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	<title>Kiefernwald - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:LintErrors/duplicate-ids&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Spezial:LintErrors/duplicate-ids (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Lint-Fehler: Doppelte IDs&lt;/a&gt;: Anker bitte nicht doppelt angeben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Dieser Artikel|behandelt den Wald. Zum Gemälde siehe [[Kiefernwald (Jacoba van Heemskerck)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Herbstlicher Kiefernwald in Mecklenburg.jpg|hochkant=1.4|mini|Herbstlicher Kiefernwald in Mecklenburg]]Wie die artenreiche Gattung &amp;#039;&amp;#039;Pinus&amp;#039;&amp;#039; selbst, tritt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kiefernwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; weltweit in verschiedensten Erscheinungsformen auf. In Mitteleuropa kommen drei Kiefernarten natürlich vor. Häufigste und verbreitetste Art ist die [[Waldkiefer]] (&amp;#039;&amp;#039;Pinus sylvestris&amp;#039;&amp;#039;). Sie ist überall die häufigste und im nördlichen Teil die einzige natürlich vorkommende Kiefernart. Nur in Österreich kommt selten die südeuropäisch-montan verbreitete [[Schwarzkiefer]] (&amp;#039;&amp;#039;Pinus nigra&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;nigra&amp;#039;&amp;#039;) vor, in Deutschland wurde sie gelegentlich forstlich angebaut und ist verwildert, bildet aber keine natürlichen Wälder aus. Die formenreiche [[Bergkiefer]] (&amp;#039;&amp;#039;Pinus mugo&amp;#039;&amp;#039;) bildet in ihrer niederliegenden Form (subsp. &amp;#039;&amp;#039;mugo&amp;#039;&amp;#039;) Gebüsche im Gebirge an der Waldgrenze, ihre aufrechten Wuchsformen (subsp. &amp;#039;&amp;#039;uncinata&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;rotundata&amp;#039;&amp;#039;) können gelegentlich waldbildend auftreten. Als vierte Art könnte die [[Zirbelkiefer]] oder Arve (&amp;#039;&amp;#039;Pinus cembra&amp;#039;&amp;#039;) angeschlossen werden, die Wälder an der alpinen Waldgrenze ausbildet. Wegen ihrer völlig anders gearteten Ökologie werden diese hier nicht behandelt (vgl. dazu: [[Arven-Lärchenwald]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Waldkiefer als Waldbaum ==&lt;br /&gt;
Obwohl die Waldkiefer wie beinahe alle Baumarten ihr Entwicklungsoptimum auf gut wasser- und basenversorgten Böden mittlerer Standortbedingungen hat, kann sie sich auf diesen gegen die Konkurrenz anderer Baumarten nicht behaupten. Durch die Konkurrenz wird sie auf extreme Standorte abgedrängt, auf denen ihr ihre besondere Genügsamkeit gegenüber extremen Standortverhältnissen zugutekommt, so dass ihr die konkurrenzüberlegenen Arten hierhin nicht folgen können. Natürliche Kiefernwälder sind in Mitteleuropa deshalb immer Wälder auf extremen Standorten. Sie kommen in drei ökologisch scharf geschiedenen Standortbereichen zur Vorherrschaft.&lt;br /&gt;
*Kalk-Trockenkieferwälder wachsen auf extrem trockenen, flachgründigen Böden über Kalkgestein. Baumarten sind Waldkiefer und Schwarzkiefer.&lt;br /&gt;
*Sand- und Silikatkiefernwälder wachsen auf nährstoffarmen, trockenen, extrem sauren Böden an der absoluten Nährstoffmangelgrenze des Waldes. Baumart ist die Waldkiefer.&lt;br /&gt;
*Kiefern-Moorwälder wachsen auf ebenfalls extrem sauren, aber wassergesättigten Böden, meist am Rand offener Hochmoore. Baumarten sind Waldkiefer und Bergkiefer.&lt;br /&gt;
