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	<title>Innerer Reichsparteitag - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T22:10:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Malabon: /* Kontroverse */ Deklination</title>
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		<updated>2025-06-25T19:31:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kontroverse: &lt;/span&gt; Deklination&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;innerer Reichsparteitag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; entstammt der Umgangssprache aus der [[Zeit des Nationalsozialismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Heinz Brackmann, Renate Birkenhauer: &amp;#039;&amp;#039;NS-Deutsch&amp;#039;&amp;#039;, 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schreck 2001&amp;quot;&amp;gt;{{cite web|url=http://books.google.de/books?id=nrxrgD1mo5oC&amp;amp;pg=PA329&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;ots=imUxCLMgVi&amp;amp;dq=Heinz+Schreckenberg:+Erziehung,+Lebenswelt+und+Kriegseinsatz+der+deutschen+Jugend+unter+Hitler#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |title=Erziehung, Lebenswelt und Kriegseinsatz der deutschen Jugend unter Hitler |author=Heinz Schreckenberg |publisher=Lit Verlag |date=2001 |accessdate=2010-07-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Boberg/Fichter/Gillen: &amp;#039;&amp;#039;Industriekultur in Berlin&amp;#039;&amp;#039;, 1986, S. 234.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Theweleit]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutschlandfilme – Filmdenken und Gewalt&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 229.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die umgangssprachliche Redewendung wurde und wird teils bis heute verwendet, um eine „große Genugtuung“ zu bezeichnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Drosdow: &amp;#039;&amp;#039;Duden. Redewendungen und sprichwörtliche Redensarten&amp;#039;&amp;#039;, 1992, S. 234.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der NS- und in der [[Nachkriegszeit in Deutschland|Nachkriegszeit]] konnte sie auch [[Spott|spöttische]], die [[Nationalsozialistische Propaganda|NS-Propaganda]] [[Ironie|ironisierende]] bzw. [[Persiflage|persiflierende]] Funktion haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Horst Dieter Schlosser]], Vorsitzender der Jury für das Unwort des Jahres u. [[Christof Dipper]], Historiker, zitiert nach [[Abendzeitung]] ( {{Webarchiv|text=online |url=http://www.abendzeitung.de/sport/wm2010/192448 |wayback=20100617203513 |archiv-bot=2018-04-16 02:11:51 InternetArchiveBot }}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krause&amp;quot;&amp;gt;{{cite news |url=https://www.welt.de/kultur/article8043964/Innerer-Reichsparteitag-ist-Berliner-Mutterwitz.html |author=[[Tilman Krause]] |publisher=[[Die Welt]] |title=&amp;quot;Innerer Reichsparteitag&amp;quot; ist Berliner Mutterwitz |date=2010-06-14 |accessdate=2010-06-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bahr&amp;quot;&amp;gt;[[Egon Bahr]]: [http://www.berliner-zeitung.de/archiv/wir-haben-so-die-nazis-verspottet,10810590,10724486.html &amp;#039;&amp;#039;Wir haben so die Nazis verspottet.&amp;#039;&amp;#039;] Leserbrief in der [[Berliner Zeitung]], 19. Juni 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als bedeutungsgleich gelten &amp;#039;&amp;#039;innerer Gauparteitag&amp;#039;&amp;#039; sowie &amp;#039;&amp;#039;innerer Vorbeimarsch&amp;#039;&amp;#039; und die Redewendung &amp;#039;&amp;#039;jemandem ein Volksfest sein&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Drosdow: &amp;#039;&amp;#039;Duden. Redewendungen und sprichwörtliche Redensarten&amp;#039;&amp;#039;, 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Innerer Reichsparteitag“ kann auch eine „private Zelebration rechtsradikalen Gedankenguts“&amp;lt;ref&amp;gt;Olga Ejikhine: &amp;#039;&amp;#039;Beim Wort genommen – der Sprachführer durch die Welt der Redewendungen&amp;#039;&amp;#039;. Indico/Digitalis Publishing, 2006, ISBN 