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	<title>Konfessionskunde - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T22:29:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Konfessionskunde&amp;diff=652259&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sarita98: Satzzeichen ergänzt</title>
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		<updated>2025-01-26T23:13:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Satzzeichen ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konfessionskunde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Teilgebiet der [[Theologie]] in ihren [[Kirchengeschichte|historischen]], [[Systematische Theologie|systematischen]] und [[Praktische Theologie|praktischen]] Dimensionen. Sie untersucht Grundlagen, Wesenmerkmale und religiöse Praxis der einzelnen christlichen [[Konfession]]en in Geschichte und Gegenwart. Der Begriff wurde 1890 im evangelischen Bereich durch [[Ferdinand Kattenbusch]] geprägt, um den Begriff der [[Bekenntnisschriften]] (&amp;#039;&amp;#039;confessio&amp;#039;&amp;#039;) in die theologische Debatte einzubringen. Ursprünglich unterschied man nicht Konfessionen, sondern Kirchenparteien bzw. christliche Religionen. Besonders im Luthertum hatten aber die Bekenntnisschriften eine normierende Funktion. Im wörtlichen Sinn ist daher nur die [[lutherische Kirche]] eine [[Konfessionskirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ursprüngliche katholische Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Symbolik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (nach [[Johann Adam Möhler]], 1832, abgeleitet von griech. &amp;#039;&amp;#039;Symbolon&amp;#039;&amp;#039; als Bezeichnung des [[Christliche Glaubensbekenntnisse|Glaubensbekenntnisses]]) changiert in der aktuellen theologischen Literatur zwischen „Konfessionskunde“ und „Ökumenik“ ([[Ökumenische Theologie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung als Fachgebiet ==&lt;br /&gt;
Die Konfessionskunde setzt die [[Konfessionalisierung]] des abendländischen Christentums im 16. und 17. Jh. voraus. Das typisch lutherische Wesensmerkmal (eine Bekenntnisschrift als Basis) wurde auf andere Gruppen angewendet. Die Betrachtung der jeweiligen [[Lehrtradition]] wurde zur Hauptaufgabe der Konfessionskunde. Die [[komparative Symbolik]] wurde zur Unterscheidungslehre. Hierbei handelte es sich um eine Verschmelzung aus [[Isagogik]] und [[Polemik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die maßgeblichen wissenschaftlichen Institute im deutschsprachigen Raum sind das römisch-katholische [[Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik]] in Paderborn und das [[Konfessionskundliches Institut|Konfessionskundliche Institut]] des [[Evangelischer Bund|Evangelischen Bundes]] in [[Bensheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele und Methoden ==&lt;br /&gt;
[[Horst Stephan (Theologe)|Horst Stephan]] und [[Ernst Wolf (Theologe)|Ernst Wolf]] reflektierten diesen Begriff als „einen ganzen Mikrokosmos der Theologie“. Zu diesem Thema äußerten sich auch u.&amp;amp;nbsp;a. [[Willem Hendrik van der Pol]] und [[Heinrich Bornkamm]]. 1934 war dieses Thema auch Gegenstand der Vorlesungen von [[Konrad Algermissen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Peter Meinhold]] bestimmte 1962 die Aufgabe der Konfessionskunde folgendermaßen: „Rechnet mit der vorgegebenen Einheit des Leibes Christi und sucht theologische Voraussetzungen zu klären für das fortdauernde Gespräch der Kirchen untereinander.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich Heyer]] beschreibt einen hermeneutischen Zirkel zwischen Konfessionskunde und [[Konfessionspraxis]]. Die Methodik der Konfessionskunde ist kirchenhistorisch. Mit der Geschichtlichkeit des Glaubens hängt auch der hohe Stellenwert zusammen, den eine historisch-kritische Betrachtungsweise des Christentums heute hat. Aussagen mit kirchentrennendem Charakter relativieren sich, wenn man versteht, wie sie entstanden sind. Das setzt eine Form der Distanznahme voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erwin Fahlbusch]] schlug vor, das Ziel müsse die [[Phänomenologie]] christlicher Glaubens- und Handlungssysteme sein. Bis dahin sollte man sich mit einer bescheidenen deskriptiven Darstellung der Kirchenkunde zufriedengeben. Das konfessionelle Problem kann nicht durch die ökumenische Idee einer Einheit gelöst werden. Normative Fragen, die sich zwangsläufig stellen, müssen behutsam reflektiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine neue Methode des konfessionellen Gesprächs haben lutherische und römisch-katholische Theologen aus Tübingen, Heidelberg und Rom in einem Prozess von 2001 bis 2006 gestaltet. Das Projekt „Grund und Gegenstand des Glaubens nach römisch-katholischer und evangelisch-lutherischer Lehre“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eilert Herms]], Lubomir Žak (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Grund und Gegenstand des Glaubens nach römisch-katholischer und evangelisch-lutherischer Lehre. Theologische Studien&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck, Tübingen 2008, ISBN 978-3-16-149592-2.