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	<title>Karl August Werner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T02:04:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Groupsixty: /* Leben */ linkfix</title>
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		<updated>2025-09-04T18:50:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl August Werner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. März]] [[1876]] in [[Mülhausen]]; † [[12. Oktober]] [[1936]]) war ein deutscher Jurist und [[Oberreichsanwalt]] von 1926 bis zu seinem Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines evangelischen Oberlehrers legte seine 1. juristische Staatsprüfung 1897 ab. Die 2. juristische Staatsprüfung bestand er mit „gut“. 1907 wurde er Amtsgerichtsrat in [[Dannemarie (Haut-Rhin)|Dammerkirch]]. Im nächsten Jahr wurde er Staatsanwalt in [[Colmar]]. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war er Hauptmann der [[Landwehr (Militär)#Norddeutscher Bund und Deutsches Reich bis 1918|Landwehr]]. Anfang Mai 1918 wurde er Staatsanwaltschaftsrat. Im Mai 1919 wurde er Kommissarischer Hilfsarbeiter bei der [[Reichsversicherungsanstalt für Angestellte]]. Zwei Monate später wurde er Kommissarischer Hilfsarbeiter im [[Reichsjustizministerium]]. Zum Geheimen Rat und Vortragenden Rat wurde er im November ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;DJZ 1926, Sp. 881 gibt 1910 an&amp;lt;/ref&amp;gt; Im nächsten Jahr wurde er [[Ministerialrat]]. Seit 1923 leitete er die Abteilung IV, zuständig für Verwaltungs- und Verfassungsrecht sowie für Hoch- und Landesverratssachen. September 1926 wurde er Oberreichsanwalt. Initiiert hatte die Ernennung die „graue Eminenz“ der Weimarer Justiz [[Curt Joël]]. Er war ein Beispiel der damaligen reaktionären Beamtenschaft:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Joël trägt wie Werner die Liebe zur Republik so tief versteckt im Herzen, daß niemand sie finden kann.|Quelle=[[Die Weltbühne]], 1927, S. 53}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die beabsichtigte Ernennung im Mai 1926 ruchbar wurde, lief die demokratische Presse Sturm. [[Georg Bernhard]], der Chefredakteur der „[[Vossische Zeitung|Vossischen Zeitung]]“ schrieb am 30. Mai, dass „Werner sich zweifellos andere Ideale eines Staatsaufbaus vorstelle, als den, der unbedingt auf der demokratisch-sozialen Linie liege.“ Ebenso protestierten Stimmen aus der DDP, die – allerdings erfolglos – die Ernennung Werners verhindern wollte, weil sie an dessen Verfassungstreue zweifelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Malte Wilke: &amp;#039;&amp;#039;Anwälte als Anwälte des Staates? Die Strafverfolgungspraxis von Reichsanwaltschaft und Bundesanwaltschaft vom Kaiserreich bis in die frühe Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;. V&amp;amp;R unipress, Göttingen 2016, S. 80.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine von der preußischen Staatsregierung angestrebte Anklageerhebung wegen der Ausführungen [[Adolf Hitler]]s im [[Ulmer Reichswehrprozess]] 1930 verschleppte Werner vorsätzlich, so dass es zu keinem späteren Gerichtsverfahren mehr kam.&amp;lt;ref&amp;gt;Malte Wilke: &amp;#039;&amp;#039;Anwälte als Anwälte des Staates? Die Strafverfolgungspraxis von Reichsanwaltschaft und Bundesanwaltschaft vom Kaiserreich bis in die frühe Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;. V&amp;amp;R unipress, Göttingen 2016, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt; Werner verharmloste einen Tag nach Veröffentlichung der [[Boxheimer Dokumente]] 1931 in einem Interview mit der [[Telegraphen-Union]] diese Dokumente: Die in ihnen beschriebenen Gewaltmaßnahmen richteten sich ja gar nicht gegen die gegenwärtige Regierung, sondern gegen mögliche kommunistische Aufständische, und er habe die Hausdurchsuchung nicht veranlasst.&amp;lt;ref&amp;gt;Tilman Koops (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik. Die Kabinette Brüning I und II.&amp;#039;&amp;#039; Boldt Verlag, Boppard 1982/1990, Nr. 574, Anm. 15 ([https://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0000/bru/bru3p/kap1_1/kap2_60/para3_3.html#d8e63 online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Ankläger im [[Reichstagsbrandprozess]], wo er Hinweisen auf eine Mitverantwortlichkeit der Nationalsozialisten als potentielle Täter nicht nachging.