90-7771305-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; bedeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Die Redewendung nimmt auf die [[Reichsparteitag]]e der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] Bezug. Bernat Rosner und Frederic C. Tupach zeigen in ihrem autobiografischen Werk &amp;#039;&amp;#039;An Uncommon Friendship&amp;#039;&amp;#039; (2001) ihre Verwendung im Zusammenhang mit einer spöttischen Beschreibung des lange nachwirkenden „Glühens“ eines begeisterten Reichsparteitagsteilnehmers und sprechen von einem „Ausdruck, der in diesem Zeitraum weite Verbreitung gewann, um alle Arten von Glückserfahrungen oder -gefühlen zu beschreiben“.&amp;lt;ref&amp;gt;Original Englisch: „a phrase that gained widespread use during that period to designate any happy experience or emotion“. Bernat Rosner und Frederic C. Tubach, &amp;#039;&amp;#039;An Uncommon Friendship – From Opposite Sides of the Holocaust&amp;#039;&amp;#039;, 2001, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Heinz Schreckenberg]] erklärt die Begriffsentstehung als „Reflex dieser im Rundfunk übertragenen, jeweils eine Woche dauernden, pompösen Veranstaltung“.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Schreckenberg: &amp;#039;&amp;#039;Ideologie und Alltag im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Peter Lang Verlag Frankfurt, 2003, ISBN 36-3151325-9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Erzählforscher [[Lutz Röhrich]] zufolge ist die Wendung „es ist mir ein innerer Reichsparteitag“ als eine ironische Verstärkung von „es ist mir ein Vergnügen“ zu verstehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Röhrich&amp;quot;&amp;gt;Lutz Röhrich: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 5, S. 1682.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Sprachwissenschaftlerin [[Ulla Fix]] verweist darauf, dass die Wendung im Nationalsozialismus zum Ausdruck von politischer Begeisterung üblich war und eben deshalb heute vermieden werden sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Marcus Engert: [https://detektor.fm/kultur/ich-finde-das-eben-nicht-entschuldbar „Nicht entschuldbar!“ Über sprachliche Fehlgriffe im öffentlichen Raum], Radiogespräch mit [[Ulla Fix]] auf [[Detektor.fm]] am 15. Juni 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff wurde von Schülern und Studenten nach 1933 geprägt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Röhrich&amp;quot;/&amp;gt; Zur Entstehungsgeschichte verweist [[Christoph Gutknecht]] auf eine mit der Wendung gewollte Parodie, demnach seien „die Wendungen &amp;#039;&amp;#039;innerer Reichsparteitag&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;innerer Vorbeimarsch&amp;#039;&amp;#039; mit parodistischer Beziehung auf die Nürnberger Nazi-Großaufmärsche aufgekommen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Gutknecht, Jüdische Allgemeine vom 24. Juni 2010, So dahingesagt: &amp;#039;&amp;#039;Innerer Reichsparteitag&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schreckenberg belegt hingegen in seiner Fachpublikation &amp;#039;&amp;#039;Erziehung, Lebenswelt und Kriegseinsatz der deutschen Jugend unter Hitler&amp;#039;&amp;#039; (2001) auch die Verwendung des Ausdrucks innerhalb der „Sprache, Jargon und Slang der [[Hitlerjugend]]“: „War einem Jugendlichen besonders feierlich zumute, bei einem erhebenden Moment jedweder Art, konnte er sagen: ‚Das ist wie ein innerer Reichsparteitag‘“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schreck 2001&amp;quot; /&amp;gt; [[Eva Sternheim-Peters]] spricht in ihrem autobiografischen Bericht &amp;#039;&amp;#039;Habe ich denn allein gejubelt?: eine Jugend im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039; von einer in der Hitlerjugend üblichen „[[Floskel]]“ zur „Aufwertung banaler, aber erfreulicher Ereignisse“.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva Sternheim-Peters: &amp;#039;&amp;#039;Habe ich denn allein gejubelt?: eine Jugend im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 246.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umgangssprache der [[Nachkriegszeit in Deutschland|Nachkriegszeit]] verwendete den Begriff in kaum abgewandelter Bedeutung weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Spiegel: Notizen: Ausg. 23 / 1969.