlichem Interesse der Prozess gemacht. Er wurde wegen [[Betrug (Deutschland)|Rückfallbetrugs]] in vier Fällen zu einer Gefängnisstrafe von sieben Monaten verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Haft schrieb er die Vorlage für das Buch &amp;#039;&amp;#039;Der falsche Prinz – Leben und Abenteuer des Harry Domela&amp;#039;&amp;#039;. [[Wieland Herzfelde]] brachte sie textlich überarbeitet in seinem [[Malik-Verlag]] heraus. Sechs Auflagen mit insgesamt 122.000 Exemplaren wurden innerhalb eines Jahres verkauft; Harry Domela verdiente damit 250.000 [[Reichsmark]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war einer der ersten deutschen Medienstars.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.literaturland-thueringen.de/artikel/nennen-sie-mich-einfach-prinz-ich-bin-es-seit-jahren-so-gewoehnt-harry-domela-in-thueringen/hinter-den-kulissen-einer-sensation/ Harry Domela als »falscher Prinz« in Thüringen].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die literarische Prominenz, darunter [[Thomas Mann]], [[Kurt Tucholsky]] und [[Carl von Ossietzky]], feierte ihn, er trat in Theatern und Revuen auf, Zeitschriften brachten Artikel über ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1929 eröffnete Domela an der Rostocker Straße im Norden [[Berlin]]s ein kleines Kino. Es lief ausschließlich der eigene Stummfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Der falsche Prinz (1927)|Der falsche Prinz, 6 Akte mit Harry Domela]]&amp;#039;&amp;#039;. Das Kino machte nach drei Monaten Pleite. Domela, der inzwischen kein Geld mehr hatte, versuchte sich als [[Journalist]] und plante ein weiteres Buch (&amp;#039;&amp;#039;Hinter den Kulissen der Sensation&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1930er Jahre wurde er mehrfach unter obskuren Anschuldigungen verhaftet, so im Januar 1931 wegen „Verdacht auf [[Landesverrat]]“. Dabei dürfte auch eine Rolle gespielt haben, dass er öffentlich mit der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] sympathisierte und an mehreren Veranstaltungen zugunsten der [[Rote Hilfe Deutschlands|Roten Hilfe]] beteiligt war. Nach der Machtübernahme des [[NS-Regime]]s emigrierte Domela 1933 über [[Wien]] (wo er sich einen falschen Pass beschaffte) und [[Paris]] in die [[Niederlande]]. Er nannte sich jetzt &amp;#039;&amp;#039;Victor Zsajka&amp;#039;&amp;#039;, geboren am 12. August 1908 in Wien und dort Matteottiplatz 2 wohnhaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;otz.de&amp;quot;&amp;gt;[https://www.otz.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Der-falsche-Prinz-1304766653 &amp;#039;&amp;#039;Der falsche Prinz.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Ostthüringer Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 3. April 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Emblema 5º Regimiento.svg|mini|Emblem des Fünften Regiments]]&lt;br /&gt;
Im Sommer 1936 hielt er sich mit seinem neuen Freund [[Jef Last]] in Paris auf. Last war [[Sozialist]] und [[Homosexuell]]er wie er, Schriftsteller und gut bekannt mit dem als Reichstagsbrandstifter verurteilten [[Marinus van der Lubbe]]. Als der [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanische Bürgerkrieg]] ausbrach, waren Domela und Last unter den ersten Ausländern, die der Spanischen Republik zu Hilfe eilten. Domela diente in den ersten Kriegstagen [[Ludwig Renn]] als Adjutant. Er traf [[Franz Dahlem]] als Leiter der Politischen Kommission der [[Internationale Brigaden|Internationalen Domela und Last]] blieben aber nicht in einer kommunistischen Einheit. Auf Vermittlung von [[André Malraux]], einem Freund von Last, gelangten beide in eine republikanische Einheit. Ab dem 20. September 1936 dienten beide in der regulären [[Ejército Popular de la República|spanischen Volksarmee]] im [[Fünftes Regiment|5. Regiment]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Volksarmee im Januar 1939 zusammenbrach, floh Harry Domela nach Frankreich. Dort wurde er als Offizier eines Divisionsstabs im [[Camp de Gurs|Lager Gurs]], später in [[Saint-Cyprien (Pyrénées-Orientales)|Saint-Cyprien]] unter menschenunwürdigen Bedingungen