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	<title>M. W. - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T21:06:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=M._W.&amp;diff=1713007&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Firobuz: Link auf BKL vermieden</title>
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		<updated>2025-12-24T20:33:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf BKL vermieden&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ballonkorb MW.jpg|mini|Ballonkorb des &amp;#039;&amp;#039;M.&amp;amp;nbsp;W.&amp;#039;&amp;#039;: rechts am Ausleger das Psychrometer]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;M. W.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz für „Machen wir!“) ist der Name eines [[Ballon]]s des [[Verein zur Förderung der Luftschifffahrt|Deutschen Vereins zur Förderung der Luftschifffahrt]], mit dem 1891 fünf vorbereitende Fahrten im Rahmen der [[Berliner wissenschaftliche Luftfahrten|Berliner wissenschaftlichen Luftfahrten]] zur Erforschung der [[Freie Atmosphäre|freien Atmosphäre]] durchgeführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Ballon ==&lt;br /&gt;
Die Berliner Meteorologen [[Wilhelm von Bezold]] und [[Richard Aßmann (Meteorologe)|Richard Aßmann]] hatten am Ende der 1880er Jahre erkannt, dass man, um das Wettergeschehen tiefgreifend verstehen zu können, physikalische Größen wie die Temperatur, den Druck und die Luftfeuchtigkeit nicht nur am Boden, sondern auch in der freien Atmosphäre messen musste. In seiner Festrede zum Thema &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung der Luftschifffahrt für die Meteorologie&amp;#039;&amp;#039; hatte von Bezold am 2. Juni 1888 vor dem Deutschen Verein zur Förderung der Luftschifffahrt die Idee eines großzügig angelegten Forschungsprogramms skizziert. Aßmann, seit 1889 Vorsitzender des Vereins, wurde zum Organisator der Berliner wissenschaftlichen Luftfahrten. Es mangelte aber zunächst an finanziellen Mitteln zur Anschaffung eines geeigneten Ballons. Aßmann bemühte sich, private Mittel von prominenten Vereinsmitgliedern einzuwerben, wo staatliche Unterstützung noch fehlte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 stellte der Geschäftsführer der &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Börsen-Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, Kurt Killisch-Horn (1856–1915), dem Verein einen Ballon für die Durchführung von Vereinsfahrten zur Verfügung. Der Name &amp;#039;&amp;#039;M.&amp;amp;nbsp;W.&amp;#039;&amp;#039; war eine im Berlin dieser Zeit populäre, scherzhafte Abkürzung von „Machen wir!“. Der Ballon war nach Plänen des Premierleutnants der Berliner Luftschifferabteilung und späteren Konstrukteurs von [[Luftschiff|Militärluftschiffen]] des Typs [[Groß-Basenach]], [[Hans Groß (Luftschiffkonstrukteur)|Hans Groß]], gefertigt worden und besaß ein Fassungsvermögen von 1180&amp;amp;nbsp;m³. Beim Entwurf des Korbs wurden die besonderen Anforderungen der Meteorologen berücksichtigt. Er erhielt z.&amp;amp;nbsp;B. einen Ausleger, damit die Temperatur außerhalb des Korbs gemessen werden konnte, also ungestört durch die Körperwärme der Passagiere oder den von der Sonnenstrahlung aufgeheizten Korb. Zum Ablesen konnte der Ausleger kurzzeitig herangezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luftfahrten ==&lt;br /&gt;
Neben privaten Fahrten des Eigentümers wurden mit dem Ballon &amp;#039;&amp;#039;M.&amp;amp;nbsp;W.&amp;#039;&amp;#039; zwischen Januar und November 1891 fünf wissenschaftliche Luftfahrten unternommen. Startplatz war jeweils ein von [[Werner von Siemens]] zur Verfügung gestelltes Gelände neben der [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburger]] [[Gaswerk|Gasanstalt]]. Da der Ballon relativ schwer war, konnten keine großen Höhen erreicht werden. Die Beobachtungsergebnisse waren deshalb im Vergleich zu späteren Fahrten mit den Ballons &amp;#039;&amp;#039;[[Humboldt (Ballon)|Humboldt]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Phönix (Ballon)|Phönix]]&amp;#039;&amp;#039; noch relativ bescheiden. Aßmann bezeichnete die Fahrten mit dem &amp;#039;&amp;#039;M.&amp;amp;nbsp;W.