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	<title>Lichtenstern - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lichtenstern&amp;diff=995310&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: +kat</title>
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		<updated>2025-06-30T07:15:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Ortsteil von Löwenstein. Für weitere Bedeutungen siehe [[Lichtenstern (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Loewenstein Lichtenstern 1 20070217.jpg|mini|Lichtenstern]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lichtenstern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil von [[Löwenstein]] im [[Landkreis Heilbronn]] in [[Baden-Württemberg]]. Der Ort geht auf das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kloster Lichtenstern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zurück, das von 1242 bis 1554 bestand, war anschließend bis 1806 Sitz des württembergischen Klosteramts Lichtenstern und ist seit 1865 Sitz der Evangelischen Stiftung Lichtenstern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Loewenstein Lichtenstern 4 20070217.jpg|mini|Zentrum der Anlage mit Bandhaus (weiß mit rotem Dach), Kirche (dahinter) und Oberamtei (rechts davon)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Loewenstein Lichtenstern Klosterkirche 20070217.jpg|mini|Klosterkirche]]&lt;br /&gt;
=== Zisterzienserinnenkloster ===&lt;br /&gt;
Das [[Zisterzienserinnen]]kloster &amp;#039;&amp;#039;Stella Praeclara&amp;#039;&amp;#039;, zu deutsch &amp;#039;&amp;#039;Heller Stern&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Lichtenstern&amp;#039;&amp;#039;, wurde 1242 von Luitgard von Weinsberg gegründet, einer geborenen [[Schenken von Limpurg|Schenkin von Limpurg]] und Witwe Engelhards III. [[Herren von Weinsberg|von Weinsberg]]. Das Kloster-Areal, die bewaldete und von zwei Quellflüssen eines Zustroms der [[Sulm (Neckar)|Sulm]] umgrenzte Anhöhe im &amp;#039;&amp;#039;Tuffingstal&amp;#039;&amp;#039; östlich von Löwenstein, stifteten die Herren von Weinsberg und die Herren von Heinriet. Die erste Besiedlung erfolgte durch Nonnen des zwischen [[Aschaffenburg]] und [[Miltenberg]] gelegenen [[Kloster Himmelthal|Klosters Himmelthal]], zur ersten Äbtissin wurde die Schwester oder Nichte der Gründerin, eine Burgsindis (oder Kunigunde) von Limburg. Die Stifterin verstarb noch vor der Weihe des Klosters, ihre Gebeine wurden erst später in die Anlage überführt. Bis zum Ende des 13. Jahrhunderts entstand die von einer Mauer umschlossene Klosteranlage mit Klosterkirche (1280), [[Kreuzgang]], Konventgebäude, Wohngebäude und Nebengebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schutzherren des Klosters waren zunächst die Herren von Weinsberg. Diese sowie die Herren von Löwenstein und die Schenken von Limpurg statteten das Kloster mit Gütern und Rechten in [[Böckingen]], [[Bitzfeld]], [[Flein]], [[Weinsberg]], Affaltrach, Eschenau, [[Dimbach (Bretzfeld)|Dimbach]], Weiler&amp;lt;!--vermutlich Obersulm-Weiler--&amp;gt; und anderen Orten aus. Das Kloster erhielt außerdem Stiftungen von den Familien der eintretenden Klosterfrauen und konnte aus seinen erwirtschafteten Überschüssen weitere Besitztümer erwerben. Der Zuwachs an Ländereien stagnierte jedoch zur Zeit der Äbtissin Margarete vom Stein (1444–1469) zu Gunsten der zu ihrer Zeit unternommenen Ausbauten der Klostergebäude. Während Margaretes Abbatiat und durch ihre finanziellen Mittel wurde für die Klosterkirche ein großes Marienkrönungsretabel in einer niederschwäbischen Werkstatt in Auftrag gegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.landesmuseum-stuttgart.de/sammlung/sammlung-online/dk-details?dk_object_id=4479 |titel=Flügelretabel aus dem Zisterzienserinnenkloster Lichtenstern |werk=Sammlung Online |hrsg=Landesmuseum Württemberg |sprache=de |abruf=2024-04-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1450 ging mit dem Übergang des Weinsberger Besitzes an die [[Kurpfalz]] auch die Schutzherrschaft über das Kloster an diese über und gelangte 1504 an das [[Herzogtum Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Deutscher Bauernkrieg|Bauernkrieg]] wurde das