interniert. In den Lagern wurde er als [[Trotzkist]] von anderen deutschen Kommunisten angefeindet. Der Schriftsteller [[André Gide]] setzte sich auf Bitten von Jef Last mehrfach für Domela ein, so dass er im Mai 1939 freikam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer entsprechenden Aufenthaltsgenehmigung reiste er nach [[Luxemburg]]. Seine Bemühungen, nach [[Mexiko]] oder [[Schweden]] auszureisen, blieben erfolglos. Ihm drohte weiterhin Verhaftung, weil er seit 1932 mit falschen Papieren lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gide vermittelte Domela (der sich immer noch Victor Zsajska nannte) an [[Aline Mayrisch de Saint-Hubert]], die Witwe des [[luxemburg]]ischen Stahlunternehmers [[Emil Mayrisch]]. Die luxemburgische Fremdenpolizei überprüfte im Juli 1939 seine Identität. Domela setzte sich sicherheitshalber nach Belgien ab, wurde verhaftet, konnte dem [[Westfeldzug|deutschen Einmarsch im Mai 1940]] entkommen und tauchte unter. Im Frühling 1941 traf er in der &amp;#039;&amp;#039;Christi Bar&amp;#039;&amp;#039; in [[Nizza]], in der [[Deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg|unbesetzten Zone Frankreichs]], [[André Gide]] und [[Roger Martin du Gard]] und empfahl ihnen, nicht nach Paris zu gehen, woher er gerade kam. Domela wurde im Sommer von der [[Vichy-Regime|Vichy]]-Polizei verhaftet und im [[Le Vernet (Internierungslager)|Lager Le Vernet]] eineinhalb Jahre interniert. Ihm drohte die Auslieferung ins Deutsche Reich. Gide beschaffte Domela ein Visum und ein Schiffsticket nach [[Mexiko]]. Dort kam er aber nie an. Viele hielten ihn für verschollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Weg nach Mexiko hatte Domela sein Schiff in Jamaika verlassen müssen und wurde neuerlich für zweieinhalb Jahre interniert. Er konnte danach nach [[Kuba]] weiterreisen. Von Kuba aus gelangte er schließlich nach [[Venezuela]], wo er –&amp;amp;nbsp;erneut [[Staatenlos]]er mit gefälschten Papieren&amp;amp;nbsp;– als Zeichenlehrer arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1965 erhielt Jef Last einen Brief von Domela aus Maracaibo: Er sei auf abenteuerlichen Wegen nach Venezuela gelangt und habe sich eine einfache Existenz als Gymnasiallehrer aufgebaut. Last solle nichts über ihn verlauten lassen, weil er immer noch mit falscher Identität lebe und auch keine Möglichkeit sehe, je wieder einen regulären Pass zu erhalten. Ein Brief an den niederländischen Widerstandskämpfer und Journalisten Tom Rot,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iisg.nl/archives/nl/files/r/ARCH01215.php Archiv Tom Rot.] Internationaal Instituut voor Sociale Geschiedenis.&amp;lt;/ref&amp;gt; datiert vom März 1978, ist Domelas letztes bekanntes Lebenszeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Harry Domela starb am 4. Oktober 1979 in Maracaibo in Venezuela.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lvz.de/Region/Mitteldeutschland/Der-falsche-Prinz-Die-Jahrhundertgeschichte-des-Harry-Domela &amp;#039;&amp;#039;Der falsche Prinz. Die Jahrhundertgeschichte des Harry Domela.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Leipziger Volkszeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 4. Juni 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-01280, Kaiser Wilhelm II. mit Sohn und Enkel.jpg|mini|Prinz Wilhelm (rechts) mit Vater und Großvater (1927)]]&lt;br /&gt;
In der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] wurde Domela zunächst als &amp;#039;&amp;#039;[[persona non grata]]&amp;#039;&amp;#039; betrachtet. Obwohl Kommunist und Spanienkämpfer, wurde er verleugnet: Er galt als Außenseiter und politisch unzuverlässig, vor allem wegen seiner Kritik an den Internationalen Brigaden, der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] und ihrer zukünftigen Rolle. 