Außer der Baumart Waldkiefer haben diese Waldtypen nicht eine einzige Pflanzenart gemeinsam. Dementsprechend werden sie im [[Pflanzensoziologie|pflanzensoziologischen]] System unterschiedlich eingeordnet. Zur Gliederung der Kiefernwälder siehe unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Waldkiefer benötigt zur Keimung und zum Aufwachsen viel Licht, sie lässt ihrerseits viel Licht durch ihre Krone. Kiefernwälder, besonders natürliche auf mageren Standorten, weisen deshalb meist eine durchgehende Kraut- oder Moosschicht auf, in der auch Arten mit Verbreitungsschwerpunkt außerhalb der Wälder mit aufwachsen können. Durch ihre leichten, windverbreiteten Samen und ihre Genügsamkeit auf Rohbodenstandorten ist die Waldkiefer eine typische Pionierbaumart, die häufig als erste Baumart bei der Wiederbewaldung vorher waldfreier Standorte auftritt, im Verlauf der [[Sukzession (Biologie)|Sukzession]] aber vielfach durch andere Baumarten verdrängt werden kann, wenn sie durch Humusbildung den Standort so weit verbessert hat, dass diese gedeihen können. Da die Nährstoffverfügbarkeit auf sehr armen Böden mehr vom Humusvorrat als vom Ausgangsgestein abhängt, können Kiefernwälder heute auch „natürliche“ Waldgesellschaften an Stellen ausbilden, an denen die natürliche Bodendecke zerstört wurde oder erodiert ist. Durch Streunutzung und Waldweide verarmte Böden tragen deshalb heute als [[potenzielle natürliche Vegetation]] vielfach Kiefernwälder, obwohl sie aus Laubwäldern hervorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung der Kiefernwälder in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Waldkiefer in Deutschland – und damit die Verbreitung der natürlichen Kiefernwälder – ist ein altes Streitthema in der Waldökologie. Ursächlich dafür ist der Übergangscharakter der Kiefernwälder und die weite Verbreitung gepflanzter Kiefernforsten außerhalb ihres Ursprungsareals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den sehr leichten, weit fliegenden Pollen ist die Frage der Ausdehnung natürlicher Kiefernwälder (besonders nur kleinräumig eingesprengter) nicht durch die Pollenforschung entscheidbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Belegt ist jedoch, dass die Waldkiefer im [[Präboreal]], der Vorwärmezeit vor etwa 11.000 Jahren, zunächst ausgedehnte Wälder überall in Deutschland ausbildete. Diese Kiefernwälder wurden später mehr oder weniger weit verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute nimmt man an, dass ausgedehnte natürliche Kiefernwälder vor allem im nordostdeutschen Flachland vorkamen. Der Forstwissenschaftler [[Herbert Hesmer]] und der Botaniker [[Fred-Günter Schroeder]] wiesen 1963 nach, dass Kiefernwälder in Nordwestdeutschland, mit Ausnahme winziger Reliktvorkommen an Moorrändern, hingegen natürlicherweise fehlten.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Hesmer, Fred-Günter Schroeder:&amp;#039;&amp;#039; Waldzusammensetzung und Waldbehandlung im Niedersächsischen Tiefland westlich der Weser und in der Münsterschen Bucht bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Forstgeschichtlicher Beitrag zur Klärung der natürlichen Holzartenzusammensetzung und ihrer künstlichen Veränderungen bis in die frühe Waldbauzeit.&amp;#039;&amp;#039; [[Decheniana]], Beih. 11, 1963, (304&amp;amp;nbsp;S.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgedehnten Kiefernforste Niedersachsens und Westfalens wachsen vor allem anstelle ehemaliger Buchen- und Eichenwälder. In Süddeutschland kommen Kiefernwälder mehr oder weniger inselartig etwa in der Oberpfalz, im Oberrheintal, im Alpenvorland und verstreut in einigen Mittelgebirgen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kiefernwaldtypen ==&lt;br /&gt;
=== Kalk-Trockenkiefernwälder ===&lt;br /&gt;
