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	<title>Herbert Aust - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--{{Dieser Artikel|beschreibt einen SS-Funktionär. Zum Berliner Architekten siehe [[Herbert Aust (Architekt)|Herbert Aust]].}}--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herbert Johann Aust&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Mai]] [[1913]] in [[Berlin]]; † [[17. Juni]] [[1974]] in [[Hamburg]]) war [[SS-Sturmbannführer]] im [[SS-Hauptämter#Rasse- und Siedlungshauptamt|Rasse- und Siedlungshauptamt]] (RuSHA), Sachverständiger für die SS-Auslese und Beauftragter für die Aktion [[Lebensborn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der gelernte Drogist trat zum 1. Mai 1931 der [[NSDAP]] (Mitgliedsnummer 535.814)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/910120&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.pedocs.de/volltexte/2018/15155/pdf/Harten_2017_Weltanschauliche_Schulung_der_SS_und_der_Polizei.pdf S. 22&amp;lt;/ref&amp;gt; und zum 6. November desselben Jahres der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 38.506), in der er zum 13. September 1936 zum [[SS-Untersturmführer]] befördert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/514986&amp;lt;/ref&amp;gt; Er gehörte seit 1938 dem RuSHA an und wurde zum 9. November 1940 zum [[SS-Hauptsturmführer]] befördert. Seitdem im Jahre 1941 eine Eignungsstelle für Eignungsprüfungen für die [[Waffen-SS]] Nordwest in [[Den Haag]] eingerichtet wurde, war Aust dort bis 1942 als Leiter tätig. Diese Eignungsprüfung wurde nach den Kriterien vorgenommen, die durch den &amp;#039;&amp;#039;Heiratsbefehl&amp;#039;&amp;#039; von [[Heinrich Himmler]] und die Vorgaben der Rassenauslese der SS bestimmt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei unterrichtete Aust SS-Angehörige und überprüfte eine „artgemäße Feiergestaltung“ bei Eheweihen, Namensgebungen und sogenannten „Sippenabenden“. Seine Aufgaben gingen aber weit über die Prüfung von derartigen Konventionen der SS hinaus. Für niederländische Ärzte organisierte er eine Ausbildung, damit sie für Angehörige der niederländischen Waffen-SS und ihrer Frauen erbbiologische Gutachten erstellen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 1. August 1942 war er „Rasse- und Siedlungsführer“ (RuS) der Waffen-SS Nordwest bis zum Ende der Besatzung in den [[Niederlande]]n. Mit dem Jahr 1943 ergaben sich für ihn neue Aufgaben als Beauftragter für die Einrichtung „Lebensborn“ und Rassefragen. Dabei nahm er Überprüfungen der Kinder deutscher Soldaten in den Niederlanden, die sie mit niederländischen Frauen hatten, vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Aktion „Lebensborn“ nahm er die Überprüfung der Auswahl der niederländischen Frauen vor, die an der Aktion teilnehmen sollten. Wer dabei als geeignet ausgewählt wurde, sollte eine Förderung durch die SS und das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]] erhalten. Die Bestimmungen dazu hatte Aust in einem Schreiben vom 21. Januar 1943 von [[SS-Obergruppenführer]] [[Otto Hofmann (SS-Mitglied)|Otto Hofmann]] als Chef des RuSHA erhalten, der dem [[SS-Hauptämter|Persönlichen Stab Reichsführer SS]] mitteilte, dass der [[SS- und Polizeiführer|HSSPF]] in den Niederlanden bezüglich der Genehmigung von Mischehen zwischen Deutschen und Niederländern tätig werden würde. Die Ausführung dieser Anweisung führte Aust ebenfalls aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aust entwickelte aber auch Initiativen, die besonders jüdischen Niederländern galten. Dabei galt sein Interesse der Erfassung der „Judenmischlinge“ (NS-Jargon). Am 14. Juli 1942 ermahnte er den HSSPF Nordwest, [[SS-Gruppenführer]] [[Hanns Albin Rauter]], die „Mischlingsfrage in den Niederlanden“ einer Lösung zuzuführen. Er gab in dem Schreiben die Zahl der „Mischlinge“, die auf außereuropäischen Beziehungen beruhten, mit 200.000 an, während er die Zahl der [[jüdischer Mischling|jüdischen Mischlinge]] auf 50.000 schätzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Austs Tätigkeitsbereich gehörte auch die [[Sterilisation (Empfängnisverhütung)|Sterilisation]] von „Mischlingen“. Einer der Fälle von Aust wurde sogar in den [[Nürnberger Prozesse]]n&amp;lt;!