1959 wurde in der DDR sein Leben im Film &amp;#039;&amp;#039;[[Weimarer Pitaval: Der Fall Harry Domela|Der Fall Harry Domela]]&amp;#039;&amp;#039; als 6. Folge der DFF-Reihe &amp;#039;&amp;#039;Weimarer Pitaval&amp;#039;&amp;#039; von [[Friedrich Karl Kaul]] und [[Walter Jupé]] verfilmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 erschien &amp;#039;&amp;#039;„Nennen Sie mich einfach Prinz“: das Lebensabenteuer des Harry Domela&amp;#039;&amp;#039; als Band 65 in der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Weimarer Schriften&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben vom [[Stadtmuseum Weimar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Literaturwissenschaftler]] und [[Buchwissenschaft]]ler [[Jens Kirsten]] sagt: „Domela war sicher weder ein Duckmäuser noch durch übermäßige Bescheidenheit geschlagen. Seine Rolle als Hochstapler ist leicht überbewertet. Das war eine Rolle. Eine Eskapade, die er sich erlaubte, als er gemerkt hatte, wie sehr diese ganze Weimarer Republik noch der Kaiserzeit verhaftet geblieben war, wie sehr das gesamte Gesellschaftssystem auf Servilität, Status, Schein und Lug gründete.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;otz.de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Hauptmann von Köpenick]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Harry Domela: &amp;#039;&amp;#039;Der falsche Prinz. Mein Leben und meine Abenteuer&amp;#039;&amp;#039;. Malik, Berlin 1927 [Einbandentwurf von John Heartfield]&amp;lt;ref&amp;gt;Rezension von [[Kurt Tucholsky]] (alias Ignaz Wrobel): &amp;#039;&amp;#039;Mit Rute und Peitsche durch Preussen-Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Werke in zehn Bänden&amp;#039;&amp;#039;. Band 5: &amp;#039;&amp;#039;1927&amp;#039;&amp;#039;. Reinbek bei Hamburg 1975, S. 284–289; {{zeno.org|20005813743}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Harry Domela: &amp;#039;&amp;#039;Der falsche Prinz. Leben und Abenteuer des Harry Domela&amp;#039;&amp;#039;. Borstelmann &amp;amp; Siebenhaar, Berlin 2000, ISBN 3-934189-49-0.&lt;br /&gt;
* [[Steffen Raßloff]]: &amp;#039;&amp;#039;Der falsche Prinz. Harry Domela zu Gast im „Erfurter Hof“ 1926&amp;#039;&amp;#039;. In: ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Erfurter Gipfeltreffen 1970 und die Geschichte des „Erfurter Hofes“&amp;#039;&amp;#039;. Glaux, Jena 2007, ISBN 978-3-940265-05-0, S. 137–145.&lt;br /&gt;
* [[Kurt U. Bertrams]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der falsche Prinz und die Saxo-Borussia. Die Abenteuer des Hochstaplers Harry Domela&amp;#039;&amp;#039;. WJK, Hilden 2007, ISBN 978-3-933892-77-5.&lt;br /&gt;
* Jens Kirsten: &amp;#039;&amp;#039;Nennen Sie mich einfach Prinz. Das Lebensabenteuer des Harry Domela&amp;#039;&amp;#039;. [[Stadtmuseum Weimar]], 2010, {{Falsche ISBN|978-3-910053-47-5}}.&lt;br /&gt;
* Sebastian Rojek: &amp;#039;&amp;#039;Ein Hochstapler als „Spion“ der Weimarer Republik. Der Fall Harry Domela&amp;#039;&amp;#039;. In: Sebastian Elsbach u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Demokratische Persönlichkeiten der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;. Franz Steiner, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-515-12799-8, S. 173–187.&lt;br /&gt;
* [[Paul von Schoenaich]]: &amp;#039;&amp;#039;Domela&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Weltbühne]]&amp;#039;&amp;#039;, Zweites Halbjahr 1927, 23. Jg., S. 85 f.; {{archive.org |DieWeltbhne23-21927 |Blatt=84}}.&lt;br /&gt;
* [[Jens Bisky]]: &amp;#039;&amp;#039;Besuch beim Pöbel der höheren Stände. Die Erinnerungen des Hochstaplers Harry Domela&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 13. Mai 2000; [https://www.berliner-zeitung.de/archiv/die-erinnerungen-des-hochstaplers-harry-domela-besuch-beim-poebel-der-hoeheren-staende,10810590,9798896.html berliner-zeitung.de]&lt;br /&gt;
* [[Werner Liersch]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Mann, der sich verschwinden ließ. Die Jahrhundertgeschichte des Harry Domela&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 30. April 2004; [https://www.berliner-zeitung.de/archiv/die-jahrhundertgeschichte-des-harry-domela-der-mann--der-sich-verschwinden-liess,10810590,10172652.html berliner-zeitung.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* 1927: &amp;#039;&amp;#039;[[Der falsche Prinz (1927)|Der falsche Prinz]]&amp;#039;&amp;#039;, Harry Domela spielt sich selbst. Regie: [[Heinz Paul]].&lt;br /&gt;
