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	<title>Johann Gabriel von Chasteler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Johann_Gabriel_von_Chasteler&amp;diff=326413&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: linkfix</title>
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		<updated>2026-04-14T04:39:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Johann Gabriel von Chasteler.jpg|mini|General von Chasteler]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Gabriel Joseph Albert Marquis de Chasteler de Moulbais et de Courcelles&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Januar]] [[1763]] in [[Mons]] ([[Grafschaft Hennegau|Hennegau]]); † [[10. Mai]] [[1825]] in [[Venedig]]) war ein [[Habsburgermonarchie|österreichischer]] [[Feldzeugmeister]], [[Regimentschef|Inhaber]] des [[K.u.k. Kaiserjäger|1. Tiroler Jägerregiments]] und [[Militär-Maria-Theresien-Orden|Komtur des Maria-Theresien-Ordens]] sowie einer der hervorragendsten Ingenieuroffiziere des österreichischen Heeres seiner Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Chasteler begann 1776 seine militärische Laufbahn als 13-Jähriger [[Kadett (Militär)|Kadett]] im k.k. [[Infanterieregiment]] Carl Herzog von Lothringen Nr. 3 und besuchte ab 1778 die [[k.u.k. Technische Militärakademie|Ingenieurakademie]] in [[Wien]]. 1780 wurde er Unterleutnant und 1785 Hauptmann im Ingenieurkorps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Russisch-Österreichischer Türkenkrieg (1787–1792)|Türkenkrieg]] 1788/91 bewährte er sich als Ingenieur- und Generalstabsoffizier von großer Kühnheit. 1788 wurde er bei [[Chotyn]] verwundet. In der Schlacht bei [[Focșani]] (1. August 1789) erwarb er als Major den [[Maria-Theresia-Orden]] (23. Promotion vom 19. Dezember 1790). Ab 1792 nahm er als [[Oberstleutnant]] am [[Erster Koalitionskrieg|Krieg gegen Frankreich]] in den [[Niederlande]]n teil, geriet bei [[Namur]] in französische Gefangenschaft, wurde 1793 wieder ausgetauscht und zeichnete sich bei [[Le Quesnoy]], [[Valenciennes]] und schließlich bei [[Schlacht von Wattignies|Wattignies]] aus, wo er durch sechs Bajonettstiche verwundet wurde. 1794 war er an der Belagerung von [[Landrecies]] und am Entsatz von [[Charleroi]] beteiligt. Während der 13-monatigen Belagerung von Mainz durch französische Truppen (1794–95) machte er sich um die Verteidigung der [[Festung Mainz|Festungsstadt]] so verdient, dass er 1795 zum [[Oberst]] des Generalstabes befördert wurde.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lecomte - Reddition de Mantoue, le 2 février 1797, le général Wurmser se rend au général Sérurier.jpg|mini|Die Übergabe von Mantua]]&lt;br /&gt;
1795–96 wurde er als Grenzkommissar in [[Polen]] verwendet. Mit seiner Ernennung zum [[Generalmajor]] am 24. April 1797 (Rang vom 1. Juni des Jahres),&amp;lt;ref name=&amp;quot;A. Brentano 1&amp;quot;&amp;gt;Antonio Schmidt-Brentano: &amp;#039;&amp;#039;Kaiserliche und k. k. Generale (1618–1815)&amp;#039;&amp;#039;, Österreichisches Staatsarchiv 2006, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde er nach dem [[Frieden von Campo Formio]] mit der Markierung der neuen Grenze in Italien betraut. Im italienischen Feldzug von 1799 war er [[Generalquartiermeister]] des russisch-österreichischen Heeres unter [[Alexander Wassiljewitsch Suworow|Suworow]] in Oberitalien. Er trug zum Sieg [[Paul Kray von Krajowa|Krays]] bei [[Verona]] bei, focht bei [[Cassano d’Adda]] (27. April) und an der [[Trebbia]] (17. Juni bis 19. Juni) und erhielt Für die Forcierung der [[Adda (Fluss)|Adda]] bei [[Trezzo sull’Adda]] am 26. April das Kommandeurkreuz des [[Maria-Theresia-Orden]]s. Dann bewirkte er noch die Kapitulation von [[Belagerung von Mantua (1796–1797)|Mantua]]. Er wurde im Lauf dieser Jahre nicht weniger als vierzehnmal verwundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem Jahr 1800 war er maßgeblich an der Errichtung einer Landmiliz und damit einer effizienteren Landesverteidigung in [[Tirol]] beteiligt und avancierte mit Rang vom 10. Januar 1801 zum [[Feldmarschallleutnant]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;A. Brentano 1&amp;quot; /&amp;gt; Im November 1801 erhielt er die Inhaberwürde des 1. Tiroler Jägerregiments, das er aus dem Tiroler Scharfschützenkorps und den wallonischen Le-Loup-Jägern gebildet hatte. Damals stand er auf dem Höhepunkt allgemeiner Anerkennung und galt als einer der besten Ingenieuroffiziere seiner Zeit.&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlacht bei Wörgl.jpg|mini|Schlacht bei Wörgl]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Battle of Kulm by Kotsebu.jpg|mini|Schlacht bei Kulm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Interior of Santi Giovanni e Paolo (Venice) - Monumeneto di Jean-Gabriel du Chasteler.jpg|mini|Chastelers Grab in Venedig]]&lt;br /&gt;