&amp;#039;&amp;#039; später als vorbereitende Fahrten, da sie vor allem dazu dienten, die Beobachtungsmethodik zu verfeinern und Erfahrungen mit den Instrumenten zu sammeln, insbesondere mit dem von ihm in Zusammenarbeit mit [[Hans Bartsch von Sigsfeld]] gerade entwickelten [[Aspirationspsychrometer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am dritten Aufstieg war als Observator erstmals [[Arthur Berson]] beteiligt, der sich in den Folgejahren zum wichtigsten Akteur der Berliner wissenschaftlichen Luftfahrten entwickelte. Am vierten Aufstieg nahm der Direktor des [[Blue-Hill-Observatorium]]s, der US-Amerikaner [[Abbott Lawrence Rotch]], teil, der ab 1894 die Sondierung der Atmosphäre mit Wetterdrachen in der [[Aerologie]] etablierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der fünften Fahrt waren die Schäden am Ballon so groß, dass er nicht mehr zu verwenden war. Erst mit dem Bau des Ballons &amp;#039;&amp;#039;Humboldt&amp;#039;&amp;#039; konnten die eigentlichen wissenschaftlichen Luftfahrten 1893 aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Die wissenschaftlichen Fahrten des Ballons &amp;#039;&amp;#039;M. W.&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1891&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Datum&lt;br /&gt;
!Fahrtdauer (h:min)&lt;br /&gt;
!Fahrtlänge (km)&lt;br /&gt;
!Maximale Höhe (m)&lt;br /&gt;
!Teilnehmer&lt;br /&gt;
!Landeort&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 30.&amp;amp;nbsp;Januar ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 3:03 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 139 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 1330 || Groß, Aßmann, Killisch || [[Schönwalde (Vorpommern)|Schönwalde]], Vorpommern&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 13.&amp;amp;nbsp;März ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 4:17|| align=&amp;quot;center&amp;quot; | {{0}}54 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 1805 || Groß, Aßmann || [[Fehrbellin]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| {{0}}8.&amp;amp;nbsp;August ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 2:46|| align=&amp;quot;center&amp;quot; | {{0}}89 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 1720 || Gurlitt, Berson, Killisch || [[Mieszkowice|Bärwalde]], Neumark&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 24.&amp;amp;nbsp;Oktober ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 3:05|| align=&amp;quot;center&amp;quot; | {{0}}34 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 1240 || Groß, Berson, Rotch || [[Schmachtenhagen (Oranienburg)|Schmachtenhagen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| 27.&amp;amp;nbsp;November ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 3:14|| align=&amp;quot;center&amp;quot; | {{0}}90 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 1870 || Groß, Berson, Killisch || [[Chojna|Königsberg]], Neumark&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Humboldt (Ballon)|Ballon &amp;#039;&amp;#039;Humboldt&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
* [[Preussen (Ballon)|Ballon &amp;#039;&amp;#039;Preussen&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Richard Aßmann, Arthur Berson (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftliche Luftfahrten&amp;#039;&amp;#039;. Vieweg, Braunschweig 1899 (Band 1), 1900 (Band 2 und 3)&lt;br /&gt;
* Richard Aßmann, Arthur Berson, Hans Groß, Victor Kremser, Reinhard Süring: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Erforschung der Atmosphäre mittels des Luftballons&amp;#039;&amp;#039;. Mayer und Müller, 1900&lt;br /&gt;
* [[Hans Steinhagen]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Wettermann. Leben und Werk Richard Aßmanns&amp;#039;&amp;#039;. Findling, Neuenhagen 2005, ISBN 3-933603-33-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:M W}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Individueller Gasballon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mobile meteorologische Beobachtungseinrichtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Luftfahrt (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Meteorologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ereignis 1891]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Firobuz</name></author>
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