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	<title>Joseph Fieschi - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T19:20:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joseph_Fieschi&amp;diff=218724&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Duschgeldrache2: enttriviat</title>
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		<updated>2025-12-24T07:20:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;enttriviat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Portrait de Giuseppe Fieschi (1790-1836), conspirateur, auteur de l&amp;#039;attentat à la &amp;quot;machine infernale&amp;quot; du 28 juin 1835, contre Louis-Philippe Ier.jpg|miniatur|hochkant|Joseph Fieschi]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Gérard Fieschi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Marco Fieschi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Giuseppe Fieschi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Giuseppe Marco Fieschi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Dezember]] [[1790]] (?)&amp;lt;ref&amp;gt;Bei dem regelmäßig als Geburtstag genannten 13. Dezember 1790 handelt es sich offenbar um den Tag, an dem Fieschi getauft wurde: &amp;#039;&amp;#039;Cour des pairs. Procès Fieschi, avec une notice historique sur l&amp;#039;auteur de l&amp;#039;attentat du 28 juillet, ornée de son portrait.&amp;#039;&amp;#039; Marseille 1835, S. 3 ([https://books.google.de/books?id=EzEaHL6BMEcC&amp;amp;pg=PA3&amp;amp; online] bei Google Books); anders als hier angegeben war der 13. Dezember im Jahr 1790 jedoch kein Freitag, sondern ein Montag. Auch die Jahresangabe ist unstimmig: Fieschi selbst gab im Verlauf der Untersuchungen 1835/36 sein Alter mit 40 bzw. 41 Jahren an.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Murato]] auf [[Korsika]]; † [[19. Februar]] [[1836]] in [[Paris]]) war ein französischer Attentäter und der Hauptverschwörer des Attentats auf den französischen König [[Louis-Philippe I.]] von 1835.&amp;lt;ref&amp;gt;Giuseppe Marco Fieschi: &amp;#039;&amp;#039;Attentat du 28 juillet 1835.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, France. Cour des pairs, Imprimerie royale, 1835&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
In die arme Hirtenfamilie von Ludovico (Louis) Fieschi und seiner Frau Maria Lucia &amp;#039;&amp;#039;de Pomonto&amp;#039;&amp;#039; geboren, erlebte Joseph Fieschi eine schwierige, von Familientragödien geprägte Kindheit. 1804 wurde sein Vater unter der Gewalt- und Willkürherrschaft des Generals [[Joseph Morand]] verhaftet und zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Er entzog sich der Strafe durch Flucht und starb 1808 fern der Insel. Ein Jahr später fiel sein älterer Bruder Thomas, der in den [[Grande Armée|kaiserlichen Truppen]] kämpfte, in der [[Schlacht bei Wagram]].&amp;lt;ref&amp;gt;Armand Fouquier: &amp;#039;&amp;#039;Fieschi, Morey, Pepin et Boireau. Machine infernale de 1835.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Causes célèbres de tous les peuples.&amp;#039;&amp;#039; Heft 23. Lebrun &amp;amp; Co., Paris 1858, S. 12 ([https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k42526b/f375.item online] bei Gallica).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph Fieschi trat 1806 in die [[Grande Armée]] ein. Dies ermöglichte es ihm, Lesen und Schreiben zu lernen. Er machte 1812 in der &amp;#039;&amp;#039;korsischen Legion&amp;#039;&amp;#039; [[Napoleon Bonaparte|Napoleons]] [[Russlandfeldzug 1812|Feldzug nach Russland]] mit. In der [[Erste Schlacht bei Polozk|Schlacht bei Polozk]] (17./18. August 1812) stellte sich Fieschi nach dem Tod seines Vorgesetzten an die Spitze einer Gruppe von Soldaten und verhinderte so die Flucht einer [[Kosaken]]-Truppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück in Frankreich, wechselte er bald darauf ins [[Königreich Neapel]] in die Dienste [[Joachim Murat]]s. Erst nach dem [[Erster Pariser