Kloster am 13. April 1525 von einem Bauernhaufen unter [[Jäcklein Rohrbach]] geplündert und entging nur knapp seiner Zerstörung, da ein von den Bauern gelegter Brand von selbst wieder erlosch. Die Nonnen waren unterdessen in den Pfleghof des Klosters nach [[Heilbronn]] geflohen, der jedoch auch geplündert wurde, nachdem die Stadt Heilbronn den Bauern die Tore geöffnet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1534 führte Herzog [[Ulrich (Württemberg)|Ulrich von Württemberg]] die Reformation in Württemberg durch. Mit einem Erlass von diesem Jahr verfügte er, dass die Klöster in den Gemeinden, in denen sie das Patronatsrecht besaßen, nur noch evangelische Pfarrer anstellen durften. Außerdem verbot er die Veräußerung von Klosterbesitz. Die Klosterfrauen protestierten erfolglos und wurden mit einer besonderen Reformationsordnung für die württembergischen Klöster von 1547 förmlich von ihren Gelübden entbunden. Das [[Augsburger Interim]] von 1548 ließ die Klosterfrauen auf einen Fortbestand des Klosters hoffen, doch löste Herzog [[Christoph (Württemberg)|Christoph von Württemberg]] das Kloster 1554 letztlich auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klosteroberamt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Loewenstein Lichtenstern Bandhaus 20070217.jpg|mini|Das Bandhaus von 1586]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lichtenstern1792.jpg|mini|Lichtenstern 1792]]&lt;br /&gt;
Ein [[Klosteramt|Klosteroberamt]] verwaltete fortan die über 2500 Morgen großen Besitztümer und Pfründen des Klosters. Das Klosteroberamt umfasste die zur Markung Lichtenstern gehörigen Weiler Bernbach, Greuthof und Joachimstal sowie die Klosterorte [[Waldbach (Bretzfeld)|Waldbach]], [[Dimbach (Bretzfeld)|Dimbach]], [[Obereisesheim]] und Reisach. Der Hofmeister (Klostervogt) Ulrich Renz (im Amt 1554–1574) hat sich um die Organisation des Klosteroberamtes besonders verdient gemacht. Unter seinem Nachfolger Andreas von Oberbach wurden um 1580 in Lichtenstern die Oberamtei und das Bandhaus (1586) errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wurde die Anlage nach dem Restitutionsedikt von 1629 nochmals Kloster, als Lichtenstern im Oktober 1634 dem Prälaten Christopherus, Abt der [[Kloster Walkenried|Zisterzienserabtei Walkenried]] aus dem [[Bistum Halberstadt]], unterstellt wurde. 1648 wurde das Kloster dann jedoch endgültig aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1690 brannte der Heilbronner Pfleghof des Klosters ab. 1739 wurde in Lichtenstern eine selbstständige Pfarrei für die damals gezählten 133 Seelen in Lichtenstern und den umliegenden Weilern (Bernbach, Greuthof, Klostermühle) errichtet. Zwischen 1770 und 1790 wurden der südliche und der östliche Flügel des Kreuzgangs abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Neuordnung der württembergischen Verwaltung (Generalreskript vom 2. Januar 1806) wurde das Klosteroberamt Lichtenstern im Jahr 1807 aufgelöst und Lichtenstern dem [[Oberamt Weinsberg]] unterstellt. Die letzten Bewohner verließen die Anlage, die in den Folgejahren leer stand und verfiel. 1811 wurde die Pfarrei aufgehoben, Lichtenstern wurde Filialpfarrei von Löwenstein. 1834 bot der württembergische Staat das Anwesen auf Abbruch zum Verkauf an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Evangelische Stiftung Lichtenstern ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lichtenstern 1867.jpg|mini|Lichtenstern um 1867]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Loewenstein Lichtenstern 2 20070217.jpg|mini|Die Klosteranlage mit den sie umgebenden neueren Bauten der Stiftung]]&lt;br /&gt;
