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	<title>Kaltleiter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T02:33:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kaltleiter&amp;diff=41600&amp;oldid=prev</id>
		<title>193.175.12.106: /* Metalle */ Link RC-Generator</title>
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		<updated>2025-06-16T16:05:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Metalle: &lt;/span&gt; Link RC-Generator&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kaltleiter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PTC-Widerstand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PTC-Thermistor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{EnS|&amp;#039;&amp;#039;Positive Temperature Coefficient Thermistor&amp;#039;&amp;#039;}}) ist ein temperaturabhängiger [[Widerstand (Bauelement)|Widerstand]], welcher zu der Gruppe der [[Thermistor]]en zählt. Er weist als wesentliche Eigenschaft einen positiven [[Temperaturkoeffizient]]en auf und leitet bei tiefen Temperaturen den [[Elektrischer Strom|elektrischen Strom]] besser als bei hohen Temperaturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prinzipiell haben alle [[Metalle]] einen positiven Temperaturkoeffizienten, sind also Kaltleiter; im Unterschied zu den hier behandelten [[Elektrisches Bauelement|Bauelementen]] ist ihr Temperaturkoeffizient jedoch wesentlich kleiner und weitgehend linear, wie bei dem wegen seiner Stabilität als Temperatursensor eingesetzten [[Platin-Messwiderstand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gegenteil von Kaltleitern sind [[Heißleiter]], die bei höheren Temperaturen besser leiten und einen negativen Temperaturkoeffizienten aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Photo-Polyswitch.jpg|mini|Verschiedene PTC-Widerstände]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten und Anwendungsgebiete ==&lt;br /&gt;
[[Datei:PTC-Resistor.svg|mini|Schaltzeichen eines Kaltleiters]]&lt;br /&gt;
In der Elektronik finden drei grundsätzlich verschiedene Klassen von Kaltleitern Anwendung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Widerstand steigt etwa linear mit der Temperatur an&lt;br /&gt;
: Temperaturmessung, Temperaturkompensation, [[Widerstandsthermometer]]-Material: Dickfilmtechnologie auf verschiedenen Trägersubstraten oder Aufbau ähnlich einer Glühlampe; siehe auch [[Eisen-Wasserstoff-Widerstand]].&lt;br /&gt;
; Keramikbasis mit nichtlinearem Widerstandsverlauf&lt;br /&gt;
: Überstromschutz (als Sicherungselement), Übertemperaturschutz ([[Thermosicherung]]), selbstregelndes Heizelement, Schaltelement (Stichworte „Motorstart PTC“, „Degaussing PTC“: in Kombination mit einer Heizscheibe zur [[Entmagnetisierung]] von [[Bildröhre]]n). Material: [[Bariumtitanat]]; siehe auch [[Zuheizer]].&lt;br /&gt;
; Polymerbasis mit nichtlinearem Widerstandsverlauf&lt;br /&gt;
: [[Selbstrückstellende Sicherung]] (Sicherungselement zum Überstromschutz); Material: mit winzigen Rußpartikeln befüllter Kunststoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material ==&lt;br /&gt;
Als [[Elektronik|elektronische]] Bauteile sind Kaltleiter meistens aus [[Halbleiter|halbleitenden]], [[polykristall]]inen [[Keramik]]en gefertigt (zum Beispiel [[BaTiO3|BaTiO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;]]), die in einem bestimmten Temperaturbereich eine [[Raumladungszone|Sperrschicht]] an den [[Korngrenze]]n aufbauen. Neuere Entwicklungen führten zu Bauteilen mit sehr steilem Anstieg des Widerstandes ab einer charakteristischen Temperatur (ca. 80…130&amp;amp;nbsp;°C). Weiterhin wurden die Materialien dahingehend verbessert, dass selbstrückstellende Sicherungen auch für Netzspannungsanwendung geschaffen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Temperatur-Widerstands-Kennlinie ==&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Silizium}}Auf Siliziumbasis ===&lt;br /&gt;