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde in Wörterbücher für umgangssprachliche Redensarten aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Küpper: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der deutschen Umgangssprache&amp;#039;&amp;#039;, 1963.&amp;lt;/ref&amp;gt; Röhrich beschreibt ihn schon zu dieser Zeit als feststehende sprachliche Wendung mit starker Bildhaftigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gesellschaft für deutsche Sprache]]: &amp;#039;&amp;#039;Muttersprache, Band 86&amp;#039;&amp;#039;, 1976, S. 259 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lutz Röhrich, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 5, S. 1682; er schreibt von einer „parodistischen Beziehung auf die bombastischen Reichsparteitage der Nationalsozialisten in den dreißiger Jahren“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings sei die Unterstellung „innerer Reichsparteitage“ auch als [[Sponti]]-Spruch spöttisch gegenüber Nationalsozialisten verwendet worden und habe genauso schon während der NS-Diktatur Distanzierung von der [[Propaganda]] der Machthaber zum Ausdruck bringen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;derwesten&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gerd Heidecke |url=https://www.waz.de/sport/article402207736/hohensteins-reichsparteitag.html |titel=Hohensteins Reichsparteitag |werk=Westdeutsche Allgemeine Zeitung |hrsg=Funke Mediengruppe |datum=2010-06-14 |abruf=2025-05-01 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ungeklärt ist, ob die generelle Verwendung des Begriffs in der Nachkriegszeit eine Distanzierung von Nazi-Propaganda impliziere oder nicht. [[Jürgen Zarusky]] vom [[Institut für Zeitgeschichte]] vertritt die Ansicht, dass per se „weder eine Distanzierung noch eine Identifikation mit NS-Gedankengut“ zum Ausdruck komme.&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus-519337&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Nina Schick | url=http://www.focus.de/politik/deutschland/innerer-reichsparteitag-gefaehrlich-entgleist_aid_519337.html | titel=„Innerer Reichsparteitag“: Gefährlich entgleist | werk=[[Focus Online]] | datum=2010-06-14 |abruf=2018-10-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In geschichtlich-sozialdemokratisch geprägten Kreisen wird der Begriff „innerer Reichsparteitag“ gerne verwendet mit Bezug auf den ersten Nachkriegs-Reichsparteitag der SPD&amp;lt;ref&amp;gt; Reichsparteitag der SPD von 1946: &amp;#039;&amp;#039;[https://library.fes.de/fulltext/sozmit/1946-087.htm Reichsparteitag der SPD.]&amp;#039;&amp;#039; Sozialistische Mitteilungen, zuletzt aufgerufen am 16. Dezember 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;, insbesondere nachdem die SPD von den Nationalsozialisten im Jahr 1933 verboten wurde.&amp;lt;ref&amp;gt; Website der [[SPD]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.spd.de/160-jahre/1933-verbot-der-spd]&amp;#039;&amp;#039;22. Juni 1933&lt;br /&gt;
Die SPD wird verboten, zuletzt aufgerufen am 16. Dezember 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die Gegenwart findet der Begriff „innerer Reichsparteitag“ gelegentlich noch in deutschsprachigen Pressepublikationen Verwendung, um einen Zustand großer Genugtuung zu beschreiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;niggemeier&amp;quot;&amp;gt;[[Stefan Niggemeier]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.stefan-niggemeier.de/blog/ein-innerer-reichsparteitag/ Ein innerer Reichsparteitag.]&amp;#039;&amp;#039; Blog-Beitrag vom 14. Juni 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der &amp;#039;&amp;#039;Duden – Redewendungen und sprichwörtliche Redensarten&amp;#039;&amp;#039; führt die Formulierung nach einer Aufnahme im Jahr 1992, wo sie bereits als veraltet gekennzeichnet war, seit 2002 nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik]] wandelte sich der Begriff zu „innerer Parteitag“ und nahm damit in erster Linie auf die [[Parteitag der SED|Parteitage der SED]] Bezug.