* 1959: &amp;#039;&amp;#039;[[Weimarer Pitaval: Der Fall Harry Domela]]&amp;#039;&amp;#039;, mit [[Alexander Hegarth]]. Regie: [[Wolfgang Luderer]], [[Deutscher Fernsehfunk]].&lt;br /&gt;
* 1965: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Harry Domela&amp;#039;&amp;#039;, mit [[Hanns Lothar]]. Regie: [[Wolfgang Schleif]], [[ZDF]]. Ausgezeichnet mit dem [[DAG-Fernsehpreis]] in Silber (1966).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bühne ==&lt;br /&gt;
* 1978: &amp;#039;&amp;#039;Prinz von Preussen&amp;#039;&amp;#039;, Musical von Dieter Brand, Harry Sander (Musik), [[Helmut Bez]] (Buch) und [[Jürgen Degenhardt]] (Buch und Gesangstexte). Arrangements von [[Joachim Gocht]]. UA 9. April 1978 am Theater Erfurt. Das [[Theater Görlitz]] entdeckte das Material neu. In der Spielzeit 2023/24 wurde &amp;#039;&amp;#039;Prinz von Preussen&amp;#039;&amp;#039; zum ersten Mal nach der Uraufführung dort in einer Neubearbeitung von [[Kay Link]] wieder auf die Bühne gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=kevin |url=http://operetta-research-center.org/prinz-von-preusen-ddr-musical-goerlitz/ |titel=„Prinz von Preußen“: DDR Musicals Revived in Görlitz and Dresden |werk=Operetta Research Center |datum=2022-11-15 |sprache=en-US |abruf=2024-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspiel ==&lt;br /&gt;
Die Schallplattenfirma [[Odeon (Plattenlabel)|Odeon]] brachte im Frühjahr 1927 ein über zwei Plattenseiten gehendes Hörspiel mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Der Prinzenimitator auf Reisen – eine [[Köpenickiade]] in einem heiteren Vorspiel und einem gerichtlichen Nachspiel&amp;#039;&amp;#039; heraus, in welchem [[Kurt von Wolowski]], [[Charlie Roellinghoff]] und [[Viktor Schwanneke]] die Geschichte Domelas szenisch vortrugen. Den Text hatte Roellinghoff verfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe unter „mx. Be 5564 5565“, S. 477: &amp;#039;&amp;#039;Der Prinzenimitator auf Reisen – eine Köpenickiade in einem heiteren Vorspiel und einem gerichtlichen Nachspiel&amp;#039;&amp;#039;. I. u. II. Teil. Charlie. K. Roellinghoff. Berlin, 17. Januar 1927; [http://discography.phonomuseum.at/odeon/odmxBe00250.pdf phonomuseum.at] (PDF; 4,3&amp;amp;nbsp;MB) Information der Gesellschaft für Historische Tonträger (GHT), Wien.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118526618}}&lt;br /&gt;
* [http://www.iisg.nl/archives/en/files/d/10803699.php Harry Domela Collection.] International Institute of Social History, Amsterdam.&lt;br /&gt;
* [http://www.erfurt-web.de/Der_falsche_Prinz_Harry_Domela Harry Domela und Erfurt.] erfurt-web.de&lt;br /&gt;
* {{Deutsche Biographie |GND=118526618 |Name=Domela, Harry (lettisch Harijs Domela) |NDB-online=1 |Autor=Sebastian Rojek |Datum=2023-04-01}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118526618|LCCN=no2008002066|VIAF=74644129}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Domela, Harry}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochstapler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-Balte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Baltische Landeswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Republikaner im Spanischen Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lettischer Emigrant in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wilhelm von Preußen (1882–1951)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lette]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatenloser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Domela, Harry&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Domela, Harijs (lettisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=lettisch-baltendeutscher Hochstapler, Autor und Spanienkämpfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1904 oder 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Geručiai|Grusche]], [[Gouvernement Kowno]], Kaiserreich Russland&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Oktober 1979&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Maracaibo]], Venezuela&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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