&amp;lt;/ref&amp;gt; geht dabei vom dialogischen Prinzip der Aneignung der jeweils anderen Konstruktionsprinzipien der Lehrtraditionen aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Projektvorstellung in Tübingen (7. April 2008) und Rom (9. April 2008), dokumentiert in [[MD (Zeitschrift)|Materialdienst des Konfessionskundlichen Instituts]], Jg. 2008, Heft 4, S. 81–116.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gisa Bauer]] und [[Paul Metzger (Theologe)|Paul Metzger]] strukturieren ihre konfessionskundliche Darstellung &amp;#039;&amp;#039;Grundwissen Konfessionskunde&amp;#039;&amp;#039; nach dem Prinzip des apostolischen Verständnisses von Kirchen. Sie gliedern in Kirchen, die (1) sich zur [[Apostolische Sukzession|apostolischen Sukzession]] (Amtsnachfolge) bekennen, (2) inhaltliche Sukzession (in der Lehre) vertreten, und (3) persönliche Sukzession repräsentieren. Darüber hinaus werden in dieser Konfessionskunde die „Reizthemen“ zwischen den Konfessionen und innerhalb der einzelnen Kirchen aufgenommen: Frauenordination, Homosexualität, Schriftauslegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Konrad Algermissen]]: &amp;#039;&amp;#039;Konfessionskunde&amp;#039;&amp;#039;, 7. Auflage, Paderborn 1957, Bonifacius Druckerei&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Frieling]], [[Erich Geldbach]], [[Reinhard Thöle]]: &amp;#039;&amp;#039;Konfessionskunde. Orientierung im Zeichen der Ökumene&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart/Berlin/Köln 1999, Verlag Kohlhammer, ISBN 3-17-015528-8&lt;br /&gt;
* [[Konfessionskundliches Institut]]: &amp;#039;&amp;#039;Was eint? Was trennt? Ökumenisches Basiswissen&amp;#039;&amp;#039;, Speyer, Verlagshaus Speyer. 2010, ISBN 978-3-939512-18-9&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Thönissen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Ökumene und Konfessionskunde&amp;#039;&amp;#039;, Freiburg 2007, Verlag Herder, ISBN 978-3-451-29500-3&lt;br /&gt;
* [[Jörg Ernesti]]: &amp;#039;&amp;#039;Konfessionskunde kompakt&amp;#039;&amp;#039;, Freiburg im Breisgau 2009, Verlag Herder, ISBN 978-3-451-30307-4&lt;br /&gt;
* [[Frank Hinkelmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Kirchen, Freikirchen und christliche Gemeinschaften in Österreich. Handbuch der Konfessionskunde&amp;#039;&amp;#039;, Wien 2016, Böhlau.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich H. J. Körtner]]: &amp;#039;&amp;#039;Ökumenische Kirchenkunde&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 2018, Evangelische Verlagsanstalt, ISBN 978-3-374-05285-1&lt;br /&gt;
* [[Gisa Bauer]], [[Paul Metzger (Theologe)|Paul Metzger]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundwissen Konfessionskunde&amp;#039;&amp;#039;, Tübingen 2019, UTB, ISBN 978-3-8252-5254-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Christian Felmy]]: [https://kein-plan.de/ewf/text/evReli_3_Kirchengeschichte_Konfessionskunde.pdf Vorlesungsskript &amp;#039;&amp;#039;Konfessionskunde&amp;#039;&amp;#039;], behandelt nur Volkskirchen (PDF-Datei; 227&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [[Thomas Schirrmacher]]: [https://www.bucer.org/fileadmin/user_upload/pdfs/Studienablauf_Maerz_2007/Kursbuecher/Konfessionskunde_Harenberg_MBS_2_lang.pdf Vorlesung &amp;#039;&amp;#039;Begriffe der Konfessionskunde und konfessionellen Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039;], erklärt in der Art eines Lexikons viele für das kirchliche Leben wichtige Begriffe in alphabetischer Reihenfolge (PDF-Datei; 829&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
*[https://konfessionskunde.de/ Konfessionskunde - das ökumenische Wissensportal], gemeinsame Plattform der [[Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland]] (ACK), dem [[Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik]] in Paderborn und dem [[Konfessionskundliches Institut|Konfessionskundlichen Institut]] des [[Evangelischer Bund|Bundes]] in Bensheim mit Informationen zu Kirchen, Strukturen und Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4032067-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theologisches Fachgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum nach Konfession|#]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sarita98</name></author>
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