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	<title>Louis Sclavis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T16:51:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Louis_Sclavis&amp;diff=398890&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Klammern korrigiert</title>
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		<updated>2025-12-06T11:54:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Klammern korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Louis Sclavis &amp;amp; Benjamin Moussay 02.jpg|mini|Louis Sclavis auf dem [[INNtöne Jazzfestival]] 2020]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Louis Sclavis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Februar]] [[1953]] in [[Lyon]], [[Frankreich]]) ist ein [[Frankreich|französischer ]] [[Klarinette|Klarinettist]], [[Saxophon]]ist, [[Komponist]] und [[Bandleader]]. Er wird allgemein als einer der wichtigen europäischen Instrumentalisten, insbesondere auf der Bassklarinette, betrachtet. Sclavis ist auch als Filmkomponist tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Bereits im Alter von 9 Jahren nahm Louis Sclavis Klarinettenunterricht und spielte in einer örtlichen Blaskapelle, bevor er das Musikkonservatorium in Lyon absolvierte. Von 1975 bis 1988 schloss er sich dem Lyoner Musikerkollektiv [[Association à la Recherche d’un Folklore Imaginaire]] (ARFI) an und spielte mit so namhaften Gruppen der dortigen Szene wie &amp;#039;&amp;#039;Workshop de Lyon&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Marvelous Band&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Marmite Infernale&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1982 gründete Louis Sclavis seine erste eigene Band mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Le Tour de France&amp;#039;&amp;#039;, zusammengesetzt aus sechs Musikern aus ganz Frankreich. 1984 folgte sein erstes Soloalbum mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Clarinets&amp;#039;&amp;#039;. Im selben Jahr begann er eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem [[Kontrabass]]isten [[Bruno Chevillon]] in einem Quartett mit [[François Raulin]] und [[Christian Ville]]. Diese Formation machte sich in den folgenden Jahren einen Namen als gefragte Festivalband. Gleichzeitig spielte er mit [[Jacques Di Donato]] und [[Armand Angster]] im &amp;#039;&amp;#039;Trio des Clarinettes&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Louis Sclavis.jpg|mini|links|Louis Sclavis 2007]]&lt;br /&gt;
1987 gründete er das &amp;#039;&amp;#039;Louis Sclavis Septet&amp;#039;&amp;#039;, das ebenfalls auf zahlreichen Festivals auftrat, z.&amp;amp;nbsp;B. dem [[Grenoble Jazz Festival]]. Aus seinem Trio mit Bruno Chevillon und [[François Merville]] entstand sein Quintett, mit dem er mehrere Alben bei [[ECM Records]] vorlegte. Britische, deutsche und amerikanische Musiker der Improvisationsszene gehörten von Beginn an zu Sclavis musikalischen Partnern. Die Zusammenarbeit mit [[Chris McGregor]], [[Peter Brötzmann]], [[Evan Parker]], [[Conny Bauer]], [[Heinz Becker (Trompeter)|Heinz Becker]], [[John Lindberg]], [[Michiel Braam]], [[Tony Oxley]], [[Jean-Pierre Drouet]], [[Bernard Struber]], [[Andreas Willers]] oder [[Gabriele Hasler]] wurde auf diversen CD-Veröffentlichungen dokumentiert. Regelmäßig ließ er das erfolgreiche &amp;#039;&amp;#039;Carnet des Routes&amp;#039;&amp;#039;-Trio mit [[Henri Texier]] und [[Aldo Romano]] wieder aufleben, dessen Auftritte in Afrika von [[Guy Le Querrec]] für die Beihefte der CDs dokumentiert wurden. Das Album &amp;#039;&amp;#039;Silk and Salt Melodies&amp;#039;&amp;#039;, „aufgenommen von einem ungemein klangbewussten, sorgfältigen und virtuos groovenden Quartett“ (mit [[Benjamin Moussay]], [[Gilles Coronado]] und [[Keyvan Chemirani]]) kam 2014 auf die Bestenliste beim [[Preis der deutschen Schallplattenkritik]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schallplattenkritik.de/bestenlisten/2014/04 Bestenliste 4/2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Louis Sclavis ist seit den 80er Jahren einer der aktiven Kristallisationspunkte der französischen Jazzszene, gemeinsam mit so namhaften Künstlern wie Bruno Chevillon, [[Marc Ducret]], [[Michel Portal]], [[Yves Robert (Musiker)|Yves Robert]], [[Michel Godard]], [[Dominique Pifarély]] oder [[Jean-Louis Matinier]]. Aus Kunstmusik und Volksmusik schmiedet Sclavis nach dem ARFI-Konzept der „[[imaginäre Folklore|imaginären Folklore]]“ eine leicht eingängige Musik, die rhythmisch geschickt verpackt, sowohl eine beschwingte Heiterkeit als auch eine tiefe Melancholie umfasst. Für sein Album &amp;#039;&amp;#039;Les Cadences du Monde&amp;#039;&amp;#039; (2022) arbeitete er mit den Cellisten Bruno Ducret und [[Annabelle Luis]] und dem Perkussionisten Keyvan Chemirani zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Georg Waßmuth |url=https://www.swr.de/swr2/musik-jazz-und-pop/les-cadences-du-monde-der-franzoesische-klarinettist-louis-sclavis-auf-imaginaerer-weltreise-100.html |titel=„Les cadences du monde“ - Der französische Klarinettist Louis Sclavis auf imaginärer Weltreise |hrsg=[[SWR2]] |datum=2022-08-10 |abruf=2023-02-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit seinem langjährigen Pianisten Benjamin Moussay brachte er auf ECM Records am 13. September 2024 das Duo-Album &amp;#039;&amp;#039;Unfolding&amp;#039;&amp;#039; heraus, das sechs Kompositionen von Moussay und drei von ihm enthält.