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	<title>Klecksographie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T23:31:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Klecksographie&amp;diff=2090647&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;HelgeRowold: Grammatik korrigiert</title>
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		<updated>2025-11-26T16:57:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Grammatik korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:KernerKlecksographie.png|mini|Klecksographie Justinus Kerners]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rorschach1.jpg|mini|Faltbild von Hermann Rorschach]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Klecksografie von J. Sophia Sanner.jpg|mini|Faltbild von J. Sophia Sanner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klecksographie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder Faltbilder) bezeichnet man die Darstellung von Mustern und Figuren aus Farbklecksen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert entstanden Klecksographien aus Tintenklecksen, einem Nebenprodukt des Schreibens mit der Feder; daher waren vor allem Literaten leidenschaftliche Klecksographen, etwa [[George Sand]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.georgesand.culture.fr/fr/ar/ar08.htm |titel=George Sand 1804–1876 |zugriff=2018-04-16 |sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Victor Hugo]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=La Cime du rêve – Les Surréalistes et Victor Hugo |Sammelwerk=Maisons de Victor Hugo {{!}} Paris/Guernesey |Datum=2013-07-02 |Online=http://www.maisonsvictorhugo.paris.fr/fr/expositions/la-cime-du-reve-les-surrealistes-et-victor-hugo |Abruf=2018-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie sahen im Klecks Figuren und arbeiteten diese mit wenigen Federstrichen heraus. Oft regten die gefundenen Motive sie dazu an, kleine Gedichte oder Geschichten zu verfassen. Der deutsche Arzt, medizinische Schriftsteller und Dichter [[Justinus Kerner]] brachte ein Büchlein heraus, dem er den Titel „Klecksographien“&amp;lt;ref&amp;gt;Justinus Kerner: &amp;#039;&amp;#039;Kleksographien.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart 1890 (posthum)&amp;lt;/ref&amp;gt; gab und so diesen Begriff prägte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Interpretation der Kleckse von den Erfahrungen und Einstellungen des Betrachters abhängt und somit Rückschlüsse auf die Psyche des Betrachters möglich sind, fand sie Anfang des 20. Jahrhunderts Eingang in die Psychodiagnostik. Die Interpretation der Tintenkleckse wurde zur Grundlage des von dem Schweizer Psychiater und Psychoanalytiker Hermann Rorschach erstmals 1921 veröffentlichten projektiven diagnostischen Verfahrens ([[Rorschach-Test]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Rorschach H. Psychodiagnostik. Methodik und Ergebnisse eines wahrnehmungsdiagnostischen Experiments (Deutenlassen von Zufallsformen). Bern, E. Bircher 1921&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kerner und Rorschach falteten das Papier, auf dem sie [[Klecks]]e aus [[Tinte]] aufgebracht hatten, in der Mitte. So entstanden symmetrische Formen, die man als gegenständliche Darstellungen interpretieren kann. In der Kunst der Gegenwart ist der Kaffeeklecks oft Impulsgeber für phantasievolle Zeichnungen und ihre Interpretation. Im Hirameki&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.hirameki.de |titel=Hirameki – der geniale Klecks- und Kritzelspaß |zugriff=2018-04-16 |sprache=de-DE |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180417105747/http://hirameki.de/ |archiv-datum=2018-04-17 |offline=ja |archiv-bot=2019-04-23 09:13:47 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; werden Farbkleckse verwendet. Diese [[Amöbe|amöbenhaften]] Gestalten inspirieren den Betrachter zum Gestaltsehen, was auch als [[Pareidolie]] bezeichnet wird. Mit wenigen Strichen werden entweder die Kleckse selbst zu einem Motiv ergänzt oder der Negativraum wird zum bildgebenden Raum (siehe auch [[Figur-Grund-Wahrnehmung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klecksographie ist der Apophänischen Malerei zuzuordnen, da sie in ein Zufallsprodukt (dem Klecks) mündet und der Deutung des „Gesehenen“ eine besondere, individuelle Bedeutung zukommt, die das Kunstwerk aus sich heraus nicht hat ([[Apophänie]]). So hat Justinus Kerner kleine Gedichte zu seinen Figuren geschrieben. Die Berliner Künstlerin Hoploid, Kaffeekleckskünstlerin, spricht von der „Inversion des Illustrationsprozesses“: Illustration bebildert hier keine Geschichte, sondern das zufällig entstehende, individuell interpretierte Bild erzählt seinerseits eine Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vertreter der Klecksographie der Gegenwart sind Peng und Hu (Hirameki), Hoploid, Stefan Kuhnigk, J. Sophia Sanner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kleine Ausstellung im Graphischen Kabinett des Kölner [[Wallraf-Richartz-Museum &amp;amp; Fondation Corboud]] widmete sich unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die Klecksographie – Zwischen Fingerübung und Seelenschau&amp;#039;&amp;#039; vom 9. August bis zum 13. Oktober 2013 dem Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Dauerausstellung &amp;#039;&amp;#039;Unterm Parnass&amp;#039;&amp;#039; des [[Schiller-Nationalmuseum]]s in Marbach sind zahlreiche Klecksographien aus [[Justinus Kerner]]s Buch &amp;#039;&amp;#039;Klecksographien&amp;#039;&amp;#039; ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_4852.html Kunstlexikon]&lt;br /&gt;
* Artikel zur Ausstellung in der FAZ: [http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/koelner-ausstellung-zur-klecksographie-vom-makel-zur-magie-12538385.html Vom Makel zur Magie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Rühmkorf]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Fleckenkunde.&amp;#039;&amp;#039; Insel Verlag, Leipzig 1988 – [[Insel-Bücherei]] 1082, ISBN 3-7351-0048-1.&lt;br /&gt;
* Susanne Niedernolte: &amp;#039;&amp;#039;Klecksende Künstler. Das Berliner Kaffeeklecksalbum Wilhelm von Kaulbachs, Michael Echters und Julius Muhrs.&amp;#039;&amp;#039; Ibidem, Hannover 2010, ISBN 978-3-8382-0130-6.&lt;br /&gt;
* Thomas Ketelsen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Klecksographie – Zwischen Fingerübung und Seelenschau&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Der ungewisse Blick&amp;#039;&amp;#039;, Band 11). Köln 2013, ISBN 3-938800-14-3.&lt;br /&gt;
* Andrea Fix: &amp;#039;&amp;#039;Das Theatrum Mundi des Justinus Kerner. Klebealbum, Bilderatlas, Collagenwerk.&amp;#039;&amp;#039; Marbacher Magazin 130, Marbach 2010, ISBN 978-3-937384-65-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malerei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HelgeRowold</name></author>
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