Kiefernwälder auf flachgründigen Kalkböden sind artenreich und Heimat besonders seltener und auffallender Pflanzenarten, deshalb sind sie frühzeitig und ausgiebig erforscht worden. Die nur in Süddeutschland, v.&amp;amp;nbsp;a. im Alpenvorland verbreiteten Wälder wurden oft „Reliktföhrenwälder“ genannt, weil man sich vorstellte, sie seien Überbleibsel einer ehemals weit verbreiteten Vegetationsform aus der Nacheiszeit. Sie sind charakteristisch für die montane Höhenstufe der Alpen und der östlichen Mittelgebirge, wo sie neben Kalkfelsen auch auf dem Kalkschotter mancher Alpenflüsse wie Lech und Isar ausgedehntere Bestände bilden können. Ihre isolierte Stellung wird dadurch deutlich, dass sie im pflanzensoziologischen System eine eigene Klasse Erico-Pinetea mit der einzigen Ordnung Erico-Pinetalia bilden. Sie werden darin im Verband Erico-Pinion zusammengefasst. Auch die Schwarzkiefernwälder Österreichs gehören hierher. Namensgebend ist neben der Kiefer die [[Schneeheide]] (&amp;#039;&amp;#039;Erica carnea&amp;#039;&amp;#039;). Unter dem Schirm der meist schlechtwüchsigen Kiefern kommen wärmeliebende Straucharten wie [[Gewöhnliche Felsenbirne]] (&amp;#039;&amp;#039;Amelanchier ovalis&amp;#039;&amp;#039;), [[Echte Mehlbeere]] (&amp;#039;&amp;#039;Sorbus aria&amp;#039;&amp;#039;) und [[Wolliger Schneeball]] (&amp;#039;&amp;#039;Viburnum lantana&amp;#039;&amp;#039;) auf. In der sehr artenreichen Krautschicht mischen sich Arten mit Verbreitungsschwerpunkt oberhalb der Waldgrenze („dealpine“ Arten) mit Arten der [[Kalkmagerrasen]] und Waldbodenkräutern. Typische Arten sind [[Buchs-Kreuzblume]] (&amp;#039;&amp;#039;Polygala chamaebuxus&amp;#039;&amp;#039;), [[Ochsenauge (Pflanze)|Ochsenauge]] (&amp;#039;&amp;#039;Buphthalmum salicifolium&amp;#039;&amp;#039;), [[Schwarzviolette Akelei]] (&amp;#039;&amp;#039;Aquilegia atrata&amp;#039;&amp;#039;) und Orchideenarten wie die [[Braunrote Stendelwurz]] (&amp;#039;&amp;#039;Epipactis atrorubens&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Reitgras-Kiefernwald ====&lt;br /&gt;
In der Assoziation Reitgras-Kiefernwald (Calamagrostio-Pinetum) werden die Kalkkiefernwälder der Nordalpen und ihres Vorlands zusammengefasst. Typisch ist, dass alpine Arten und feuchteliebende Arten höhere Anteile erreichen. Namensgebend ist das [[Berg-Reitgras]] (&amp;#039;&amp;#039;Calamagrostis varia&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Felsenwolfsmilch-Schwarzkiefernwald ====&lt;br /&gt;
Das Euphorbio saxatilis-Pinetum nigrae ist eine der beiden Assoziationen im natürlichen Areal der Schwarzkiefer. Diese wächst in den Gebirgen des Balkans nördlich bis zu den Karawanken und in einem abgetrennten („disjunkten“) Teilareal am Alpenostrand südlich von Wien,&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Wendelberger: &amp;#039;&amp;#039;Die Relikt-Schwarzföhrenwälder des Alpenostrands.&amp;#039;&amp;#039; Vegetatio 11(1963), S. 265-287 ([[doi:10.1007/BF00303793]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Zukrigl: &amp;#039;&amp;#039;Die Schwarzföhrenwälder am Alpenostrand in Niederösterreich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftliche Mitteilungen aus dem Niederösterreichischen Landesmuseum.&amp;#039;&amp;#039; Band 12, St. Pölten 1999, S. 11-20 ({{ZOBODAT |pfad=pdf/WM_12_0011-0020.pdf}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; meist auf dem harten und verwitterungsbeständigen Dolomit. Zusätzlich zur Artenkombination des Reitgras-Kiefernwaldes tritt als Charakterart die [[Felsen-Wolfsmilch]] (&amp;#039;&amp;#039;Euphorbia saxatilis&amp;#039;&amp;#039;) auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Blaugras-Schwarzkiefernwald ====&lt;br /&gt;