[[Datei:KTY11 R.svg|mini|Widerstand des Temperatursensors auf Basis von n-dotiertem Silizium als Funktion der Temperatur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaltleiter auf Basis von dotiertem Silizium&amp;lt;ref&amp;gt;Reines Silizium hat wie alle Halbleiter einen negativen Temperaturkoeffizienten und ist somit ein Heißleiter, vgl. {{Literatur|Autor=Earl D. Gates|Titel=Introduction to electronics|Verlag=Cengage Learning|ISBN=0766816982|Jahr=2000|Seiten=181|Online={{Google Buch|BuchID=IwC5GIA0cREC|Seite=179}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; werden im Temperaturbereich von −50&amp;amp;nbsp;°C bis +150&amp;amp;nbsp;°C eingesetzt und zeichnen sich durch geringe Baugröße, Einstellzeit, enge Toleranzen und gute Langzeitstabilität aus. Für den KTY11-6 gilt ein parabelförmiger Zusammenhang zwischen Widerstand und der [[Celsius-Temperatur]] &amp;lt;math&amp;gt;t&amp;lt;/math&amp;gt;:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.datasheetcatalog.com/datasheets_pdf/K/T/Y/1/KTY11-6.shtml Datenblatt des KTY11]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;R_t = 2000 \,\Omega \cdot \left[1 + \alpha \cdot ( t - 25\,{}^\circ \text{C} ) + \beta \cdot ( t - 25\,{}^\circ \text{C})^2 \right]&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit den Konstanten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\alpha = 7{,}88 \cdot 10^{-3} \cdot 1/^\circ \mathrm C&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\beta = 1{,}937 \cdot 10^{-5} \cdot 1/^\circ \mathrm C^2&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anwendungen wird normalerweise &amp;lt;math&amp;gt;R_t&amp;lt;/math&amp;gt; gemessen und die Temperatur &amp;lt;math&amp;gt;t&amp;lt;/math&amp;gt; gesucht. Die Auflösung („Umkehrung“) dieser Formeln nebst der dazugehörigen Linearisierung wird in Wikibooks beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bariumtitanat ===&lt;br /&gt;
[[Datei:PTC-temperature-characteristic.png|mini|Charakteristische Kennlinie eines PTC]]&lt;br /&gt;
In der Herstellung werden Mischungen von [[Bariumcarbonat]] und [[Titan(IV)-oxid]] zusammen mit anderen Materialien, die die gewünschten elektrischen und thermischen Eigenschaften ergeben, gemahlen, gemischt und dann, je nach Verwendungszweck, in Scheiben-, Stab- oder Rohrform gepresst. Anschließend werden die Körper bei hohen Temperaturen (zwischen 1000&amp;amp;nbsp;°C und 1400&amp;amp;nbsp;°C) [[Sintern|gesintert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch an den [[Korngrenze]]n befindliche [[Elektronenakzeptor|Akzeptoren]] werden [[Elektron]]en aus den Körnern gebunden. Dies führt zur Entstehung von Verarmungsrandschichten an den Kornoberflächen, welche [[Potentialbarriere]]n verursachen. Unterhalb der [[Curie-Temperatur]] werden diese Potentialbarrieren durch die spontane [[Polarisation (Elektrizität)|Polarisation]] größtenteils kompensiert. Der Leitungsmechanismus beruht daher im Wesentlichen auf der [[Ladungsträgerdichte]], welche mit steigender Temperatur zunimmt. Dies ist zunächst ein typisches [[Heißleiter]]verhalten. Mit steigender Temperatur nimmt die Polarisation ab, bis sie oberhalb der Curie-Temperatur schließlich vollkommen verschwindet. Zwar nimmt nun die Ladungsträgerdichte mit steigender Temperatur weiter zu, aber durch die jetzt fehlende Polarisation kommt die [[Isolator (Elektrotechnik)|isolierende]] Wirkung der Verarmungsrandschichten voll zur Geltung, so dass der [[Elektrischer Widerstand|Widerstand]] stark exponentiell ansteigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;R = R_0 \cdot e^{b(T-T_0)}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzelnen [[Formelzeichen]] stehen für folgende [[Physikalische Größe|Größen]]:&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;R&amp;lt;/math&amp;gt; – Widerstand bei der absoluten Temperatur &amp;lt;math&amp;gt;T&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;R_0&amp;lt;/math&amp;gt; – Nennwiderstand bei Nenntemperatur &amp;lt;math&amp;gt;T_0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;b&amp;lt;/math&amp;gt; &amp;amp;nbsp; – [[Materialkonstante]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird der Kaltleiter noch weiter erwärmt, so wirkt der Anstieg der Ladungsträgerdichte nun wieder der Isolierung durch die Verarmungsrandschichten entgegen, so dass es zu einer leichten Abnahme des Widerstands kommt. Dieses Verhalten ähnelt wiederum dem eines Heißleiters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metalle ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pt100 Kennlinie.png|mini|Kennlinie des Pt100]]&lt;br /&gt;