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wolf Kampmann |url=https://www.jazzthing.de/review/louis-sclavis-benjamin-moussay-unfolding/ |titel=Louis Sclavis / Benjamin Moussay Unfolding |werk=[[Jazz thing]] |datum=2024-10-21 |sprache=de |abruf=2025-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem französischen Label [[Yolk Records]] aus Nantes folgte 2025 das Album &amp;#039;&amp;#039;India&amp;#039;&amp;#039;, das ausschließlich Eigenkompositionen von Sclavis bringt und mit seinem Quintett, zu dem neben ihm [[Olivier Laisney]] (Trompete), Benjamin Moussay, [[Sarah Murcia]]  (Kontrabass) und [[Christophe Lavergne]] (Schlagzeug) gehörten, eingespielt wurde. Es ist eine Fortsetzung und Bezugnahme auf sein erstes Album unter eigenem Namen, &amp;#039;&amp;#039;Chine&amp;#039;&amp;#039;, aus dem Jahr 1987.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ferdinand Dupois-Panther |url=https://www.jazzhalo.be/reviews/cdlpk7-reviews/various/yolk-records-presents-fall-2025/ |titel=Louis Sclavis – India |werk=jazzhalo.be |datum=2025 |sprache=de |abruf=2025-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://oe1.orf.at/programm/20251124/814008/Musikalische-Fantasiereisen-nach-Indien-Louis-Sclavis |titel=Musikalische Fantasiereisen nach Indien |werk=Ö1 |datum=2025-11-24 |sprache=de |abruf=2025-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmmusik ==&lt;br /&gt;
* 1999: [[Es beginnt heute]] &amp;#039;&amp;#039;(Ça commence aujourd&amp;#039;hui)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1999: Grands comme le monde&lt;br /&gt;
* 1999: Kadosh&lt;br /&gt;
* 2002: Leben tötet mich &amp;#039;&amp;#039;(Vivre me tue)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2006: Es lebe die Bombe! &amp;#039;&amp;#039;(Vive la bombe!)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2007: [[Der Tag, der alles veränderte]] &amp;#039;&amp;#039;(Après lui)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2008: Später wirst du es verstehen &amp;#039;&amp;#039;(Plus tard, tu comprendras)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2011: Unser Paradies &amp;#039;&amp;#039;(Notre paradis)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2024: [[Shikun]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
1988 erhielt Louis Sclavis den [[Prix Django Reinhardt]], eine Auszeichnung, die alljährlich an den besten französischen Jazzmusiker verliehen wird. 1990 folgte der [[British Jazz Award]], und 1996 erhielt er den &amp;#039;&amp;#039;Nationalen Musikpreis&amp;#039;&amp;#039; des französischen Kulturministeriums. Sein Album &amp;#039;&amp;#039;Ellington on the Air&amp;#039;&amp;#039; wurde 1993 als bestes französisches Jazzalbum mit dem [[Django d’Or (Frankreich)|Django d’Or]] bedacht. Sein Album &amp;#039;&amp;#039;Sources&amp;#039;&amp;#039; wurde 2012 in die Vierteljahres-Bestenliste des [[Preis der deutschen Schallplattenkritik|Preises der deutschen Schallplattenkritik]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
{{Zitat|Es ist müßig zu erwähnen, dass Louis Sclavis’ Musik immer wieder dadurch besticht, dass sie keine amerikanischen Vorbilder kopiert und sich trotzdem eine Leichtigkeit bewahrt, die tief in dem Boden verwurzelt ist, in dem sie entsteht. Sclavis erfüllt alle Kriterien des Prädikats Jazz, und doch ist seine Musik nichts weniger als afroamerikanisch. … Der Klarinettist erreicht mit seiner Band ein Höchstmaß an motivierter Interaktion, die von gruppendienlichen Soli durchzogen wird. … Kein Solo findet nur um des Solos Willen statt, sondern alles hat einen vorbestimmten Platz im Ganzen.| [[Wolf Kampmann]] ([[Jazzthetik]] 3/2001)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ecm&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ecmrecords.com/catalogue/143038751588/laffrontement-des-pretendants-louis-sclavis-quintet Louis Sclavis: L&amp;#039;affrontement des prétendants bei ECM]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Nirgends ist der Jazz lebendiger als an den Rändern. Von dort her erneuert er sich, und am Ende ist es gleichgültig, ob diese Musik am Ende noch so heissen wird – Hilfsbegriff war das Wort, das vielen seiner Protagonisten ein Unwort scheinen wollte, schon immer. Louis Sclavis ist dafür das jubelndste Beispiel.| [[Peter Rüedi]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;ecm&amp;quot;/&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://sclavisfansite.jp/sclavis/disques/disques.html Diskographie]&lt;br /&gt;
* [http://www.fmp-label.de/freemusicproduction/musiker/sclavis.html FMP-Veröffentlichungen]&lt;br /&gt;
* [http://www.jazzfoto.at/konzertfotos06/louis_sclavis_trio/ Fotos Louis Sclavis Trio 2006]&lt;br /&gt;
* {{Discogs}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0778555}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=134685628|LCCN=no/97/24007|VIAF=66653020}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sclavis, Louis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Jazz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmkomponist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jazz-Klarinettist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bassklarinettist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jazz-Saxophonist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1953]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sclavis, Louis&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Klarinettist, Saxophonist, Komponist und Bandleader&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Februar 1953&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lyon]], Frankreich&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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