Der Blaugras-Schwarzkiefernwald (Seslerio-Pinetum nigrae) ersetzt den Felsenwolfsmilch-Schwarzkiefernwald in tieferen Lagen. In ihm mischen sich Arten der Trockenrasen und der Flaumeichenwälder mit dealpinen Florenelementen. Häufigste Krautarten sind [[Kalk-Blaugras]] (&amp;#039;&amp;#039;Sesleria albicans&amp;#039;&amp;#039;) und [[Erd-Segge]] (&amp;#039;&amp;#039;Carex humilis&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kalk-Trockenkiefernwälder der Mittelgebirge ====&lt;br /&gt;
In den süddeutschen Mittelgebirgen kommen Trockenwälder (der Waldkiefer) kleinflächig, manchmal nur als schmales Band zwischen Blaugrasrasen und Buchen- oder Eichenmischwäldern vor. In ihrem Artenbestand treten Arten der Kalkmagerrasen  hervor. Er ist Heimat seltener und bunt blühender Arten wie [[Rispige Graslilie]] (&amp;#039;&amp;#039;Anthericum ramosum&amp;#039;&amp;#039;) und [[Gewöhnliche Kuhschelle|Küchenschelle]] (&amp;#039;&amp;#039;Pulsatilla vulgaris&amp;#039;&amp;#039;). In der Artenkombination sind die Wälder der verschiedenen Mittelgebirge jeweils voneinander verschieden, so dass eine Vielzahl lokal verbreiteter Assoziationen beschrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sand- und Silikatkiefernwälder ===&lt;br /&gt;
Diese kommen auf nährstoffarmen, trockenen Böden, entweder auf Sand oder auf flachgründigen Böden über sauren Gesteinen vor. Sie sind nur im östlichen Mitteleuropa, im subkontinentalen Klima, natürlich verbreitet, konnten aber durch menschliche Förderung ihr heutiges Areal bis nach Nordwestdeutschland ausdehnen. Es ist dabei nicht möglich, natürliche und sekundäre Kiefernwälder anhand ihrer Artenkombination zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
Folgende Assoziationen werden unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Pyrolo-Pinetum sylvestris|Peucedano-Pinetum|Pyrolo-Pinetum}}&lt;br /&gt;
==== Haarstrang-Kiefernwald ====&lt;br /&gt;
Der Haarstrang-Kiefernwald (Peucedano-Pinetum, auch Pyrolo-Pinetum), auch „Steppenkiefernwald“ genannt, ist kleinräumig im subkontinentalen Binnenland verbreitet, meist als Wiederbewaldungsstadium auf aufgelassenen Trockenrasen. Er wächst auf schwach sauren Böden (pH um 5) und ist sehr artenreich. Benannt ist die Gesellschaft nach dem [[Berg-Haarstrang]] (&amp;#039;&amp;#039;Peucedanum oreoselinum&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Krähenbeer-Kiefernwald ====&lt;br /&gt;
Der Krähenbeer-Kiefernwald wächst in Küstennähe zur Ostsee auf Dünen. Auch seine Böden sind nur schwach versauert. Typische Arten sind [[Schwarze Krähenbeere]] (&amp;#039;&amp;#039;Empetrum nigrum&amp;#039;&amp;#039;), [[Sand-Segge]] (&amp;#039;&amp;#039;Carex arenaria&amp;#039;&amp;#039;) und [[Moosauge]] (&amp;#039;&amp;#039;Moneses uniflora&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== {{Anker|Leucobryo-Pinetum}}Weißmoos-Kiefernwald ====&lt;br /&gt;
Der Weißmoos-Kiefernwald (Leucobryo-Pinetum) wächst auf armen Sand- oder Silikatböden mit pH-Werten selten über 3. Meist weist er eine mächtige Rohhumus- oder Trockenmoderauflage aus kaum zersetzter Nadelstreu auf. Typisch für den Waldtyp sind ausgedehnte Moosdecken. Neben dem namensgebenden [[Gemeines Weißmoos|Weißmoos]] (&amp;#039;&amp;#039;Leucobryum glaucum&amp;#039;&amp;#039;) sind verschiedene Arten der Gattungen &amp;#039;&amp;#039;[[Hypnum]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Dicranum&amp;#039;&amp;#039; (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Dicranum scoparium]]&amp;#039;&amp;#039;), außerdem &amp;#039;&amp;#039;[[Ptilidium ciliare]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Pleurozium