Der Löwensteiner Stadtpfarrer Hegler verhinderte den Abbruch. Auf seinen öffentlichen Aufruf zur Rettung Lichtensterns hin kaufte ein Mitarbeiter [[Johann Heinrich Pestalozzi|Pestalozzis]], der preußische Oberschul- und Regierungsrat [[Carl August Zeller]] (1774–1846) am 15. Juni 1835 das Klosterareal. Er eröffnete in den noch vorhandenen Lichtensterner Gebäuden am 11. Januar 1836 eine &amp;#039;&amp;#039;Kindererrettungsanstalt&amp;#039;&amp;#039; – nach dem Vorbild des von seinem Bruder [[Christian Heinrich Zeller]] in [[Schloss Beuggen]] am Hochrhein errichteten Kinderheims –, die bis 1839 um eine Einrichtung zur Lehrerausbildung erweitert und mit königlicher Urkunde vom 9. November 1865 zur Königlichen Stiftung erhoben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Mai 1906 brannte das Bandhaus völlig aus, wurde in der alten Form jedoch binnen Jahresfrist wieder aufgebaut. 1922 wurde die Lehrerbildungsanstalt geschlossen, an ihre Stelle trat 1925 ein Kleinkinderheim. 1940 wurden die Gebäude teilweise vom [[Reichsarbeitsdienst]] belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen Flüchtlinge aus Löwenstein in einigen der Gebäude unter. 1946 wurde außerdem eine Oberschule für Mädchen im Bandhaus eröffnet, die 1954 als &amp;#039;&amp;#039;Lichtenstern-Gymnasium&amp;#039;&amp;#039; nach [[Sachsenheim|Großsachsenheim]] übersiedelte, während in Lichtenstern bis 1963 noch die unteren Klassen des [[Evangelisches Schulzentrum Michelbach|Aufbaugymnasiums für Jungen Michelbach]] untergebracht waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lichtenstern.de/ueber-uns/geschichte &amp;#039;&amp;#039;Geschichte&amp;#039;&amp;#039;] auf lichtenstern.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis Anfang 1963 bestand in Lichtenstern außerdem ein kirchliches [[Heimerziehung|Erziehungsheim]], das nach dem Zweiten Weltkrieg eingerichtet worden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abzug der Schüler 1963 wurden das Binderhaus und das Bandhaus zu Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung umgebaut. Die Behinderteneinrichtungen wurden laufend erweitert: Im Konventgarten entstanden bis 1970 das Heglerhaus und das Zellerhaus, im unteren Hof das Luitgardhaus und die Häuser Nord und West, dazu kamen Wirtschaftsgebäude, Mitarbeiterwohnungen und die Festhalle (bis 1976). Die Werkstatt für behinderte Menschen und das SBBZ konnten 1983 eingeweiht werden. Der Ort Lichtenstern konnte jetzt 300 Personen mit einer geistigen Behinderung Heimat bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Evangelische Stiftung Lichtenstern betreibt außerdem in [[Obersulm]], Heilbronn, [[Lauffen am Neckar]], [[Eppingen]] und [[Böckingen]] Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und in [[Öhringen]] außerdem die so genannten „Offenen Hilfen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Emma Schmuziger-Dietrich]] (1866–1954), schweizerische Lehrerin, Sozialarbeiterin und Pfarrfrau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Adolf Schlitter: &amp;#039;&amp;#039;Lichtenstern einst und jetzt&amp;#039;&amp;#039;. Lichtenstern 1936&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Chr. Eichenhofer |Titel=Lichtenstern als Frauenkloster, Oberamtei und Anstalt. Eine lokalhistorische Schilderung |Verlag=Selbstverlag der Anstalt |Datum=1867 |Online={{Google Buch |BuchID=w8oDAAAAcAAJ |Linktext=Volltext}}}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Carsten Friese |Titel=Ehemalige Heimkinder beschreiben massive Gewalt in Lichtenstern |Sammelwerk=[[Heilbronner Stimme]] |Datum=2010-05-06 |Online=[https://www.stimme.de/heilbronn/hn/Ehemalige-Heimkinder-beschreiben-massive-Gewalt-in-Lichtenstern;art31502,1834421 bei stimme.de]}}&lt;br /&gt;
* Walter Kauffmann: &amp;#039;&amp;#039;Kloster Lichtenstern&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;700 Jahre Stadt Löwenstein 1287–1987. Ein Heimat- und Sachbuch&amp;#039;&amp;#039;. Stadt Löwenstein, Löwenstein 1987, S. 369–388&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Löwenstein#Lichtenstern|Lichtenstern}}&lt;br /&gt;
* [https://www.lichtenstern.de/ Website der Evangelischen Stiftung Lichtenstern]&lt;br /&gt;
* {{KlosterBW|116|Zisterzienserinnenabtei Lichtenstern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=49.0988|EW=9.4091|type=city|region=DE-BW|dim=500}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Zisterzienserinnenkloster in Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Löwenstein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Heilbronn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klostergründung 1242]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1554]]&lt;/div&gt;</summary>
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