[[Datei:glueh r.jpg|mini|Widerstandsverlauf einer [[Glühlampe]] bei verschiedenen Betriebsspannungen; der Kaltwiderstand beträgt nur etwa 7 % des Widerstandes bei Nennspannung.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reine Metalle besitzen einen mit der Temperatur recht linear steigenden elektrischen Widerstand. Üblich zur Temperaturmessung und genormt ist der Platin-Widerstand [[Pt100]] (Draht oder Schicht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glühlampen eignen sich auch als Überlastschutz; sie besitzen im kalten Zustand einen Kaltwiderstand von nur wenigen Prozent des Widerstandes bei Betrieb an Nennspannung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine Glühlampen wurden auch in [[Wien-Robinson-Brücke#Oszillator|RC-Generatoren]] zur Amplitudenstabilisierung eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher wurden [[Eisen-Wasserstoff-Widerstand|Eisen-Wasserstoff-Widerstände]] zur Stromstabilisierung im Heizkreis von [[Elektronenröhre|Röhren]]-Geräten eingesetzt. Sie besaßen über einen Betriebsspannungsbereich von etwa 1:3 eine nahezu konstante Stromaufnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Legierung]]en besitzen einen wesentlich kleineren Temperaturkoeffizienten, der in bestimmten Temperaturintervallen sogar null sein kann (siehe [[Konstantan]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schaltung ==&lt;br /&gt;
Es ist selten sinnvoll, Kaltleiter mit konstantem Strom zu versorgen, da dann keine stabile Temperatur möglich ist. Steigt diese ein wenig, vergrößert sich auch der Widerstand des Kaltleiters. Deshalb steigt wegen des Zusammenhangs P=I²·R die erzeugte Wärmeleistung und die Temperatur weiter. Physikalisch spricht man von einem labilen Gleichgewicht. Sinnvoller ist der Betrieb mit konstanter Spannung. Dann sinkt bei steigender Temperatur wegen P=U²/R die erzeugte Wärmeleistung und der Kaltleiter kühlt sich wieder ab. Daher können Bauteile mit Kaltleiter-Charakteristik zur gleichzeitigen Versorgung mit einer gemeinsamen Konstantspannung nicht ohne weiteres in Reihe geschaltet werden, eine Parallelschaltung ist jedoch unkritisch. Umgekehrt sind Motorschutzfühler mit mehreren Kaltleitern bei Konstantspannungs-Versorgung nur mit einer Reihenschaltung oder bei Einzelauswertung sinnvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Temperaturmessung in Verbindung mit [[Mikrocontroller]]n wird der Kaltleiter oft über einen Vorwiderstand mit der konstanten Betriebsspannung verbunden, wodurch der Zusammenhang Temperatur – Spannung S-förmig verläuft und sich die Möglichkeit einer Linearisierung um den Wendepunkt ergibt. Voraussetzung ist, dass sich die zu messende Temperatur in der Nähe des [[Wendepunkt]]es der Kurve befinden muss. Der Vorwiderstand muss den Strom soweit begrenzen, dass keine relevante Eigenerwärmung des Sensors auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikibooks|Linearisierung von resistiven Sensoren}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Positive temperature coefficient thermistors}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0111051.htm Elektronik-Kompendium: Kaltleiter]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Temperaturmessung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Temperature coefficient#Positive temperature coefficient of resistance]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>193.175.12.106</name></author>
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