-- im Nürnberger Folgeprozess VII (bitte überprüfen, wahrscheinlicher ist Prozess VIII --&amp;gt; behandelt, der einen deutschen „Mischling“ betraf, dessen Aufenthaltsgenehmigung in den Niederlanden verfallen war. Zur weiteren Erfassung ließ er bis vor Kriegsende noch Karteien beschlagnahmen, die ein niederländischer Sippenforscher zusammengestellt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 1. September 1943 dehnte sich das Einsatzgebiet von Aust auch auf [[Belgien]] aus, zum 9. November 1943 wurde er SS-Sturmbannführer. Er übernahm die Aufgaben des RuS-Führers [[Flandern]]. Im Prozess gegen den SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei [[Wilhelm Harster]] im Jahre 1967 wurde enthüllt, dass Aust im Februar 1944 im [[Durchgangslager Westerbork]] tätig geworden war, wo es um die Prüfung von jüdischen Menschen aus [[Portugal]] ging. Austs Urteil, was sich in einem Schreiben vom 21. Februar 1944 zeigte, bedeutete für 273 Personen den Tod. Seine Beurteilung war eindeutig: „rassisches [[Untermensch]]entum“. Aust wandte sich in seiner Beurteilung gegen die Stellungnahme von anderen Wissenschaftlern in dieser Frage, die er als „Ausfluchtsversuche des Judentums“ abqualifizierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tatvorgänge blieben wohl den Untersuchungen zu Nazi-Verbrechen vorbehalten, denn offensichtlich wurde Aust nie angeklagt, sondern er wurde nur in Ermittlungen 1948 vernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] engagierte er sich politisch in der [[Deutsche Partei|Deutschen Partei]], für die er 1953 im [[Bundestagswahlkreis Bad Kissingen|Bundestagswahlkreis 232 Bad Kissingen]] antrat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9783000207037 |Titel= |Fundstelle=A |Seiten=37 |KBytes=187}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Isabel Heinemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Rasse, Siedlung, deutsches Blut – Das Rasse- und Siedlungshauptamt der SS und die rassepolitische Neuordnung Europas&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2003, ISBN 3-89244-623-7.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Robert Kempner]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Edith Stein und Anne Frank.&lt;br /&gt;
   |Reihe=Herder-Bücherei&lt;br /&gt;
   |BandReihe=308&lt;br /&gt;
   |Verlag=Herder&lt;br /&gt;
   |Ort=Freiburg / Basel / Wien&lt;br /&gt;
   |Datum=1968&lt;br /&gt;
   |OCLC=252237588}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/1c5f447a-67e8-434a-93d8-788ab8c21c69/ Lebensführung des deutschen Mannes (von SS-Sturmbannführer Herbert Aust), 4. Feb. 1944] im Bundesarchiv unter NS 47 / 64&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20070926230618/http://www.mazal.org/archive/nmt/04a/NMT04-T1132.htm Vernehmungsprotokoll von Aust] in der Mazal Library (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Aust, Herbert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Niederlande 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Belgiens 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rassismus im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1974]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Aust, Herbert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Aust, Herbert Johann (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Funktionär&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Mai 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]], [[Deutsches Reich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Juni 1974&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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