&amp;lt;ref&amp;gt;Reiher/Baumann: &amp;#039;&amp;#039;Vorwärts und nichts vergessen: Sprache in der DDR: was war, was ist, was bleibt&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Becker/Nestler: &amp;#039;&amp;#039;DDR-Slang – das andere Deutsch&amp;#039;&amp;#039;, 1990, S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise ist heute – im Osten Deutschlands – der „innere Parteitag“ nach wie vor als „spöttisch-sarkastisch“ im Sinne der &amp;#039;&amp;#039;großen Genugtuung&amp;#039;&amp;#039; (positiv) besetzt, was auf den Begriff „innerer Reichsparteitag“ nicht gleichermaßen zutrifft. Hier ist nach wie vor von einem östlich-westlich differenzierten Redegebrauch auszugehen: Der „innere Reichsparteitag“ ist – bei dessen Verwendung – ein westlich geprägtes Sprachmuster, das im östlich geprägten (Alltags-)Sprachgebrauch nicht mehr vorkommt und auf Ablehnung stoßen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.getidan.de/gesellschaft/henryk_goldberg/11339/warum-reichsparteitag-gedankenlos-und-unsensibel-ist Henryk Goldberg: &amp;#039;&amp;#039;Warum Reichsparteitag gedankenlos und unsensibel ist. (Die Deutschen Farben I)&amp;#039;&amp;#039;], zuletzt abgerufen am 1.&amp;amp;nbsp;August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontroverse ==&lt;br /&gt;
Nennenswerte öffentliche Kritik an der Verwendung kam vor allem in [[Soziales Netzwerk (Internet)|sozialen Netzwerken im Internet]] auf, als die Fernsehmoderatorin [[Katrin Müller-Hohenstein]] in der Halbzeitpause des ersten Gruppenspiels Deutschlands bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010]] im Gespräch mit ihrem Co-Kommentator [[Oliver Kahn]] äußerte, für [[Miroslav Klose]] müsse sein Treffer doch „ein innerer Reichsparteitag“ gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,700458,00.html &amp;#039;&amp;#039;Spruch von ZDF-Moderatorin löst Protest aus.&amp;#039;&amp;#039;] Spiegel Online vom 14. Juni 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies zog eine Entschuldigung des übertragenden [[ZDF]] nach sich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sd&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1001472 | wayback=20100617214047 | text=&amp;#039;&amp;#039;Aufregung um „Entgleisung“ von ZDF-Moderatorin.&amp;#039;&amp;#039;}} sueddeutsche.de vom 14. Juni 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hugo Diederich, Mitglied des [[ZDF-Fernsehrat]]s und Vize-Bundesvorsitzender der [[Vereinigung der Opfer des Stalinismus]], erklärte in Bezug auf Müller-Hohensteins Äußerung: „Wir nehmen es nicht hin, wenn extremistische Terminologie von links oder rechts im öffentlich-rechtlichen Fernsehen verbreitet wird. Das widerspricht dem Staatsvertrag.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus-519264&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | autor=mic/ddp | url=http://www.focus.de/kultur/medien/wm-reporterin-mueller-hohenstein-bereut-reichsparteitags-spruch_aid_519264.html | titel=WM-Reporterin: Müller-Hohenstein bereut Reichsparteitags-Spruch | werk=[[Focus Online]] | datum=2010-06-14 |abruf=2018-10-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von verschiedener Seite wurde die Formulierung auch verteidigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krause&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bahr&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;derwesten&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;niggemeier&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Magazin [[Focus]] zitierte den Historiker Eckart Dietzfelbinger vom [[Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände]] in [[Nürnberg]] zu dem Vorgang: „Man kann daran sehen, wie tief solche Redewendungen sitzen. Dass diese Phrase sich bis heute hält, zeigt die Wirkungsmächtigkeit der NS-Parteitage.