schreberi]]&amp;#039;&amp;#039; häufig. Die Krautschicht besteht meist aus Beerensträuchern ([[Heidelbeere]] &amp;#039;&amp;#039;Vaccinium myrtillus&amp;#039;&amp;#039; und [[Preiselbeere]] &amp;#039;&amp;#039;Vaccinium vitis-idaea&amp;#039;&amp;#039;) oder säureertragenden Grasarten wie der [[Drahtschmiele]] (&amp;#039;&amp;#039;Deschampsia flexuosa&amp;#039;&amp;#039;). Viele Kiefernforste auf Sand weisen eine ähnliche Artenkombination auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flechten-Kiefernwald ====&lt;br /&gt;
Der Flechten-Kiefernwald (Cladonio-Pinetum) wächst auf extrem mageren Standorten und bildet hier die Trocken- und Nährstoffgrenze des Waldes überhaupt. Obwohl es ursprüngliche Standorte auf Kuppen oder an Steilhängen geben mag, ist er meist durch Bodendegradation aus übernutzten Wäldern oder durch Wiederbewaldung von Heiden und offenen Binnendünen entstanden. Bodentyp ist ein [[Podsol]] oder [[Ranker (Bodenkunde)|Podsol-Ranker]]. Die Streuauflage und die Moosschicht sind viel schwächer entwickelt als im Weißmoos-Kiefernwald, dafür können Strauchflechten (der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Cladonia]]&amp;#039;&amp;#039;, auch des [[Isländisches Moos|Isländischen Mooses]] (&amp;#039;&amp;#039;Cetraria islandica&amp;#039;&amp;#039;)) aspektbestimmend sein. Der Flechtenkiefernwald ist nach der [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|FFH-Richtlinie]] der EU ein schutzwürdiger Lebensraumtyp und soll durch die Ausweisung besonderer Schutzgebiete (des Systems „Natura 2000“) erhalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Moor-Kiefernwälder ===&lt;br /&gt;
Die Stellung der Moorkiefernwälder im pflanzensoziologischen System war lange Zeit umstritten, weil es sich um sehr artenarme Übergangsbestände handelt, deren Arten fast alle auch außerhalb des Waldes vorkommen können. Heute werden meist alle Moorwälder (d.&amp;amp;nbsp;h. auch solche mit vorherrschend [[Moor-Birke]] &amp;#039;&amp;#039;Betula pubescens&amp;#039;&amp;#039;) in einer Klasse Vaccinio uliginosi-Pinetea sylvestris vereinigt. Die Moorkiefernwälder und Moorbirkenwälder werden sogar häufig in derselben Assoziation (Vaccinio uliginosi-Betuletum pubescentis Libbert) gefasst, weil sie sich außer in der vorherrschenden Baumart kaum unterscheiden. Moorkiefernwälder wachsen auf schwach ausgetrockneten Torfböden. Das können die trockeneren „Randgehänge“ der aufgewölbten, lebenden Hochmoore genauso sein wie langsam wachsende Moore (unter kontinentalerem Klimaeinfluss) oder vom Menschen schwach entwässerte Mooroberflächen. Namengebende Art ist die [[Rauschbeere]] (&amp;#039;&amp;#039;Vaccinium uliginosum&amp;#039;&amp;#039;), daneben kommen [[Torfmoose]] und Nässezeiger wie [[Rosmarinheide]] (&amp;#039;&amp;#039;Andromeda polifolia&amp;#039;&amp;#039;) und [[Scheiden-Wollgras]] (&amp;#039;&amp;#039;Eriophorum vaginatum&amp;#039;&amp;#039;) vor. Baumart kann sowohl die Waldkiefer wie die Bergkiefer (meist in der Unterart Moorkiefer) sein. Der Moorkiefernwald ist nach der [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|FFH-Richtlinie]] der EU ein schutzwürdiger Lebensraumtyp und soll durch die Ausweisung besonderer Schutzgebiete (des Systems „Natura 2000“) erhalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tropische Kiefernwälder===&lt;br /&gt;