Tirol wurde durch den unglücklichen Gang des Krieges von 1805 in Mitleidenschaft gezogen. In diesem Krieg stand Chasteler als Befehlshaber einer Division in [[Nordtirol]] unter Kommando von [[Erzherzog Johann]]. Obwohl mit Vorteil auf der am meisten verteidigungsfähigen Linie gegen die von Norden vordringende bayerische Division des Generals [[Bernhard Erasmus von Deroy|Graf von Deroy]] gekämpft wurde, so konnte doch gegen die übrigen von Süden und Westen und von [[Salzburg]] vorgehenden französischen und bayerischen Heeresabteilungen auf die Dauer nicht Widerstand geleistet werden. Bei [[St. Johann in Tirol|St. Johann]] sammelte der General seine Truppen und trat über den [[Radstädter Tauern]] den Rückzug nach [[Klagenfurt]] an, um sich dort am 24. November mit dem Erzherzog zu vereinigen, welcher seine Stellung am [[Brennerpass|Brenner]] geräumt hatte. Vor Abschluss des [[Preßburger Frieden]]s gab es in dieser Gegend noch Gefechte mit dem von Süden anrückenden Korps des Marschalls [[Auguste Frédéric Louis Viesse de Marmont|Auguste Frédéric de Marmont]]. In den Jahren 1806–1807 stand Ch. als Divisions-Commandeur in [[Graz]], im darauffolgenden Jahre leitete er die Befestigungsarbeiten von [[Komorn]], das er 1808 zu einem Hauptwaffenplatz ausbaute.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutsche-biographie.de/sfz8145.html Chasteler, Johann Gabriel]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Österreich Frankreich den Krieg erklärt hatte, rückte Chasteler als Oberkommandierender des 8. Armeecorps am 9. April 1809 mit 10 000 Soldaten bis [[Lienz]] vor. Mit Unterstützung der [[Tiroler Schützen]]kompanien gelang ihm die Befreiung des Landes von der bayerischen Herrschaft, so dass Chasteler am 15. April triumphierend in [[Innsbruck]] und am 20. April in [[Trient]] einmarschieren konnte. Chasteler übernahm die militärische Organisation, Freiherr [[Joseph von Hormayr]] die Verwaltung des Landes. Am 13. Mai erlitt Chasteler in der [[Wörgl#Wörgl im Tiroler Freiheitskampf|Schlacht bei Wörgl]] infolge taktisch unklugen Vorgehens gegen überlegene bayerische und französische Kräfte unter Führung des [[Marschall]]s [[François-Joseph Lefebvre]] eine empfindliche Niederlage. [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] ließ ihn als Anstifter der Tiroler Unruhen &amp;#039;&amp;#039;in contumaciam&amp;#039;&amp;#039; (in Abwesenheit) zum Tode verurteilen. Chasteler floh, zur Bestürzung der Tiroler, von den Feinden bedrängt, über Kroatien nach Ungarn.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://1809.tessmann.it/portal1809/eintrag/katalog/lexikon/personen/chasteler-jean-gabriel-marquis-de Chasteler, Jean Gabriel Marquis de (tessmann.it)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem trat der Marquis, nachdem er von 1811 bis 1812 als Territorial-Kommandant von Schlesien amtiert und 1813 die Verteidigungsarbeiten von Prag geleitet hatte, danach als Kommandierender General einer Reservedivision bei verschiedenen militärischen Auseinandersetzungen erfolgreich auf, so an der Spitze einer [[Grenadier]]division bei der [[Schlacht von Dresden]] am 26. und 27. August 1813 und der [[Schlacht bei Kulm]] am 29. und 30. des Monats. Er avancierte deshalb am 2. September 1813 zum Feldzeugmeister&amp;lt;ref name=&amp;quot;A. Brentano 1&amp;quot; /&amp;gt; und stand für kurze Zeit als Militärcommandant in Troppau, sodann als Gouverneur von Theresienstadt. Als die Konvention missbilligt wurde, die [[Johann von Klenau|Graf von Klenau]] mit dem französischen Marschall [[Laurent de Gouvion Saint-Cyr|Marquis de Gouvion St. Cyr]] bezüglich der Kapitulation [[Dresden]]s am 11. November 1813 geschlossen hatte, übernahm er die Kommandantur in der Stadt nach Abzug der Franzosen. Beim [[Wiener Kongress]] wurde er als Berater beigezogen. 1815 wurde er zum Stadt- und Festungskommandanten von [[Venedig]] bestellt, was er bis an sein Lebensende blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Conversations-Lexicon.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Br.–Cz.&amp;#039;&amp;#039; Verlag F. A. Brockhaus, Altenburg und Leipzig 1817, S. 454.