Frieden|Pariser Frieden]] vom 30. Mai 1814 kehrte er nach Korsika zurück. Als Napoleon die Insel [[Elba]] verließ und dessen „[[Herrschaft der Hundert Tage]]“ begann, schloss er sich wiederum dem Kaiser an. Nach der [[Schlacht bei Waterloo]] (18. Juni 1815) nahm er seinen Abschied und wechselte wieder zu Joachim Murat, der mit einer in Korsika zusammengestellten [[Flottille]] aus sechs Schiffen und insgesamt 250 Seeleuten bzw. Soldaten seinen Thron zurückerobern wollte. Der unrealistische Plan scheiterte jedoch. Fieschi wurde Anfang Oktober 1815 zusammen mit Joachim Murat und dessen Truppen im [[Kalabrien|kalabrischen]] [[Pizzo (Kalabrien)|Pizzo]] gefangen genommen und zum Tod verurteilt, jedoch als französischer Untertan begnadigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr nach Korsika hatte er wegen mehrerer Diebstähle eine zehnjährige Freiheitsstrafe zu verbüßen und ging beim Ausbruch der [[Julirevolution von 1830]] nach Paris, wo er sich unter dem Vorwand, er sei ein politischer Märtyrer, eine Pension und verschiedene Anstellungen verschaffte. Als dies aufflog, wurde er entlassen und so der äußersten Not preisgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Attentat auf Louis-Philippe I. ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Attentat durch Joseph Fieschi auf König Louis-Philippe I.jpg|mini|links|Fieschis Attentat (deutscher Kupferstich)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WP Fieschi-Attentat.jpg|mini|Fieschis Attentat (Bild von [[Eugène Louis Lami|Eugène Lami]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Machine infernale.JPG|mini|Die Höllenmaschine im Musée d’histoire de France]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brascassat jacques-raymond tete de giuseppe fieschi 1790-1836 apres son execution. p1070 404290.jpg|mini|Jacques Raymond Brascassat (1804–1867): „Der Kopf von Giuseppe Fieschi am Tag nach seiner Hinrichtung, dem 20. Februar 1836“]]&lt;br /&gt;
Fieschi, der ohne wirkliche politische Überzeugungen war, fasste den Plan eines Attentats auf den König. Er erdachte sich zu diesem Zweck eine aus 25 [[Flinte]]nläufen bestehende [[Höllenmaschine]] in Form eines improvisierten [[Salvengeschütz]]es und brachte sie am Jahrestag der Julirevolution (28. Juli 1835) auf dem [[Boulevard du Temple]] zur Explosion. [[Marschall von Frankreich|Marschall]] [[Adolphe Édouard Casimir Joseph Mortier|Édouard Adolphe Mortier]] und weitere zehn Personen aus dem Gefolge des Königs wurden sofort getötet, der König selbst nur leicht verletzt. Sieben Personen erlagen später ihren Verletzungen. Fieschi, der seinerseits durch [[Rohrkrepierer]] einzelner Läufe seiner Mordmaschine Verletzungen erlitten hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;Eine auf den 7. August 1835 datierte Lithographie von [[Honoré Daumier]] zeigt &amp;#039;&amp;#039;Fieschi dit Gérard&amp;#039;&amp;#039; mit Kopfverband: [[Musée Carnavalet]], Histoire de Paris, [http://parismuseescollections.paris.fr/fr/musee-carnavalet/oeuvres/fieschi-dit-gerard-dessine-d-apres-nature#infos-principales G.1201].&amp;lt;/ref&amp;gt; konnte nicht mehr fliehen und wurde sogleich verhaftet. In einem am 30. Januar eröffneten, auch international beachteten Prozess wurde er zum Tode verurteilt und am 19. Februar 1836 mit den Mitverschwörern Théodore Pépin und Pierre Morey auf der [[Guillotine]] &amp;#039;&amp;#039;à la barrière Saint-Jacques&amp;#039;&amp;#039; im 14. [[Arrondissement (Paris)|Arrondissement]] hingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20200310112129/http://ktakafka.free.fr/F_GUILLOTINE.htm Guillotine dans le XIVème arrondissement (1832-1851)] (Memento vom 10. März 2020 bei [[Internet Archive]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein abgeschlagener Kopf, der Malern wie [[Jacques Raymond Brascassat]] als Studienobjekt diente,&amp;lt;ref&amp;gt;Musée Carnavalet, Histoire de Paris, [http://parismuseescollections.paris.fr/fr/musee-carnavalet/oeuvres/tete-de-giuseppe-fieschi-1790-1836-apres-son-execution#infos-principales P1070].