In tropischen und subtropischen Gebieten von Mexiko, der Karibik und Mittelamerika und zu geringerem Ausmaß in Ostasien finden sich vor allem in halbtrockenen Höhenlagen ausgedehnte Wälder oder Waldsavannen der [[Karibische Kiefer|karibischen Kiefer]] sowie anderen Arten wie &amp;#039;&amp;#039;[[Pinus tecunumanii]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Pinus oocarpa]]&amp;#039;&amp;#039;, oft in Verbindung mit verschiedenen [[Quercus|Eichenarten]]. Dieser Vegetationstyp wird vom [[WWF]] als &amp;#039;&amp;#039;Tropical and subtropical coniferous forests&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kiefernforste ==&lt;br /&gt;
Die [[Kiefern|Kiefer]] ist eine verbreitete Wirtschaftsbaumart. Ihr Anteil an der Waldfläche Deutschlands beträgt ca. 24 %, was etwa 2,5 Mio. ha an Kiefernbeständen entspricht. Damit ist sie die zweithäufigste Baumart nach der Fichte. Kiefernforste sind vielerorts besonders anfällig für Schadfaktoren wie Insektenkalamitäten und Schneebruch. Dies liegt teilweise daran, dass für die Bestandesbegründung nicht angepasste Ökotypen verwendet worden waren. Die besondere Anfälligkeit gegenüber Waldbränden spielt insbesondere in Norddeutschland eine Rolle, wo bei großen Schadfeuern Hunderte Hektar Wald vernichtet wurden. Es wird allerdings vermutet, dass die Waldkiefer, ähnlich einigen nordamerikanischen Kiefernarten, in gewisser Weise an Waldbrände angepasst ist und durch sie indirekt gefördert wird (weil ihre Konkurrenten noch stärker leiden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die natürlichen Kiefernwälder mit ihren extremen Bodenverhältnissen und den meist schlechtwüchsigen Kiefern sind wirtschaftlich nur von geringem Wert. Forstlich viel bedeutender sind Kiefernforsten, die anstelle anderer Waldtypen künstlich begründet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinz Ellenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen in ökologischer, dynamischer und historischer Sicht.&amp;#039;&amp;#039; 5., stark veränderte und verbesserte Auflage. Ulmer, Stuttgart 1996, ISBN 3-8001-2696-6.&lt;br /&gt;
* Petra Fischer et al.: &amp;#039;&amp;#039;Zur Abgrenzung und Situation des FFH-Lebensraumtyps „Mitteleuropäische Flechten-Kiefernwälder“ (91T0) in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Natur und Landschaft 84 (6) (2009): 281–287 ([http://www.nw-fva.de/fileadmin/user_upload/Sachgebiet/Waldnaturschutz_Naturwald/N_LLRT91T0.pdf PDF]).&lt;br /&gt;
* Thilo Heinken: &amp;#039;&amp;#039;Sand- und Silikat-Kiefernwälder (Dicrano-Pinion) in Deutschland: Gliederungskonzept und Ökologie.&amp;#039;&amp;#039; Berichte der Reinhold-Tüxen-Gesellschaft.(2007)19: 146–162. ([http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2010/4651/pdf/pmnf154.pdf PDF]).&lt;br /&gt;
* Thilo Heinken: &amp;#039;&amp;#039;Die natürlichen Kiefernstandorte Deutschlands und ihre Gefährdung.&amp;#039;&amp;#039; Beiträge aus der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (2008)2: 19–41 ([http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2010/4650/pdf/pmnf153.pdf PDF]).&lt;br /&gt;
* Norbert Hölzel: &amp;#039;&amp;#039;Synopsis der Pflanzengesellschaften Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; Heft 1. Erico-Pinetea (H 6) Alpisch-Dinarische Karbonat-Kiefernwälder. 1996.&lt;br /&gt;
* Alfred Wagner, Ingrid Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Moorwälder: Kennarten und syntaxonomische Stellung.&amp;#039;&amp;#039; Berichte der Reinhold-Tüxen-Gesellschaft (RTG) 2007, Band 19: 164–174.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pinus forests|Kiefernwälder}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4163743-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzengesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldtyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mhandschug</name></author>
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