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Theresienritter erwarb den erbländisch österreichischen Freiherrnstand zu Wien am 23. März 1813, mit Wappenbesserung zu Wien am 17. Juni 1814. Die [[Prävalierung]] seines französischen Marquistitels muss er bereits früher erhalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seiner extremen Kurzsichtigkeit war er in allen Handgriffen und Tätigkeiten der Pioniere geübt. Leidenschaftlich gern bediente er das Geschütz selbst. Er konnte sich in zwölf Sprachen verständigen. Zur Aussprache des Namens Chasteler sei erwähnt, dass [[Andreas Hofer]] in seinen Briefen stets die phonetische Schreibung „Schatlé“ verwendete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein von [[Luigi Zandomeneghi]] geschaffenes Marmorgrabdenkmal mit lateinischer Inschrift in der Kirche [[San Zanipolo]] in Venedig ist noch heute dort zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen der Marquis de Chasteler.png|mini|Wappen der Marquis de Chasteler, 18. Jh.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1814:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Schild in Silber mit einem roten Schrägbalken, oben begleitet von einem gekrönten schwarzen klimmenden Löwen. Auf dem rot-silbern bewulsteten Helm zwei die Henkel einwärts kehrende Kannen schräggelehnt silbern-rot. Die Decken sind rot-golden. Die Schildträger sind rechts ein Engel, links ein widersehender Adler, am Hals ein Band.&amp;lt;ref&amp;gt;Egon Berchem: &amp;#039;&amp;#039;J. Siebmacher’s grosses Wappenbuch: Beiträge zur Geschichte der Heraldik.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Bauer &amp;amp; Raspe, Nürnberg 1899, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Marquiswappen zeigt den Schild von einem Hermelinmantel umhüllt, darauf ein [[Fürstenhut]], wohl ein Hinweis auf die Abstammung von den Herzögen von Châtelet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Chasteler-Courcelles, Johann Gabriel Marquis von|2|331|334|}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|4|110|113|Chasteler, Johann Gabriel Marquis von|[[Karl von Landmann|Carl von Landmann]]|ADB:Chasteler, Johann Gabriel Marquis von}}&lt;br /&gt;
* Rudolf von Granichstaedten-Czerva: &amp;#039;&amp;#039;Andreas Hofers alte Garde.&amp;#039;&amp;#039; Vereinsbuchhandlung, Innsbruck 1932.&lt;br /&gt;
* Erwin Eberl: &amp;#039;&amp;#039;Ein Kavalier gegen Napoleon.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;1683. Die neue Mölkerbastei.&amp;#039;&amp;#039; 5, 1992, {{ZDB|1487732-6}}, S. 9–22.&lt;br /&gt;
* [[Franz-Heinz Hye]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Grabdenkmal von General Johann Gabriel Marquis Chasteler, ein bisher unbekanntes Denkmal zur Geschichte Österreichs in Venedig.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Adler. Zeitschrift für Genealogie und Heraldik.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 22 = 36, 2004, Heft 8, {{ISSN|0001-8260}}, S. 270–271.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116232196|VIAF=64752959}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Chasteler, Johann Gabriel von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Markgraf (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (österreichische Habsburger)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feldzeugmeister (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zum Tode verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in den Türkenkriegen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Militär-Maria-Theresien-Ordens (Kommandeur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regimentsinhaber der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freiherr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Terezín)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Venedig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1763]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1825]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Chasteler, Johann Gabriel von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Chasteler de Courcelles, Johann Gabriel Marquis du (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Feldzeugmeister und Ingenieuroffizier&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Januar 1763&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mons]], [[Grafschaft Hennegau|Hennegau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Mai 1825&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Venedig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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