&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde eingehend von Medizinern untersucht, die entsprechend der damals verbreiteten [[Phrenologie|phrenologischen]] Lehre nach einschlägigen Hinweisen am Schädel des Attentäters suchten. Mehrere nach der abgenommenen [[Totenmaske]] gefertigte [[Büste|Kopfbüsten]] sind heute noch erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Z.&amp;amp;nbsp;B. Musée Carnavalet, Histoire de Paris [http://parismuseescollections.paris.fr/de/node/88069#infos-principales S3561].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen des Attentats ==&lt;br /&gt;
Eine Folge des Attentats waren die sogenannten [[Septembergesetze]]. Da der oppositionellen Presse vorgeworfen wurde, das Klima für den Anschlag bereitet zu haben, wurde am 9. September 1835 die [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]] wieder eingeführt, und die Strafen für alle Pressevergehen wurden drastisch erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Der [[Vormärz]]-Dichter [[Ernst Ortlepp]] thematisierte Fieschis Anschlag bereits 1835, also noch zu Lebzeiten des Attentäters, in einem psychologisierenden &amp;#039;&amp;#039;[[Nachtstück#In der Literatur|Nachtstück]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Ortlepp: &amp;#039;&amp;#039;Fieschi: Ein poetisches Nachtstück.&amp;#039;&amp;#039; L. Fort, Leipzig 1835 ([https://books.google.de/books?id=69w6AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA1 online] bei [[Google Books]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Joseph Fieschi, der berüchtigte Verfertiger der am 28. Juli 1835 auf dem Boulevard du Temple in Paris von ihm abgebrannten Höllen-Maschine. Eine getreue Darstellung der Biographie dieses Verbrechers, dieser empörenden Mordthat, und dessen Hinrichtung mit seinen Mitangeklagten Morey &amp;amp; Pepin. Nach den französischen Original-Urkunden bearbeitet.&amp;#039;&amp;#039; [Ohne Ort] 1836 ([http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb11256231-9 online] bei [[Bayerische Staatsbibliothek]] digital)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Merkwürdiger Proceß und Verurtheilung des Mörders Fieschi und seiner Mitangeklagten vor dem Pairshofe von Paris. Aus authentischen Quellen gesammelt und getreu nach der Wahrheit dargestellt.&amp;#039;&amp;#039; Lewent&amp;#039;s Verlagsbuchhandlung, Berlin 1836 ([https://books.google.de/books?id=SuVKAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PP7 online] bei [[Google Books]]).&lt;br /&gt;
* [[Maxime Du Camp]]: &amp;#039;&amp;#039;Les ancètres de la commune. L’attentat Fieschi&amp;#039;&amp;#039;, Paris 1877&lt;br /&gt;
* René de Pont-Jest: &amp;#039;&amp;#039;Les régicides. Fieschi. La machine infernale.&amp;#039;&amp;#039; 3. Aufl. Paris: Dentu 1888. Nachdruck Boston: Adamant 2001. ISBN 0-543-87556-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116500948|LCCN=no/2013/72934|VIAF=37668800}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fieschi, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Attentäter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Korsika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1790]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1836]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Fieschi, Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Fieschi, Joseph Gérard (vollständiger Name); Fieschi, Joseph Marco (vollständiger Name); Fieschi, Giuseppe; Fieschi, Giuseppe Marco&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Attentäter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Dezember 1790&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Murato auf [[Korsika]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Februar 1836&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Duschgeldrache2</name></author>
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