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Kießling (Historiker)|Friedrich Kießling]]/[[Christoph Safferling]]: &amp;#039;&amp;#039;Staatsschutz im Kalten Krieg. Die Bundesanwaltschaft zwischen NS-Vergangenheit, Spiegel-Affäre und RAF&amp;#039;&amp;#039;. dtv, München 2021, ISBN 978-3-423-28264-2, S. 58; Malte Wilke: &amp;#039;&amp;#039;Anwälte als Anwälte des Staates? Die Strafverfolgungspraxis von Reichsanwaltschaft und Bundesanwaltschaft vom Kaiserreich bis in die frühe Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;. V&amp;amp;R unipress, Göttingen 2016, S. 144f.; [[Dieter Deiseroth]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Reichstagsbrand-Prozess - ein rechtsstaatliches Verfahren?&amp;#039;&amp;#039; In: [[Kritische Justiz]] 2009, S. 303–316, hier S. 313.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werner war nach [[Robert Kempner]] Parteimitglied,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert Kempner]] (Hrsg.): „Der verpaßte Nazi-Stopp. Die NSDAP als republikfeindliche, hochverräterische Verbindung. Preußische Denkschrift von 1930“, Frankfurt, Berlin, Wien 1983, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; nach [[Friedrich Karl Kaul]] nicht. In seiner 2016 veröffentlichten Dissertation zur Strafverfolgungspraxis der Reichsanwaltschaft erklärt Malte Wilke, Werner sei spätestens 1933 in die NSDAP eingetreten, habe seine Mitgliedschaft aber versucht geheim zu halten.&amp;lt;ref&amp;gt;Malte Wilke: &amp;#039;&amp;#039;Anwälte als Anwälte des Staates? Die Strafverfolgungspraxis von Reichsanwaltschaft und Bundesanwaltschaft vom Kaiserreich bis in die frühe Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;. V&amp;amp;R unipress, Göttingen 2016, S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 dankte ihm Reichsrechtsführer [[Hans Frank]] posthum überschwänglich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Du halfst uns in den Tagen der Boxheimer Dokumente. Ich danke dir im Namen des Führers […] für diese Tat […]. Dein Name leuchtet unter den ersten Kämpfern der Bewegung, du warst ein Mitarbeiter des Führers|Quelle=Hans Frank, Grabrede 1936}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Karl Kaul]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Reichsgerichts&amp;#039;&amp;#039;, Band IV (1933–1945), Ost-Berlin 1971, S.&amp;amp;nbsp;323.&lt;br /&gt;
* [[Klaus-Detlev Godau-Schüttke]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Bundesgerichtshof – Justiz in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2005, S. 29&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* „Personalien“, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Juristen-Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, Jahrgang&amp;amp;nbsp;31 (1926), Sp.&amp;amp;nbsp;881.&lt;br /&gt;
* Malte Wilke: &amp;#039;&amp;#039;Anwälte als Anwälte des Staates? Die Strafverfolgungspraxis von Reichsanwaltschaft und Bundesanwaltschaft vom Kaiserreich bis in die frühe Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;. V&amp;amp;R unipress, Göttingen 2016, ISBN 978-3-8471-0463-6 (zugleich Dissertation an der juristischen Fakultät der Universität Hannover 2015).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{AdR|117299782}}&lt;br /&gt;
* [https://www.europeana.eu/portal/record/08547/C75C6F03FD2612DD8F0838D154A55E45C32D725C.html Foto] aus dem [[Stadtgeschichtliches Museum Leipzig|Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig]] (Z0057094) auf [[Europeana]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117299782|VIAF=100262017}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Werner, Karl August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberreichsanwalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1876]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1936]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Werner, Karl August&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Werner, Karl&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Oberreichsanwalt (1926–1936)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. März 1876&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mülhausen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Oktober 1936&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Groupsixty</name></author>
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