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news |url=http://www.focus.de/politik/deutschland/innerer-reichsparteitag-gefaehrlich-entgleist_aid_519337.html |title=„Innerer Reichsparteitag“ – Gefährlich entgleist |publisher=[[Focus]] |date=2010-06-14 |accessdate=2010-06-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Vizepräsident des [[Zentralrat der Juden in Deutschland|Zentralrates der Juden in Deutschland]] [[Dieter Graumann]] warnte in diesem Zusammenhang vor [[Hysterie]], betonte allerdings auch, es sei „absolut richtig und nötig“, dass die Thematik „problematisiert und kritisch hinterfragt werde“. Der Ausdruck werde „umgangssprachlich viel zu häufig leichtfertig benutzt“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sd&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese prädikative Wortgruppe [[sprachwissenschaft]]lich betrachtet stets in einen Zusammenhang gestellt werden muss, um verständlich zu wirken, diskutierten deutsche Kulturredakteure die Zulässigkeit des Begriffs „innerer Reichsparteitag“ in der Folge kontrovers. [[Tilman Krause]] sah in der Formulierung beispielsweise keine Sprache der Nationalsozialisten, sondern „vielmehr gerade die [[Persiflage|Persiflierung]] des bombastischen Nazi-Jargons, wie er im Dritten Reich gang und gäbe war“, und stufte den Begriff als „Berliner [[Mutterwitz]]“ ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krause&amp;quot; /&amp;gt; Der Sprachwissenschaftler [[Christoph Gutknecht]] merkte hierzu an, dass er sich Krauses Verteidigung der Formulierung „teilweise nicht ganz anschließen“ könne, da diese einen „methodischen Fehler“ enthalte, nämlich dass in der Wendung Ironie und Distanz bei Gebrauch vor 70 Jahren zwar mitschwangen, bei der heutigen Verwendung könne dies jedoch nicht reklamiert werden. Jedoch könne die Wendung einen „Nazi-kritischen Ton“ beinhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sozusagen: Momentum und NS-Sprache. Vom „inneren Reichsparteitag“ bis nach Gotenhafen&amp;#039;&amp;#039; – Gespräch mit dem [[Anglist]]en [[Christoph Gutknecht]] über den Umgang mit Relikten des NS-Deutsch, Bayern 2, 9. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[Richard Herzinger]] sprach vieles dafür, dass sich „die verklärten Erinnerungen an das Flair der Reichsparteitage ins kollektive Unbewusste der Nation eingegraben haben – und sich in einer unreflektiert gebrauchten Redewendung einen Weg an die Oberfläche bahnen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt-8061189&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.welt.de/kultur/article8061189/Reichsparteitage-waren-die-voelkische-Love-Parade.html | titel=Zeitgeschichte: Reichsparteitage waren die völkische Love Parade | autor=Richard Herzinger | werk=[[Die Welt#Online-Ausgabe|welt.de]] | datum=2010-06-15 |abruf=2018-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Manfred Bleskin]] sah in der Verwendung des Ausspruchs gar „eine besorgniserregende Tendenz zur Verharmlosung der Naziherrschaft“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Manfred Bleskin |url=https://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Verharmlosung-ist-bedenklich-article920969.html |titel=Zwischenruf: Verharmlosung ist bedenklich |werk=n-tv.de |datum=2010-06-14 |abruf=2024-02-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ost-westlich geprägte [[Konnotation]] wurde dabei von der vorgetragenen (im Wesentlichen journalistisch geprägten) Kritik mit wenigen Ausnahmen ausgeblendet, wie deren [[Assimilation (Soziologie)|Assimilierung]] unter den verschiedenen sozialen Gruppierungen, die zwischen „innerer Parteitag“ und „innerer Reichsparteitag“ unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;Als eines der wenigen Beispiele für die Ost-West-Konnotation siehe [http://www.getidan.de/gesellschaft/henryk_goldberg/11339/warum-reichsparteitag-gedankenlos-und-unsensibel-ist Henryk Goldberg: &amp;#039;&amp;#039;Warum Reichsparteitag gedankenlos und unsensibel ist. (Die Deutschen Farben I)&amp;#039;&amp;#039;], zuletzt abgerufen am 1.&amp;amp;nbsp;August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Reichsparteitag}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redewendung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprache des Nationalsozialismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Malabon</name></author>
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